Krueger, Kreis, Gross, Krinner, Mitchell, Kammerer...?

Krueger, Kreis, Gross, Krinner, Mitchell, Kammerer...?Krueger, Kreis, Gross, Krinner, Mitchell, Kammerer...?
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Beim heutigen Abschiedsfrühstück für die 15 Medienvertreter kam die Sprache fast automatisch wieder auf die Trainerfrage. DEB-Präsident Uwe Harnos erklärte, dass die Wunschliste Nr. 1 die Namen Ralph Krueger, Harold Kreis und Pavel Gross umfasste. Die Nummer 2 bestand aus „Toni Krinner, Larry Mitchell, Axel Kammerer und so weiter“, wie sich Harnos ausdrückte. Er unterstrich bei dieser Gelegenheit, dass ihm die Liste unter anderen von DEL-Trainern unterbreitet wurde.

Es wurde noch einmal klargestellt, dass nichts klar ist, so nebulös sich die ganze Sache auch anhört (oder –liest). Beispiel: Handelt es sich beim eventuellen Nachfolger Uwe Krupps (so er denn einen Nachfolger bekommt) um eine Übergangslösung oder nicht? Kommt Ralph Krueger denn überhaupt im nächsten Jahr? Auch die Personalie Kölliker schloss der Präsident nicht aus, wie er ohnehin nichts ausschloss und nichts bestätigte. Typisch und die ganze Atmosphäre beschreibend, war seine Antwort auf die Frage, ob denn im Mai eine Entscheidung getroffen werden würde. „Ich glaube, es ist sehr zu wünschen“, so der Kaufbeurer wörtlich.

Uwe Krupp wurde da ein bisschen deutlicher. Unter bestimmten Bedingungen wäre er jedenfalls bereit, eine Doppelfunktion als Haie-Chefcoach und Bundestrainer auszuüben. „Es müssten jedoch alle Leute im Stab dabei bleiben, auch Franz Reindl“, unterstrich Krupp. Von Kölner Seite bestünden keine Bedenken.

Sportlich („wir haben so aufgehört, wie wir angefangen haben, nämlich mit dem gleichen Elan“) räumte er ein, dass er, wie auch die Mannschaft, nach den Spielen gegen die Dänen und Schweden enttäuscht war. „Da war mehr drin, auch gegen die Tschechen. Die Gegner haben aus ihren Möglichkeiten das Beste gemacht. Wir müssen in manchen Bereichen wie Überzahlspiel noch arbeiten.“

Auf die Frage eines Journalisten, wie es denn kann, dass nach einer Katastrophen-WM wie vor zwei Jahren in der Schweiz (wo immerhin elf Akteure des diesjährigen WM-Kaders anwesend waren) zwei hervorragende Turniere folgten, antwortete Krupp lakonisch: „2012 kann wieder eine Katastrophen-WM folgen.“ - Frank Hördler, Kai Hospelt und John Tripp bezeichnete er übrigens als seine besten WM-Akteure.