Kleines Eis in Vancouver

Uwe Krupp benennt erweiterten, vorläufigen Kader für VancouverUwe Krupp benennt erweiterten, vorläufigen Kader für Vancouver
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Das Organisationskomitee der Olymischen Winterspiele 2010 (VANOC) im kanadischen Vancouver und der Eishockey-Weltverband IIHF haben heute bekannt gegeben, dass die olympischen Turniere in jenem Jahr für Männer und Frauen auf einer Eisfläche mit nordamerikanischen Maßen stattfinden werden. Der Hauptgrund sind Vermeidung von Mehrkosten sowie größere Verfügbarkeit von Eintrittskarten. Rund 350 bis 800 Zuschauer (ca. 35.000 insgesamt) haben daher zusätzlich Gelegenheit, die Spiele zu besuchen. Auf der anderen Seite werden Umbaukosten in Höhe von rund zehn Millionen kanadischer Dollar gespart, was im Hinblick auf das 580 Millionen Dollar-Budget eine Menge bedeutet.

Die von VANOC vertretene Empfehlung, nordamerikanische Abmessungen zu verwenden, wurde von den teilnehmenden Nationen und dem IIHF-Council während der letzten WM in Lettlands Hauptstadt Riga diskutiert. “Wenn wir die jetzt schon existierenden Spielflächen benutzen, werden wir nicht nur Kosten sparen, sondern auch mehreren hundert zusätzlichen Fans die Möglichkeit erlauben, sich die Matches anzusehen“, erklärte VANOC-Mitarbeiter John Furlong in der heutigen Pressemitteilung der IIHF. “Wir sind unter anderem verpflichtet, unnützige Aufwendungen zu vermeiden. Die vorgenannte Entscheidung ist ein exzellentes Beispiel, dass wir diesen Verpflichtungen Folge leisten“, so Furlong weiter.

“Die strikte Einhaltung der neuen Regelauslegungen gibt den Spielern ohnehin mehr Raum auf dem Eis”, fügte IIHF-Präsident René Fasel an. "With the majority of the players now playing in North America, the transition to the Olympic Games will be seamless and should result in excellent hockey. It wouldn’t have made sense to spend so much money on construction, furthermore making all those players go through a transition period.”

René Fasel ist darüber hinaus Vorsitzender der Kommission für Zusammenarbeit der Spiele von Vancouver.

Rund 53 Prozent der Teilnehmer am olympischen Männerturnier von Turin spielen auf Flächen mit nordamerikanischen Abmessungen. Von den neun bisher ausgespielten Weltmeisterschaften der Frauen fanden fünf in Nordamerika mit den dort gebräuchlichen Abmessungen statt. Die nächste Frauen-WM wird im kanadischen Winnipeg ausgetragen werden. Die nordamerikanischen Eisflächen-Maße sind 200 x 85 Fuß, was rund 60 x 26 Meter bedeuten.

Die Olympischen Winterspiele 2010 werden in den kanadischen Städten Vancouver und Whistler vom 12. bis 28. Februar ausgetragen werden. Auf Eisflächen mit Maßen, wie sie in Nordamerika geläufig sind, werden und wurden folgende Eishockeyturniere durchgeführt: Die Weltmeisterschaften der Frauen 1990 in Ottawa (kanadische Provinz Ontario), 1997 in Kitchener (Ontario), 2001 in Minneapolis (US-Bundesstaat Minnesota), 2004 Halifax (Provinz Neu-Schottland) sowie 2007 in Winnipeg (Manitoba). The 2010 Olympic Winter Games will be staged in Vancouver and Whistler from February 12 to 28, 2010. Dazu kommen folgende Männerwettbewerbe: die Vergleiche zwischen Kanada und der Sowjetunion 1972 und 1974 (Spielorte jeweils in Kanada und der UdSSR), die Canada-Cups der Jahre 1976 (Kanada/USA), 1981 (Kanada), 1984, 1987 und 1991 (jeweils Kanada/USA) sowie die World Cups 1996 und 2004, die jeweils in Nordamerika und Europa stattfanden. Dazu kommen folgende U20-WM-Turniere: 1978 (Spielort Montreal/Provinz Quebec), 1982 Rochester (US-Bundesstaat Minnesota), 1986 Hamilton (Provinz Ontario), 1991 Saskatoon (Provinz Saskatchewan), 1995 Red Deer (Provinz Alberta), 1996 div. Städte im US-Bundesstaat Massachusetts, 1999 Winnipeg (Provinz Manitoba), 2003 Halifax (Provinz Neu-Schottland), 2005 div. Städte im US-Bundesstaat Nord Dakota, 2006 Vancouver (Provinz Britisch Columbia) sowie 2009 in Ottawa (Provinz Ontario).

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