Kanada holt sich Titel zurück – Schweiz überraschend Dritter

Kanadas Spielerinnen direkt nach dem Spielende. (Foto: RST-Fotoservice via Hockeywomen.de)Kanadas Spielerinnen direkt nach dem Spielende. (Foto: RST-Fotoservice via Hockeywomen.de)
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Die Kanadierinnen gingen durch Hayley Wickenheiser in der achten Minute in Unterzahl in Führung. Fünf Minuten später konnte Kendall Coyne den Ausgleich für die USA erzielen. Im zweiten Abschnitt nutzte Jayna Hefford ein Powerplay zum 2:1 (25.). Nach dem 3:1 von Caroline Ouelette nur eineinhalb Minuten später schien die Vorentscheidung bereits gefallen. Doch noch im gleichen Drittel nutzten die

Gastgeberinnen zwei der zahlreichen Strafzeiten, die Kanada von ihrer Landsfrau Melanie Bordeleau verordnet bekam. Brianna Decker verkürzte in der 37. Minute auf 2:3, Giggi Marvin glich in der 39. Minute sogar aus. Marvin nutzte die nächste Strafzeit im Schlussabschnitt gar zur Führung der USA (43.). Zweieinhalb Minuten vor Spielende gab es dann den nächsten Überzahltreffer. Diesmal lies Meghan Agosta die Kanadierinnen über den Ausgleich jubeln. Ouelette war es dann vorbehalten, nach 1:50min der Verlängerung den Endstand herzustellen. Weltmeister wurde damit auch Doug Derraugh, der aus seiner aktiven Zeit als Spieler in Deutschland bekannt ist und bei dieser Weltmeisterschaft im Trainerstab der kanadischen Mannschaft arbeitete.

Im Spiel um Platz 3 gewann die Schweiz und sicherte sich erstmals in ihrer Fraueneishockeygeschichte eine WM-Medaille. Die Mannschaft steigerte sich nach der Auftaktniederlage gegen Deutschland

kontinuierlich und belohnte sich durch einen 6:2 (2:2, 1:0, 3:0)-Erfolg gegen Finnland mit der Bronzemedaille. Finnland ging durch Annina Rajahuhta (5.) und Anne Helin (18.) zwei Mal in Überzahlspielen im ersten Drittel in Führung. Katrin Nabholz (12.) und Sara Benz eine Sekunde vor Drittelende konnten jeweils ausgleichen. Nach einer halben Stunde drehte die Schweiz dann mit dem 3:2 durch Julia Marty das Spiel. Trotz optischer Überlegenheit konnte Finnland nicht ausgleichen und musste im Schlussabschnitt schön herausgespielte Treffer von Kathrin Lehmann (51.), Anja Stiefel (54.) und Evelina Raselli (56.) hinnehmen. Es ist der erste Podiumsplatz der Schweiz in der WM-Geschichte.

Rang fünf belegt Schweden vor Russland. Das deutsche Team wurde Siebter und sicherte damit die Klasse, während die Slowakei als Achter und damit Letzter in die Zweitklassigkeit absteigt. An der kommenden A-Weltmeisterschaft vom 2. bis zum 9. April 2012 in Ottawa wird anstelle der Slowakei erstmals die Tschechische Republik teilnehmen.