Im schlimmsten Fall droht 2018 die PleiteDEB-Versammlung am Wochenende

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So wird der neue DEB-Präsident Franz Reindl in aktuellen Pressemitteilungen so zitiert, dass er zur Sanierung des Verbandes auf eine Umlage auf die Mitglieder setzt, um den Verband mit Hilfe einer Einmalzahlung wieder auf „null“ zu setzen. So sollen sich auch die Teams der DEL und DEL2 an diesem Projekt beteiligen – im Gegenzug sollen die Profiorganisationen ordentliche Mitglieder des DEB werden. Das soll am Sonntag im Rahmen der außerordentlichen Mitgliederversammlung vollzogen werden. Ausgerechnet das alte Präsidium hatte schon im Zweitliga-Streit vor einem Jahr betont, dass auch Profigesellschaften Mitglied der Verbandes werden könnten. Neben den Clubs erwartet der DEB aber offenbar auch von den Landeseissportverbänden eine entsprechende Unterstützung. Zudem soll über Lizenzgebühren für Trainer, Spieler und Unparteiische abgestimmt werden, die im Einzelfall gering sind, in der Summe aber helfen können, den Verband auf gesunde „Kufen“ zu stellen.

Bei der zurückliegenden ordentlichen Mitgliederversammlung des DEB, bei der der bisherige Präsident Uwe Harnos seinen Verzicht auf eine erneute Kandidatur erklärt hatte, wurde offengelegt, dass sich der DEB bis dato nur über die Gewinne durch die Ausrichtung von Weltmeisterschaften finanziert hatte und in den Jahren dazwischen im Schnitt jeweils ein Jahresminus von 250.000 Euro erwirtschaftet hat. Von diesem „Harakiri-Etat“ will sich der DEB unter der neuen Führung nun verabschieden. Allerdings müssen dazu die Verbandsmitglieder den Vorschlägen des Präsidiums am Wochenende folgen.

Schon am Samstag wird es – ebenfalls in München – den „Dialogtag des deutschen Eishockeys“ geben. Dazu treffen sich Vertreter des Deutschen Eishockey-Bundes, der Deutschen Eishockey-Liga (DEL), der DEL2, der Oberligen und der Landeseissport-Verbände. Zudem werden auch ehemalige Spieler, Trainer und Funktionäre sowie ehrenamtliche Mitarbeiter anwesend sein.„Ausgehend von einer gemeinsamen Situationsanalyse in Sachen Sport, Finanzen, Ligenstrukturen und Verwaltung wollen wir eine Vision für das gesamte Eishockey entwickeln. Etwas, das wir mit kurzfristigen Maßnahmen und Zielen hinterlegen wollen, etwas, mit dem sich jeder identifizieren kann, etwas, für das alle brennen können, aber auch etwas, an dem wir uns irgendwann mal messen lassen wollen und müssen“, erklärt Franz Reindl im Rahmen einer DEB-Mitteilung.

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