IIHF lässt gemeinsame Bewerbung zuKöln und Berlin in engerer Wahl

Gibt es wieder WM-Eishockey in Köln - wie hier 2010? (Foto: Carsten Schürenberg - www.stock4press.de)Gibt es wieder WM-Eishockey in Köln - wie hier 2010? (Foto: Carsten Schürenberg - www.stock4press.de)
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Soeben hat der General Congress des Internationalen Eishockey Verbandes (IIHF) in Tokio einstimmig beschlossen, künftig auch die gemeinsame Kandidatur zweier Länder für eine Eishockey-Weltmeisterschaft zuzulassen und die Statuten dahingehend zu ändern. Somit steht einer gemeinsamen Bewerbung von Deutschland und Frankreich für die Weltmeisterschaft 2017 nichts mehr im Wege.

Die positive Entscheidung für das sogenannte „Co-Hosting“ ist für viele Nationen wegweisend. „Dies ist eine sehr gute Entscheidung für die IIHF, die Mitgliedernationen und die gemeinsame WM 2017 Bewerbung von Deutschland und Frankreich.“, freut sich auch Franz Reindl, Generalsekretär des Deutschen Eishockey-Bundes und für die WM-Bewerbung verantwortlich. Genauso sieht es auch DEB-Präsident Uwe Harnos: „Die Entscheidung ist zukunftsweisend und bietet die Chance auf eine weitere Entwicklung des Eishockeys. Der französische Eishockeyverband FFHG und der DEB werden nun aufbauend auf den bereits nachhaltig erfolgten Vorbereitungen und Planungen mit Vollgas die gemeinsame Bewerbung voran treiben und alles daran setzen die Weltmeisterschaft 2017 nach Frankreich und Deutschland zu holen.“ Kurz nach der Entscheidung machten beide Nationen ihre Bewerbung nochmals offiziell.

Nach der überaus erfolgreichen WM 2010 im eigenen Land bewirbt sich Deutschland zum ersten Mal in der Geschichte zusammen mit einer anderen Nation um die Ausrichtung eines sportlichen Großevents. Der entsprechende Kooperationsvertrag mit dem französischen Eishockeyverband ist geschlossen und die internen Strukturen für die Bewerbung sind aufgebaut. Unter dem Motto „Tous ensemble pour 2017“ („Gemeinsam für 2017“) hat Deutschland zusammen mit Frankreich diese Projektidee für die Ausrichtung der Weltmeisterschaft 2017 beim Internationalen Eishockey-Verband (IIHF) eingereicht. In Finnland (2012) und Schweden (2013) wurden bzw. werden zwar bereits die Vorrunden in den jeweils anderen Ländern ausgetragen, aber eine gemeinsame Bewerbung gab es noch nicht. Die Einigung auf diese Variante erfolgte erst nach Vergabe an den jeweiligen WM-Gastgeber. Die Konzeptidee Deutschland/Frankreich mit Deutschland als Ausrichter (Host) und Frankreich (Co-Host) ist somit neu und einzigartig.

Um den Austragungsort festzulegen, wurden nach der Bekanntgabe der gemeinsamen Pläne entsprechende Verhandlungen mit den Arenen in Köln, Berlin, Mannheim und München sowie den dazugehörigen Bundesländern und Städten intensiviert und eine Ausschreibung durchgeführt. Im engeren Kreis sind mit Berlin und Köln die Städte mit den größten Arenen und dem größten Einzugsgebiet verblieben. Aktuell läuft die Evaluierung, die möglichst kurzfristig abgeschlossen werden soll.

Das Bundesministerium des Innern (BMI), der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB), die Länder Berlin und Nordrhein-Westfalen sind informiert und unterstützen die Bewerbung. Befürwortungsschreiben des Bundes-Innenministers, der Sportminister und des nationalen Organisationskomitees in Frankreich, des DOSB-Präsidenten sowie der regierenden Bürgermeister von Berlin und Köln liegen bereits vor.

Die finale Vergabe der Weltmeisterschaft 2017 erfolgt beim IIHF-Jahreskongress im Mai 2013 in Stockholm.