„Ich hab’ mich riesig gefreut“Was drei der DEB-Debütanten sagten

Philipp Riefers von den Kölner Haien (Mitte) war einer der Neulinge im DEB-Team. (Foto: Roland Christ - www.rc-du.de)Philipp Riefers von den Kölner Haien (Mitte) war einer der Neulinge im DEB-Team. (Foto: Roland Christ - www.rc-du.de)
Lesedauer: ca. 2 Minuten

„Das war schon ein großartiges Gefühl“, sagte Riefers. „Und es ist eine große Ehre, für Deutschland spielen zu dürfen.“ Zudem lief das Spiel nicht schlecht, aber immerhin holten die Deutschen mit ihren „Prospects“, wie Bundestrainer Pat Cortina die jungen Talente nennt, gegen Lettland, das sich auf die Olympischen Spiele vorbereitet, einen 0:2-Rückstand auf, führte und musste sich erst nach Penaltyschießen geschlagen geben.

Nervös waren alle Neuen. „Aber wenn der Puck beim ersten Bully fällt, dann ist das auch vorbei“, sagte der Wolfsburger Armin Wurm. „Im ersten Länderspiel für Deutschland gleich ein Tor zu machen, ist toll. Ich hab’ mich auch riesig gefreut, aber ich hätte das Spiel lieber gewonnen“, sagte er.

Gut aufgenommen fühlten sich die „Frischlinge“ allemal. „Das ist einfach eine tolle Truppe, wir hatten da keinerlei Probleme“, sagte auch Haie-Verteidiger Björn Krupp, der bekanntlich die Nachwuchszeit in Nordamerika verbracht hat, mit dem Ausbildungsteam von US Hockey in der North American Hockey League spielte und auch Nachwuchs-Länderspiele für die USA bestritt. Seine eigene Leistung? „Ja, die war ganz okay, denke ich“, sagte Krupp. Auch Pat Cortina war zufrieden. „Er spielt einfaches, geradliniges Eishockey, ist ein großer Kerl und bewegt sich gut. Für ihn  kann der Weg in die Nationalmannschaft führen. Ich sage natürlich nicht, ob lang-, mittel oder kurzfristig.“

Denn wie es für die Jungnationalspieler weitergeht, steht natürlich nach einem Spiel und einem Training vor diesem Spiel noch gar nicht fest. „Nein“, erklärte auch Philipp Riefers. „Ich habe darüber auch noch nicht mit dem Bundestrainer gesprochen. Außerdem steht ja noch das zweite Spiel am Mittwochabend in Essen an.“

Beide Trainer zeigten sich mit dem Spiel zufrieden. „Das war ein gutes Spiel für die Fans“, sagte Lettlands Coach Tom Coolen – auf Deutsch wohlgemerkt, der sich für sein „schlechtes Deutsch“ entschuldigte, sich in dieser Sprache aber dennoch gut ausdrücken kann. „Wir waren im ersten Drittel besser, Deutschland im zweiten und das dritte war ausgeglichen. Und ein Penaltyschießen kann so und so ausgehen. Unser Ausgleich war natürlich etwas glücklich.“

Den „Puck“ nahm Pat Cortina auf. „Jetzt kommt schlechtes Deutsch, zweiter Teil“, scherzte der Bundestrainer. „Wir haben im ersten Drittel zu viel mit dem Kopf und zu wenig mit den Beinen gearbeitet. Wir wollten danach aggressiver spielen und haben das auch gemacht. Ein Lob muss ich den Fans hier in Herne aussprechen. Die Stimmung war klasse.“