Holland nicht spielberechtigt: DEB-Team droht Punktabzug

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Der DEB hat der IIHF gemeldet, dass der Nationalspieler Jason Holland mit sofortiger Wirkung vom Spielbetrieb genommen und an keinem weiteren Spiel bei der Eishockey-Weltmeisterschaft in Halifax / Kanada teilnehmen darf und abreisen wird.

Es wurde festgestellt, dass der Spieler Jason Holland bei der IIHF-Weltmeisterschaft nicht spielberechtigt ist. Für die Teilnahme an Weltmeisterschaften gilt eine vierjährige Sperrfrist, wenn ein Spieler bereits für eine andere Nationalmannschaft als Spieler aufgelaufen ist. Das bedeutet, dass ein Spieler mindestens vier Jahre in der nationalen Liga gespielt haben muss, bevor er dann für dieses Land bei einer WM teilnehmen darf. Diese wurde von Jason Holland unterschritten (er spielt erst seit drei Jahren in Deutschland), was leider erst jetzt bemerkt wurde (IIHF By-Law 204). Eine Entscheidung über die weitere Vorgehensweise wird von dem IIHF-Turnierdirektorat im Laufe des Tages getroffen. Es besteht die Möglichkeit, dass der 4:2-Sieg gegen die Slowakei in eine 0:5-Niederlage umgewandelt wird.

Nachdem der Regelverstoß vom DEB bemerkt wurde, hat man diesen umgehend der IIHF gemeldet.

Franz Reindl (Generalsekretär): „Ich übernehme für alles Geschehene die volle Verantwortung, entschuldige mich bei allen Beteiligten für den groben und unverzeihlichen Fehler und hoffe, dass unser Team es trotzdem sportlich schafft.“

Der Stürmer Andre Rankel hat sich bei der WM-Begegnung gegen die Slowakei am Kopf verletzt (Gehirnerschütterung). Beim heutigen Training wurde festgestellt, dass die Verletzung doch so schwer ist, dass er nicht mehr weiter an der Weltmeisterschaft teilnehmen kann. Er wird heute Abend abreisen und zurück nach Deutschland fliegen.