Harold Kreis wird nicht Bundestrainer Die Düsseldorfer EG erteilt ihrem Coach keine Freigabe

Harold Kreis wird nicht Bundestrainer.  (picture alliance / Fotostand)Harold Kreis wird nicht Bundestrainer. (picture alliance / Fotostand)
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Er war Favorit auf die Nachfolge von Marco Sturm als Bundestrainer. Doch der Deutsche Eishockey-Bund kann den 59-Jährigen von der Kandidaten-Liste streichen. Die Düsseldorfer EG erteilt seinem Coach keine Freigabe. Der DEB versuchte es zwar, hatte aber kein Glück. Kreis: „Es gab ein kurzes Gespräch. Ich war geehrt, dass ich überhaupt erwähnt wurde. Aber dann gab es relativ schnell die Entscheidung, dass ich für diesen Posten nicht zur Verfügung stehe.“ Eine Doppelfunktion schloss Kreis aus: „Ich kann nicht beides machen.“  Einen Coach, der gleichzeitig die Nationalmannschaft und einen Klub trainiert, soll es laut Präsident Franz Reindl sowieso höchstens für eine Übergangszeit geben.

Als Top-Kandidaten gelten somit weiter Ralph Krueger, einst Schweizer Nationalcoach und im Moment im Management-Team des Fußballklubs FC Southampton beschäftigt und Uwe Krupp. Der ehemalige Bundestrainer (2005-2011) hat aber beim tschechischen Tabellenführer Sparta Prag einen Zweijahresvertrag unterschrieben und will diesen respektieren. „Ich glaube nicht, dass der DEB jemanden sucht, der die Nationalmannschaft in einer Doppelfunktion leitet. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass der Job es in sich hat und derjenige alle Hände voll zu tun hat“, sagte der 53-Jährige bei Spox. Top-Favorit war Krupp wohl ohnehin nicht. Im Verband und im Team soll es Zweifler geben. Was tun? Mit Pavel Gross (Adler Mannheim) stellte ein weiterer Kandidat klar: „Es gibt nur eine Sache, das sind die Adler. Hier habe ich viel zu tun. Hier zu verschwinden, das mache ich nicht.“ Vielleicht macht es am Ende ja doch Ex-NHL-Profi und Silberheld Christian Ehrhoff, der seit April in Spieler-Rente ist. Doch auch der Oympia-Fahnenträger hatte bereits in der vergangenen Woche erklärt, dass der Bundestrainer-Job für ihn „jetzt kein Thema“ sei. Überredungskünste der DEB-Cheftetage sind also gefragt.

Eile ist in jedem Fall geboten. Dem DEB droht bekanntlich nach dem Abschied von Trainer Sturm auch der Abgang von Präsident Reindl zum Weltverband. Der 63-Jährige kann sich eine Kandidatur um den Vorsitz beim Weltverband IIHF vorstellen. Der Nachfolger des Schweizers Rene Fasél, der nicht mehr antritt, wird zwar erst 2020 gewählt. Doch Reindl müsste sich bald zur Kandidatur entscheiden. „Um eine Chance zu haben, muss man seinen Hut schon Anfang des nächsten Jahres, spätestens bis zur kommenden WM im Mai in den Ring schmeißen.“ Wahrlich, es gibt beim DEB viel zu tun ... 

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