Greiss: Starker Auftritt auf der großen Bühne

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Zum Auftakt beim Eishockey-Turnier der Superlative war Thomas Greiss der beste Deutsche. Mit zahlreichen Glanzparaden hielt der Torhüter der San Jose Sharks die deutsche Mannschaft beim 0:2 gegen Schweden im Spiel. "Wir haben großartig gespielt", sagte er nachher und durfte sich damit auch selbst gemeint haben. Der 24-Jährige spielt in Vancouver auf der Olympia-Bühne auch, um den NHL-Verantwortlichen zu zeigen, dass er das Zeug zu einem Stammtorwart hat.



Denn in seinem vierten Jahr in Nordamerika hat er sich zwar bei den Sharks festgespielt. Er ist die Nummer zwei im Tor hinter Jewgeni Nabokow, nachdem er in den Spielzeiten zuvor meist im Farmteam Worcester Sharks in der AHL zum Einsatz gekommen war.

Jetzt allerdings ist Geduld gefragt. „Meine Spiele sind bisher ganz gut gelaufen. Wir haben meist gewonnen“, sagt Greiss, „aber ich spiele eben selten.“ Zwölfmal durfte er bis zur Olympiapause sein Können auf höchstem Niveau zeigen, sechs Siege, vier Niederlagen, eine Fangquote von 91,8 Prozent und durchschnittlich 2,47 Gegentore stehen offiziell zu Buche – durchaus ansprechende Zahlen.



„Die Tendenz ist sehr, sehr gut“, lobt Bundestrainer Uwe Krupp den Goalie, „hinter Nabokow die Nummer zwei zu sein, ist eine Auszeichnung.“ Aber kein leichter Job. „Man muss hart trainieren, immer bereit sein, und sitzt dann meist doch auf der Bank“, sagt Greiss: „Es ist etwas ganz anderes, als wenn man regelmäßig spielt.“



Doch der Nationaltorwart, der mit seiner kanadischen Freundin Heather in San Jose lebt, ist noch jung und weiß, dass seine Chance kommen wird. „Nabokow wird im Sommer 35, und sein Vertrag läuft aus“, berichtet Greiss, „die Verantwortlichen in San Jose sagen, dass sie mit mir planen.“ Aber der Bayer in Kalifornien weiß auch, dass im Business NHL solche Aussagen nicht viel wert sind: „Es ist schwer einzuschätzen, was die Wahrheit ist. Es gibt so viele Variablen.“



Ein Jahr steht er noch bei den Sharks unter Vertrag, spätestens in den nächsten zwei Jahren möchte er mehr Eiszeit und endlich das sein, was seine Rückennummer aussagt: die Eins. “Ich will mich natürlich verbessern“, sagt Greiss. Die Olympischen Spiele in Vancouver sind für ihn die ideale Bühne, um auf sich aufmerksam zu machen – aber auch ein grandioses Erlebnis: „Das wird ein Riesending. Die Kanadier sind total eishockeyverrückt. Mit ein bisschen Glück können wir hier was reißen.“