Frauen besiegen Schweiz - gute Stimmung in Dresden

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Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft gastierte am 11. März im Rahmen der Feierlichkeiten zum 800-jährigen Stadtjubiläum der Stadt Dresden zu einem Länderspiel gegen die Schweiz in der Elbestadt. Dabei gewann das DEB-Team klar mit 7:1. Im Rahmen der Vorstellung beider Mannschaften wurden auf deutscher Seite drei Spielerinnen für ihr 150. Länderspiel geehrt. Claudia Grundmann, Bettina Evers und Nina Ritter bekamen vom DEB-Vizepräsidenten Bodo Lauterjung Erinnerungsmedaillen überreicht.

Kurz darauf wurden die beiden Dresdenerinnen Anabell Beyer und Stephanie Träger in der Nationalmannschaft begrüßt – und wurden vom heimischen Publikum natürlich entsprechend

gefeiert.

Die deutschen Damen übernahmen gleich zu Beginn die Initiative und übten eine Menge Druck auf das Schweizer Tor aus. Zählbares gab es schon in der vierten Minute zu vermerken, als in einer Berliner Koproduktion Susann Götz auf Zuspiel von Nina Kamenik zum 1:0 traf. Schon zu diesem frühen Zeitpunkt war zu sehen, dass die jungen Schweizerinnen, bei denen wegen der zuhause stattfindenden Play-offs nur zwei Olympiateilnehmerinnen im Team waren, der deutschen Übermacht nicht allzu viel entgegen zu setzen hatten. Reihenweise sah man Chancen auf deutscher Seite z.B. durch Sarah Weyand (6.), Nina Kamenik (im Powerplay, 9.) oder Claudia Grundmann, die in der 18. Minute zwei gute Möglichkeiten nicht nutzen konnte.

Die optische Überlegenheit wurde im zweiten Drittel noch größer. Selbst in Unterzahl kamen die deutschen Damen zu guten Torschussmöglichkeiten. Das nächste Tor fiel jedoch in zahlenmäßiger Überlegenheit. Franziska Busch vom WSV Braunlage, die heute zu den besten Spielerinnen auf deutscher Seite zu zählen war, traf in der 25. Minute auf Zuspiel von Bettina Evers (Grefrath) und Jennifer Tarnas (Schweinfurt). Tor Nummer drei war dann wieder Sache der heute besten deutschen Spielerin: Susann Götz, die sich ihrer Familie wegen die Länderspielteilnahme trotz des Punktspieles ihres Vereins am Sonntag nicht nehmen liess, verwandelte in der 37. Minute einen herrlichen Schlagschuss zum 3:0. In der 39. Spielminute folgte dann die einzige unschöne Szene des Spiels, als eine Schweizer Spielrin mit voller Wucht in Sahrah Weyand rutschte. Die Eidgenossin musste mit fünf Minuten und einer Spieldauerstrafe vom Eis.

Diese Strafe musste die Schweiz zu Beginn des letzten Drittels teuer bezahlen. Dreimal trafen die deutschen Mädels innerhalb der Überzahl. Den Anfang machte Bettina Evers mit einem schönen Handgelenkschuss auf die Stockhandseite der Schweizer Torhüterin (41.). Das Zuspiel kam von Frannziska Busch, die sich gegen zwei Abwehrspielerinnen durchsetzte.

Dann traf Isabell Brückell (Riessersee) in der 43. Minute mit einem Schlagschuss von der blauen Linie (Assistentin: Jessica Hammerl aus Planegg) und nur eine halbe Minute später setzte Länderspieldebütantin Anabell Beyer aus Dresden noch eins drauf. Sie hob den Abpraller eines gehaltenen Schlagschusses eiskalt über die Schoner der am Boden liegenden Schweizer Torfrau. Nach dieser Torflut verordnete der Schweizer Trainer René Kammerer erst einmal eine Auszeit. Auf deutscher Seite nutzte man die beruhigende Führung für einen Wechsel der Torfrauen. Susanne Seesle ersetzte Ivonne Schröder und wurde sogleich zum

Liebling des Dresdener Publikums. Nach weiteren Großchancen für das deusche Team zum Beispiel durch Christina Oswald (47.) war es erneut die Paradereihe des OSC Berlin, die für Jubel in der Dresdener Eissporthalle sorgte. Susann Götz schoss auf Zuspiel

von Claudia Grundmann und Nina Kamenik in der 56. Minute das 7:0. Offensichtlich ließ die Konzentration im letzten Drittel etwas nach, so dass auch die Schweizerinnen durchaus zu guten Einschussmöglichkeiten kamen. Ihre Bemühungen wurden dann in der 56. Spielminute mit dem Tor zum 7:1 Endstand durch Christine Meier belohnt.

Die Ehrung der besten Spielerinnen auf beiden Seiten nach dem Spielende war

nur eine Formsache. Christine Meier auf Schweizer Seite und Susann Götz aus

dem deutschen Team wurden verdient geehrt. Ein Sonderlob des Dresdener Publikums – immerhin kamen 1022 Zuschauer – erhielt die Torfrau Susanne Seesle, die wiederholt mit gefeiert wurde. Auch auf Seiten der Funktionäre des DEB war man von Organisation und

Atmosphäre in Dresden so beeindruckt, dass DEB-Vize Lauterjung versprach,

nach Fertigstellung der neuen Eissporthalle auch einmal mit der deutschen

Männer-A-Nationalmannschaft nach Dresden zu kommen.