Franz Reindl: Freudige Erwartung vor Länderspiel in Bad Tölz

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Während man beim DEB das Kräftemessen mit den All-Stars der DEL (1. Februar in Ingolstadt) eher als Kür ansieht, wartet mit dem Länderspiel gegen Österreich sozusagen die Pflicht auf die Nationalmannschaft. Schauplatz dieser Begegnung am 4. Februar (20 Uhr, live im DSF) wird das neu erbaute Eisstadion von Bad Tölz sein, auf das man in der Region mächtig stolz ist. Entsprechend groß ist die Vorfreude auf dieses erste Länderspiel der deutschen Mannschaft im Jahre 2004. Selbst Hans Zach, den so schnell nichts aus der Ruhe bringen kann, ist vor diesem Spiel in seiner alten Heimat erstaunlich nervös. Peter Kathan, Trainer der Damen-Nationalmannschaft und Freund des Herren-Bundestrainers verriet anlässlich eines Pressegespräches, dass er in den letzten Tagen vermehrt Anrufe von Zach bekomme, der dabei seine Anspannung kaum verbergen könne.

Auch DEB-Generalsekretär Franz Reindl sieht in dem Österreichspiel etwas ganz Besonderes. Der Gegner verfüge über eine große Zahl junger Spieler, die sehr ehrgeizig seien und es dem großen Nachbarn zeigen wollen. „Die Zeit der Austro-Kanadier ist endgültig vorbei“, meinte Reindl. „Die neue Generation der Österreicher wird es unserem Team schwer machen zu gewinnen.“ Auch im deutschen Team findet man einige ehrgeizige Neulinge wie Martin Walter (Hamburg), Alexander Barta (Berlin), Christoph Ullmann (Mannheim) und Michael Hackert (Frankfurt) . Daneben feiert Routinier Klaus Kathan ausgerechnet in seiner Heimatstadt nach längerer Pause ein Comeback.

Das neue Tölzer Stadion verspricht ein Schmuckstück zu werden. Zwar sind gut eine Woche vor der Eröffnung noch eifrig die Handwerker zugange, die Verantwortlichen schwören jedoch, dass bis zum 4.2. alles fertig sein wird. Die große Halle – daneben gibt es noch eine Trainingshalle – fasst 4000 Zuschauer. Im Gegensatz zum allgemeinen Trend moderner Stadien sind davon jedoch nur 800 Sitzplätze. In Tölz steht man noch überwiegend beim Eishockey. Die Fans wollten es so. Für das Länderspiel gibt es nur noch wenige Stehplatzkarten, die Halle wird also ausverkauft sein. Franz Reindl erwartet vom neuen Tölzer Eisstadion zusätzliche Impulse für den Nachwuchs. Bereits jetzt gibt es in vielen Erst- und Zweitligamannschaften Spieler, die im Isarwinkel das Eishockey erlernt haben. Reindl ist überzeugt davon, dass einer der traditionsreichsten deutschen Eishockeystandorte langfristig gesichert werden kann.

Die Kosten dieses neuen Tölzer Schmuckstückes belaufen sich auf insgesamt 11,7 Millionen Euro. Ein Großteil wird von der Stadt getragen, die dafür das Grundstück der alten „Wellblechhalle“ zurück erhält. Dieses war an den EC Bad Tölz verpachtet worden und soll nun mit einer Dreifachturnhalle bebaut werden. 2 Millionen Euro der Baukosten trägt die Hacker-Pschorr Brauerei, die dafür die Namensrechte des neuen Stadions erhält.