Finnland - Schweden 3:5 (2:0;1:3;0:2) - Tre Kronors holen die Bronzemedaill

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Im Duell der Enttäuschten, den beiden Verlierern der gestrigen packenden Halbfinalbegegnungen, gelang Gastgeber Schweden durch einen 5:3-Erfolg gegen den

Erzrivalen aus Finnland wenigstens noch ein halbwegs versöhnliches Ende der Eishockey-Weltmeisterschaft im eigenen Land. Mit dem Gewinn der

Bronzemedaille wurden zwar die hochgesteckten Erwartungen nicht erfüllt,

aber als kleines

Trostpflaster darf man den dritten Platz schon werten.

Allerdings sah es lange Zeit nicht einmal danach aus, bis weit ins zweite

Drittel führten die „finnischen Löwen“ mit 3:1 und zeigten auch mehr

Engagement

und Ambitionen, um nach der gestrigen Pleite wenigstens dieses Duell

erfolgreich zu bestreiten. Die Schweden spielten bis dahin einfach schlecht

und

lagen durch zwei Überzahl- und ein Unterzahltor schon deutlich zurück. Auch

nach

Davidssons Anschlusstreffer änderte sich am Spielverlauf nicht viel. Erst

als

Emotionen und Härte ins Spiel kamen, wachte die Truppe von Hardy Nilsson

auf. Timonen schickte mit einem harten Check P.J. Axelsson verletzt in die

Kabine, was einige Tumulte auf dem Eis nach sich zog. Diese Emotionen

nutzten die

Gastgeber zu zwei schnellen Toren, konnten so noch im Mittelabschnitt

ausgleichen und waren ab diesem Zeitpunkt die bessere und aktivere

Mannschaft.

Ex-Eisbär Thomas Rhodin, einem der besten Schweden bei diesem Turnier, war

es vorbehalten in der 54. Minute für die Vorentscheidung zu sorgen. Den Sack

endgültig zu machte Niclas Falk mit einem empty-net Tor sieben Sekunden vor

der Schlusssirene. Trotz dem Gewinn der Bronzemedaille steht der schwedische

Trainer Hardy Nilsson schwer in der Kritik. Taktisches Fehlverhalten und

chronische Erfolglosigkeit wird ihm von weiten Teilen der schwedischen

Medien

vorgeworfen. Zwei Bronzemedaillen (2001 und 2002) scheinen zu wenig für die

erfolgsverwöhnte schwedische Eishockeynation, aber vor allem das Versagen

bei den

Olympischen Spielen wird Nilsson immer noch vorgeworfen. Man darf gespannt

sein, wie lange er das Amt des Nationaltrainers noch inne haben wird.