„Es war mein Traum, in der Elitserien zu spielen“Alexander Barta

Alexander Barta bot in Kassel und Hannover gute Leistungen im DEB-Team. In der neuen Saison wird er in Schwedens erster Liga spielen. (Foto: Martin Hebgen - www.stock4press.de)Alexander Barta bot in Kassel und Hannover gute Leistungen im DEB-Team. In der neuen Saison wird er in Schwedens erster Liga spielen. (Foto: Martin Hebgen - www.stock4press.de)
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„Die Topteams der 2. Liga in Schweden könnten durchaus in der DEL mithalten“, beschreibt der Stürmer das Niveau der Allsvenskan, in der er für die Malmö Redhawks auflief. Wenn es auch „nur“ die 2. Liga war – Barta ging als Deutscher in das Land des achtfachen Weltmeisters und zweifachen Olympiasiegers. Hat man sich dort besonders zu beweisen, um akzeptiert zu werden? „Letztlich ist es auch bei jedem deutschen Verein so“, sagt Barta. „Der Verein, das Management, die Fans haben bestimmte Erwartungen an einen Spieler. Da muss man schon Gas geben.“ Im Großen und Ganzen ist Barta mit seinem ersten Jahr in Schweden zufrieden. „Wenn man seine Leistung bringt, hilft das, akzeptiert zu werden.“ In nackten Zahlen heißt das: 11 Tore und 13 Vorlagen in 52 Spielen. Am Ende stand Malmö auf dem siebten Platz und schaffte so gerade noch den Sprung in eine Zwischenrunde, in der die Teams auf den Rängen vier bis sieben einen weiteren Platz in der Kvalserien, der Aufstiegsrunde zur Elitserien, ausspielten. Dort verpasste Malmö knapp den Sprung, war punktgleich mit Rögle BK. Zwar war Malmö das punktbeste Team der Runde, doch in der Addition mit den Bonuspunkten aus der Hauptrunde mussten die Redhawks dem Konkurrenten aus Ängelholm den Vortritt lassen.

„In den Spielen gegen Rögle gab es immer eine ganz tolle Atmosphäre“, so Barta. Die wird Barta nun bald selbst erleben können – und das auch noch in der Elitserien. Denn der RBK startete in der Kvalserien durch. In der Sechserrunde von vier Zweit- und zwei Erstligisten landete Rögle auf Platz zwei, sicherte sich so den Aufstieg – und verdammte den 16-fachen Meister Djurgardens IF Stockholm zum Abstieg. „Es war mein Traum, in der Elitserien zu spielen“, ist Barta froh, diesen Weg nun gehen zu können. „Ich bin sehr glücklich, diese Chance zu bekommen.“ Sein Wechsel nach Rögle ist seit einigen Tagen perfekt.

Und wie klappt es mit dem Schwedischen? Alexander Barta lächelt. „Ich habe am Anfang intensiv versucht, die Sprache zu lernen. Aber die Leute dort sind nicht nur sehr nett, sie sprechen auch alle sehr gut Englisch“, berichtet der Stürmer. „Der Trainer hat seine Ansprachen immer auf Schwedisch gehalten“, so Barta. „Zu Beginn hat er das für die Ausländer ins Englische übersetzt. Letztlich ist die Eishockeysprache aber überall gleich“, fand sich Barta dann doch schnell zurecht. „In der neuen Saison will ich aber wirklich mein Schwedisch deutlich verbessern. Ich bin der Meinung, dass man das als ausländischer Spieler zumindest versuchen sollte.“

Mit der Nationalmannschaft geht es für Barta bald schon in seine neue „Eishockey-Heimat“. Die kommende Weltmeisterschaft findet in Finnland und Schweden statt; Deutschland wird seine sieben Gruppenspiele allerdings alle in Stockholm bestreiten. Barta selbst bot in den zurückliegenden Tests gegen Dänemark gute Leistungen. Noch stehen zwei weitere Spiele in Bratislava gegen die Slowakei und gegen Weißrussland an, ehe es nach Schweden geht. Da schon einige Spieler ihre WM-Teilnahme abgesagt haben, wäre ein Alexander Barta in guter Form viel Wert. Möglicherweise gibt der „Heimvorteil“ dem Stürmer ja noch einen Extrakick. Ihm wäre es zu gönnen. Und dem DEB-Team natürlich auch.