Deutschland wird Siebter bei Slegde-Eishockey-WM

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Vom 17. bis 24. April fand in Örnsköldsvik/Schweden die Weltmeisterschaft im Sledge-Eishockey statt. Zum ersten Mal konnte sich Deutschland im Oktober letzten Jahres für die Teilnahme an einer Weltmeisterschaft qualifizieren und traf somit in den vergangenen zehn Tagen auf die Teams aus Norwegen, Schweden, USA, Kanada, Japan, Großbritannien und Estland. Trotz eines leistungsstarken Auftrittes fehlte der Mannschaft aus Deutschland das nötige Quäntchen Glück, so dass am Ende Platz sieben heraussprang.

In der Vorrunde musste das deutsche Nationalteam gegen Weltmeister Norwegen nur eine 0:6-Niederlage hinnehmen. In der zweiten Begegnung unterlag die Mannschaft dem schwedischen Team nur knapp mit 1:3. Der zwischenzeitliche Gleichstand von 1:1 (Kessler – Wiehl/ Hattendorf - Hannover) hätte wegen der Spielergebnisse der übrigen Begegnungen dabei schon die Teilnahme an den Spielen um die Plätze eins bis vier bedeutet. Erst im letzten Drittel gelang den Schweden der Führungstreffer. Sieben Sekunden vor Spielende trafen die Schweden zum 3:1 ins leere Tor.

Das letzte Vorrundenspiel gegen Estland bestimmten die Deutschen deutlich. Das erste Drittel entschieden die Esten noch für sich. Bereits nach 31 Sekunden im zweiten Spielabschnitt glich Kessler (Wiehl) zum 1:1 aus. Segreff (Hannover) erhöhte vier Minuten Später zum 2:1. Das Schlussdrittel brachte nach zwischenzeitlichem Ausgleich durch Estland in der elften Minute die Entscheidung. Wiederum Kessler (Wiehl) konnte auf Vorlage von Segreff und Bleidorn (beide Hannnover) zum Endstand von 3:2 punkten. Deutschland erreichte damit als Gruppendritter die Zwischenrunde.

Gegen Großbritannien musste um die Vorentscheidung zu den Spielen um die Plätze fünf bis acht gewonnen werden. Nach einem zögerlichen Startdrittel (0:0) schien der zweite Spielabschnitt mit Toren von Pabst (Dresden / 2) und Kessler alles auf einen Sieg der Deutschen hinzudeuten. Nach dem 3:0 der Deutschen, drehten die Briten das Spiel jedoch. Im Penaltyschießen unterlag Deutschland mit 3:4.

Im Spiel um Platz sieben traf die deutsche Auswahl erneut auf Estland und gewann mit 3:2. Kessler (2) und Segreff machten den Sieg perfekt. In Europa belegt Deutschland hinter Norwegen, Schweden und Großbritannien den vierten Rangplatz.

Für die Teilnahme an den Paralympics 2006 in Turin konnten sich entsprechend der neuen Qualifikationskriterien die ersten drei Teams der WM direkt qualifizieren (Norwegen, USA, Schweden). Die weiteren Teilnahmeplätze werden während der Europameisterschaft im April 2005 ermittelt.

Die unbedingt erforderliche Unterstützung erhalten die deutschen Sportler durch den Deutschen Behindertensportverband und den Hauptsponsor RadissonSAS Hotels & Resorts. „Gerade diese Hilfe hat uns die Teilnahme an der Weltmeisterschaft ermöglicht. Ein umfangreiches Vorbereitungsprogramm soll uns bei der Europa-Meisterschaft 2005 die Qualifikation für die Paralympics 2006 in Turin einbringen. Das Potential dazu hat die Mannschaft, die notwendigen Erfahrungen aus internationalen Großveranstaltungen konnten wir jetzt sammeln“, kommentiert Gerd Bleidorn, Spieler und Fachbereichsleiter Eishockey beim Deutschen Behindertensportverband.


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