Deutschland unterliegt Tschechien mit 1:4Traum vom Halbfinale geplatzt

Bundestrainer Toni Söderholm. (Foto: dpa/picture alliance)Bundestrainer Toni Söderholm. (Foto: dpa/picture alliance)
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Nach einer historischen guten Vorrunde mit fünf Siegen in Folge und der Chance auf den Gruppensieg ist der WM-Traum der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft jäh zerstoben am Abwehr-Bollwerk der tschechischen Auswahl und deren gnadenloser Powerplay-Effizienz. Bruins-Stürmer David Pastrnak brachte sein Team bereits nach rund zwei Minuten in Führung, diese baute Cervenka noch im ersten Abschnitt aus - beide Treffer fielen in numerischer Überlegenheit. 

Danach drückte das Team von Toni Söderholm auf den Anschlusstreffer, wurde aber von David Krejci kalt erwischt. Der ehemalige Stanley Cup-Sieger, ebenfalls mit Boston, traf nach 33 Minuten erneut in Überzahl. So ging es ins Schlussdrittel. Söderholm ging - weil trotz großen Engagements und einigen guten Gelegenheiten kein Tor fiel für sein Team - früh "all in" und nahm bereits rund neun Minuten vor der Schlusssirene Torwart Philipp Grubauer vom Eis für den Extra-Angreifer. Das wurde zunächst auch belohnt, denn Mo Seider brachte Deutschland auf die Anzeigetafel. 

Mehr ließen die defensivstarken Tschechen jedoch nicht zu - und trafen ihrerseits noch in der Schlussminute 4:1-Endstand. Nach der überragenden Vorrunde endet dieses Turnier damit fast ein bisschen (zu) früh für das deutsche Team. Ein WM-Viertelfinale wäre vor einigen Jahren noch ein respektables Ergebnis gewesen - nun ist die Enttäuschung nicht zuletzt bei den Spielern selbst vermutlich sehr groß. Die Ansprüche an die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft sind wegen der Erfolge der letzten Jahre gewachsen - und das ist auch gut so.

Dennoch war es ein Turnier, bei dem das Postive weit überwiegt.