DEB-Sanierung: Gebührenordnung nun rechtsgültigLEV NRW hatte Zustimmung verweigert

DEB-Präsident Franz Reindl. (Foto: Imago)DEB-Präsident Franz Reindl. (Foto: Imago)
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Die Beschlüsse der Mitglieder des Deutschen Eishockey-Bundes vom 18. April 2015 sind nun rechtskräftig – das teilte der DEB mit. Der wichtigste Punkt betraf die Sanierung und finanzielle Neustrukturierung des Verbandes, dem bis dahin die Pleite gedroht hatte. So wurden im April die DEL-Clubs wieder in den Deutschen Eishockey-Bund aufgenommen, die im Gegenzug den Verband finanziell unterstützten, aber natürlich auch ein entsprechendes Stimmrecht bekamen. Während die Satzung inzwischen gerichtlich eingetragen ist, bestand für die Gebührenordnung ein Zustimmungsvorbehalt für die Landeseissportverbände, die bis zum 1. September 2015 die Möglichkeit hatten, ihre Zustimmung zu der Ordnung, die ebenfalls Satzungsrang hat, zu entziehen. Der Widerruf dieser Zustimmung „ist nicht in erforderlicher Größenordnung erfolgt“, heißt es in der Erklärung des DEB.

Am Montagabend fand die Jahreshauptversammlung des LEV Nordrhein-Westfalen statt. Im Anschluss erklärte der NRW-Verband: „Die vom DEB vorgeschlagene Neufassung der Gebührenordnung wurde mit einer deutlichen Zwei-Drittel-Mehrheit der Versammlung abgelehnt. Der Vorstand des LEV hatte im Vorfeld die Vereine aus Fürsorgepflicht darüber informiert, dass bei einer möglichen Annahme der organisierte Sport mit einer deutlichen Kostensteigerung zu rechnen hätte.“ Die Ablehnung seitens NRW - und auch des bayrischen Verbandes - reichte offenbar nicht aus, um die neue Gebührenordnung zu kippen. Der DEB erklärte: „Damit ist nun auch die Grundlage für eine nachhaltige Sanierung des DEB gefestigt. Allein die 28 Profi-Clubs der Deutschen Eishockey Liga (DEL) und der DEL2 sollen fortan jährlich Mitgliedsbeiträge in sechsstelliger Höhe beisteuern. Zudem ist eine Einzellizenzgebühr als Solidarbeitrag der Aktiven geplant.“ Der für die Finanzen zuständige DEB-Vizepräsident Berthold Wipfler erklärte: „Jetzt können wir endlich auf Basis einer gesunden Finanzgrundlage voll durchstarten.“

Nun soll auch das Sportkonzept „Powerplay 26“ komplett umgesetzt werden, „das eine von der Basis bis in die Spitze vom DEB zentral gesteuerte Talentförderung unter enger Einbeziehung von kooperierenden Landeseissportverbänden und Vereinen vorsieht“, so der DEB. Präsident Franz Reindl: „Mit Powerplay 26 setzt sich der DEB zum Ziel, das deutsche Eishockey bis spätestens 2026 fit für den Kampf um die Medaillen bei Olympia und Weltmeisterschaften zu machen.“

Im Rahmen der LEV-NRW-Jahreshauptversammlung fanden übrigens turnusgemäß keine Wahlen statt, sodass der Vorstand um Wolfgang Sorge dort weiterhin im Amt ist. Der Landeseissportverband gab zudem die bevorstehende Verpflichtung eines Leistungssportreferenten bekannt. Außerdem stehe der LEV NRW „ausgesprochen gesund dar“, wie es in der Mitteilung des Verbandes hieß.