DEB-Frauen beim Halloween-Cup in der SchweizAuch U18- und U15-Mädchen unterwegs

DEB-Frauen beim Halloween-Cup in der SchweizDEB-Frauen beim Halloween-Cup in der Schweiz
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Nach ihrem Länderspielauftakt vor vier Wochen gegen Russland trifft die deutsche Auswahl in ihrem ersten Spiel am Freitag, 7. November, 14.30 Uhr auf die Nationalmannschaft der Slowakei. Am Samstag (8. November, 19.30 Uhr) steht die Partie gegen den Gastgeber aus der Schweiz und am Sonntag (9.November, 11 Uhr) gegen die französische Auswahl an.

Die Frauen sind mit einer deutlich verjüngten Mannschaft in die Saison gestartet. Aus dem Kader der Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi haben neun Spielerinnen ihren Rücktritt bekannt gegeben. Frauen-Bundestrainer Benjamin Hinterstocker hat auf dem Weg zur WM in Malmö (Schweden) noch vier Maßnahmen, bei denen er seinen finalen Kader sichten kann.

Benjamin Hinterstocker, Frauen-Bundestrainer: „Wir haben viele junge ehrgeizige und talentierte Spielerinnen in Deutschland. Der Sprung von der U18- in die A-Nationalmannschaft ist dennoch sehr groß. Aber wenn wir das Trikot der Nationalmannschaft überziehen, dann wollen wir gewinnen.“

Parallel treffen die deutschen U18-Frauen beim diesjährigen „4-Nations-Cup“ in Dmitrov (Russland) auf ihre altbekannten Gegner. Das Turnier startet für die deutsche Auswahl am Freitag (7. November, 13 Uhr) mit dem Spiel gegen Schweden. Am Samstagnachmittag (8.November, 16.30 Uhr) tritt die Auswahl um U18-Frauen-Bundestrainer Peter Kathan gegen die Gastgeber aus Russland an, die bei der WM im vergangenen Jahr den vierten Platz belegen konnten. Am Sonntag (9. November, 13) steht zum Abschluss des Turniers das Spiel gegen Finnland an.

Peter Kathan, U18-Frauen-Bundestrainer: „Ich denke, dass es für unsere unerfahrene Mannschaft eine sehr schwierige Aufgabe wird, gleichzeitig aber sicherlich lehrreich für die Zusammenstellung des Kaders für die WM im Januar in Frankreich.

Tina Evers, U18-Frauen-Assistenztrainerin: „Ich hoffe, dass die Mannschaft das letzte Turnier in Moskau nutzen kann, um zueinander zu finden und sich für die anstehende WM zu rüsten. Die drei Spiele werden sehr schwer, aber wir wollen Erfahrungen sammeln und gucken wo wir in unserer Entwicklung stehen.“

Für die U15 steht am kommenden Wochenende der zweite internationale Vergleich in dieser Saison an. Unter der Leitung von Robert Geml fährt die jüngste deutsche Frauen-Auswahl nach Roudnice (Tschechien) und wird dort am Samstag, 8. November, 17 Uhr, und Sonntag (9.November, 10 Uhr) gegen den Gastgeber antreten. Bereits im September diesen Jahres standen sich die beiden Mannschaften gegenüber. Beide Vergleiche konnte die Mannschaft aus Tschechien (3:0, 4:1) für sich entscheiden.

Dass sich in Sachen Frauennachwuchsarbeit einiges tut, hat in der Vergangenheit U18 Frauen-Bundestrainer Peter Kathan mit Sichtungsmaßnahmen für Mädchen seit 2004 bewiesen. Nach Trainingseinheiten in Bayern und Baden-Württemberg war der neue Frauen-Bundestrainer Benjamin Hinterstocker vor drei Wochen in der Eissporthalle Unna (Nordrhein-Westfalen), um dort weitere Eishockeyspielerinnen zu sichten. Es nahmen insgesamt 26 Mädchen der Jahrgänge 1996 bis 2001 teil. In insgesamt vier Einheiten wurde sowohl auf dem Eis als auch im Kraftraum trainiert. Ziel an diesem Tag war es die Mädchen dafür zu sensibilisieren, welche Eishockey spezifischen Fähigkeiten ausgeprägt sein müssen, um in internationalen Wettbewerben bestehen zu können. Im Februar 2015 werden einige der Mädchen die Möglichkeit haben internationale Erfahrungen bei den U13-Länderspielen in der Schweiz zu sammeln.

Peter Kathan, U18-Frauen-Bundestrainer: „Ich freue mich, dass die seit 2004 durchgeführten Talentsichtungen weiterhin durchgeführt werden, da bekommen wir frühzeitig den Leistungsstand der jüngeren Spielerinnen aus denen wir die Kader für die U15-Länderspiele einladen.“

Claus Karst, Sportkoordinator Eissport-Verband Nordrhein-Westfalen: „Nachdem der Landeseissportverband Nordrhein-Westfalen die Mädchenförderung aufgenommen hat, wurde die Zusammenarbeit im Fraueneishockey zwischen uns und dem DEB von Jahr zu Jahr besser. Die Tagessichtung in Unna war die erste Maßnahme dieser Art in unserem Bundesland. Somit konnte sich Frauen-Bundestrainer Benjamin Hinterstocker ein Bild von der Leistungsstärke unserer Mädchen machen und sich mit mir und unserem Honorartrainer Rene Nosper austauschen. Die Maßnahme war sportlich sinnvoll und gut organisiert. Sicherlich werden in Zukunft weitere Maßnahmen folgen.“