DEB-Ehrenpräsident Otto Wanner gestorben

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Im Alter von 85 Jahren ist am frühen gestrigen Abend der Ehrenpräsident des Deutschen Eishockey-Bundes, Otto Wanner, in Kaufbeuren verstorben.

Der gebürtige Füssener war von 1964 bis 1992 Präsident des Deutschen Eishockey-Bundes und seit 1996 sogar Ehrenpräsident.



Bereits seit dem Jahr 1945 war Otto Wanner eng mit dem Eishockeysport verbunden. Als Mitglied des EV Füssen unterstütze er seinen Verein bei der Errichtung des Kunsteisstadions. Die Erbauung des Bundesleistungszentrums 1973 in Füssen trägt ebenfalls im wesentlichen seine Handschrift. Darüber hinaus war Otto Wanner bei der Erbauung der neuen Eishockey-Arena als Bundesleistungszentrum in Zusammenarbeit mit dem Land Bayern und dem Bund maßgeblich beteiligt. Der Aufbau einer eigenen Geschäftsstelle des DEB in München mit moderner Verwaltung, geht auf die Initiative Wanners zurück, ebenso der Ankauf bzw. Bau eines eigenen Verwaltungsgebäudes zusammen mit der Deutschen Eislauf-Union.

Besonders hervorgetan hat sich Otto Wanner beim Aufbau der Nationalmannschaften und deren Bundestrainer. Die Förderung internationaler Sportbegegnungen, auch außerhalb der Weltmeisterschaften und Olympischen Spiele lag ihm stets am Herzen. Im Jahr 1972 fungierte Wanner als Chef de Mission bei den Olympischen Winterspielen in Sapporo.



Auch politisch war Otto Wanner engagiert. Zwischen 1974 und 1990 war er erster Bürgermeister der Stadt Füssen. 1990 bis 1996 Mitglied des Stadtrates und von 1971 bis 1996 Mitglied des Kreistages im Landkreis Ostallgäu.



Der Deutsche Eishockey-Bund trauert um einen Mann, der sich über Jahrzehnte hinweg an vorderster Stelle dem Eishockey in Deutschland gewidmet hat und es wie kaum ein Zweiter verstanden hat, den Verband und das deutsche Eishockey zu lenken und voranzubringen.