Bundestrainer Pat Cortina: Die Aufregung ist spürbarDer Bundestrainer vor dem Deutschland-Cup im Interview

Bundestrainer Pat Cortina - Foto: Armin Rohnen - www.stock4press.deBundestrainer Pat Cortina - Foto: Armin Rohnen - www.stock4press.de
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Hockeyweb: Herr Cortina in wenigen Tagen startet der Deutschland Cup 2012 und Sie stehen zum ersten Mal als deutscher Bundestrainer hinter der Bande. Wie fühlen Sie sich?

Pat Cortina: Ich bin schon ein bisschen aufgeregt, denn schließlich ist es eine neue Herausforderung für mich, der ich begegnen muss und man weiß ja nie, was dabei herauskommt.

Aber Sie waren doch schon einmal Nationaltrainer von Ungarn…

Das kann man nicht so einfach vergleichen. Als Bundestrainer Deutschlands schaut man schon etwas genauer hin, wie sich der Trainer schlägt und dazu gleich bei so einem Turnier.

In dem erweiterten Kader, der vor kurzem bekanntgegeben wurde, standen vier deutsche NHL Profis, von denen alle ihre Teilnahme am Turnier abgesagt haben. Werden Sie sich noch einmal mit ihnen in Verbindung setzen und sie eventuell dazu überreden, doch zu spielen?

Nein, das werde ich nicht. Schauen Sie, jeder von ihnen hatte individuelle Gründe, weshalb er nicht erscheinen kann und die habe ich zu respektieren. Seien es familiäre Gründe oder wie bei Marcel Goc eine Verletzung.

Morgen werden Sie den endgültigen Kader bekanntgeben. Werden Sie auch jüngeren Spielern die Chance geben dabei zu sein?

Man sagt ja immer, der Deutschland Cup sei ein Test für die kommenden Turniere, welcher einige Experimente zulässt, aber manche der jungen Talente sind einfach noch nicht soweit für die Nationalmannschaft und diesen möchte ich noch etwas Zeit geben, um sich weiterzuentwickeln.

Sie gelten ja als Trainer, der eine bestimmte Spiel Philosophie beim EHC Red Bull München vertritt. Werden Sie mit derselben auch in der Nationalmannschaft antreten?

Nein, es wird nicht ganz dieselbe sein, wie in München. Hier haben wir andere Spieler mit anderen Fähigkeiten.

Dieses Jahr findet der Deutschland Cup nicht, wie gewohnt, in der Olympiahalle statt, sondern im Eisstadion, wo auch die Münchner Heimspiele stattfinden. Inwiefern ist das für Sie ein psychologischer Vorteil?

Eigentlich ist es kein richtiger Vorteil. Im Grunde ist es mir egal, in welcher Halle wir spielen. Wir müssen überall gute Leistungen bringen. Durch den Austragungsort wird es sicher nicht einfacher.

Letzte Frage: Auf welcher Platzierung wird das deutsche Team am Ende des Turniers stehen?

Dazu gebe ich kein Kommentar, da wir nicht die einzigen sind, die dort spielen.