Wer wird Weltmeister 2018? Wetten auf den WM-Sieger

Ob Jogi Löw wieder Grund zum feiern hat? (picture alliance/Federico Gambarini/dpa)Ob Jogi Löw wieder Grund zum feiern hat? (picture alliance/Federico Gambarini/dpa)
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Die Spannung steigt. Die Fußball-Weltmeisterschaft steht vor der Tür. Ab dem 14. Juni 2018 in Russland um den goldenen Pokal. Sechs Konföderationen, 209 Mannschaften, 868 Spiele, 2454 Tore: Es war ein langer Weg, um die 32 Nationen zu ermitteln, die an der WM-Endrunde teilnehmen dürfen. Doch wer zählt neben Deutschland, Brasilien, Spanien oder Frankreich zu den WM-Favoriten 2018? Wir blicken auf die aussichtsreichsten Kandidaten und Geheimfavoriten.

Die Favoriten auf den WM Sieg im Überblick

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Deutschland

Der deutschen Nationalmannschaft werden selbstverständlich gute Chancen ausgerechnet, da die Elf von Bundestrainer Joachim Löw als Titelverteidiger und Confederations-Cup-Sieger ins Turnier geht. Auch wenn etliche Stars, die 2014 in Brasilien noch mit dabei waren (Philipp Lahm, Lukas Podolski, Bastian Schweinsteiger, Miroslav Klose, Per Mertesacker), mittlerweile den Adler nicht mehr auf der Brust tragen. Das DFB-Team ist eine Turniermannschaft und zeigte bereits bei vergangenen Großturnieren, dass mit ihnen stets zu rechnen ist. Seit 2002 erreichte die DFB-Elf bei jeder WM zumindest das Halbfinale. In der WM-Qualifikation 2018 stellte „die Mannschaft“ mit 10 Siegen in 10 Spielen und einem Torverhältnis von 43:4 sogar einen neuen Rekord auf. Dennoch warnt der Bundestrainer: "Es wird ein Turnier, bei dem Unmenschliches abverlangt wird von uns. Wir sind  Weltmeister und Confed-Cup-Sieger. Von daher sind wir die Gejagten. Es wird wahnsinnige Widerstände geben. Jeder will uns vom Thron stoßen.“

Brasilien

Natürlich zählt der Rekordweltmeister zu den Top-Favoriten. Die „Seleção“ qualifizierte sich souverän als Gruppensieger für Russland und hat einiges gut zu machen. Schließlich gab es im Halbfinale der Heim-WM eine nationale Tragödie, als sich der fünfmalige Weltmeister 2014 sang- und klanglos mit 1:7 gegen Deutschland verabschiedete. Die Tränen sind mittlerweile getrocknet, die Mannschaft wurde verjüngt, ist aber dennoch mit Superstars gespickt. Allen voran 222-Millionen-Mann Neymar (Paris Saint-Germain). Bei Philippe Coutinho, Roberto Firmino (beide FC Liverpool), Douglas Costa (Juventus Turin) und Casemiro (Real Madrid) schnalzen die Fans mit der Zunge. Hinzu kommen Routiniers wie  wie Marcelo (Real Madrid), Dani Alves (PSG), Paulinho (FC Barcelona) und Fernandinho (Manchester City).

Frankreich

Viele haben den Vize-Europameister auf dem Zettel. Selbst DFB-Coach Jogi Löw traut der „Équipe Tricolore“ einiges zu: „Frankreich ist gespickt mit vielen guten Spielern. Das ist absolute Spitze - vor allem in der Offensive“, erklärte der 57-Jährige mit viel Respekt. Bereits bei der Europameisterschaft 2016 im eigenen Land galt Frankreich als Top-Favorit. Die „Bleus“ schalteten im Halbfinale die DFB-Elf aus, scheiterten aber im Finale nach 120 dramatischen Minuten an Portugal (0:1). In der WM-Qualifikation musste die Mannschaft von Trainer Didier Deschamps lediglich eine Niederlage einstecken (1:2 in Schweden) und beendete die Gruppenphase auf Rang eins, vor Schweden und den Niederlanden. Die größten Hoffnungsträger Frankreichs bei der WM-Endrunde sind natürlich die Superstars Antoine Griezmann (Atlético Madrid) und Paul Pogba (Manchester United). Mit Thomas Lemar (AS Monaco), Dembele (FC Barcelona) oder Kylian Mbappé (Paris Saint-Germain) stehen Teamchef Didier Deschamps zudem Top-Talente zur Verfügung, die international schon viel Erfahrung haben.

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Argentinien

Der zweimalige Weltmeister (1978, 1986) dürfte auch 2018 in Russland ein Wörtchen um den WM-Pokal mitreden. Nach der schmerzlichen Finalniederlage 2014 gegen Deutschland soll nun endlich wieder der  Titel her.  Die Hoffnung liegt auf den schmalen Schultern von „La Pulga“ (spanisch für „der Floh“). Die „Albiceleste“ baut auf den fünfmaligen Weltfußballer Lionel Messi vom FC Barcelona. „Er ist der einzige Unantastbare. Außer ihm darf sich keiner so fühlen“, sagt Trainer Jorge Sampaoli. Vielleicht verfügen die Südamerikaner über den besten Angriff aller Nationalteams bei der WM. Lionel Messi, Sergio Agüero, Angel Di Maria, Gonzalo Higuain, Paulo Dybala – der Gaucho-Sturm ist vollgepackt mit Weltstars. Doch bekanntlich gewinnen Defensivabteilungen Titel. Und argentinische Verteidiger sind immer wieder für Patzer gut.

Spanien

Die „Furia Roja“ war vor wenigen Jahren noch das Maß der Dinge im Weltfußball. Die Spanier gewannen 2010 den WM-Titel und gewannen 2008 und 2012 die EM. Bei der WM 2014 flogen sie allerdings peinlich in der Vorrunde raus, und bei der vergangenen EM gab es das frühe Aus im Achtelfinale gegen Italien. Die Spanier haben sich allerdings gefangen, spielten eine starke Quali und sich damit in den Favortienkreis. Cheftrainer Julen Lopetegui brachte frischen Wind ins Nationalteam. Den Erfolg zurückbringen sollen unter anderem Torhüter David de Gea (Manchester United), Ballkünstler Thiago (FC Bayern München), Offensivspieler Isco (Real Madrid) sowie Torjäger Álvaro Morata (FC Chelsea). Unterstützt werden die jungen Wilden von Altmeistern wie Gerard Piqué (FC Barcelona), dem knallharten Fußball-Rüpel Sergio Ramos (Real Madrid) sowie den genialen Mittelfeldstrategen Andrés Iniesta und Sergio Busquets (beide FC Barcelona).

England

Der Weltmeister von 1966 hat viele Top-Talente  in seinen Reihen, die trotz ihres jungen Alters schon die Fähigkeit besitzen Spiele zu entscheiden. Neben den obligatorischen Schwächen bei Elfmetern hatte England bei den vergangenen Turnieren aber immer auch das große Problem, aus seinen guten Einzelspielern ein funktionierendes Kollektiv zu formen. Mit Gary Cahill (32/FC Chelsea) steht nur ein Profi mit mehr als 50 Länderspielen im Kader. Trainer Gareth Southgate über seine junge, hungrige Mannschaft: „Ich glaube, das ist ein Aufgebot, von dem wir begeistert sein können. Das ist eine junge Gruppe, aber angereichert mit einigen wichtigem, erfahrenen Akteuren.“ Angeführt werden die „Three Lions“ von Mega-Knipser Harry Kane (Tottenham Hotspur). Mit Trent Alexander-Arnold vom FC Liverpool und dem dritten Torhüter Nick Pope (FC Burnley) gehören dem Aufgebot zwei Spieler ohne Länderspieleinsatz an. Wie erwartet verzichtet England auf den langjährigen Nationaltorhüter Joe Hart von West Ham United.

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Belgien

Bereits bei der EM 2016 in Frankreich hatten viele Experten Belgien auf der Rechnung. Doch das talentierte Team scheiterte im Viertelfinale an Wales (1:3). Der Kern der Mannschaft hat sich kaum verändert, allerdings steht nicht mehr der ehemalige Bundesliga-Profi Marc Wilmots an der Seitenlinie, sondern der Spanier Roberto Martínez. Die hochgelobte „Goldene Generation“, zu der die Superstars Thibaut Courtois, Eden Hazard (beide FC Chelsea), Kevin de Bruyne (Manchester City) und Romelu Lukaku (Manchester United) zählen, ist mittlerweile im besten Fußballeralter. Der Kaderwert von über 500 Millionen Euro sagt alles über die Qualität.

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Frankreich7.50
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Argentinien
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Belgien12.00Jetzt wetten
England18.00Jetzt wetten

Welche Geheimtipps haben wir für euch?

Kroatien

Kroatien muss sich bei der WM vor niemandem verstecken. Vom Tor bis in die Sturmspitze sind die Kroaten mit Topspielern der besten europäischen Vereine ausgestattet. Das Herzstück bildet die Mittelfeldzentrale mit Ivan Rakitic vom FC Barcelona und Luka Modric von Real Madrid.

Portugal

Der Europameister hatte viel Dusel. In der WM-Quali kam das Team nur dank eines 2:0 Siegs gegen die Schweiz am letzten Spieltag aufgrund des besseren Torverhältnisses das Ticket für Russland. Ihr Spielstil war nicht schön, für viele Fans sogar nervig, aber dennoch erfolgreich. Und wer Cristiano Ronaldo in den eigenen Reihen hat, zählt automatisch zu den Favoriten. Der viermalige Weltfußballer, viermalige Champions-League-Sieger sowie erfolgreichste Torschütze bei Europameisterschaften und EM-Rekordspieler hat fast alles gewonnen. Zur Perfektion fehlt nur noch der Weltmeistertitel.

Polen

Dank einer beeindruckenden Quali ist Polen still und heimlich auf Platz 6 der FIFA-Weltrangliste geklettert. Trainer Adam Nawalka hat ein sehr gut funktionierendes Kollektiv geformt. Wenn Bundesliga-Torschützenkönig Robert Lewandowski von Bayern München loslegt, ist den Gegnern Angst und Bange.

Uruguay

Die Südamerikaner setzen in Russland auf eine "Rentner- Gang". Die Erfolgs-Achse des zweimaligen Weltmeisters bilden Keeper Fernando Muslera (31), Abwehrchef Diego Godin (32), Spielmacher Cristian Rodriguez (32) und die beiden millionenschweren Super-Knipser Luis Suarez (31/FC Barcelona) und Edinson Cavani (31 Paris Saint-Germain).

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Na dann, wir wünschen ihnen spannende Spiele und viel Spaß bei der WM in Russland.