Eishockey - Deutschlandcup

14.11.2011 - 00:00
Von: Jens Rohra

Der Assistent und der neue Chef

Er stand in diesem Jahr zum zweiten Mal als Assistenzcoach beim Deutschland-Cup an der Bande des DEB. Nach dem letzten Spiel stand er Hockeyweb.de kurz Rede und Antwort: Co-Trainer Harold Kreis.


Jakob Kölliker (rechts) gab sein Debüt als Bundestrainer, kann sich aber auf die Unterstützung von Harold Kreis verlassen, der schon unter Uwe Krupp als Co-Trainer für den DEB arbeitete. (Foto: Daniel Fischer - www.stock4press.de)

Hockeyweb: Herr Kreis, dieses Mal hat es mit dem Turniersieg nicht geklappt. Wie zufrieden sind Sie dennoch mit der Teamleistung?

Harold Kreis: „Ich bin sehr zufrieden, wie sich die Spieler geschlagen haben. Man hat bei jedem Spiel gemerkt, dass sie es unbedingt gewinnen wollen. Die Moral war sehr hoch. Im Spiel gegen die Slowakei haben wir mit Sicherheit zu viele Fehler gemacht, die die Slowakei natürlich sofort ausnutzt. Aber wir sind dennoch Zweiter geworden, und ich freue mich besonders für Köbi, dass er sich in seinem ersten Härtetest so gut bewährt hat.“

Hockeyweb: Was macht Jakob Kölliker im Vergleich zu Uwe Krupp anders?

Kreis: „Jeder Trainer hat seine eigenen Methoden und Spielphilosophien. Köbi strahlt sicher etwas mehr Ruhe im Spiel aus. Über Details und Vergleiche möchte ich jetzt nicht weiter ausführen, das ist einfach nicht fair. Das verstehen Sie sicher.“

Hockeyweb: Was für einen Eindruck haben Sie von den jungen Spielern während des Turniers erhalten?

Kreis: „Die jungen Spieler übernehmen immer mehr Verantwortung im Team. Sowohl bei ihren Heimatvereinen als auch hier in der Nationalmannschaft. In manchen Situationen fehlt ihnen noch ein wenig die Routine, wo die etablierten Nationalspieler sie vorantreiben, aber das ist ganz normal. Aber ich war im großen Ganzen sehr zufrieden mit ihrer Leistung, gerade heute hat Danny aus den Birken ein Superspiel gemacht. Unsere Jungen sind auf einem guten Weg.“

Hockeyweb: Natürlich geht Eishockey nie ohne die Unterstützung der Fans. Wie empfanden Sie die Kulisse?

Kreis: „Ich bin positiv überrascht. München ist eine Großstadt mit vielen anderen Angeboten, aber es war eine fantastische Stimmung. Die Unterstützung der Fans war einfach super. Gerade heute im letzten entscheidenden Spiel war die Stimmung einfach begeisternd.“  (Insgesamt kamen 33.300 Zuschauern in die Olympiahalle. Anm. d.Red.)

Hockeyweb: Wie sehen Sie die aktuelle Situation des Eishockey-Standorts München?

Kreis: „Das Eishockey hat natürlich eine lange Tradition in München und man hat auch jetzt mit dem EHC wieder eine Erstliga-Mannschaft und das ist sicherlich in jeder Hinsicht positiv für das Münchner Eishockey. Wie groß die Begeisterung für diesen Sport in München ist, haben wir heute, glaube ich, ganz gut gesehen.“

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