Foto: Carsten Schürenberg - www.stock4press.de

In dieser Saison stellen wir im Abstand von circa zwei Wochen jeweils eine Regel anhand des originalen Regeltextes vor, und lassen uns diese von Mitgliedern des DEB-Schiedsrichterausschusses erläutern. Gibt es Situationen im Spiel die Du nicht nachvollziehen kannst? Hast Du Fragen zu einer Regel? Schick uns einfach eine E-Mail mit Deiner Frage an redaktion@hockeyweb.de, wir leiten diese weiter.

Erklärt werden die Regeln von Schiedsrichter-Ausbilder und Regelreferent Gerhard Müller. Zudem ist Gerhard Müller stellvertretender Schiedsrichter-Obmann. Seine Aufgaben umfassen

  • Leitung der Nachwuchsausbildung (Traineeprogramm)

  • Regelfragen/- Interpretationen/- Auslegungen

  • Ansprechpartner Beobachtungsbereich

  • Organisation von Beispielen der Videoschulung

  • Entwicklung von Schwerpunkten und Lehrgangsgestaltung

  • Rechtsfragen

Gerhard Müller (Foto unten) spielte von 1971 bis 1983 als Stürmer für den SC Dynamo Berlin in der DDR-Oberliga, die höchste Spielklasse der DDR. Zudem nahm er an neun Weltmeisterschaften für die DDR teil. Ab 1990 war er als IIHF-Hauptschiedsrichter tätig.

Regel 450 – „Abseits / Offside“

In unserem ersten Teil der Serie haben wir uns eine Regel ausgesucht, die die meisten sicher kennen. Denn es geht um eine Situation wie sie mehrfach im Spiel zu sehen ist. Es ist sicher eine der ersten Regeln, die sich Eishockey-Neulinge erklären lassen. Doch auch bei dieser Regel gibt es kleine Feinheiten. Diese erklärt Gerhard Müller.

Der original Wortlaut der Regel:

Regel 450 – „Abseits / Offside“

a) Spieler des angreifenden Teams dürfen sich nicht vor dem Puck in die Angriffszone begeben.

b) Die bestimmenden Faktoren, um auf Abseits zu entscheiden sind:

1.) Die Position der Spieler-Schlittschuhe. Ein Spieler befindet sich m Abseits, wenn sich beide Schlittschuhe komplett über der Blauen Line in seiner Angriffszone befinden, bevor der Puck die Linie komplett überschritten hat.

2.) Die Position des Pucks. Der Puck muss die Blaue Linie zur Angriffszone komplett überschritten haben.

3.) Führt ein Spieler den Puck und überquert dabei die Blaue Linie vor dem Puck, während er rückwärts läuft, ist dieser nicht im Abseits, vorausgesetzt, er übt tatsächlichen, kontrollierten Puckbesitz aus und hatte beide Schlittschuhe in der Neutralen Zone, bevor er die Blaue Line überquert.

Punkt c) beschreibt wo das nächste Anspiel statt zu finden hat, und soll uns hier aber nicht weiter interessieren.

Es kommt zwar eher selten vor das ein Spieler die Scheibe rückwärts in sein Angriffsdrittel fährt, dennoch wirft Punkt b3 eine Frage auf.

Was versteht man unter „tatsächlichen, kontrollierten Puckbesitz“?

Antwort: Derjenige angreifende Spieler muss den Puck bereits schon in der Neutralen Zone (NZ) mit seinem Stock kontrolliert führen. Den Puck mit seinem Schlägerblatt führend, darf er sich dann mit seinen Schlittschuhen voran in die gegnerische Zone/Angriffszone (AZ) hineinbewegen. Dabei muss er den Puck mit seinem Stock weiter unter Kontrolle haben, wenn er den Puck in die AZ rückwärts laufend hineinführt.

am 20. September 2012 | folgen auf : facebook · twitter · google+

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