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Oberliga
Süd Vorschau (Teil 1)
Teil
2: ESV Kaufbeuren, EV Füssen, EC Peiting
Teil 3: EHC Bad Aibling, Deggendorfer
EC, TuS Geretsried, ERC Haßfurt , EV Regensburg (folgt)
Saisonvorschau
ETC Crimmitschau
Der
Auftrag zum Aufstieg liegt für das Team der Westsachen vor. Nach
dieser Saison muss der Aufstieg in die 2. Bundesliga her. Das sehen
alle so, vom Klubchef bis zum letzten treuen Fan. Und es würde
auch der eishockeyverrückten Region gut zu Gesicht stehen. Die
Kompetenz zum Aufstieg hat die Mannschaft von Horymir Sekera, allemal.
Der amtierende Meister der Oberliga Süd wurde lediglich auf wenigen
Positionen verändert. Das Schwergewicht bei den Neueinkäufen
legten der Coach und Sportdirektor Klaus Schröder auf die Defensivabteilung.
Hierfür wurde Jukka Ollila vom französischen Erstligisten
Caen zurückgeholt, ebenso wie Steffen Görlitz (ESC Erfurt/OLN),
der in den Sahnpark zurückkehrt. Mit dem Tschechen Pavel Blaha
(Adendorfer EC/OLN) haben sich die Crimmitschauer Verantwortlichen einen
erfahrenen Verteidiger mit strammen Offensivqualitäten eine weitere
echte Verstärkung geangelt. Lediglich zwei Neue wurden für
die Offensivabteilung angeheuert. Pavel Vit (REV Bremerhaven/OLN) und
Oliver Hackert (Iserlohner EC/BL) sollen frischen Wind in die bewährten,
eingespielten Sturmreihen bringen. Sein volles Vertrauen setzt Coach
Sekera weiterhin auf seine "Wände" zwischen den Torpfosten.
Mit den Goalies Jonas Eriksson und Ralf Kösling stehen ihm zwei
ausgezeichnete Torhüter gleicher Güte zur Verfügung.
Der im Sahnpark herrschende nicht unbegründete Optimismus auf den
schon lange gehegten Wunsch zum Sprung in die 2. Bundesliga dürfte
heuer kein Traum bleiben, wenn das Team von beständig konzentriert
zu Werke geht und nicht leichtfertig sicher geglaubte Siege im letzten
Moment noch verschenkt.
Saisonvorschau
EV Landshut
Hockeyweb-Tipp:
Obwohl bei den Cannibals in dieser Saison auf kleiner Flamme gekocht
wird, verfügen sie mit über die stärksten Angriffsblöcke
in der Liga. Dagegen können die Niederbayern in der Abwehr nur
Mittelmaß bieten, wenn die in den Kader integrierten talentierten
jungen Wilden nicht wie gewünscht und erhofft, einschlagen. An
die Play-Off-Erfolge der letzten Saison dürften die
Landshuter wohl nur schwerlich anknüpfen können.
Bei
den Niederbayern ist in dieser Saison Schmalhans Küchenmeister.
Das die zur Verfügung stehenden Mittel zwangsläufig direkte
Auswirkungen auf die Qualität und Schlagkraft einer Mannschaft
haben, trifft oft genug zu, muss aber nicht der Regelfall sein. Mit
einem geschmälerten Etat hat sich Coach Gary Clark ein Team zusammen
gestellt, das sich durch eine ausgewogene Mischung aus älteren,
spielerfahrenen und kampferprobten Spielern und jungen, ehrgeizigen
und hochmotivierten Talenten rekrutiert. Im Sturm kann der Trainer auch
in dieser Saison seine Topleute Edward Zawatzky, Markus Meier, Christian
Brittig, David Bruk, Torsten Mühlbauer aufbieten. Mit Torsten Rau
(EC Ulm/Neu-Ulm) haben sich die Cannibals zudem einen weiteren Spitzenscorer
an Land gezogen. Die Defensivabteilung ist dagegen weniger komfortabel
bestückt. Lediglich mit Eduard Uvira und Kamil Toupal stehen zwei
alte, erfahrene Haudegen im Rückraum zu Verfügung, unterstützt
von den Neuzugängen Marco Oestreich (Kölner Junghaie/RL-NW)
und Andreas Geipel (Erding Jets/OLS), die trotz ihres jugendlichen Alters
bereits über reichlich Spielpraxis verfügen. Über weitere
Verstärkungen in der Defensive wird bei den Cannibals zur Zeit
intensiv nachgedacht. Ansonsten heißt es für Coach Gary Clark,
aus der Not eine Tugend zu machen und in die Blöcke seine jungen
Wilden zu integrieren.
Gleichwohl ist sich der Trainer über die derzeitigen Schwachstellen
in der Defensive im Klaren: "Die jungen Spieler sind vor dem eigenen
Tor noch zu brav. Wir müssen einfach Geduld mit ihnen haben. Sie
sind ehrgeizig, wollen etwas lernen. Aber das dauert seine Zeit."
Glücklich können sich da die Landshuter schätzen, dass
sie mit Rupert Meister einen Top-Torhüter zwischen den Pfosten
haben.
Saisonvorschau
ERC Selb
Sportlich
schlingerten die Selber Wölfe letzte Saison haarscharf am Abstieg
vorbei. Das soll sich, so Retter Tapio Rautalammi, der erst im Februar
die Wölfe übernahm, in dieser Saison nicht wiederholen. Kurzerhand
wurde nahezu das halbe Team aussortiert und zumindest im Sturm der Wechsel
weg vom osteuropäisch gefärbten Filigran-Eishockey und mehr
hin zur robusten, schnörkellosen, nordamerikanisch geprägten
Hockey-Spielkultur vollzogen. Die sollen vor allem die neuerworbenen
Offensivkräfte Brad Scott (Heilbronner EC/BL), Dale Crombeen (EV
Regensburg/OLS), Dave Rich (ERSC Amberg/RLS)und Janne Salpa (New Orleans
Brass/ECHL) ins Angriffsspiel der Selber einbringen und die den Sturmreihen
der Wölfe eine neue, gestärkte Qualität verschaffen sollen.
Dagegen setzt Coach Rautalammi in der Defensivabteilung weiter auch
auf osteuropäische Spieler. Mit dem Tschechen Jakub Körner
(EV Regensburg/OLS) peppt er die Verteidigung der Wölfe weiter
auf. Mit dem Routinier Jiri Jonak und dem Abwehrriesen Dmitri Tsvetkov
stehen erfahrene kampferprobte Spieler im Zentrum einer soliden Defensivabteilung.
Nach dem Weggang von Torhüter Jani Niininen muss sich nun Stefan
Wegmann, als die neue Nummer 1 im Kasten der Selber Wölfe bewähren.
Zweiter Goalie ist der reaktivierte Roland Schneider, der noch als Torwarttrainer
im Nachwuchsbereich tätig ist. Erfreulich ist, dass Coach Rautalammi
auch eine Reihe von talentierten Nachwuchskräften verstärkt
in den Profikader integriert hat. Das Saisonziel hat der Finne fest
im Auge: Platz acht. Wir wollen in die Play-offs.
Saisonvorschau
ESV Bayreuth
Hockeyweb-Tipp:
Optimismus ist Trumpf im Eissportverein der Festspielstadt. Verstärkungen
in der Offensivabteilung und die Verjüngung des Kaders im Abwehrbereich
zeugen von einer mutigen Teamzusammenstellung, die mit einem Play-Off-Platz
belohnt werden dürfte.
Mit
einem 6. Tabellenplatz, wie am Ende der letzten Meisterschaftssaison,
wollen sich die Macher des ESV Bayreuth nach Abschluss der kommenden
Doppelrunde nicht mehr abfinden. Erklärtes Ziel der "Tigers"
ist ein Platz unter den ersten Vier. Vom Kader der letzten Saison haben
Trainer Bohuslav Ebermann und Sportlicher Leiter Dietmar Habnitt nur
12 Spieler übernommen, die das Gerüst der neuen Mannschaft
bilden. Hinzugekommen sind noch fünf Kontingentspieler und eine
Reihe junger deutscher Akteure, die Spielpraxis bei den "Tigers"
sammeln wollen. Das Rückrat des Teams bildet Torhüter Markus
Nachtmann, der zu den Besten seiner Zunft in der Oberliga Süd zählt
und mit Kolek, Zimmermann und Thumm in der Verteidigung auf eingespielte
erfahrene Vorderleute vertrauen kann, die durch den Ex-Adendorfer Michal
Kubicek noch verstärkt werden. Darüber hinaus bieten die Bayreuther
für die Defensive mit Florian Katz (Berlin Capitals/DEL), Tobias
Weise (ESV Bayreuth), Harry Kulczynski ERSC (Amberg/OLS) und Erich Singaitis
(EC Ulm/Neu-Ulm/OLS) talentierte Youngster auf, die zwar noch über
wenig Spielerfahrung verfügen, sich aber bei den "Tigers"
mehr Eiszeiten versprechen. Bei der Zusammenstellung der Verteidigungsreihen
dürfte Übungsleiter Ebermann die richtige Mischung finden,
um eine sattelfeste, solide Abwehr zu formen. Bei den Angriffsreihen
kann der Coach nahezu aus dem Vollen schöpfen. Ihm stehen mit den
Neuerwerbungen Frank Martin (VERC Lauterbach/OLN), Jiri Cmunt (HC Beroun/CZE)
und Andrej Mihailov (Herner EV/OLN) tüchtige Kontingent-Scorrer
zur Verfügung, die er gemeinsam mit den verbliebenen bewährten,
verlässlichen Offensivkräften und mit den dazugestoßenen
hoffnungsvollen jungen Stürmern zu schlagkräftigen Sturmreihen
formieren kann.
Von
Lothar von Trzcinski
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