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Sharks
lassen Cleveland Barons auferstehen
San Jose, 26. Juli Es
gibt sie wieder, die Cleveland Barons. Nur wenige Wochen, nachdem die
Cleveland Lumberjacks zusammen mit der International Hockey League den
Spielbetrieb eingestellt und die San Jose Sharks Kauf und Transfer des
AHL-Teams Kentuckey Thoroughblades nach Cleveland bekannt gegeben hatten,
ist das Eishockey der Stadt in Ohio wieder unter dem traditionsreichen Namen
Barons bekannt. Von 1937 bis 1971 spielten schon einmal die Cleveland Barons
in der American Hockey League und gewannen neunmal den Calder-Cup, die
Meistertrophäe der AHL. Und sogar das NHL-Teams
aus Cleveland, das in der Zeit von 1976 bis 1978 aktiv war, war unter dem
Namen Barons bekannt. Das neue Logo des Teams lässt derweil keinen Zweifel
daran aufkommen, wer der Besitzer der Barons ist. Ein Hai, der ein
"C" formt, trägt den Hut, Frack und das Monokel eines
"Barons". In der wechselvollen Eishockey-Geschichte von Cleveland
sind die neuen Barons bereits das siebte Profi-Eishockeyteam der Stadt: 1929
- 1934 Cleveland Indians (IHL), 1934 - 1937 Cleveland Falcons (IHL), 1937 -
1972 Cleveland Barons (AHL), 1972 - 1976 Cleveland Crusaders (WHA), 1976 -
1978 Cleveland Barons (NHL), 1992 - 2001 Cleveland Lumberjacks (IHL), seit
2001 Cleveland Barons (AHL). Die Barons sind nun beheimatet in der Gund
Arena, die 10.231 Zuschauern Platz bietet.
Cinciannti
Cyclones kehren in die ECHL zurück
Princeton, 18. Juli
Mit den Cincinnati Cyclones gibt es einen weiteren "Überlebenden"
der Auflösung der International Hockey League. Das Team, das bereits von
1990 bis 1992 der ECHL angehörte, dann aber in die IHL wechselte, gehört
ab der kommenden Saison wieder der East Coast Hockey League an. Damit gehen
in der Saison 2001/2002 bereits 29 Teams in der Ostküstenliga an den Start.
Die Aufnahme wurde über den Transfer der inaktiven ECHL-Franchise Miami
Matadors nach Cincinnati vollzogen. Die Cyclones spielen im Firstar Center,
das 12.056 Zuschauern Platz bietet und werden in die Northwest Division
eingegliedert. Besitzer der Cyclones sind David LeFevre und Phil Esposito,
die bereits gemeinsam als Besitzer des NHL-Teams Tampa Bay Lightning tätig
waren. "Cincinnati eine tolle Eishockey-Stadt", erklärte LeFevre.
"Die Stadt hat die Cyclones seit mehr als einem Jahrzehnt hervorragend
angenommen, und wir wollen ein Produkt auf das Eis bringen, das auf diesem
Erfolg aufbaut."
AHL
gibt neues Play-off-Format für den Calder Cup bekannt
Hilton Head, 18.
Juli Die American Hockey League hat nach ihrer Expansion auf 27
Mannschaften ein neues Play-off-Format für den Calder Cup entwickelt. Die
AHL ist in zwei Conference zu je drei Divsions aufgeteilt. Nach der Regular
Season qualifizieren sich die jeweils zehn punktbesten Teams jeder
Conference für die Play-offs. In der ersten Runde spielen der Siebte und
Zehnte sowie der Achte und Neunte jeder Conference nach dem Modus "Best
of three" gegeneinander. Nach dieser Runde werden die drei
Divisionssieger im Conference Quarterfinal gemäß ihrer Punkte auf die Ränge
eins bis drei gesetzt. Die fünf weiteren Mannschaften nehmen gemäß ihrer
Punkte die Ränge fünf bis acht ein. Nach dem üblichen Play-off-Modus (1
gegen 8, 2 gegen 7, usw.) geht es im System "Best of five" um den
Einzug ins Conference Semifinal. Das Conference Semifinal und Final sowie
das Finale um den Calder-Cup werden im "Best of seven"
ausgespielt.
CHL
gibt Divisionseinteilung nach dem Zusammenschluss mit der WPHL bekannt Phoenix,
11. Juli Nach ihrem Zusammenschluss mit der Western Professional
Hockey League hat die Central Hockey League nun die Einteilung der
Divisionen für die kommende Saison bekannt gegeben. In der Saison 2001/2002
werden 16 Mannschaften in zwei Conferences zu je zwei Divisionen an den
Start gehen. Jedes Team wird in der Regular Seasons 64 Spiele bestreiten.
Aus der letztjährigen WPHL gehen die Tupelo T-Rex, Monroe Moccasins und
Lake Charles Ice Pirates, aus der CHL Fayetteville Force, Huntsville Tornado
und Topeka Scarecrows nicht mehr an den Start. Wie bereits berichtet
wechseln die CHL-Teams Columbus Cottonmouths und Macon Whopee in die East
Coast Hockey League.
| Northern
Conference |
| Northwest Division |
Northeast Division |
| Amarillo Rattlers (WPHL) |
Bossier-Shreveport
Mudbugs (WPHL) |
| Oklahoma City Blazers (CHL) |
Fort Worth Brahmas (WPHL) |
| Tulsa Oilers (CHL) |
Indianapolis Ice (CHL) |
| Wichita Thunder (CHL) |
Memphis River Kings (CHL) |
| Southern
Conference |
| Southwest Division |
Southeast Division |
| El Paso Buzzards (WPHL) |
Austin Ice Bats (WPHL) |
| Lubbock Cotton Kings (WPHL) |
Corpus Christi Ice Rays
(WPHL) |
| New Mexico Scorpions (WPHL) |
San Angelo Outlaws (WPHL) |
| Odessa Jackalopes (WPHL) |
San Antonio Iguanas (CHL) |
Cottonmouths
und Whoopee wechseln von der CHL zur ECHL
Princeton, 22. Juni
Der Zusammenschluss der Western Professional Hockey League (WPHL) und der
Central Hockey League (CHL) zur neuen CHL hat erste Konsequenzen. Die
CHL-Teams Columbus Cottonmouths und Macon Whoopee verlassen die neue Liga
und wechseln in die East Coach Hockey League. Die ECHL, die zudem die
Expansion Franchises in Atlantic City (dort läuft noch ein
Name-the-Team-Contest), Columbia Inferno und Reading Royals aufnimmt, wächst
damit auf 28 Teams an. Die Tallahassee Tiger Sharks und Birmingham Bulls
treten in der neuen Saison nicht mehr an.
Die
International Hockey League wird nach 56 Jahren aufgelöst - sechs Teams
wechseln in die AHL
Duisburg, 7. Juni Es
ist vorbei! Nach 56 Jahren stellt die International Hockey League ihren
Spielbetrieb ein. Eine große Überraschung ist das nicht mehr, der langsame
Tod der "I" hat sich schon seit längerem angedeutet. Immer mehr
Vereine verließen die Liga und schlossen sich zum Teil anderen Minor
Leagues an. Sechs Mannschaften werden allerdings das Ende der IHL, die die
einzige Minor League war, die auf dem ganzen nordamerikanischen Kontinent
spielte, überleben. Die Manitoba Moose aus Winnipeg, die Milwaukee
Admirals, die Utah Grizzlies aus Salt Lake City, die Grand Rapids Griffins,
die Chicago Wolves und die Houston Aeros werden in die American Hockey
League (AHL) aufgenommen, die nun die einzige Minor League ist, die auf dem
AAA-Level spielt und endgültig den Status als Topausbildungsliga der NHL für
sich reklamieren kann. "Mit großer Traurigkeit gebe ich dies
bekannt", erklärte IHL-Präsident Douglas Moss. "Doch so wie sich
die Landschaft des Minor-League-Eishockeys entwickelte war dies für die
Liga eine notwendige Entscheidung. Im Auftrag eines jeden in der IHL und all
denen, die vor uns da waren, danken wir unseren zahlreichen Fans für ihre
Loyalität und ihre Unterstützung in während der vielen Jahre und hoffen,
dass sie weiterhin dem großartigsten Sport der Welt sowohl auf dem Major-
als auch auf dem Minor-League-Level unterstützen." Die Liga wurde am
5. Dezember 1945 im kanadischen Windsor gegründet, einer Nachbarstadt der
US-Metropole Detroit. So waren es auch je zwei Teams dieser Städte, die die
erste Saison bestritten. Erster Meister wurde der Detroit Auto Club. Der
letzte Turner-Cup-Sieger, die Orlando Solar Bears, gaben derweil bekannt,
dass ihre Ära mit der IHL enden wird. Auch die Detroit Vipers, Meister von
1997, die besonders während des Streiks in der NHL während der Saison
1994/95 neue Zuschauerrekorde aufstellten, werden nicht mehr das Eis
betreten. Außerdem werden auch die Kansas City Blades und die Cincinnati
Cyclones, die 1992 von der East Coast Hockey League in die IHL wechselten,
aufgelöst. Eine kleine Auferstehung feiern die Cleveland Lumberjacks, die
bereits vor einigen Tagen bekannt gegeben haben, dass sie den Spielbetrieb
in der IHL einstellen. Die Kentucky Thoroughblades aus Lexington wurden an
die San Jose Sharks verkauft, die nun bekannt gaben, dass sie diese
AHL-Franchise nach Cleveland transferieren. Für die AHL, die zudem die
brandneuen Teams Bridgeport Sound Tigers und Manchester Monarchs aufnehmen,
kommt diese außergewöhnliche Expansion nicht ungelegen. Die Liga ist nun
die uneingeschränkte Nummer eins der Minor Leagues und hat den Grundstein für
eine mögliche Ausdehnung nach Westen gelegt. Ursprünglich galt einmal der
Mississippi als Westgrenze der Liga. Die nun höheren Reisekosten werden auf
alle Teams verteilt. Die sechs Neulinge aus der IHL müssen dazu jeweils
eine Million US-Dollar zahlen, können dies aber in Zeitrahmen von zehn
Jahren tun. Zudem ist die Aufnahme dieser Mannschaften kein Schuss ins
Blaue. "Das sind keine neuen Organisationen, keine neuen Eigentümer
und keine neuen Stadien. Wir wissen genau, was wir bekommen", erklärte
AHL-Präsident David Andrews. Unklar ist derweil, in welcher Form die
Divisionen neu eingeteilt werden. Auch was mit dem Turner-Cup geschieht, ist
noch nicht entschieden. Die Aufnahme bringt noch eine Besonderheit mit sich.
Keines der neuen AHL-Teams wird sich umbenennen, so dass die Milwaukee
Admirals, die schon seit 24 Jahren existieren, und die Norfolk Admirals den
gleichen Namen tragen werden. Normalerweise wird aus Gründen von
Namensrechten und nicht zuletzt des Merchandising darauf geachtet, dass dies
vermieden wird. Allerdings wird die AHL-Franchise Louisville Panthers
aufgrund von Stadion-Problemen den Spielbetrieb vorübergehend einstellen,
so dass in der neuen Saison 27 AHL-Teams an den Start gehen werden. Übrigens: auch die American Hockey League wird sich nicht
umbenennen. Schließlich hat sich die AHL einen guten Namen erarbeitet. Das
belegen auch die Zahlen. In dieser Saison waren 225 Spieler sowohl in der
AHL als auch in der NHL aktiv. Zudem wurden 75 Prozent aller NHL-Spieler in
der AHL ausgebildet. Beeindruckende Zahlen, die sich nun auf jeden Fall nach
oben entwickeln dürften.
Update des
Minor-League-Reports - Fusion von WPHL und CHL - alle Play-offs sind
beendet: die sieben Meister stehen fest
WPHL und CHL schließen
sich als neue Central Hockey League zusammen
Oklahoma City, 1.
Juni Alle haben es erwartet und auch Hockeyweb.de hat es im "Minor-League-Report"
bereits angedeutet - nun ist es offiziell: Die Western Professional Hockey
League (WPHL) und die Central Hockey League (CHL) schließen sich zusammen
und beenden eine fünf Jahre andauerende Rivalität. Der Name der neuen Liga
ist ein alter: Central Hockey League. Einige, zum Teil wichtige
organisatorische Fragen müssen noch geklärt werden (wie Spielregeln,
Kaderbegrenzungen, Salary-Cap), aber an der Fusion der Ligen ist nicht mehr
zu rütteln. Rechtlich gesehen ist es allerdings keine echte Fusion. Beide
Ligen werden auch weiterhin existieren, doch die Teams erkennen nur die CHL
als operierende Organisation an. Die Weiterexistenz beider Ligen - rein
rechtlich - hat auch Aufwirkungen auf die Zusammensetzungen der Ligen. Mögliche
Expansionsteams können nach den Bedingungen in die neue CHL eintreten, die
sie mit der WPHL bzw. mit der CHL geschlossen haben. Von Seiten der Western
Professional Hockey League könnten Teams aus Laredo und Rio Grande Valley
dazukommen, die alte CHL könnte ein neues Team aus Tallahasssee mit
einbringen. Welche Mannschaften aus den beiden Ligen am Spielbetrieb der
neuen CHL teilnehmen werden, ist noch nicht endgültig geklärt. Eine Anzahl
von 20 Teams, zehn pro Liga, scheint realistisch. Die alte CHL spielte
zuletzt mit elf Mannschaften, die WPHL, in der die Franchises Monroe
Moccasins, Lake Charles Ice Pirates und Tupelo T-Rex wackeln, mit 13 Teams.
In den nächsten Tagen sollen alle weiteren Fragen geklärt werden.
Nordamerikanische
Minor Leagues: Die Meister, die Topscorer, die Krise
Duisburg, 24. Mai In
den deutschen "Minor Leagues" kriselt es wie in jedem Jahr.
Vereine bangen um ihre Lizenz, die Oberliga Nord erklärt sich selbst zur kommenden
Saison als nicht existent. Aber sieht es in Nordamerika besser
aus - nicht wirklich, doch dort liegen dir Gründe für die Krise in anderen
Gebieten. Für die Minor Leagues auf dem nordamerikanischen Kontinent stehen
zwei große Veränderungen bevor - das Ende einer großen Liga und die Fusion von
zumindest zwei Ligen.
Die Spatzen pfeifen es von den Dächern. Die große
International Hockey League, die 1946 mit dem Detroit Auto Club ihren ersten
Meister feierte und sich als einzige der sieben Minor Leagues auf den ganzen
Kontinent ausdehnt, ist am Ende. Man kann davon ausgehen, dass die
"I", die sich noch zur Mitte der 90er Jahre als billigere
Alternative zur NHL verstand, den Spielbetrieb einstellen wird. Die American
Hockey League, die andere Minor League, die als einzige neben der IHL auf
dem sogenannten "AAA"-Level spielt - also als Topausbildungsliga
gilt - hat bereits angekündigt, noch vor der neuen Saison deutlich zu
expandieren. Nähere Infos sollen nach Beendigung Calder-Cup-Play-Offs
folgen. Eigentlich sollte ja nur die Bridgeport Sound Tigers und die
Manchester Monarchs neu dazu kommen. Das heißt wohl, dass die finanzstarken
IHL-Teams in die AHL wechseln werden. Dabei versuchte die IHL vor einigen
Jahren noch der großen NHL Konkurrenz zu machen. Die Liga expandierte, stieß
in NHL-Märkte wie Detroit, Chicago und Los Angeles vor und nahm Teams in
Phoenix und Houston auf, die fast provozierend den gleichen Namen trugen,
wie ihre Vorgänger in der World Hockey Association. Doch wie die WHA muss
nun wohl auch die IHL die Erfahrung machen, dass eine Konkurrenz zur NHL im
eigenen Untergang endet. Der erste Vorbote des Endes ist der Rückzug der
Cleveland Lumberjacks, der gestern bekannt gegeben wurde.
Was ist der Grund
für die Krise der Minor Leagues? Da gibt es wohl verschiedene: Die NHL stieß
ihrerseits im Zuge der Expansion auf 30 Teams in Märkte vor, in denen sich
bereits Mannschaften in unteren Ligen befanden. Dazu scheinen die Fähigkeiten
der General Manager nicht gerade die besten zu sein. Geblendet von
Versprechungen angesicht neuer Arenen wurden bereitwillig Teams aufgenommen,
in deren Management nicht das nötige Know-how für die Eishockeyszene
gegeben war. Jüngstes Beispiel: Die Border City Bordercats in Texarkana,
Texas.
Erst vor der abgelaufenen Saison in die Central Hockey League aufgenommen,
stellten sie bereits nach 51 Spieltagen den Spielbetrieb wieder ein. Überhaupt
häufen sich die "Mid-Season-Foldings" in letzter Zeit. So waren
in 2000/2001 neben den Bordercats auch die Mohawk Valley Prowlers (United
Hockey League) und Central Texas Stampede (Western Professional Hockey
League) betroffen. Die Lehigh Valley Xtreme (UHL) und Tucson Scorch (WPHL)
als Expansion Teams der letzten Saison stellten ihren Start für zumindest
ein Jahr zurück. Ein weiterer Grund der Krise ist, dass sich gerade die fünf
Ligen auf dem sogenannten "AA"-Level (East Coast, West Coast,
Western Professional, Central, United) untereinander bekriegen und in die
Territorien der anderen Ligen vorstoßen. Das soll sich in Zukuft ändern.
Die Anfänge wurde bereits zwischen der WCHL und CHL gemacht, die sogenannte
"Interleague Games" vereinbarten, die als Meisterschaftsspiele in
die Tabelle eingingen. Dabei ist die WCHL die einzige Liga, die derzeit
keine territoriale Konkurrnz zu beklagen hat. Derweil geht man davon aus,
dass sich die Central Hockey League und die Western Professional Hockey
League vor der kommenden Saison zusammenschließen werden. Wenn sich die
West Coast Hockey League irgendwann auch noch anschließt, würde es wohl auch keinen
verwundern. Ob nach dem Ende der IHL die American Hockey League die einzige
"AAA"-Liga sein wird, bleibt abzuwaren. Die East Coast Hockey
League verbesserte ihr Niveau zuletzt immer mehr. Außerdem ist der ECHL
auch die Erschließung der amerikanischen Südostens zu verdanken, wo
mittlerweile auch die Nachwuchsligen aus dem Boden schießen und so ein
neues Reservoir an Nachwuchsspielern entsteht.
Interessant sind die Minors
für das deutsche Eishockey ja besonders dadurch, dass sich viele Teams dort
mit "ihren" Kanadiern und Amerikanern eindecken. Werfen wir doch
einmal einen Blick darauf, welche Teams die Meisterschaften gewannen und wer
die Topscorer (Regular Season) der sieben Minor Leagues in der abgelaufenen
Saison sind.
American Hockey
League: Der neue Meister der AHL steht fest. In den Finals um den Calder-Cup
besiegten die Saint John Flames die Wilkes-Barre/Scranton Penguins mit 4:2. Der Topscorer der Liga kommt allerdings vom Farmteam der New York
Rangers, den Hartford Wolfpack, die überraschend schon im Achtelfinale
gegen die Providence Bruins ausschieden. Derek Armstrong erzielte in 75
Spielen 32 Tore und 69 Vorlagen und war der einzige, der mit 101 Punkten die
100-Punkte-Marke durchbrach. Armstrong wurde am 23. April 1973 geboren und
brachte es auf 86 NHL-Spiele für die New York Rangers, Ottawa Senators und
New York Islanders.
International
Hockey League: In der "I" sind die Play-Offs
um den (letzten?) Turner-Cup beendet. In 4:1 Spielen setzten sich die
Orlando Solar Bears gegen die Chicago Wolves durch. Das punktbeste Team, die Grand
Rapids Griffins, schieden im Halbfinale gegen Orlando aus. Sang und
klanglos Letzter wurde die Detroit Vipers, die während des NHL-Streiks in
der Saison 1994/95 sogar einmal über 20.000 Fans begrüßen konnten. Die
Spitze der Scorerliste ist zwar sehr eng zusammen, aber schließlich setzte
sich Brett Harkins von den Houston Aeros mit 80 Punkten (16 Tore, 64
Vorlagen) in 79 Spielen durch. Harkins wurde am 2. Juli 1970 geboren und
scorte in den letzten Jahren für seine Teams in der IHL und AHL konstant
gut. 53 Mal spielte er für die Boston Bruins und die Florida Panthers in
der NHL.
East Coast Hockey
League: Im Finale um den Kelly-Cup standen sich die beiden punktbesten Mannschaften der
beiden Conferences gegenüber. Dabei setzten sich die South Carolina Stingrays
in 4:1 Spielen gegen die Trenton Titans durch. Die
Topscorer der ECHL spielten für Teams, die sich schon im Achtelfinale
verabschiedeten: Scott King (Charlotte Checkers, 40 Tore, 60 Vorlagen) und
Jeff Bes (Jackson Bandits, 35 Tore, 65 Vorlagen) kamen jeweils auf 100
Punkte. Die Nummer drei der Liga, Andrew Williamson (97 Punkte), ist
bekanntlich in der 2. Bundesliga beim SC Bietigheim-Bissingen gelandet.
Scott King ist noch recht jung und wurde am 21. Januar 1977 geboren. Einsätze
in der NHL und in Europa kann er noch nicht vorweisen. Das Geburtsdatum von
Jeff Bes ist der 31. Juli 1973. Auch er war noch nicht in der NHL aktiv,
spielte aber schon in Finnland bei SaiPa Lapeenranta und Espoo Blues sowie
in Slowenien bei Olimpija Ljubljana.
Central Hockey
League: Neuer Champion der CHL wurden die Oklahoma City Blazers,
die sich in den Finals um den Miron Cup gegen die Columbus Cottonmuths in
4:1-Spielen durchsetzten. Der Topscorer der Liga kommt vom Vorjahreschampion
Indianapolis Ice und war der herausragende Spieler der vergangenen Saison.
Yvan Corbin (4. Oktober 1972) wurde mit 129 Punkten (75 Tore und 54
Vorlagen) nicht nur Topscorer und Torschützenkönig der Liga, sondern
stellte zudem kurzerhand noch ein paar Rekorde auf. Noch kein Spieler vor
ihm hat in der CHL in einer Saison 75 Tore erzielt. Er ist der erste
CHL-Spieler der in zwei aufeinander folgenden Saisons mindestens 50 Tore und
100 Punkte markierte. Er erzielte in 2000/2001 die meisten Überzahltore,
die meisten Unterzahltore, die meisten Hattricks, die meisten
Game-Winning-Goals und hatte die meisten Spiele mit mehr als einem Tor. Das
Schöne für die deutschen Eishockeyfans dabei ist: "Yvan der
Schreckliche" wechselt an die Wedau und spielt in der neuen Saison für
den EV Duisburg. Europaerfahrung hat Corbin auch schon vorzuweisen. In der
Saison 1997/98 wurde er Torscorer der französischen Liga bei den Gothiques
d'Amiens.
United Hockey
League: In der UHL haben die Quad City Mallards eine beeindrucken
Saison hinter sich. In der Regular Season holten sie 55 Siege aus 74
Spielen, hatten mit 341:216 ein fantastisches Torverhältnis und setzten
sich auch in den Colonial-Cup-Play-Offs souverän durch. Topscorer wurde
allerdings Hugo Belanger von den Adriondack Icehawks (Aus im Viertelfinale).
Mit großem Vorsprung wurde er Topscorer und erzielte 125 Punkte bei 47
Toren und 78 Vorlagen in 73 Spielen. Kurz war Belanger auch schon in
Deutschland. In der Saison 1996/97 spielte er einigen Wochen für den EV
Duisburg, ging dann aber aus familären Gründen zurück über den Teich.
Hugo Belanger wurde am 28. Mai 1970 geboren und ist nicht mit seinem fünf
Jahre jüngeren Namensvetter zu verwechseln, der zuletzt für die Birmingham
Bulls und Arkansas Riverblades in der ECHL spielte.
West Coast Hockey
League: Die San Diego Gulls bauten ihre Stellung als Rekordchampion
der WCHL aus und gewannen erneut den Taylor Cup durch eine 4:3-Erfolg gegen
die Idaho Steelheads aus Boise. Schon in der Vorrunde konnte kaum einer den
Gulls das Wasser reichen: 50 Siege in 72 Spielen sprechen auch hier eine
deutliche Sprache. Wie in allen Ligen kommt der Topscorer von
einer Mannschaft, die nicht das Finale erreicht hat. Für die Colorado Gold
Kings aus Colorado Springs war zwar im Halbfinale Schluss, doch der
Torpscorer der Liga war Craig Lyons, der in 66 Spielen 41 Tore und 76
Vorlagen für 117 Punkte erzielte. Lyons spielt schon seit 1998 in Colorado
Springs. Einen Fabelrekord stellte der am 25. Dezember 1972 geborene rechte
Außenstürmer aber 1995/96 in Großbritannien für die Dumfries Border
Vikings auf. In 51 Spielen schoss er sagenhafte 108 Tore und bereitete
genauso viele Treffer vor, kam also auf 216 (!) Punkte.
Western
Professional Hockey League: In der WPHL konnten die
Bossier-Shreveport Mudbugs durch einen klaren 4:1-Finalerfolg ihren Titel
und damit den Presidents Cup gegen die Lubbock Cotton Kings verteidigen.
Topscorer mit sage und schreibe 30 Punkten Vorsprung wurde Jason Firth von
den Tupelo T-Rex, der es in 71 Spielen auf 55 Tore, 71 Vorlagen und damit
auf 126 Punkte brachte. Seit seiner Zeit mit dem Juniorenteam der Kitchener
Rangers in der Ontario Hockey League gab es fast keine Saison, in der er
nicht mindestens 100 Punkte erzielte. Die meiste Zeit verbrachte Firth, der
am 29. März 1971 geboren wurde, in Thunder Bay bei den verschiedenen Teams
(Thunder Cats, Senators, Thunder Hawks) in der United bzw. Colonial Hocky
League.
Friedhelm
Thelen
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