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Dies und Das aus
der Eishockeywelt... |
Die ehemalige DDR meldete damals
nur zwei Teams zu den Meisterschaftsspielen. Es waren
Dynamo Berlin und Dynamo Weißwasser. Bereits zum
19. Mal spielte man die so genannte Mini-Runde zwischen
den beiden Dynamos. In nur sechs Spielen - Modus "best
of five" - wurde der Landesmeister ermittelt
Wer zwei Runden nach diesem Modus gewann war Champion.
1.
Runde:
Dynamo Berlin - Dynamo Weißwasser 1:3
Dynamo Weißwasser - Dynamo Berlin 9:5
Dynamo Berlin -Dynamo Weißwasser 1-4
2:Runde
Dynamo Weißwasser - Dynamo Berlin 6:2
Dynamo Berlin - Dynamo Weißwasser 5:6
Dynamo Weißwasser - Dynamo Berlin 5:3 (40.
Spiel überhaupt)
Sensationell waren die Zuschauerzahlen.
12 500 Fans sahen das letzte Match in der hoffnungslos
überfüllten Wilhelm-Pieck-Arena. Die Fans
waren aus dem Häuschen, als der ewige Rivale aus
der "Hauptstadt der DDR" klar besiegt und
das Berliner Trainerduo Hartmut Nickel/ Bemd Karrenbauer
sich geschlagen geben musste.
Weißwasser-Chef war damals
der ehemalige Krefelder DEL-Sportleiter Rüdiger
"Riedel" Noack und seine beiden Trainer Peter
Herzig und Rudolf Bielas. Ein Titel, der mit einer jungen
dynamischen Mannschaft gewonnen wurde.
Das Meisterteam:
Andre Engmann (20), Jochen Hördler (28), Michael
Bresagk {19), Gerd Vogler (28), Olf Engelmann {26),
Henry Balzer (31), Torsten Hanusch (21), Ralf Hantschke
{23), Andreas Ludwig (25), Andreas Gebauer {23), Harald
Bölke {29), Peter Franke (31), Henry Domke {25),
Hubert Hahn {29), Torsten Eisebitt {22), Steffen Thau
(22), Frank Liebert (26), .Jörg Handrick (20),
.Jens Feller (21), Frank Peschke (21), Ron Noack (19).
Der
24. und letzte Titel der DDR-Meisterschaft ging 1989 an
das Team aus Weißwasser - und das vor 12 500 Fans
|
Sternstunden, Torjäger vergangener Tage und mehr... |
Olympia: Rekorde und Orangenschalen
Kanada und Russland spielten Traumeishockey
– 5:6 – 6:5 – 6:5
Der vierte Cup of Canada 1987 war das
Traumturnier dieses hochklassigen Wettbewerbes. Die Finals
zwischen Canada und der UdSSR (5:6,6:5,6:5) bleiben unvergessen,
wurden weder vorher noch danach erreicht oder gar übertroffen.
Was sich da im legendären Forum
von Montreal und im neu erbauten Copps-Coliseum von Hamilton
(Ontario) abspielte, waren drei „Sternstunden“ in Folge. Der
Top-Eishockey-Journalist George Gross aus Toronto war nach
dem dritten Finale im Copps Coliseum regelrecht gerührt.
Der Mann, der über 30 Jahre alle Top-Hits rund um den
Puck gesehen hat, konstatierte mit Tränen in den Augen:
„Stell dir vor, wir durften dabei sein, durften Eishockey
sehen, das vermutlich nie wieder gezeigt wird. Das können
wir noch unseren Enkeln erzählen.“
Doch beginnen wir die Geschichte von
vorne. Der „Cup of Canada 1987“ hatte drei Vorgänger.
1976 bei der Premiere gewann Kanada vor der CSSR. Alleine
der 1:0 Sieg der Tschechoslowaken im ersten Match gegen Kanada
ging in die Geschichte ein als „das Spiel seines Lebens“ von
Torhüter Vladimir Dzurilla. Cup Nummer zwei hatte auch
seinen unvergessenen Höhepunkt, den 8:1 Finalsieg der
Russen über Kanada. Cup Nummer drei, für den sich
auch Deutschland als eine der vier geladenen Teams aus Europa
qualifiziert hatte, ging wieder an Kanada. Der Stellenwert
des Bewerbs stand deutlich über einer Weltmeisterschaft.
Alleine Kanada mit seinen Top-Profis garantierte das.
Der 87er Cup begann ganz normal. Kanada
leistete sich zwei Remis gegen die CSSR und die Russen (3:3).
Die Russen verloren gegen Schweden leichtsinnig 3:5, schafften
aber Platz zwei und damit das best-of-three-Finale. Und da
trafen zwei Giganten aufeinander. Einmal die Top-Profis der
NHL mit Superstars wie Wayne Gretzky, Marion Lemieux,
Paul Coffey und Mark Messier – um nur einige zu nennen. Die
Russen boten ihren „Superblock“auf mit den Bluelinern
Alexej Kasatonov und Vyacheslav Fetisov, sowie der Gala-Linie
Sergej Makarov, Igor Larionsov und Vladimir Krutov. Dazu die
beiden Startrainer Viktor Tichonov und Mike Keenan, den man
in der NHL „Adolf“ nannte und der ebenso gnadenlos war wie
sein Kollege aus Moskau. Tichonov bevorzugte das Spiel der
harmonischen Blöcke. Er hatte alleine elf Cracks seines
Klubteams CSKA Moskau dabei. Keenan war der Verfechter des
Mottos Jeder muss mit Jedem spielen können. Er brachte
das Kunststück fertig aus seinen elf verfügbaren
Stürmern 22 verschiedene Formationen auf das Eis zu schicken.
Er bewegte sich hinter der Spielerbank und ein Druck mit dem
Keenan-Daumen in den Rücken des Spielers war der „Einsatzbefehl“.
Der große Viktor Tichonov behielt
seine Blöcke bei, egal was passierte. Da gab es bei Fehlverhalten
einmal den strafenden Blick- oder sogar mal eine Ohrfeige!
Jedes Team hatte 20 Klassespieler und
drei Keeper im Kader. Tichovov vertraute den Goalies Sergej
Mylnikov von Tscheljabinsk und dem jungen Evgeny Belosheikin
von CSKA Moskau. Keenan ließ seinen eigenen Klubkeeper
von den Philadelphia Flyers keine Sekunde spielen, sondern
bevorzugte in allen acht Matches Edmonton-Goalie Grant Fuhr,
der wahre Wundertaten vollbrachte.
Das erste Finale im ehrwürdigen
alten Forum von Montreal, einer Kultstätte des Eishockey-Mutterlandes,
sahen 14 588 Fans. Es wurde ein Festival der Stürmer.
Elf Tore, eines schöner als das andere wurden herausgezaubert.
Sternstunden 2
- Keenans Mühlsteine
Mike Keenan wusste, dass die Russen zweieinhalb
Monate im Trainingscamp waren. Seine Jungs spielten derweil
Golf und kamen nur 14 Tage ins Camp. Dort übten sie die
Keenan-Taktik. Voraussetzung war die körperliche Belastbarkeit
bis über die oberste Grenze. Zwei-Mann-Forechecking bis
zum Umfallen. Es wurde eine Art Torfabrik gebildet. Die Jungs
um die Starstürmer Wayne Gretzky und Marion Lemieux spielten
Blitzeishockey mit dem Risiko, dass bei Schnelligkeit zu Lasten
der Genauigkeit Fehler passierten. Dann schickte er seine
Mühlsteine aufs Eis. Das sind Cracks, die vorwiegend
körperbetont auf die Russen losgingen und sie mit Dauer-
Checks zermürbten. Ober-Mühlstein war Mike Gartner.
Dazu Brian Propp, Rick Tocchet, Brent Sutter und Doug Gilmoure,
alle Stürmer mit Defensivaufgaben.
Sie mussten “arbeiten“ und gingen nicht
auf das Eis um zu glänzen. Wayne Gretzky musste als Mann,
der den Puck halten konnte, auch bei Unterzahl aufs Eis. Bei
Überzahl war er auch dabei. Da stürmte eine Linie
mit drei Mittelstürmern. Neben Gretzky und Mario Lemieux
waren da Dale Hawerchuk oder Mark Messier in Aktion. Das war
Keenans „Dampfwalze“, die unwahrscheinlich Druck machen konnte.
Und das alles für das „Taschengeld“ von 5 000 Dollar
(für vier Wochen Arbeit).Diese hoch bezahlten Profis
spielten wirklich für die Ehre Kanadas.
Das erste der drei Supermatches fand
am 11. September 1987 im Nationalheiligtum der Kanadier dem
Forum von Montreal statt. Don Koharski, ein kanadischer Profi-Schiri
leitete – übrigens auch auf Wunsch der Russen – vor 14
588 Fans das Spiel. Schon in der zweiten Minute brachte
Mike Gartner Kanada in Führung. Doch dann drehten die
Russen auf. Alexej Kasatonov, Vladimir Krutov, der zum besten
Spielers der Partie gewählt wurde, Sergej Makarov und
Valeri Kamenski brachten ihr Team mit 4:1 in Führung.
Es war still im alten Forum, wo normal „Kanadas Stolz“ die
heimischen Canadiens spielten. Doch die Gastgeber gaben nicht
auf. Sie kämpften wie die Löwen und kamen bis zur
55. Spielminute durch Treffer von Ray Bourque, Doug Gilmour
und Glenn Anderson auf 4:4 heran. In der 57.Minute schoss
dann Wayne Gretzkly Kanada in Führung und alle glaubten
das Match sei gelaufen. Doch postwendend brachte Andrej Chomutov
die Russen wieder heran und es ging in die Overtime. Und da
war es Alexander Semak, der das Sudden Death-Tor erzielte
und Kanada aus allen Träumen riss. Trotzdem gingen alle
Fans, auch die des Gastgebers, zufrieden aus dem Forum hinaus
auf die St.-Catharine Straße. Sie hatten Eishockey von
einem anderen Stern gesehen, hatten Duelle erlebt, die unvergessen
bleiben.
Zwei Tage später im Cops Coliseum
von Hamilton (bei Toronto) ging es um Alles oder Nichts. Und
wieder ein Blitzstart der Kanadier. Normand Rochefort gelang
schon nach 43 Sekunden das Führungstor. Doch sofort glich
der später in der Schweiz spielende Andrej Chomutov
aus. Dann noch im ersten Drittel zwei herrliche Kanada-Tore
durch Doug Gilmour und Abwehr-Zauberer Paul Coffey. Jedesmal
hatte Wayne Gretzky, der kaum mehr vom Eis ging seinen Stock
als Assistent im
Spiel. Fünf Assists wurden
ihm gutgeschrieben in diesem dramatischen Match.
Im zweiten Drittel glichen die Russen
innerhalb von zwei Minuten aus. Vladimir Krutov, wieder bester
Mann der Sbornaja und Vyacheslav Fetisov waren die Skorer.
Mario Lemieux, der als Außen
neben Gretzky spielte brachte Kanada wieder in Front – natürlich
auf Pass der überragenden Mannes auf dem Eis, Wayne Gretzky.
Im letzten Abschnitt dieser atemberaubenden
Partie schoss Vyacheslav Bykov, Russlands neue Hoffnung, den
erneuten Ausgleich. Und wieder war es Dampfwalze Mario Lemieux,
der auf Pass von Gretzky Kanada nach vorne brachte. Wieder
glaubten die Jungs mit dem Ahornblatt auf der Brust, dass
das Match gelaufen ist.
Das Match das man unbedingt gewinnen
mußte, um ein drittes Spiel zu erreichen. Aber
in der 59.Minuten glich Valeri Kamenski aus. Wieder Overtime.
Und diese Verlängerung brachte dramatische 30 Minuten
.Grant Fuhr, der Kanada-Goalie machte das Spiel seines Lebens
und brachte die Russen zur Verzweiflung. Aber auch der junge
Evgeny Belosheikin , den man schon den Nachfolger des großen
Vladislav Tretjak nannte, zog alle Register seines Könnens.
Und so dauerte es bis zur 31. Minute, ehe natürlich wieder
Mario Lemieux das Siegtor markierte und Kanada am Leben hielt.
Es gab Standing Ovation für die überglücklichen
Kanadier. Hamilton stand Kopf und es wurde bis in den frühen
Morgen gefeiert. Auch einige Kanada-Cracks waren dabei. Die
Russen zogen sich ins Hotel zurück und mussten sich eine
lautstarke Standpauke von Viktor Tichonov anhören.
Und wieder Super-Mario
Am 15. September, im Cops Coliseum von
Hamilton folgte Match Nummer drei. Wieder war das Coliseum
mit 17 026 Plätzen ausverkauft. Im Schwarzhandel musste
man bis zu 500 Dollar für ein Ticket hinlegen.. Wieder
ein Blitzstart. Schon nach acht Minuten lag Kanada 0:3 zurück
(Makarov, Gusarov, Fetisov). Alles schien verloren. Die Soviets
zauberte, wollten die Kanadier lächerlich machen. Das
war ein
Fehler. Keenan peitschte seine Cracks
nach vorne, würfelte die Blöcke durcheinander –
und bis zur 13. Minute hatten Rick Tocchet und Brian Propp
auf 2:3 aufgeholt. Doch in der 20. Minute eine erneute Schock
für Kanada. Andrej Chomutov schoss die Russen 4:2 in
Front. Lange Gesichter. Im zweiten Abschnitt kamen innerhalb
von sechs Minuten, drei Kanada-Tore durch Larry Murphy,
Brent Sutter und Dale Hawerchuk. Die Halle stand Kopf. Kanada
lag plötzlich in Führung, die Russen waren „weichgeklopft“
, waren körperlich regelrecht niedergekämpft.
Im letzten Drittel gelang Alexander Semak
noch einmal der Ausgleich. Aber in der
59. Minute hatte Wayne Gretzky mit einem
Zuckerpass Marion Lemieux angespielt und der schoss das 6:5
zum Turniersieg heraus. Unbeschreiblicher Jubel bei den
Kanadiern auf dem Eis und auf den Rängen.
Der Cup gehörte wieder Kanada.
20 Minuten nach Spielschluss durften
die Journalisten in die Kanada-Kabine. Was man dort sah verblüffte
auch den ältesten Reporter. Immer noch in voller
Ausrüstung
lagen, knieten und taumelten die Cracks
herum. Der Sekt wurde mehr über die Köpfe als in
den Hals gekippt, man watete praktisch durch das edle Getränk.
Die Jungs waren so was von fertig, wie man es noch nie gesehen
hatte. Sie hatten wirklich alles gegeben.
Man fragte Mike Keenan wie das möglich
war. Er konstatierte: Bei den Russen gehen 80 Prozent Kondition
und 20 Prozent Weltanschauung auf das Eis. Bei uns waren das
20 Prozent Kondition und 80 Prozent Herz für Kanada,“
und dabei klopfte er sich mit der Faust auf die Brust.
Draußen feierten die Fans, die
Russen kamen bald aus der Dusche und gingen zum Teambus. Es
gab einiges Schulterklopfen und ein Fan meinte, es ist eigentlich
schade, dass es in dieser Serie einen Verlierer gab. Als man
das Sergej Makarov übersetzte, glitt ein leises Lächeln
über sein Gesicht und er meinte „o. k.“
Sternstunden - Die Final-Teams
|
Canada
|
UdSSR
|
|
T
|
Ron Hextall |
Philadelphia |
T
|
Sergej Mylnikov
|
Tscheljabinsk |
|
T
|
Kelly Hrudy |
Islanders |
T
|
Evgeny Belosheikin
|
CSKA |
|
T
|
Grant
Fuhr |
Edmonton
|
T
|
Vitali
Samoilov |
Riga
|
| V
|
Ray Bourque |
Boston |
V
|
Vyacheslav Fetisov |
CSKA |
| V
|
Larry Murphy |
Washington |
V
|
Alex Kasatonov |
CSKA |
| V
|
Paul Coffey |
Edmonton |
V
|
Igor Stelnov |
CSKA |
|
V
|
Normand Rochefort
|
Quebec |
V
|
Igor Kravchuk |
Ufa |
| V
|
Craig Hartsburg |
Minnesota |
V
|
Alexei Gusarov |
CSKA |
|
V
|
James
Patrick |
N.Y.
Rangers |
V
|
Vasili
Pervuchin |
Dynamo
|
| V
|
Doug Grossman |
Philadelphia |
V
|
Anatoli Fedotov |
Dynamo |
| S
|
Wayne Gretzky |
Edmonton |
S
|
Sergej Makarov |
CSKA |
| S
|
Mario Lemieux |
Pittsburgh |
S
|
Vladimir Krutov |
CSKA |
| S
|
Mark Messier |
Edmonton |
S
|
Vyacheslav Bykov |
CSKA |
| S
|
Dale Hawerchuk |
Winnipeg |
S
|
Valeri Kamensky |
CSKA |
| S
|
Rick Tocchet |
Philadelphia |
S
|
Andrej Comutov |
CSKA |
|
S
|
Michel
Goulet |
Quebec
|
S
|
Anatoli
Semenov |
Dynamo
|
| S
|
Brian Propp |
Philadelphia |
S
|
Andrej Lomakin |
Dynamo |
| S
|
Mike Gartner |
St. Louis |
S
|
Sergej Svetlov |
Dynamo |
| S
|
Brent Sutter |
Islanders |
S
|
Alexander Semak |
Dynamo |
| S
|
Glenn Anderson |
Edmonton |
S
|
Igor Larionov |
CSKA |
| S
|
Kevin Dineen |
Hartford |
S |
Sergej Priakhin |
Krilija
|
| S
|
Doug Gilmour |
St. Louis |
S |
Yuri Khmylev |
Krilija |
| S
|
Claude Lemieux |
Montreal |
S
|
Sergej Nemchinov |
Krilija |
GM: Bobby Clarke - Chefcoach:
Viktor Tichonov
Coach: Mike Keenan, Jean Perron,Tom Watt
- Assistent : Igor Dmitriev
Olympia: Rekorde und Orangenschalen
Olympische Eishockeyturniere waren
immer schon von besonderen Ereignissen geprägt.
Das erste Turnier um olympische Medaillen 1920 fand
im Rahmen der Sommerspiele in Antwerpen statt. Das Eishockeyturnier
wurde vorgezogen und ,schon im April ausgetragen. Später
wurde es annulliert und nur als Weltmeisterschaft
gewertet. Erst 1977 wurde es wieder als Olympia gewertet.
Gewonnen hat damals Canada mit
dem Team der Winnipeg Falcons, das vorwiegend aus eingebürgerten
Skandinaviern bestand. Die Namen wie Beson, Halderson,
Johannesson, Fredrickson oder Sigurjonson bestätigen
das.
Die nächsten Olympischen Winterspiele
fanden 1924 in Chamonix statt. Dort wurde ein heute
noch gültiger Olympiarekord aufgestellt. Canada
hatte wieder den Allen-Cupsieger Toronto Granites,
den Meister der Amateure geschickt.
Und dieses „Wunderteam“ erteilte
den Europäern eine Lektion der Eishockeykunst.
Team Canada erzielte in fünf Spielen des Olympiaturniers
110 Tore, bei nur drei Gegentreffern ! Die damals in
Europa dominierenden Cracks aus der
Tschechoslowakei wurden 30:0, die
Schweden 22:0, die Schweizer 33:0, Bronzemedaillengewinner
England mit 19:2 und „Nachbar“ USA 6:1 deklassiert.
Und das bei einer Spielzeit von
3 x 15 Minuten. Einen olympischen Rekord, der heute
noch besteht und vermutlich für die Ewigkeit zementiert
ist, stellte der canadische Linksaußen Harry Watson
auf. Er schoss gegen die Tschechen elf Tore, gegen die
Schweden sechs, gegen die Schweiz, wo es nach dem ersten
Drittel schon 18:0 stand, schoss Watson 13 Treffer.
Gegen England und die USA kam er auf je drei Tore und
stellte einen Rekord mit 36 Treffern bei einem Olympiaturnier
auf. Der am 14.7.1898 geborene Wunderstürmer spielte
auch ein Jahr bei den Montreal Canadiens, ehe er dann
als Spielertrainer nach Europa ging.
Ein beschwerlicher Weg zum Erfolg
war das Olympiaturnier 1928 in St. Moritz. Wieder ging
die Goldmedaille an Canada-Amateure, die Toronto Varsity
Grads. Deutschland war erstmals dabei, schied aber nach
einem 0:0 gegen Österreich und einem 0:1 gegen
die Schweiz aus. Das Natureis in St. Moritz litt unter
der Frühlingssonne und schmolz immer mehr dahin.
Bald wurden Stellen an denen der Sanduntergrund durchkam,
mit Orangenschalen markiert. Oft blieb der Puck im Wasser
stecken und eine Orangenschale landete im Tor. Es war
schon große Schlittschuhkunst und Pucksicherheit
nötig, um erfolgreich zu sein.
Canada gewann Gold vor Schweden
und dem an solches Eis gewöhnten Gastgeber
Schweiz. Die nächste olympische Sternstunde fand
dann vier Jahre später – diesmal mit deutschem
Erfolg - statt.
Horst Eckert
|
Vor
71 Jahren in Lake Placid: Eine Bronzemedaille für 2000
Mark |
Vor 71 Jahren bei den Olympischen
Winterspielen im amerikanischen Lake Placid gewannen
zehn deutsche Eishockeycracks sensationell die Bronzemedaille.
Es war die erste olympische Medaille in der deutschen
Eishockeygeschichte. Verglichen mit den heutigen Gegebenheiten
war das Ding vor 70 Jahren ein Abenteuer. Von den zu
Olympia eingeladenen Spielern mussten die meisten absagen,
weil der Eigenanteil für sie zu hoch war. Einen
Eigenanteil musste man erbringen, denn der deutsche
Verband stellte für die ganze Mannschaft nur 2
000 Mark zur Verfügung.
Es war die Zeit der Weltwirtschaftskrise
und die Verbände hatten Finanznöte. Als Teamchef
und Manager hatte man den Berliner Hermann „Männe“
Kleeberg benannt. Er kam aus der Vorstandschaft des
Berliner Schlittschuhclubs und war amtierender Vizepräsident
des Weltverbandes LIHG (heute IIHF). Er war als Aktiver
Eisschnellauf-Weltrekordmann und eine Organisationsgenie.
Männe Kleeberg, Jahrgang 1876,
brachte gerade mal zehn Mann zusammen,
die das Abenteuer Olympia starteten.
Wohl wissend, dass der Geldbetrag
der da war, nur für die Schiffsreise nach USA reichte.
Rückreise und Aufenthaltskosten mussten in Freundschaftsspielen
im Großraum New York, auch während des Olympiaturniers,
eingespielt werden.
Da neben USA und Kanada nur noch
Deutschland und Polen das Geld für ein Eishockeyteam
aufbrachten, war genug Zeit für solche Spiele vorhanden.
Aber dann passierte es. Beim Freundschaftsspiel in New
York, das die Reisekosten nach Lake Placid einbringen
sollte, brach sich der einzige Torhüter den man
dabei hatte, Walter Leinweber (Füssen) das Nasenbein
! Er spielte alle Matches weiter und was so ein Held
dieses Abenteuers. Männe Kleeberg konzentrierte
das Team auf die beiden Doppelrundenspiele gegen Polen,
da man gegen die Gastgeber und gegen Kanada kein Chance
hatte.
Publikum brüllte Schiedsrichter
vom Eis
Gegen Kanada, den späteren
Goldmedaillengewinner, endeten die Spiele 1:4 und 0:5.
Gegen die Amerikaner gab es mit 0:7 und 0:8 zwei böse
Schlappen, aber auch ein unvergessenes Erlebnis. Die
amerikanischen Zuschauer in Lake Placid brüllten
im Match ihrer eigenen Mannschaft gegen Deutschland
den Schiedsrichter vom Eis, weil er offensichtlich die
Boys aus Germany benachteiligte. Die Organisatoren gaben
nach und schickten einen Ersatzmann ins Spiel. „Das
ist ein Publikum, das eine Goldmedaille verdient hätte,“
lobte Männe Kleeberg die Fans auf den Rängen.
Gegen Polen gab es mit 2:1 und
4:1 zwei Siege, die dem deutschen Team die Bronzemedaille
brachte. Dazwischen hatte man sich in mehreren Freundschaftsspielen
die Rückreise in die Heimat verdient. Das waren
schwere Spiele, denn die Amis im Raum New York spielten
auf kleinen Eisbahnen richtiges Holzfällereishockey.
Spötter meinten später, dass gegen Polen jeder
gewonnen hätte. Dazu Torhüter Walter Leinweber:“
Wir waren immerhin Europameister und Vizeweltmeister
1930, was wir dann 1934 noch einmal wiederholten. Wir
hätten auch gegen andere Mannschaften aus Europa
gewonnen, wenn die dabei gewesen wären.“
Und das waren die Helden von
1932:
Torhüter Walter Leinweber
(EV Füssen); Verteidiger Alfred Heinrich
(SC Brandenburg), Erich Römer (Berliner SC);
1. Sturm: Werner Korff, Gustav Jaenecke, Rudi Ball (alle
Berliner SC),
2. Sturm: Marquard Slevogt, Dr. Georg Strobel, Martin
Schröttle (alle SC Riessersee), Erich Herker (Berliner
SC).
Die Torschützen waren: Rudi Ball 3, Erich Herker,
Gustav Jaenecke, Martin Schröttle, Dr. Georg Strobel.
Die Schlusstabelle Olympia
1932:
1932
Lake Placid (4. - 13.2.)
|
CAN - GER 4:1/5:0
CAN - USA 2:1/2:2
CAN - POL 9:0/10:0
|
USA
- GER 8:0/7:0
USA - POL 4:1/5:0
GER - POL 2:1/ 4:1
|
|
|
Rang /WM
|
Nation
|
Tore
|
Punkte
|
|
1
|
Kanada
|
32:4
|
11:1
|
|
2
|
USA
|
27:5
|
9:3
|
|
3
|
Deutschland
|
7:26
|
4:8
|
|
4
|
Polen
|
3:34
|
0:12
|
Horst Eckert
http://www.arizona-reisefuehrer.de/
GO WEST ARIZONA
Der Verfasser
nimmt drei Reiserouten mit vielen
Insider Tipps für die
persönliche Urlaubsgestaltung
Städte- und National-Parks-Beschreibungen,
ausführliches Unterkunfts- und Restaurantverzeichnis für unterwegs, Golfressorts und Ranches unter die Lupe.
Es gibt Shopping-Hilfen unterwegs und Infos zu den Städten,
ein Register der Campingplätze und der Spielbanken,
Veranstaltungskalender aller Westernereignisse
Adressen, Telefonnummern von Informationsbüros,
Fluggesellschaften, Hotelketten und Mietwagen.
Ziele außerhalb Arizonas:
Las Vegas, Los Angeles, San Francisco
Informationen von A bis Z.
Autor Hans-Ulrich Esken
ist
Berufsrichter, war Mitglied des DEB-Spielgerichtes
und ist jetzt DEB-Präsident.
Hans Ulrich Esken, stellvertretender
Vorsitzender beim DEB-Spielgericht und im Hauptberuf
Richter aus Schwerte, ist auch in einem ganz anderen
Sektor heimisch. Hans-Ulrich Esken informiert in seinem
Reisehandbuch GO WEST ARIZONA auf 248 Seiten für
individuell Reisende:
Eishockeyfan mit 101 Jahren
Oma "Hemcke", Jahrgang
1899, ist wohl Deutschlands ältester aktiver weiblicher
Eishockeyfan. Ihr richtiger Name ist eigentlich Hedwig
Brendel, aber der ist in der oberbergischen Eishockeyszene
weniger bekannt. Seit ihre beiden Enkel Axel und Jan-Holger
Hemcke beim TuS Wiehl (nahe Gummersbach) als Bambini
mit dem Eishockeysport begannen, nennt man hier die
freundliche, stille alte Dame eben einfach nur Oma "Hemcke".
Erst im Alter von 76 Jahren, nach einer 40-jährigen
"Sportkarriere" als Hobbykeglerin, entdeckte
Oma Hemcke Ihr Herz fürs Eishockey, eben der Enkel
wegen. Mittlerweile ist sie seit 25 Jahren "dabei"
und besucht immer dann die sonntäglichen Heimspiele
der NRW-Landesligamannschaft des TuS
Wiehl, wenn einer der Enkel mit aufläuft. Begleitet
wird Oma Hemcke schon seit einigen Jahren von Tochter
Hannelore, mit der sie die Wohnung teilt, die nur um
die Ecke herum an der Wiehler Eissporthalle liegt. Als
Enkel Axel zeitweise bei den Amateuren des Kölner
Eishockey Clubs spielte, kutschierte Oma "Hemcke"
mit Tochter Hannelore treu und brav auch zu den Heimspielen
des Enkels ins fünfzig Kilometer entfernte Kölner
Eisstadion an der Lentstrasse. Die obligatorische Frage
an Oma Hemcke nach dem Rezept für ihr hohes Alter,
beantwortet die rüstige alte Dame spitzbübisch:
"Ich trinke eben jeden Vormittag ein kleines "Schnäpschen".
Die Ausnahme sind dabei allerdings die Heimspielbesuche
in der Eishalle. Dann genehmigt sich Oma Hemcke in der
ersten Drittelpause ein weiteres Schnäpsen, der
Aufregung wegen. -lt-
Pechstein-Goldtrainer war
ein Eishockeystar
Claudia Pechstein,
die erfolgreichste Olympia-Eisschnellläuferin aller
Zeiten, wird von einem ehemaligen Eishockeystar
trainiert.
Duisburg/Augsburg
im März 2002 - Joachim Franke, der 2001 zum
erfolgreichsten Schnelllauftrainer gewählt wurde, nahm
selbst an sechs Eishockey- Weltmeisterschaften teil und
gewann 1966 mit der DDR die
Europameisterschafts-Bronzemedaille. Er bestritt 127
Länderspiele für die damalige DDR und gehörte zu den
besten Spielern seines Landes. Von 1969 bis 1972 war er
Trainer des DDR-Eishockeymeisters Dynamo Weißwasser. In
dieser Zeit holte sein Team vier Titel in Serie!
1973 begann dann
seine Karriere als Eisschnelllauftrainer. Seine
Schützlinge, mit Claudia Pechstein an der Spitze, holten
bei Olympischen Spielen 16 Medaillen, darunter
acht Mal Gold. 39 Medaillen holten die
Franke-Schützlinge bei Weltmeisterschaften darunter 17
aus Gold! 16 Mal gewannen die Stars auf den langen
Kufen, von Joachim Franke gecoacht, den Weltcup in ihrer
Disziplin.
Nächstes Jahr (2003) feiert dieser geniale
Eislauflehrer sein 30-jähriges Jubiläum als
Schnelllauftrainer. -eck/haje-
Bayerische Gedanken zur Nationalmannschaft...
...von Tina und Doris
Da es am nächsten Tag ein
Volleyball - Turnier gab, entschlossen sich einige Jungs
noch nachts heimlich zu üben um sich nicht am nächsten
Tag vollkommen zu blamieren. Es war eine Sternklare
Nacht und VollMONDT. Von einer Wolke aus sahen ihnen
ein paar Engel zu und erbarmten sich schließlich
mit ihnen zu spielen, da es mehr als erbärmlich
war diesen Treiben zusehen zu müssen. Verdattert
sahen die Jungs zum Himmel und sahen zu, wie sich die
Engel KÜN von AST zu Ast hangelten und schließlich
die ihnen ankamen! Vorher schrien sie ihnen noch hoch:
ENGEL, BRECHT euch bei nichts! Ein anderer murmelte:
Ach du SELIGER, die kommen wirklich zu uns und
wollen uns helfen! Als sie schließlich alle
unten versammelt standen fragten die Engel: Jungs,
was macht ihr nur für ZACHen? Ist bei euch schon
noch alles in LOTH?
Erstaunt sahen
sich die Jungs an und einer sagte noch „DO LAKst
di´nieder“ und beKREUTZigtE sich. Die Engel sahen auf
die Füße der Jungs und meinten nur noch:“ Schnürt euch
erst mal die BENDA von euren Schuhen zu und dann
REICHELts uns den Ball!“ Weiterhin, nach einer kurzen
Betrachtung befahlen die Engel: Tuts euch noch eure Füße
ABSTREIfen und lasst uns mit dem Training beginnen!“
Die Engel sahen
sich jeden einzelnen der Jungs an und als einer sich
drücken wollte, schrien sie:“ Auch du, du GOCkel!“
Darauf erwiderte der gemeinte :“ Seid’s ned so BOOShaft!“
Ein sehr MOLLINGer Typ bemerkte, da er ganz fertig war:“
SERI, KOWst du mir was gutes zum Essen?“ Darauf meinte
ein anderer, der sich auch verdrücken wollte:“ Das CONT
I auch machen!“
|