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Dies und Das aus der Eishockeywelt...

Eishockey in der ehemaligen DDR
Eishockey-Sternstunden  - Literatur - Abkürzungen
Kunsteisbahnen in Deutschland

 

Die Eishockey-Geschichte der ehemaligen DDR

Die ehemalige DDR meldete damals nur zwei Teams zu den Meisterschaftsspielen. Es waren Dynamo Berlin und Dynamo Weißwasser. Bereits zum 19. Mal spielte man die so genannte Mini-Runde zwischen den beiden Dynamos. In nur sechs Spielen - Modus "best of five" -  wurde der Landesmeister ermittelt Wer zwei Runden nach diesem Modus gewann war Champion.

1. Runde: 
Dynamo Berlin - Dynamo Weißwasser 1:3 
Dynamo Weißwasser - Dynamo Berlin 9:5
Dynamo Berlin -Dynamo Weißwasser 1-4

2:Runde 
Dynamo Weißwasser - Dynamo Berlin 6:2
Dynamo Berlin - Dynamo Weißwasser 5:6
Dynamo Weißwasser - Dynamo Berlin 5:3 (40. Spiel überhaupt)

Sensationell waren die Zuschauerzahlen. 12 500 Fans sahen das letzte Match in der hoffnungslos überfüllten Wilhelm-Pieck-Arena. Die Fans waren aus dem Häuschen, als der ewige Rivale aus der "Hauptstadt der DDR" klar besiegt und das Berliner Trainerduo Hartmut Nickel/ Bemd Karrenbauer sich geschlagen geben musste. 

Weißwasser-Chef war damals der ehemalige Krefelder DEL-Sportleiter Rüdiger "Riedel" Noack und seine beiden Trainer Peter Herzig und Rudolf Bielas. Ein Titel, der mit einer jungen dynamischen Mannschaft gewonnen wurde. 
Das Meisterteam:
Andre Engmann (20), Jochen Hördler (28), Michael Bresagk {19), Gerd Vogler (28), Olf Engelmann {26), Henry Balzer (31), Torsten Hanusch (21), Ralf Hantschke {23), Andreas Ludwig (25), Andreas Gebauer {23), Harald Bölke {29), Peter Franke (31), Henry Domke {25), Hubert Hahn {29), Torsten Eisebitt {22), Steffen Thau (22), Frank Liebert (26), .Jörg Handrick (20), .Jens Feller (21), Frank Peschke (21), Ron Noack (19).
Der 24. und letzte Titel der DDR-Meisterschaft ging 1989 an das Team aus Weißwasser - und das vor 12 500 Fans 

Sternstunden, Torjäger vergangener Tage und mehr...

Olympia: Rekorde und  Orangenschalen 

Kanada und Russland spielten Traumeishockey – 5:6 – 6:5 – 6:5 

Der vierte Cup of Canada 1987 war das Traumturnier dieses hochklassigen Wettbewerbes. Die Finals zwischen Canada und der UdSSR (5:6,6:5,6:5) bleiben unvergessen, wurden weder vorher noch danach erreicht oder gar übertroffen.

Was sich da im legendären Forum von Montreal und im neu erbauten Copps-Coliseum von Hamilton (Ontario) abspielte, waren drei „Sternstunden“ in Folge. Der Top-Eishockey-Journalist George Gross aus Toronto war nach dem dritten Finale im Copps Coliseum regelrecht gerührt. Der Mann, der über 30 Jahre alle Top-Hits rund um den Puck gesehen hat, konstatierte mit Tränen in den Augen: „Stell dir vor, wir durften dabei sein, durften Eishockey sehen, das vermutlich nie wieder gezeigt wird. Das können wir noch unseren Enkeln erzählen.“

Doch beginnen wir die Geschichte von vorne. Der „Cup of Canada 1987“ hatte drei Vorgänger. 1976 bei der Premiere gewann Kanada vor der CSSR. Alleine der 1:0 Sieg der Tschechoslowaken im ersten Match gegen Kanada ging in die Geschichte ein als „das Spiel seines Lebens“ von Torhüter Vladimir Dzurilla. Cup Nummer zwei hatte auch seinen unvergessenen Höhepunkt, den 8:1 Finalsieg der Russen über Kanada. Cup Nummer drei, für den sich auch Deutschland als eine der vier geladenen Teams aus Europa qualifiziert hatte, ging wieder an Kanada. Der Stellenwert des Bewerbs stand deutlich über einer Weltmeisterschaft. Alleine Kanada mit seinen Top-Profis garantierte das.

Der 87er Cup begann ganz normal. Kanada leistete sich zwei Remis gegen die CSSR und die Russen (3:3). Die Russen verloren gegen Schweden leichtsinnig 3:5, schafften aber Platz zwei und damit das best-of-three-Finale. Und da trafen zwei Giganten aufeinander. Einmal die Top-Profis der NHL mit  Superstars wie Wayne Gretzky, Marion Lemieux, Paul Coffey und Mark Messier – um nur einige zu nennen. Die Russen boten ihren „Superblock“auf  mit den Bluelinern Alexej Kasatonov und Vyacheslav Fetisov, sowie der Gala-Linie Sergej Makarov, Igor Larionsov und Vladimir Krutov. Dazu die beiden Startrainer Viktor Tichonov und Mike Keenan, den man in der NHL „Adolf“ nannte und der ebenso gnadenlos war wie sein Kollege aus Moskau. Tichonov bevorzugte das Spiel der harmonischen Blöcke. Er hatte alleine elf Cracks seines Klubteams CSKA Moskau dabei. Keenan war der Verfechter des Mottos Jeder muss mit Jedem spielen können. Er brachte das Kunststück fertig aus seinen elf verfügbaren Stürmern 22 verschiedene Formationen auf das Eis zu schicken. Er bewegte sich hinter der Spielerbank und ein Druck mit dem Keenan-Daumen in den Rücken des Spielers war der „Einsatzbefehl“.

Der große Viktor Tichonov behielt seine Blöcke bei, egal was passierte. Da gab es bei Fehlverhalten einmal den strafenden Blick- oder sogar mal eine Ohrfeige!

Jedes Team hatte 20 Klassespieler und drei Keeper im Kader. Tichovov vertraute den Goalies Sergej Mylnikov von Tscheljabinsk und dem jungen Evgeny Belosheikin von CSKA Moskau. Keenan ließ seinen eigenen Klubkeeper von den Philadelphia Flyers keine Sekunde spielen, sondern bevorzugte in allen acht Matches Edmonton-Goalie Grant Fuhr, der wahre Wundertaten vollbrachte.

Das erste Finale im ehrwürdigen alten Forum von Montreal, einer Kultstätte des Eishockey-Mutterlandes, sahen 14 588 Fans. Es wurde ein Festival der Stürmer. Elf Tore, eines schöner als das andere wurden herausgezaubert.  

Sternstunden 2  - Keenans Mühlsteine 

Mike Keenan wusste, dass die Russen zweieinhalb Monate im Trainingscamp waren. Seine Jungs spielten derweil Golf und kamen nur 14 Tage ins Camp. Dort übten sie die Keenan-Taktik. Voraussetzung war die körperliche Belastbarkeit bis über die oberste Grenze. Zwei-Mann-Forechecking bis zum Umfallen. Es wurde eine Art Torfabrik gebildet. Die Jungs um die Starstürmer Wayne Gretzky und Marion Lemieux spielten Blitzeishockey mit dem Risiko, dass bei Schnelligkeit zu Lasten der Genauigkeit Fehler passierten. Dann schickte er seine Mühlsteine aufs Eis. Das sind Cracks, die vorwiegend körperbetont auf die Russen losgingen und sie mit Dauer- Checks zermürbten. Ober-Mühlstein war Mike Gartner. Dazu Brian Propp, Rick Tocchet, Brent Sutter und Doug Gilmoure, alle Stürmer mit Defensivaufgaben.

Sie mussten “arbeiten“ und gingen nicht auf das Eis um zu glänzen. Wayne Gretzky musste als Mann, der den Puck halten konnte, auch bei Unterzahl aufs Eis. Bei Überzahl war er auch dabei. Da stürmte eine Linie mit drei Mittelstürmern. Neben Gretzky und Mario Lemieux waren da Dale Hawerchuk oder Mark Messier in Aktion. Das war Keenans „Dampfwalze“, die unwahrscheinlich Druck machen konnte. Und das alles für das „Taschengeld“ von 5 000 Dollar (für vier Wochen Arbeit).Diese hoch bezahlten Profis spielten wirklich für die Ehre Kanadas.

Das erste der drei Supermatches fand am 11. September 1987 im Nationalheiligtum der Kanadier dem Forum von Montreal statt. Don Koharski, ein kanadischer Profi-Schiri leitete – übrigens auch auf Wunsch der Russen – vor 14 588 Fans das Spiel. Schon  in der zweiten Minute brachte Mike Gartner Kanada in Führung. Doch dann drehten die Russen auf. Alexej Kasatonov, Vladimir Krutov, der zum besten Spielers der Partie gewählt wurde, Sergej Makarov und Valeri Kamenski brachten ihr Team mit 4:1 in Führung. Es war still im alten Forum, wo normal „Kanadas Stolz“ die heimischen Canadiens spielten. Doch die Gastgeber gaben nicht auf. Sie kämpften wie die Löwen und kamen bis zur 55. Spielminute durch Treffer von Ray Bourque, Doug Gilmour und Glenn Anderson  auf 4:4 heran. In der 57.Minute schoss dann Wayne Gretzkly Kanada in Führung und alle glaubten das Match sei gelaufen. Doch postwendend brachte Andrej Chomutov die Russen wieder heran und es ging in die Overtime. Und da war es Alexander Semak, der das Sudden Death-Tor erzielte und Kanada aus allen Träumen riss. Trotzdem gingen alle Fans, auch die des Gastgebers, zufrieden aus dem Forum hinaus auf die St.-Catharine Straße. Sie hatten Eishockey von einem anderen Stern gesehen, hatten Duelle erlebt, die unvergessen bleiben.

Zwei Tage später im Cops Coliseum von Hamilton (bei Toronto) ging es um Alles oder Nichts. Und wieder ein Blitzstart der Kanadier. Normand Rochefort gelang schon nach 43 Sekunden das Führungstor. Doch sofort glich der später in der Schweiz  spielende Andrej Chomutov aus. Dann noch im ersten Drittel zwei herrliche Kanada-Tore durch Doug Gilmour und Abwehr-Zauberer Paul Coffey. Jedesmal hatte Wayne Gretzky, der kaum mehr vom Eis ging seinen Stock als Assistent im

Spiel. Fünf Assists wurden  ihm gutgeschrieben in diesem dramatischen Match.

Im zweiten Drittel glichen die Russen innerhalb von zwei Minuten aus. Vladimir Krutov, wieder bester Mann der Sbornaja und Vyacheslav Fetisov waren die Skorer.

Mario Lemieux, der als  Außen neben Gretzky spielte brachte Kanada wieder in Front – natürlich auf Pass der überragenden Mannes auf dem Eis, Wayne Gretzky.

Im letzten Abschnitt dieser atemberaubenden Partie schoss Vyacheslav Bykov, Russlands neue Hoffnung, den erneuten Ausgleich. Und wieder war es Dampfwalze Mario Lemieux, der auf Pass von Gretzky Kanada nach vorne brachte. Wieder glaubten die Jungs mit dem Ahornblatt auf der Brust, dass das Match gelaufen ist.

Das Match das man unbedingt gewinnen mußte, um ein drittes Spiel zu erreichen. Aber  in der 59.Minuten glich Valeri Kamenski aus. Wieder Overtime. Und diese Verlängerung brachte dramatische 30 Minuten .Grant Fuhr, der Kanada-Goalie machte das Spiel seines Lebens und brachte die Russen zur Verzweiflung. Aber auch der junge Evgeny Belosheikin , den man schon den Nachfolger des großen Vladislav Tretjak nannte, zog alle Register seines Könnens. Und so dauerte es bis zur 31. Minute, ehe natürlich wieder Mario Lemieux das Siegtor markierte und Kanada am Leben hielt. Es gab Standing Ovation für die überglücklichen Kanadier. Hamilton stand Kopf und es wurde bis in den frühen Morgen gefeiert. Auch einige Kanada-Cracks waren dabei. Die Russen zogen sich ins Hotel zurück und mussten sich eine lautstarke Standpauke von Viktor Tichonov anhören. 

Und wieder Super-Mario

Am 15. September, im Cops Coliseum von Hamilton folgte Match Nummer drei. Wieder war das Coliseum mit 17 026 Plätzen ausverkauft. Im Schwarzhandel musste man bis zu 500 Dollar für ein Ticket hinlegen.. Wieder ein Blitzstart. Schon nach acht Minuten lag Kanada 0:3 zurück (Makarov, Gusarov, Fetisov). Alles schien verloren. Die Soviets zauberte, wollten die Kanadier lächerlich machen. Das war ein

Fehler. Keenan peitschte seine Cracks nach vorne, würfelte die Blöcke durcheinander – und bis zur 13. Minute hatten Rick Tocchet und Brian Propp auf 2:3 aufgeholt. Doch in der 20. Minute eine erneute Schock für Kanada. Andrej Chomutov schoss die Russen 4:2 in Front. Lange Gesichter. Im zweiten Abschnitt kamen innerhalb von sechs Minuten, drei Kanada-Tore durch  Larry Murphy, Brent Sutter und Dale Hawerchuk. Die Halle stand Kopf. Kanada lag plötzlich in Führung, die Russen waren „weichgeklopft“ , waren körperlich regelrecht niedergekämpft.

Im letzten Drittel gelang Alexander Semak noch einmal der Ausgleich. Aber in der

59. Minute hatte Wayne Gretzky mit einem Zuckerpass Marion Lemieux angespielt und der schoss das 6:5 zum Turniersieg heraus. Unbeschreiblicher Jubel bei den

Kanadiern auf dem Eis und auf den Rängen. Der Cup gehörte wieder Kanada.

20 Minuten nach Spielschluss durften die Journalisten in die Kanada-Kabine. Was man dort sah verblüffte auch den ältesten  Reporter. Immer noch in voller Ausrüstung

lagen, knieten und taumelten die Cracks herum. Der Sekt wurde mehr über die Köpfe als in den Hals gekippt, man watete praktisch durch das edle Getränk. Die Jungs waren so was von fertig, wie man es noch nie gesehen hatte. Sie hatten wirklich alles gegeben.

Man fragte Mike Keenan wie das möglich war. Er konstatierte: Bei den Russen gehen 80 Prozent Kondition und 20 Prozent Weltanschauung auf das Eis. Bei uns waren das 20 Prozent Kondition und 80 Prozent Herz für Kanada,“ und dabei klopfte er sich mit der Faust auf die Brust. 

Draußen feierten die Fans, die Russen kamen bald aus der Dusche und gingen zum Teambus. Es gab einiges Schulterklopfen und ein Fan meinte, es ist eigentlich schade, dass es in dieser Serie einen Verlierer gab. Als man das Sergej Makarov übersetzte, glitt ein leises Lächeln über sein Gesicht und er meinte „o. k.“ 

Sternstunden  - Die Final-Teams

Canada

UdSSR

T Ron Hextall Philadelphia T Sergej Mylnikov Tscheljabinsk
Kelly Hrudy Islanders T Evgeny Belosheikin CSKA
Grant Fuhr Edmonton T Vitali Samoilov Riga
Ray Bourque Boston V Vyacheslav Fetisov CSKA
Larry Murphy Washington V Alex Kasatonov CSKA
Paul Coffey Edmonton V Igor Stelnov CSKA
Normand Rochefort Quebec V Igor Kravchuk Ufa
Craig Hartsburg Minnesota V Alexei Gusarov CSKA
James Patrick N.Y. Rangers V Vasili Pervuchin Dynamo
V Doug Grossman Philadelphia Anatoli Fedotov Dynamo
Wayne Gretzky Edmonton Sergej Makarov CSKA
Mario Lemieux Pittsburgh Vladimir Krutov CSKA
Mark Messier Edmonton Vyacheslav Bykov CSKA
Dale Hawerchuk Winnipeg Valeri Kamensky CSKA
Rick Tocchet Philadelphia Andrej Comutov CSKA
Michel Goulet Quebec Anatoli Semenov Dynamo
Brian Propp Philadelphia Andrej Lomakin Dynamo
Mike Gartner St. Louis Sergej Svetlov Dynamo
Brent Sutter Islanders Alexander Semak Dynamo
Glenn Anderson Edmonton S Igor Larionov CSKA
Kevin Dineen Hartford S Sergej Priakhin Krilija
Doug Gilmour St. Louis S Yuri Khmylev Krilija
Claude Lemieux Montreal S Sergej Nemchinov Krilija

 GM: Bobby Clarke  -  Chefcoach: Viktor Tichonov
Coach: Mike Keenan, Jean Perron,Tom Watt -   Assistent  : Igor Dmitriev 
 

Olympia: Rekorde und  Orangenschalen 

Olympische Eishockeyturniere waren immer schon von besonderen Ereignissen geprägt. Das erste Turnier um olympische Medaillen 1920 fand im Rahmen der Sommerspiele in Antwerpen statt. Das Eishockeyturnier wurde vorgezogen und ,schon im April ausgetragen. Später wurde  es  annulliert und nur als Weltmeisterschaft gewertet. Erst 1977 wurde es wieder als Olympia gewertet.

Gewonnen hat damals Canada mit dem Team der Winnipeg Falcons, das vorwiegend aus eingebürgerten Skandinaviern bestand. Die Namen wie Beson, Halderson, Johannesson, Fredrickson oder Sigurjonson bestätigen das.

Die nächsten Olympischen Winterspiele fanden 1924 in Chamonix statt. Dort wurde ein heute noch gültiger Olympiarekord aufgestellt. Canada hatte wieder den  Allen-Cupsieger Toronto Granites, den Meister der Amateure geschickt.

Und dieses „Wunderteam“ erteilte den Europäern eine Lektion der Eishockeykunst.  Team Canada erzielte in fünf Spielen des Olympiaturniers 110 Tore, bei nur drei Gegentreffern ! Die damals in Europa dominierenden Cracks aus der

Tschechoslowakei wurden 30:0, die Schweden 22:0, die Schweizer 33:0, Bronzemedaillengewinner England mit 19:2 und „Nachbar“ USA 6:1 deklassiert.

Und das bei einer Spielzeit von 3 x 15 Minuten. Einen olympischen Rekord, der heute noch besteht und vermutlich für die Ewigkeit zementiert ist, stellte der canadische Linksaußen Harry Watson auf. Er schoss gegen die Tschechen elf Tore, gegen die Schweden sechs, gegen die Schweiz, wo es nach dem ersten Drittel schon 18:0 stand, schoss Watson 13 Treffer. Gegen England und die USA kam er auf je drei Tore und stellte einen Rekord mit 36 Treffern bei einem Olympiaturnier auf. Der am 14.7.1898 geborene Wunderstürmer spielte auch ein Jahr bei den Montreal Canadiens, ehe er dann als Spielertrainer nach Europa ging.

Ein beschwerlicher Weg zum Erfolg war das Olympiaturnier 1928 in St. Moritz. Wieder ging die Goldmedaille an Canada-Amateure, die Toronto Varsity Grads. Deutschland war erstmals dabei, schied aber nach einem 0:0 gegen Österreich und einem 0:1 gegen die Schweiz aus. Das Natureis in St. Moritz litt unter der Frühlingssonne und schmolz immer mehr dahin. Bald wurden Stellen an denen der Sanduntergrund durchkam, mit Orangenschalen markiert. Oft blieb der Puck im Wasser stecken und eine Orangenschale landete im Tor. Es war schon große Schlittschuhkunst und Pucksicherheit nötig, um erfolgreich zu sein.

Canada gewann Gold vor Schweden und dem an solches Eis gewöhnten Gastgeber Schweiz. Die nächste olympische Sternstunde fand dann vier Jahre später – diesmal mit deutschem Erfolg  - statt.  Horst Eckert

Vor 71 Jahren in Lake Placid: Eine Bronzemedaille für 2000 Mark

 Vor 71 Jahren bei den Olympischen Winterspielen im amerikanischen  Lake Placid gewannen zehn deutsche Eishockeycracks sensationell die Bronzemedaille. Es war die erste olympische Medaille in der deutschen Eishockeygeschichte. Verglichen mit den heutigen Gegebenheiten war das Ding vor 70 Jahren ein Abenteuer. Von den zu Olympia eingeladenen Spielern mussten die meisten absagen, weil der Eigenanteil für sie zu hoch war. Einen Eigenanteil musste man erbringen, denn der deutsche Verband stellte für die ganze Mannschaft nur 2 000 Mark zur Verfügung.

Es war die Zeit der Weltwirtschaftskrise und die Verbände hatten Finanznöte. Als Teamchef und Manager hatte man den Berliner Hermann „Männe“ Kleeberg benannt. Er kam aus der Vorstandschaft des Berliner Schlittschuhclubs und war amtierender Vizepräsident des Weltverbandes LIHG (heute IIHF). Er war als Aktiver Eisschnellauf-Weltrekordmann und eine Organisationsgenie. Männe Kleeberg, Jahrgang 1876,

brachte gerade mal zehn Mann zusammen, die das Abenteuer Olympia starteten.

Wohl wissend, dass der Geldbetrag der da war, nur für die Schiffsreise nach USA reichte. Rückreise und Aufenthaltskosten mussten in Freundschaftsspielen im Großraum New York, auch während des Olympiaturniers, eingespielt werden.

Da neben USA und Kanada nur noch Deutschland und Polen das Geld für ein Eishockeyteam aufbrachten, war genug Zeit für solche Spiele vorhanden. Aber dann passierte es. Beim Freundschaftsspiel in New York, das die Reisekosten nach Lake Placid einbringen sollte, brach sich der einzige Torhüter den man dabei hatte, Walter Leinweber (Füssen) das Nasenbein ! Er spielte alle Matches weiter und was so ein Held dieses Abenteuers. Männe Kleeberg konzentrierte das Team auf die beiden Doppelrundenspiele gegen Polen, da man gegen die Gastgeber und gegen Kanada kein Chance hatte.

Publikum brüllte Schiedsrichter vom Eis

Gegen Kanada, den späteren Goldmedaillengewinner, endeten die Spiele 1:4 und 0:5. Gegen die Amerikaner gab es mit 0:7 und 0:8 zwei böse Schlappen, aber auch ein unvergessenes Erlebnis. Die amerikanischen Zuschauer in Lake Placid brüllten im Match ihrer eigenen Mannschaft gegen Deutschland den Schiedsrichter vom Eis, weil er offensichtlich die Boys aus Germany benachteiligte. Die Organisatoren gaben nach und schickten einen Ersatzmann ins Spiel. „Das ist ein Publikum, das eine Goldmedaille verdient hätte,“ lobte  Männe Kleeberg die Fans auf den Rängen.

Gegen Polen gab es mit 2:1 und 4:1 zwei Siege, die dem deutschen Team die Bronzemedaille brachte. Dazwischen hatte man sich in mehreren Freundschaftsspielen die Rückreise in die Heimat verdient. Das waren schwere Spiele, denn die Amis im Raum New York spielten auf kleinen Eisbahnen richtiges Holzfällereishockey. Spötter meinten später, dass gegen Polen jeder gewonnen hätte. Dazu Torhüter Walter Leinweber:“ Wir waren immerhin Europameister und Vizeweltmeister 1930, was wir dann 1934 noch einmal wiederholten. Wir hätten auch gegen andere Mannschaften aus Europa gewonnen, wenn die dabei gewesen wären.“

Und das waren die Helden von 1932:

Torhüter Walter Leinweber (EV Füssen); Verteidiger  Alfred Heinrich (SC Brandenburg), Erich Römer (Berliner SC);
1. Sturm: Werner Korff, Gustav Jaenecke, Rudi Ball (alle Berliner SC),
2. Sturm: Marquard Slevogt, Dr. Georg Strobel, Martin Schröttle (alle SC Riessersee), Erich Herker (Berliner SC).
Die Torschützen waren: Rudi Ball 3, Erich Herker, Gustav Jaenecke, Martin Schröttle, Dr. Georg Strobel.

Die Schlusstabelle Olympia 1932:

1932 Lake Placid (4. - 13.2.)
CAN - GER 4:1/5:0
CAN - USA 2:1/2:2
CAN - POL 9:0/10:0
USA - GER 8:0/7:0
USA - POL 4:1/5:0
GER - POL 2:1/ 4:1

 

Rang /WM
Nation
Tore
Punkte
1
Kanada
32:4
11:1
2
USA
27:5
9:3
3
Deutschland
7:26
4:8
4
Polen
3:34
0:12

Horst Eckert

 

http://www.arizona-reisefuehrer.de/

GO WEST ARIZONA 

Der Verfasser

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Autor Hans-Ulrich Esken ist Berufsrichter, war Mitglied des DEB-Spielgerichtes und ist jetzt DEB-Präsident.

 

 

Hans Ulrich Esken, stellvertretender Vorsitzender beim DEB-Spielgericht und im Hauptberuf Richter aus Schwerte, ist auch in einem ganz anderen Sektor heimisch. Hans-Ulrich Esken informiert in seinem Reisehandbuch GO WEST ARIZONA auf 248 Seiten für individuell Reisende:

Eishockeyfan mit 101 Jahren

Oma "Hemcke", Jahrgang 1899, ist wohl Deutschlands ältester aktiver weiblicher Eishockeyfan. Ihr richtiger Name ist eigentlich Hedwig Brendel, aber der ist in der oberbergischen Eishockeyszene weniger bekannt. Seit ihre beiden Enkel Axel und Jan-Holger Hemcke beim TuS Wiehl (nahe Gummersbach) als Bambini mit dem Eishockeysport begannen, nennt man hier die freundliche, stille alte Dame eben einfach nur Oma "Hemcke". Erst im Alter von 76 Jahren, nach einer 40-jährigen "Sportkarriere" als Hobbykeglerin, entdeckte Oma Hemcke Ihr Herz fürs Eishockey, eben der Enkel wegen. Mittlerweile ist sie seit 25 Jahren "dabei" und besucht immer dann die sonntäglichen Heimspiele der NRW-Landesligamannschaft des TuS
Wiehl, wenn einer der Enkel mit aufläuft. Begleitet wird Oma Hemcke schon seit einigen Jahren von Tochter Hannelore, mit der sie die Wohnung teilt, die nur um die Ecke herum an der Wiehler Eissporthalle liegt. Als Enkel Axel zeitweise bei den Amateuren des Kölner Eishockey Clubs spielte, kutschierte Oma "Hemcke" mit Tochter Hannelore treu und brav auch zu den Heimspielen des Enkels ins fünfzig Kilometer entfernte Kölner Eisstadion an der Lentstrasse. Die obligatorische Frage an Oma Hemcke nach dem Rezept für ihr hohes Alter, beantwortet die rüstige alte Dame spitzbübisch: "Ich trinke eben jeden Vormittag ein kleines "Schnäpschen". Die Ausnahme sind dabei allerdings die Heimspielbesuche in der Eishalle. Dann genehmigt sich Oma Hemcke in der ersten Drittelpause ein weiteres Schnäpsen, der Aufregung wegen. -lt-

Pechstein-Goldtrainer war ein Eishockeystar 

Claudia Pechstein, die erfolgreichste Olympia-Eisschnellläuferin aller Zeiten, wird von einem ehemaligen Eishockeystar trainiert.

Duisburg/Augsburg im März 2002 - Joachim Franke, der 2001 zum erfolgreichsten Schnelllauftrainer gewählt wurde, nahm selbst an sechs Eishockey- Weltmeisterschaften teil und gewann 1966 mit der DDR die Europameisterschafts-Bronzemedaille. Er bestritt 127 Länderspiele für die damalige DDR und gehörte zu den besten Spielern seines Landes. Von 1969 bis 1972 war er Trainer des DDR-Eishockeymeisters Dynamo Weißwasser. In dieser Zeit holte sein Team vier Titel in Serie!

1973 begann dann seine Karriere als Eisschnelllauftrainer. Seine Schützlinge, mit Claudia Pechstein an der Spitze, holten bei Olympischen Spielen  16 Medaillen, darunter acht Mal Gold. 39 Medaillen holten die Franke-Schützlinge bei Weltmeisterschaften darunter 17 aus Gold! 16 Mal gewannen die Stars auf den langen Kufen, von Joachim Franke gecoacht, den Weltcup in ihrer Disziplin.
Nächstes Jahr (2003) feiert dieser geniale Eislauflehrer  sein 30-jähriges Jubiläum als Schnelllauftrainer. -eck/haje-

Bayerische Gedanken zur Nationalmannschaft...
...von Tina und Doris

Da es am nächsten Tag ein Volleyball - Turnier gab, entschlossen sich einige Jungs noch nachts heimlich zu üben um sich nicht am nächsten Tag vollkommen zu blamieren. Es war eine Sternklare Nacht und VollMONDT. Von einer Wolke aus sahen ihnen ein paar Engel zu und erbarmten sich schließlich mit ihnen zu spielen, da es mehr als erbärmlich war diesen Treiben zusehen zu müssen. Verdattert sahen die Jungs zum Himmel und sahen zu, wie sich die Engel KÜN von AST zu Ast hangelten und schließlich die ihnen ankamen! Vorher schrien sie ihnen noch hoch:“ ENGEL, BRECHT euch bei nichts!“ Ein anderer murmelte: “Ach du SELIGER, die kommen wirklich zu uns und wollen uns helfen!“ Als sie schließlich alle unten versammelt standen fragten die Engel:“ Jungs, was macht ihr nur für ZACHen? Ist bei euch schon noch alles in LOTH?“

Erstaunt sahen sich die Jungs an und einer sagte noch „DO LAKst di´nieder“ und beKREUTZigtE sich. Die Engel sahen auf die Füße der Jungs und meinten nur noch:“ Schnürt euch erst mal die BENDA von euren Schuhen zu und dann REICHELts uns den Ball!“ Weiterhin, nach einer kurzen Betrachtung befahlen die Engel: Tuts euch noch eure Füße ABSTREIfen und lasst uns mit dem Training beginnen!“

Die Engel sahen sich jeden einzelnen der Jungs an und als einer sich drücken wollte, schrien sie:“ Auch du, du GOCkel!“ Darauf erwiderte der gemeinte :“ Seid’s ned so BOOShaft!“ Ein sehr MOLLINGer Typ bemerkte, da er ganz fertig war:“ SERI, KOWst du mir was gutes zum Essen?“ Darauf meinte ein anderer, der sich auch verdrücken wollte:“ Das CONT I auch machen!“

 

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