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Hockeyweb.de Meldungen der 2.Bundesliga Januar 2001

 

Ganz sicher: Bad Nauheim spielt am Wochenende

Bad Nauheim, 31. Januar - Teil II Bad Nauheim/Duisburg, 31. Januar (18:30 Uhr) Spielbetrieb bei den "Roten Teufel" läuft weiter Am kommenden Wochenende wird der EC Bad Nauheim auf jeden Fall die anstehenden Meisterschaftspartien in der 2. Bundesliga absolvieren. Zu diesem Ergebnis kamen heute im ersten Sondierungsgespräch der Insolvenzverwalter und der Vorstandssprecher des Zweitligisten aus der Wetterau. Eine endgültige Entscheidung über die weitere Zukunft des in finanzielle Nöte geratenen Bundesligisten wird es frühestens Mitte nächster Woche geben. Der Eindruck nach dem ersten "Sichtungsgespräch"in Hinsicht auf die nahe Zukunft war durchaus positiv.

Mares und Vasicek bleiben in Freiburg

Freiburg, 31. Januar Der EHC Freiburg hat die Verträge mit zwei jungen Spielern verlängert, die zu Leistungsträgern der Freiburger Mannschaft werden könnten: Michael Vasicek und Petr Mares (beide 21 Jahre alt) werden für zwei weitere Jahre in Freiburg spielen. Mares konnte in 32 Spielen bislang 12 Treffer erzielen und ist zu einem festen Bestandteil der Offensive gewachsen. Kaum anders sieht es bei Vasicek aus. Immerhin dreizehn Scorerpunkte stehen in dieser Spielzeit schon auf der Habenseite des Abwehrspielers.

Rote Teufel: Insolvenzverwalter wurde bestellt - Prüfungen laufen an

Bad Nauheim, 31. Januar Insolvenzantrag des EC Bad Nauheim: Ein solcher Antrag ist nicht gleichbedeutend mit der Einstellung des Spielbetriebes. Nach Antragstellung wurde heute vom Amtsgericht der Fachanwalt Dr. Bernsau (Frankfurt) als Insolvenzverwalter eingesetzt. Dieser Insolvenzverwalter wird nach Prüfung alle Unterlagen entscheiden, ob ein Insolvenzverfahren überhaupt eröffnet oder abgelehnt wird. Es kann durchaus sein, dass - um eventuelle Folgeschäden zu vermeiden - der Insolvenzverwalter den Spielbetrieb sogar aufrecht halten muss. Von einer sofortigen Einstellung des Spielbetriebs kann derzeit nicht gesprochen werden. Am nachmittag führen Insolvenzverwalter und EC-Chef Peter Weissermel das erste Gespräch.

Verletzungssorgen in Wilhelmshaven

Wilhelmshaven, 30. Januar Verletzte Spieler hatte der neue ECW-Coach Sergej Jaschin am Wochenende reichlich zu beklagen. Neben Torhüter Robert Schistad (Leiste) mussten auch Vadim Finko (Knieverletzung aus dem Bremerhaven-Spiel) und Vitalij Janke (Rücken) passen. Vitali Aab ist angeschlagen in die Partie gegen Bietigheim gegangen, spielte allerdings durch. Die medizinische Abteilung wird alles daran setzen, alle vier für Freitag wieder voll einsatzfähig zu bekommen. Neue Wege gehen die Mannen um Kapitän Jürgen Schaal, der am Montag seinen Geburtstag feierte, auch in der Regeneration. So ist ab sofort vorgesehen, regelmäßig in die Kältekammer der Wilhelmshavener Rehaklinik zu gehen, damit unter anderem Verletzungen schneller heilen. Mit Markus Meier kommt in dieser Woche ein junger Torhüter nach Wilhelmshaven, der ein Probetraining absolvieren wird. Der 23jährige Tölzer spielte in der vergangenen Saison bei den Mannheimern Jungadlern und zuletzt bei den Schalker Haien.

Aus und vorbei? EC Bad Nauheim stellt Konkursantrag

Bad Nauheim, 30. Januar Die Entscheidung ist gefallen. Um sich nicht strafbar zu machen, hat der Vorstand des EC Bad Nauheim am frühen Nachmittag beim Amtsgericht in Friedberg einen Insolvenzantrag gestellt. Die vorgelegten Zahlen des Frankfurter Steuerberaters ließen dem Vorstand jetzt keine andere Möglichkeit mehr. Das bedeutet, der Vorstand ist ab sofort nicht mehr handlungsbevollmächtigt, ein Konkursverwalter, der die Geschicke des Vereines lenken kann, wird morgen bestellt. Da das Arbeitsamt den Spielern das Konkursausfallgeld bezahlen wird und mit weiteren Zuschauereinnahmen zu rechnen ist, gehen Insider davon aus, dass der Spielbetrieb bis zum Saisonende fortgesetzt werden wird. Damit erleidet der EC Bad Nauheim das gleiche Schicksal wie vor 10 Jahren, schon damals ging ein Nauheimer Verein in Konkurs, die Jugendabteilung spielt noch heute mit dem Zusatz i.K.. Unterdessen scheint der Weggang von Dino Felicetti beschlossene Sache. Entweder wechselt der italienische Nationalspieler zum HC Fassa oder folgt Marc West nach Biel. (MiHei)

Bittere Niederlage für die "Füchse" gegen Bremerhaven

Bremerhaven, 30. Januar Die Niederlage gegen den Konkurrenten von der anderen Seite der Jade spukte den "Pinguinen" noch immer in den Köpfen, als man am frühen Sonntag die Reise in die Oberlausitz antrat. Nach der Verletzung von Cory Holden musste Trainer Bartman auf zwei Stammverteidiger verzichten, da auch Schubert noch immer an seiner Schulterverletzung laboriert. Motiviert und von einer prächtigen Kulisse angetrieben entwickelten die Hausherren zu Beginn der Partie einen immensen Druck auf das von Suvelo gehütete Tor. Wie aus heiterem Himmel plötzlich eine Riesenchance für Kraft, doch ihm versprang die Scheibe und quasi im Gegenzug gelang Hanisch von der blauen Linie der Treffer zum verdienten 1:0 für die "Füchse". Es schien auch weiterhin alles nach Plan zu laufen. Die Lausitzer waren zu diesem Zeitpunkt die klar tonangebende Mannschaft. Die größte Chance zu einem weiteren Treffer hatte Kulabuchov in der 9. Minute, als er nach einem Querpass von Svintsitski die Scheibe nicht im Tor des REV unterbringen konnte. Ab Mitte des ersten Drittel fanden die Seestädter dann immer besser ins Spiel. In der 18. Minute leitete Stephan Kraft die Wende ein. Auf Vorlage seiner "Linesmen" Kasperczyk und Pysz hämmerte er den Puck für Itämies unhaltbar zum 1:1 in die Maschen. Nur Sekunden später wäre fast auch noch Pysz erfolgreich gewesen, doch der Finne zwischen den Pfosten des Fuchsbaus konnte zunächst Schlimmeres verhindern. Machtlos war er aber in der 20. Minute, als Streu eine tolle Schnobrich-Fafard-Kombination zum Führungstreffer abschloss. Im Mittelabschnitt blieben die Gäste von der Unterweser zunächst die spielbestimmende Mannschaft und durften sich folgerichtig in der 22. Minute auch über das 3:1 durch Travnicek freuen. Dann aber gab es einige brenzlige Situationen zu überstehen. Die Abwehr der "Pinguine" agierte zu offensiv und rückte immer wieder zu weit vor das Tor der Hausherren auf. Die Folge waren Breakchancen von Fuchs, Svitsitski und Arendt, die Marko Suvelo aber durch bereinigen konnte. Nach so viel Glück hatte der REV dann aber in der 35. Minute Pech. Nach einer zweifelhaften Strafe des sonst sehr gut leitenden HSR Rademaker gegen Fendt erzielte Kulabuchov in der 36. Minute den Anschlusstreffer. Nachdem in der 43. Minute die Abwehr erneut zu offensiv stand, konnte Bartell auf Vorlage von Schwabe den frenetisch gefeierten Ausgleichstreffer markieren. Das Spiel schien nun zu kippen und der REV hatte bange Minuten zu überstehen. Tragisch aus Sicht der "Füchse", als in der 50. Minute bei eigener Überzahl Svitsitsky Dzikowski bediente und der nach einem Alleingang das 3:4 aus Sicht der Weisswasseraner markierte. Nun herrschte Ausnahmezustand auf der Spielerbank des ESW. In der 57. Minute nahm Oberfuchs Weissgerber eine Auszeit und versuchte nach einer Strafe gegen Travnicek in 6:4 Überzahl und ohne Torhüter Itämies das Ruder doch noch einmal herumzureißen. Die Bemühungen der Gastgeber blieben aber ohne Erfolg. Exakt eine Sekunde vor dem offiziellen Ende setzte ein von Becker abgefeuerter Schuß den Schlusspunkt einer spannenden und zum Teil hochdramatischen Partie. Bereits am kommenden Freitag sollen nun die Garmischer die Auswärtsstärke des REV Bremerhaven zu spüren bekommen. Tore: 1:0 (7.M.) Hanusch, Schwabe, Mieszowski, 1:1 (18.M.) Kraft, Pysz, Kasperczyk 1:2 (20.M.) Streu, Fafard, Schnobrich, 1:3 (22.M.) Travnicek, Kaspercyk, Tribuncovs, 2:3 (36.M.) Kulabuchov, Mieszkowski, Arendt 3:3 (43.M.) Bartell, Schwabe, Pohling 3:4 (50.M.) Dzikowski, Suvelo 3:5 (60.M.) Becker, Suvelo Strafen: Bremerhaven: 16 Weisswasser: 6 Zuschauer: 2100 Schiedsrichter: HSR Rademaker (Krefeld)

Entscheidung auf Dienstag vertagt

Bad Nauheim, 29. Januar Die Verantwortlichen des EC Bad Nauheim wollen erst am Dienstag bekanntgeben, ob Konkursantrag gestellt werden muß oder nicht. Bis 12:00 Uhr am Dienstag mittag soll der Frankfurter Steuerberater der Roten Teufel die letzten Zahlen zusammengestellt haben, dann werden die Vereinsmacher das weitere Vorgehen planen. Ein Gang zum Konkursrichter scheint aber unausweichlich zu sein, wenn auch die letzten Hoffnungen noch keimen. Wahrscheinlich wird die Öffentlichkeit erst am späten Nachmittag von den Entscheidungen der Nauheimer informiert werden. (MiHei)

Jade-Haie schlagen die "Steelers" mit 9:7

Wilhelmshaven, 29. Januar Zu seiner Heimpremiere musste Coach Sergej Jaschin auf die verletzten Verteidiger Vadim Finko (Knie) und Vitali Janke (Rücken) sowie Goalie Rob Schistad (Leiste) verzichten. Die Haie waren in der gesamten Begegnung eigentlich überlegen, doch die "Steelers" verstanden es irgendwie, immer dranzubleiben und die Spannung hoch zu halten. Von Beginn an entwickelte sich ein Eishockeyspiel wie es sich Zuschauer wünschen, welches den Trainern aber immer wieder Sorgen- und Zornesfalten auf die Stirn treibt. Beide Keeper konnten sich über mangelnde Beschäftigung nicht beklagen. Alex Pürschel machte seine Sache trotz der sieben Gegentore gut. Sein Gegenüber, der finnische Neuzugang der Steelers Ari Kumpala, hatte im dritten Spiel für seinen Klub auch nicht mit neun Gegentreffern gerechnet. Auf beiden Seiten wurde publikumswirksames Eishockey gespielt, darüber wurde aber auch ein ums andere Mal die Defensive vergessen. Vier zu vier stand es nach zwei Dritteln. Im letzten Abschnitt setzten beide Teams auf Offensive. Ausschlaggebend für den dann am Ende noch klaren Erfolg waren viele Strafzeiten gegen die oftmals undiszipliniert agierenden Steelers. Vier Tore erzielten die Haie in Überzahl. Ein weiteres Highlight war das 5:4 durch Viktor Karachun in Unterzahl, mustergültig vorbereitet durch Edi Lewandowski. Der weißrussische Nationalspieler ließ noch drei weitere Treffer folgen. Sein Treffer ins leere Tor brachte dann die endgültige Entscheidung zu Gunsten der Jadehaie. Da Lokalkonkurrent Bremerhaven den ES Weißwasser mit 5:3 bezwang, haben die Jade-Haie durch das Fünf-Punkte-Wochenende wieder Boden im Kampf um die Play-off-Plätze gut gemacht. Ein Einstand nach Maß für den neuen Trainer Sergej Jaschin. Statistik: Endstand: 9:7 (3:2/1:2/5:3) Torfolge: 1:0 (9.) Herbst, 1:1 (11.) Teeple, 2:1 (12.) Lewandowski, 2:2 (14.) Stärk, 3:2 (18.) Jun, 4:2 (28.) Buril, 4:3 (32.) Hannon, 4:4 (40.) Fedorchuk, 5:4 (48.) Karachun, 5:5 (50.) Teeple, 6:5 (53.) Karachun, 7:5 (54.) Karachun, 8:5 (56.) Jun, 8:6 (57.) Teeple, 8:7 (59.) Barta, 9:7 (60.) Karachun Zuschauer: 1300 Strafzeiten: ECW: 12; Bietigheim: 24 + 10 Disziplinarstrafe für Barta Hauptschiedsrichter: Dahle (Berlin)

Spitzenreiter Ingolstadt rutscht in Erding aus

Erding, 28. Januar Einmal mehr haben die Erding Jets vor 1700 Zuschauern im heimischen Eisstadion bewiesen, dass sie für eine Überraschung gut sind. Mit 3:1 überraschten sie auch den Spitzenreiter ERC Ingolstadt. Dabei musste Erding auf ihren Top-Verteidiger Patrick Köppchen verzichten, der in der DEL ein Gastspiel gab. Kurz vor Ende des ersten Drittels erzielte Kapitän Clayton Young in Überzahl den einzigen Treffer der Gäste, die sich bereits bis dahin schwer mit den Weißbierstädtern taten. Im zweiten Drittel schloss Günther Oswald (24.) in Überzahl einen Konter zum Ausgleich ab. Ingolstadt hatte im Penaltykilling zu offensiv agiert und wurde dafür prompt bestraft. Der kampfstarke Ex-Landshuter Stephan Retzer (29.) war es, der seine Farben mit 2:1 auf die Siegerstrasse brachte. Erding glänzte mit einer überzeugenden Kampfkraft und schaffte es so, die Bemühungen des Tabellenführers unter Kontrolle zu bringen. Ein abgefälschter Schuss von Verteidiger Robert Steinmann fand im letzen Drittel den Weg zum 3:1 in das Gehäuse von Mario Brunetta (42.). Ingolstadt reagierte darauf mit wütenden Angriffen, fand in TSV-Goalie Steffen Karg, zurecht zum besten Spieler gewählt, allerdings an diesem Abend seinen Meister. Während sich Erich Kühnhackl über einen weiteren Coup seines German Teams freute ("Meine Mannschaft hat heute am Maximum gespielt"), erkannte sein Gegenüber Jim Boni den Sieg des Schlusslichts neidlos an. (fc)

Oleg Znarok schiesst HEC zum Sieg gegen Straubing

Heilbronn, 28. Januar Der Heilbronner EC konnte den zweiten Tabellenplatz mit einem knappen 3:2-Sieg gegen den Aufsteiger EHC Straubing erfolgreich verteidigen. Allerdings verlangten die Niederbayern vor allem im ersten Drittel, das sie mit 1:0 gewannen, den Falken einiges ab und konnten die Partie im letzten Drittel noch einmal spannend machen. Die Gästeabwehr stand gut, so dass von Beginn auch Straubing aus der gesicherten Defensive heraus zu Tormöglichkeiten kam. Eine davon verwertete Kapitän Georg Franz in der elften Minuten in Überzahl zum 1:0. Diese knappe Führung war nach dem ersten Abschnitt nicht unverdient. Danach gab der HEC deutlich mehr Gas und Oleg Znarok brachte mit zwei Treffern (26./32.) die Partie zum Kippen. Nun hatten die Hausherren ihren Gegner im Griff und Dominic Lonscher zu tun, um einen höheren Rückstand zu verhindern. Aber in der 46. Minute war auch er machtlos. Oleg Znarok stellte mit seinem dritten Treffer des Abends auf 3:1. Zehn Minuten vor dem Ende machte es Straubings Kanadier Kevin Hoosteen mit dem Anschlusstreffer noch einmal spannend. Die Zuschauer mussten bis zur letzten Sekunde um den Dreier zittern. Aber auch nach einer Auszeit und mit sechs Feldspielern schaffen die Tiger nicht mehr den Ausgleich und mussten wie so oft mit leeren Händen die Heimreise antreten. (fc)

Wölfe schlagen undisziplinierte Löwen

Freiburg 28. Januar In einem schnellem und guten Spiel besiegte der EHC Freiburg den EC Bad Tölz mit 8:5 und konnte damit seinen Playoff-Rang weiter stabilisieren. Schon in der dritten Minute konnte Oldie Vito Grossmann Freiburg in Führung bringen, doch das 1:1 kam postwendend durch Sven Valenti, dem Bruder der ehemaligen EHC-Stürmerin Maren Valenti. Der sehr starke Pritchard besorgte das 2:1 in Überzahl. Kurz nach Beginn des zweiten Drittels traf Christian Curth - von dem noch die Rede sein wird - zum 2:2. Das Spiel wogte nun mit hohem Tempo hin und her. Die Freiburger Treffer beantworteten die Tölzer umgehend mit Toren. So schaffte der Tölzer Torjäger Dubé nach dem 4:2 des EHC Topscorers das 4:3. Das gleiche Bild zeigte sich auch bis zur Mitte des letzten Drittels, wo den Gästen wiederum durch Curth sogar der Treffer zum 5:5-Ausgleich gelang. Doch Undiszipliniertheiten brachten den ECT auf die Verliererstraße. Hier fiel besonders Christian Curth auf, der den sehr gut aufgelegten Mares von hinten in die Bande checkte. Mares, der kurz zuvor das entscheidende 6:5 erzielt hatte, blieb glücklicherweise unverletzt. Gästetrainer Schlickenrieder ging mit Curth in der Pressekonferenz hart ins Gericht und bedauerte, dass der Transfermarkt geschlossen sei. Die gute Chancenverwertung des EHC in Überzahl, die durch Fouls der Bayern entstand, gab den Ausschlag für den Sieg. Dem Eishockey-WM-Maskottchen Spacy, das im Breisgau gastierte, wurde sehenswertes Eishockey geboten. EHC Freiburg - EC Bad Tölz 8:5 (2:1, 2:2, 4:2) Tore: 1:0 (2:16) Grossmann (Pritchard, Scerban) 1:1 (2:32) Valenti (Dubé) 2:1 (6:37) Pritchard (Scerban, 5/4) 2:2 (21:12) Curth (5/4) 3:2 (31:35) Vasicek (Mares, Daniel Del Monte, 5/4) 4:2 (34:36) Brezina (Scerban, Haas) 4:3 (39:38) Dubé (Valenti, Curth) 5:3 (45:09) Samendinger (Pritchard, 5/4)) 5:4 (45:26) Schröder (Polcar, Wieland) 5:5 (47:58) Curth (Proulx) 6:5 (51:58) Mares (Brezina, Dion Del Monte) 7:5 (56:16) Pritchard (Gignac, 5/4) 8:5 (59:19) Daniel Del Monte (Mares) Strafen: 10 - 24 + 10min (Curth - Check von hinten) Zuschauer: ca. 2200

Knapper Panther-Sieg im Schlager gegen Heilbronn

Ingolstadt, 27. Januar Der ERC Ingolstadt benötigte in einer temporeichen Begegnung die Verlängerung, um sich gegen Verfolger Heilbronn mit 3:2 zu behaupten. Am meisten dürfte sich über den Sieg Verteidiger Jürgen Simon gefreut haben, der nach einer längeren Verletzungpause wieder ins Geschehen eingriff. Mitten in die Anfangsoffensive der Hausherren hinein fiel das 1:0 für die Gäste durch Michael Hackert (5.). Aber bereits gut zwei Minuten später gelang Agostino Casale im Nachsetzen der Ausgleich. Im zweiten Drittel besorgte Patrick Vozar, nachdem seine Teamkollegen vorher mehrere Chancen ungenutzt passieren liessen, die Führung für Ingolstadt. Zur Spielmitte versagte der Schiedsrichter einem weiteren Panthertor die Anerkennung. Im Schlussabschnitt nutzte Ravil Khaidarov eine Unachtsamkeit eiskalt zum 2:2. Somit wurde eine Verlängerung erforderlich. Diese beendete der groß aufspielende Sam Groleau bereits nach 48 Sekunden mit dem 3:2-Siegtreffer. HEC-Coach Ladislav Svozil hatte vergeblich auf ein Penaltyschiessen spekuliert, um dem Spitzenreiter den Zusatzpunkt abzuluchsen. Ingolstadt tritt am morgigen Sonntag beim Schlusslicht TSV Erding an. Mit dabei ist dann wieder der zuletzt wegen einer Matchstrafe gesperrte Rod Aldoff. (fc)

Jets und Barons wollen kooperieren

Erding, 27. Januar Die Erding Jets und die München Barons wollen in der kommenden Saison offenbar zusammenarbeiten. Angeblich hat es schon erste Gespräche zwischen Münchens Manager Max Fedra und Erdings Coach Erich Kühnhackl gegeben. Details wurden allerdings nicht bekannt. Ob die Barons neben den Erding Jets auch ihre Kooperation mit dem EV Landshut aufrechterhalten werden, ist ebenfalls unklar. (MiHei)

Nauheim droht Gang zum Konkursrichter - Felicetti verschiebt Abreise

Bad Nauheim, 27. Januar Dem EC Bad Nauheim steht mal wieder das Wasser bis zum Hals. Am Montag werden den Vereinsverantwortlichen der Roten Teufel die neuen Zahlen des Steuerberaters über die aktuelle Situation im Verein bekommen und dann nach hockeyweb.de-Informationen den Gang zum Konkursrichter antreten müssen. Es wird allerdings erwartet, dass der Spielbetrieb auch von einem möglichen Konkursverwalter aufrecht erhalten wird. Unterdessen hat Stürmer Dino Felicetti seinen Abflug nach Kanada verschoben. Der EC Bad Nauheim soll dem italienischen Nationalspieler noch insgesamt 50.000 Mark an Gehalt schulden. Da Felicetti erwartet, nach seiner Abreise gar kein Geld mehr zu bekommen, hat er seine Abreise auf unbestimmte Zeit verschoben. Ob und wann er noch einmal für die Roten Teufel aufläuft, ist unklar. Stürmer Marc West wird übrigens ein Wechsel zum Schweizer Nationalliga B-Club aus Biel nachgesagt. (MiHei)

SC Riessersee legt Protest ein

Garmisch-Partenkirchen, 27. Januar Der SC Riessersee legt gegen die Wertung des Spiels beim SC Bietigheim-Bissingen, das mit 3:4 verloren ging, Protest ein. Beim Spielstand von 3:2 für die Garmischer hatte es der finnische Hauptschiedsrichter versäumt, bei einem Schuss gegen die Maske von Samuli Peltosara abzupfeifen. Augenblicke später erzielte Fedorchuk den Ausgleich am irritierten Peltosara vorbei. "Das war eine eindeutig falsche Regelauslegung", sagt der SCR-Vorsitzende Josef-Siegfried Haider zu der Szene. Offensichtlich war der Referee mit der deutschen Handhabung einer solchen Spielsituation nicht vertraut und erkannte den Treffer an, nachdem er das Spiel nicht unterbrochen hatte. Auch der 4:3-Siegtreffer der Steelers war umstritten. Hier überzeugte erst der Linesman den Hauptschiedsrichter nach einem Schuss von Craig Teeple (54.) davon, dass die Scheibe hinter der Linie war. Mit dieser Tatsachenentscheidung findet man sich aber auch im Lager des SC Riessersee ab: "Das ist kein Thema", sagt Haider, der sich über die fragwürdigen Entscheidungen mit Trainer Peter Kathan unterhalten hat, und dem Erfolg des Protests optimistisch entgegenblickt: "Darüber sollte es keine Diskussion geben." Mit einer Neuansetzung der Partie würden die Chancen des SC Riessersee auf den vierten Tabellenplatz wieder steigen. (fc)

Jadehaie punkten an der Unterweser

Bremerhaven, 27. Januar Nach drei Niederlagen in Serie gegen den REV Bremerhaven wollten die Jadehaie am Freitag unbedingt mit einem Erfolgserlebnis auf die andere Seite der Weser zurückreisen. Nach einer turbulenten Woche stand Sergej Jaschin zum ersten Mal als Verantwortlicher an der Bande des EC Wilhelmshaven. Auch "Neu"-Sportwart Dietmar Belz gab seinen Einstand an der Unterweser. Dass es am Ende ein Einstand nach Maß wurde, lag vor allen Dingen an der sehr guten Leistung des Teams vom Jadebusen. Von Beginn an zeigten die "Haie", dass man nicht gewillt war, eine erneute Niederlage in Kauf zu nehmen. Folglich waren die Gäste zu Beginn des ersten Drittels auch das klar dominierende Team im restlos ausverkauften Stadion am Wilhelm Kaisen Platz. Druckvoll das Spiel nach vorne und keinem Zweikampf aus dem Weg gehend, erkämpften sich die "Schlicktowner" ein klares optisches Übergewicht. In der 5. Minute konnte Buril von der blauen Linie mit einem Schlagschuß das 1:0 für die Gäste markieren. Karatchun und ein sehr guter Isayev hatten aufgelegt. Zwar fand der REV ab der 10. Minute immer besser ins Spiel, doch Zählbares sprang dabei nicht heraus. Im Mittelabschnitt begann man auf Seiten der Hausherren zunächst in Unterzahl, doch die Gäste konnten sich diesen Vorteil nicht zu Nutze machen. In der 22. Minute gelang der Truppe von Altstar Jaschin dann jedoch mit dem 2:0 ein wahres Bilderbuchtor. Nach einem Querpass von Herbst konnte Isayev völlig frei am langen Pfosten stehend das 2:0 für seine Farben markieren. Nun schien auch der REV den Ernst der Stunde erkannt zu haben. Nach einem Zuckerpass von Streu war Tim Schnobrich zur Stelle und konnte in der 24. Minute den Anschlusstreffer markieren. Als in der 31. Minute Smith auf Vorlage von Dzikowski nachlegte, schien sich das Blatt zu wenden. Doch abermals fightete der ECW zurück. Daniel Jun blieb es vorbehalten, auf Zuspiel von Isayev in der 35. Minute die erneute Führung zu markieren. Im Schlussabschnitt waren die "Pinguine" die klar spielbestimmende Mannschaft, mussten jedoch bis zur 51. Minute warten, ehe das "Polen-Duo" Kasperczyk und Pysz zum Ausgleich einsandte. Als sich die Zuschauer bereits auf die Verlängerung vorbereiteten war es Lewandowski, der in der 59. Minute die erneute Führung für den ECW erzielte. Die Entscheidung schien gefallen. Doch erneut kämpfte sich der REV zurück. Nachdem Torwart Suvelo seinen Arbeitsplatz zu Gunsten eines sechsten Feldspielers geräumt hatte, war es Jay Luknowski, der 22 Sekunden vor der Schlusssirene erneut den Ausgleich markieren konnte. In der folgenden Verlängerung gelang beiden Teams kein weiterer Treffer und so musste das "Penaltyschießen" über Sieg und Niederlage entscheiden. Nach neun erfolglosen Versuchen besiegelte Daniel Jun mit dem letzten Schuß den Erfolg der Gäste. Insgesamt gesehen muss der Sieg des EC Wilhelmshaven als verdient bezeichnet werden. Der REV ließ sein bisheriges Erfolgsrezept, das Körperspiel, in der Kabine und musste am Ende der Partie den Erfolg der Gäste neidlos anerkennen. Bereits am kommenden Sonntag sehen sich die Schützlinge von Trainer Jamie Bartman einer weiteren schweren Aufgabe ausgesetzt. In der Lausitz warten die "Füchse" des ES Weisswasser, die sich für die im ersten Spiel hingenommene Heimniederlage Wiedergutmachung vorgenommen haben. Tore: 0:1 (5.M.) Buril, Karatchun, Isayev, 0:2 (22.M.) Isayev, Herbst, Jun, 1:2 (24.M.) Schnobrich, Streu, Fendt, 2:2 (31.M.) Smith, Dzikowski, Fafard, 2:3 (35.M.) Jun, Isayev, 3:3 (51.M.) Kasperczyk, Pysz 3:4 (59.M.) Lewandowski, Blank, Karatchun, 4:4 (60.M.) Luknowsky, Schönfeld, 4:5 (60.M.) Jun Strafen: Bremerhaven: 12 Wilhelmshaven: 12 Zuschauer: 2050 ausverkauft Schiedsrichter: HSR Novaczyk (Duisburg)

Wölfe siegen in Bad Nauheim

Freiburg, 27. Januar Glück für den EHC Freiburg in Bad Nauheim: Nach einem völlig verschlafenen ersten Drittel, in dem die Wölfe die dezimierten Nauheimer (u.a. ohne Nordin, Felicetti, Malo) völlig unterschätzten, behielt der EHC am Ende doch noch das gute Ende für sich und siegte in der Kurstadt in der Verlängerung mit 4:3. Bedja Scerban gelang erst 47 Sekunden vor Schluss der 3:3-Ausgleichstreffer. Nach 35 Sekunden in der Verlängerung war es Chris Gignac, der dem EHC einen weiteren, wichtigen Auswärtspunkt bescherte. 1:0 (16.) 5-4 West 2:0 (20.) Decker 2:1 (24.) Daniel Del Monte 2:2 (44.) Mares 3:2 (52.) Appel 3:3 (60.) Scerban 3:4 (61.) Gignac Zuschauer: 850; Strafen: ECN 10, EHC 12 (www.ehcf.de)

Tiger lassen Chance gegen Füchse vorüberziehen

Straubing, 26. Januar Trotz der größeren Spielanteile hat es der EHC Straubing vor heimischem Publikum nicht verstanden, mit einem Sieg gegen den ES Weisswasser zu Platz acht aufzuschliessen. Stattdessen zogen die Niederbayern mit 2:3 nach Penaltyschiessen den Kürzeren. Straubing startete furios in die Partie und machte in den ersten zehn Minuten mächtig Druck. Das wurde in der 4. Minute sofort belohnt. Kapitän Georg Franz konnte nach einem schönen Zuspiel von Penzkofer mit einem Schuss durch die Beine von Iiro Itämies das 1:0 erzielen. Die Hintermannschaft der Tiger präsentierte sich dicht gestaffelt, so dass die Gäste nur gelegentlich Dominic Lonscher beschäftigten. Die Schüsse von Pohling (7.) und Fries (9.) brachten den EHC-Goalie, der ein ruhiges erstes Drittel verlebte, nicht in Verlegenheit. Danach verflachte die Partie zusehends. Lediglich auf beiden Strafbänken herrschte Betrieb. Kevin Hoogsteen konnte in der 18. Minute Itämies im Überzahl nicht überwinden. Zu Beginn des Mitteldrittels war der Finne gleich mit dem Schoner zur Stelle, als Trew vor ihm auftauchte. Nach einem Stockfoul an Kössl (23.) kassierte Andrej Fuchs eine Fünf-Minuten- plus Spieldauerdisziplinarstrafe. Just in dieser Phase, also mit einem Mann weniger auf dem Eis, kam der ESW zum Ausgleich. Vadim Kulabuchov überraschte Lonscher, der dabei keine gute Figur machte, mit einem Schlenzer von der blauen Linie. Das lähmte Straubing auch in der restlichen Zeit des Powerplays. In der 29. Minute war die Abwehr der Sachsen einen Augenblick nicht im Bilde und ein kurzer Pass von Hoogsteen auf Sicinski genügte. Der kanadische Goalgetter vollstreckte eiskalt zum 2:1. Fünf Minuten später liess Lonscher einen Schuss von Pogodin genau vor die Füsse von Boris Fuchs abprallen, der keine Mühe hatte, den neuerlichen Ausgleich herzustellen. Danach wurde das Spiel zunächst zerfahrener und ausgeglichener. Beide Teams taten sich schwer, zu einem geordneten Spielaufbau zu finden. So ging es mit dem 2:2 in das letzte Drittel. Die Gastgeber agierten nun wieder deutlich engagierter und zogen das Spiel an sich. Im einzigen Powerplay des Schlussabschnitts blieb Itämies bei einem satten Pacula-Schuss (47.) Sieger. Die Weissgerber-Truppe lauerte geschickt auf Konter und kam so durch Kulabuchov (48.) und Pohling (50.) auch zu Möglichkeiten. Anschliessend kämpfte Straubing aufopferungsvoll um den wichtigen "Dreier", konnte allerdings froh sein, dass Ronny Arendt ein über Kulabuchov vorgetragenes Break (54.) nicht erfolgreich abschloss. Auf der Gegenseite scheiterten Dimbat, Penzkofer nach schönem Pass von Franz und Sicinski vom Bully weg an Itämies. Eine Verlängerung wurde nötig. In diesen fünf Minuten spielte nur der EHC Straubing. Aber weder Kevin Hoogsteen (62.) aus halbrechter Position, noch Bill Trew (64.) brachten die Scheibe am souveränen ESW-Schlussmann vorbei. Somit musste das Penaltyschiessen die Entscheidung über den Zusatzpunkt bringen. Alexander Savitsky folgte als fünfter Schütze dem Beispiel von seinen Teamkollegen Kulabuchov und Boris Fuchs, nachdem bei Straubing Penzkofer und Trew getroffen hatten, und machte den 3:2-Auswärtssieg der Füchse perfekt. (fc)

Tiger gegen Füchse - Der Kampf um den "Strich"

Straubing/Weisswasser, 25. Januar Drei Mannschaften kämpfen in der zweiten Bundesliga um den achten Platz, der den Einzug in die PlayOffs bedeutet. Der ES Weisswasser hat derzeit die besten Karten, aber mit einem Sieg im direkten Duell am Freitag könnte der Tabellenzehnte EHC Straubing vor heimischem Publikum bis auf einen Punkt zu den Sachsen aufschließen. Entsprechend motiviert gibt man sich im Lager der Tiger. Von den letzten sechs Heimspielen konnten fünf gewonnen werden. Weit weniger gut läuft es auswärts. In Bad Tölz und Freiburg wusste die Mannschaft nicht an die konzentrierte Leistung vom 1:0-Sieg in Ingolstadt anzuschliessen. Allein schon deshalb kommt dem Duell mit den Füchsen eine besondere Bedeutung zu. Geht die Schlüsselpartie verloren, wird der dadurch entstehende Rückstand nur mehr schwer aufzuholen sein. Hinzu kommt, dass Weisswasser durch die Neuansetzung des Spiels gegen Freiburg noch eine zusätzliche Gelegenheit zum Punkten erhält. Allerdings legten hier die Wölfe Berufung gegen das Urteil des Spielgerichts ein. Die Weissgerber-Truppe gewann am letzten Wochenende zunächst gegen Wilhelmshaven, dem dritten Bewerber um den achten Rang, zuhause mit 3:1, musste dann allerdings in Bad Nauheim mit 6:7 Federn lassen. Unter der Woche traten sie im Sachsenpokal gegen Dresden (7:5) an. Ob das Auswirkungen auf die Kräfte der Truppe hat, wird sich im Eisstadion am Pulverturm zeigen. Mit elf Auswärtspünktchen ist der ES Weisswasser hinter Erding (3) und Straubing (7) die drittschwächste Auswärtsmannschaft der Liga. Für genug Spannung ist somit vor dem Duell Tiger gegen Füchse gesorgt. Während Weisswasser einen weiteren Schritt in Richtung PlayOffs machen kann, ist es für Aufsteiger Straubing bereits ein wegweisendes Spiel. (fc)

Belz ersetzt zurückgetretenen Sportwart Kluin

Wilhelmshaven, 25. Januar Der Beurlaubung von Trainer Anatoli Antipov folgte bei den Jadehaien der Rücktritt von Sportwart Torsten Kluin. Dieser entschied sich zu diesem Schritt, nachdem er die aktuelle Mannschaft maßgeblich mit zusammengestellt hatte. Die durch seinen Rücktritt entstandene Lücke wurde rasch geschlossen. Der stellvertretende Pressesprecher und Fanbeauftragte des ECW, Dietmar Belz, ist ab sofort kommisarisch mit der sportlichen Leitung beim Eishockey-Zweitligisten betraut. Bereits heute um 19.00 Uhr im Rahmen des Fanforums im Eislaufcenter in Wilhelmshaven, wird Belz den Fans seine Vorstellungen bekannt geben und sicherlich reichlich Fragen zu beantworten haben. Am Freitag in Bremerhaven wird er erstmals als Verantwortlicher hinter der Bande stehen.

Ingolstadt ab nächster Saison in der DEL?

Ingolstadt, 25. Januar Der ERC Ingolstadt hat ein klares Ziel: die Panther wollen in die DEL! Am besten schon nach der aktuellen Saison. "Es wurde uns vom DEB schriftlich bestätigt, dass es einen sportlichen Aufsteiger gibt", sagt Lutz Dreisbach, Geschäftsführer der Panther. Nachdem sich das mittlerweile in das Gegenteil umgekehrt hat, schliesst er auch den Rechtsweg nicht aus: "Eine Klage gegen den DEB ist denkbar." Sportlich deutet derzeit alles darauf hin, dass die Schanzer das Zeug für den Weg in die Eliteklasse haben, was zusätzlich die Erwartungshaltung der Anhänger an die Veranwortlichen schürt. Mit zehn Punkten Vorsprung führen sie klar die Tabelle der zweiten Bundesliga an und auch bei der Vertragsverlängerung mit Erfolgscoach Jim Boni um weitere vier Jahre wurden die Weichen in Richtung DEL gestellt. Durch den geplanten Stadionneubau sollen auch die Rahmenbedingungen für diesen Schritt mittelfristig verbessert werden. Dreisbach lobt vor allem die Unterstützung der Politik, die mittlerweile die Öffentlichkeitswirkung des Eishockeyteams erkannt hat. Anfang Februar entscheiden die Stadtoberen über die Vergabe des Bauprojekts mit einem Gesamtetat von rund 100 Millionen Mark. Neben dem Eisstadion ist auch noch ein Freizeitbad geplant. In rund zwei Jahren rechnet man mit der Fertigstellung der neuen Arena, die rund 5000 Zuschauer fassen soll. Bis dahin werden die Panther weiterhin im Stadion an der Jahnstraße ihre Gegner empfangen. Kritische Stimmen zu den DEL-Ambitionen seines Clubs lässt Dreisbach nicht gelten: "Zieht man den Vergleich mit dem Fußball, so ist hier Unterhaching zu nennen, wo der Sport unabhängig von der Größe der Stadt regiert. Das sollte im Eishockey auch wieder Einzug halten!" Spekulationen um einen Etat von rund sieben Millionen Mark, mit dem der ERC in der DEL antreten möchte, machen inzwischen die Runde. Das große Plus sieht Lutz Dreisbach, der selbst ein Werbeunternehmen betreibt, in der Struktur der Panther GmbH. Insgesamt existieren 21 Gesellschafter und neben ihm noch zwei weitere Geschäftsführer, die sich ehrenamtlich in den Dienst des Ingolstädter Eishockeys stellen. "Bei uns gibt es keinen, der Geld ausgibt, der nicht auch selbst mit seinem Geld beteiligt ist", erklärt er die Gründe, weshalb überlegt gewirtschaftet wird. Dadurch steht der Verein auf gesunden Beinen: "In Deutschland hat keiner vom ERC Ingolstadt noch Geld zu bekommen." Ohne diese Basis wäre es auch nicht möglich, an einen käuflichen Erwerb einer DEL-Lizenz zu denken. Ingolstadt ist bereit dazu, würde eine Preishascherei allerdings nicht mitmachen. Vielmehr fordert Dreisbach hier eine klare Regelung von DEB und DEL, die den rückziehenden Club verpflichtet, die Lizenz zunächst dem sportlichen Aufsteiger anzubieten und damit nicht auf den "freien Markt" zu gehen. In der Donaustadt glaubt man nicht mehr an einen sportlichen Auf- und Abstieg zwischen der DEL und der zweiten Bundesliga nach der aktuellen Spielzeit. Somit bleibt nur die Chance, ein anderes Team, das finanziell auf der Kippe steht, zu ersetzen. "Wenn der Meister die Lizenz vom Absteiger ablöst, finde ich das okay", sieht Dreisbach nichts Verwerfliches in einem wirtschaftlichen Aufstieg unter sportlichen Gesichtspunkten. Immerhin hatten die Panther aufgrund der Zusicherung des DEB, dass es einen Aufsteiger geben wird, zusätzliche Mittel in die aktuelle Mannschaft, die auf allen Positionen glänzend bestückt ist, investiert. "Wäre uns gesagt worden, dass es in diesem Jahr keinen Aufstieg gibt, hätten wir uns den Kader auch um 500.000 Mark billiger zusammenstellen können, weil dann auch durch einen vierten Platz nichts verloren wäre", erläutert der Geschäftsführer diesen Aspekt. Dass es Trainer Jim Boni versteht, aus dem verhandenen Spielermaterial das Beste herauszuholen, beweist der aktuelle Tabellenstand. Außerdem ist er kein Trainer, der große Forderungen an die Vereinsspitze heranträgt, was mit ein Hauptgrund für die langfristige Bindung von Seiten des Clubs war. Dreisbach schätzt auch den Charakter des Erfolgscoachs: "Das Schlimmste wäre aus seiner Sicht, wenn der Verein unter ihm und seiner Einkaufspolitik Pleite gehen würde." Auch wenn es sportlich in der DEL nicht nach Wunsch laufen sollte, hätten die Audistädter damit kein Problem: "Sollten wir uns dort nicht behaupten können, steigen wir wieder ab. Damit könnten wir leben." (fc)

"Hammerwochenende" für Wilhelmshaven

Wilhelmshaven, 24. Januar Null Punkte und 11:17 Tore stehen nach bisher drei Vergleichen auf der Habenseite des ECW gegen den Lokalrivalen REV Bremerhaven. Wären die Begegnungen bisher jeweils nach dem zweiten Drittel beendet gewesen, die Haie hätten neun Punkte auf dem Konto. In allen Begegnungen gegen die "Pinguine" führte man mehr oder weniger deutlich, um dann im letzten Drittel einzubrechen. Höhepunkt das 0:6-Drittel am 26.12. im ausverkauften Eislaufcenter. Zwischenzeitlich haben die "Pinguine" zum Höhenflug angesetzt, der sie zeitweise sogar auf Platz zwei der Tabelle führte. Das Team von Coach Jamie Bartmann hat sich zu einem sicheren Play-off-Kandidaten entwickelt. Garanten für den Höhenflug sind unter anderem die in den letzten Wochen überragenden Verteidiger Travnicek und Tribuncovs sowie die polnischen internationalen Kasperczyk und Pysz. An der Seite der Routiniers spielten sich aber auch junge Leute wie die deutschen Nachwuchskräfte Fendt und Kraft in den Vordergrund. Doch dies alles zählt bei einem Derby nicht. Es wird endlich einmal Zeit für einen Sieg gegen die "Fishtowner". Drei Punkte in der Weserstadt könnten der Auslöser für einen erfolgreichen Schlussspurt in der Hauptrunde sein. Ein Sieg wäre sicher auch Balsam auf die Wunden der in letzter Zeit nicht immer verwöhnten Haie-Fans. Mit dem SC Bietigheim-Bissingen kommt ein Meisterschaftsfavorit an die Jade. Um in den Play-offs möglich weit zu kommen, wurde vor der Wechselfrist nochmals kräftig investiert und der ohnehin schon hochkarätige Kader nochmals verstärkt. Mit Ari Kumpula wurde ein finnischer Keeper aus dem Land der tausend Seen geholt. Allrounder Cory Laylin, im letzten Jahr bei den Iserlohn Roosters bester Verteidiger der Liga, soll offensiv und defensiv Akzente setzen. Schwer verletzt hat sich Toptorjäger Ritchie. Der Amerikaner, der mit seinen kongenialen Partnern Leahy und Teeple den berüchtigten RTL-Sturm bildete, zog sich eine schwere Schulterverletzung zu und fällt für den Rest der Saison aus. 7:1 schlugen die Haie die Schwaben beim ersten Aufeinandertreffen im Eislaufcenter. Doch so leicht werden sich die "Steelers" die Butter nicht mehr vom Brot nehmen lassen, kämpfen sie doch noch um eine bessere Play-off-Platzierung. Mindestens Rang vier und somit zwei garantierte Heimspiele soll am Ende der Hauptrunde herausspringen. Für die Haie besitzt ab jetzt schon jedes Spiel Play-off-Charakter.

ESW setzt sich im Sachsenpokal-Halbfinale gegen Dresden durch

Dresden/Weißwasser, 24. Januar Der ES Weißwasser setzte sich im Halbfinale des Sachsenpokals bei den Dresdner Eislöwen aus der Oberliga Nord mit 7:5 (3:1, 3:2, 1:2) durch. Das zweite Halbfinalspiel gewann Pokalverteidiger ETC Crimmitschau (Oberliga Süd) beim Sachsenligsiten ESC Saale-Teufel Halle mit 15:3 (5:1, 6:0, 4:2). Tore: 0:1 (3.) Jens Schwabe (Sven Steinecke), 0:2 (4.) Ivan Svintsitski (Vadim Kulabuchow), 0:3 (9.) Ronny Arendt (Torsten Hanusch), 1:3 (13.) Jaroslav Buchal, 2:3 (23.) Robert Günzl (Petr Molnar), 2:4 (25.) Alexsei Pogodin (Stephan Kuhlee), 2:5 (26.) Stephan Kuhlee (Alexsei Pogodin, Boris Fuchs), 3:5 (37.) Matthias Kliemann (Martin Masak), 3:6 (40.) Boris Fuchs (Torsten Hanusch), 3:7 (41.) Stephan Kuhlee (Wolfgang Fries), 4:7 (54.) Martin Svejda 5-4 ÜZ, 5:7 (56.) Frantisek Sevcik (Martin Ekrt).

Frage der Woche: Quereinsteiger in die DEL?

Duisburg, 23. Januar Während sich der Sport durch stetige Wechsel an der Tabellenspitze auszeichnet , gibt es wieder einmal Wirbel um mögliche Quereinsteiger in die DEL. Der Hamburhger SV und Zweitliga Spitzenreiter ERC Ingolstadt planen eine Zukunft in der DEL.
In Hamburg will der HSV seine Namensrechte im Eishockey an den Finnen Harry Harkimo verkaufen, der im Volkspark eine 15.000-Zuschauer-Arena plant. (Hockeyweb berichtete)
Laut eines Berichts des Hamburger Abendblatts tritt der Traditionsklub seine Namensrechte im Eishockey ab und wird dafür am Umsatz und möglichem Gewinn prozentual beteiligt. Für eine neue 144 - Millionen - Mark teure Arena neben dem Volksparkstadion gab der Senat grundsätzlich grünes Licht, eine endgültige Entscheidung soll fallen, wenn Harkimo Ende Februar sein Finanzierungskonzept vorlegt. Im Herbst 2002 soll die neue Arena dann dem neuen DEL Team als Heimstätte dienen . Ein Quereinstieg der Hamburger scheiterte im vergangenen Jahr noch an der nicht erteilten Ausnahmegenehmigung der DEL für die zu kleine Farmsener Eissporthalle.
Sportlich kann sich in dieser Saison kein Zweitligist für die Eliteklasse qualifizieren, denn erst für die kommende Serie soll mit dem Deutschen Eishockey-Bund (DEB) eine verbindliche Auf- und Abstiegsregelung vereinbart werden. Deshalb denkt man in Ingolstadt daran sich eventuell in die DEL einzuklagen. Auch sollen die ERC-Verantwortlichen bereits Verhandlungen mit finanziell angeschlagenen DEL-Klubs geführt haben , deren Lizenz sie übernehmen wollen.
Wir würden gerne wissen , wie Ihr die Chancen auf einen Quereinstieg der beiden Clubs seht ?
Sind Hamburg und Ingolstadt schon "DEL - reif" ? Wird die DEL möglichen Klagen der Ingolstädter stand halten können ?
Spielen in der kommenden Saison vielleicht doch 18 Teams in der höchsten Klasse ? Wir freuen uns auf Eure Meinung im Forum....

Rod Aldoff am Freitag noch gesperrt

Ingolstadt, 23. Januar Ingolstadts Verteidiger Rod Aldoff wird seiner Mannschaft beim Spitzenspiel am Freitag gegen den Heilbronner EC noch fehlen. Aufgrund seiner Matchstrafe, die er in Wilhelmshaven kurz vor Spielschluss hinnehmen musste, wurde er nun für vier Spiele plus ein weiteres auf Bewährung gesperrt. Drei Partien hat der Kanadier schon pausiert, so dass er am Sonntag in Erding wieder auflaufen wird. Beim ERC Ingolstadt ist man nach wie vor über die Strafe etwas irritiert. "Es wurde keiner verletzt und die Handschuhe sind angeblieben", sagt Geschäftsführer Lutz Dreisbach rückblickend. Aldoff hatte kurz vor Ende der Partie in einer Schlägerei seinen Torhüter Mario Brunetta verteidigt - nach Ansicht des Unparteiischen etwas zu vehement. (fc)

Knapper Steelers-Erfolg gegen Spitzenreiter Ingolstadt

Ingolstadt, 22. Januar Der SC Bietigheim-Bissingen trotzte dem Tabellenführer aus Ingolstadt nach Penaltyschießen mit 3:2 vor heimischem Publikum zwei Punkte ab. Bereits in der vierten Minute gingen die Gäste durch den kleinen Sam Groleau in Überzahl mit 1:0 in Führung. Die Steelers kamen im Verlauf des ersten Drittels, auch durch Strafzeiten des Gegners begünstigt, besser ins Spiel und prüften mehrmals Mario Brunetta. Als Verteidiger Marco Heinrichs drei Minuten nach Wiederbeginn das 2:0 erzielte, schien der Spitzenreiter seiner Favoritenrolle gerecht zu werden. Im letzten Drittel kam Bietigheim noch einmal auf und schaffte durch Eberl den Anschlusstreffer (43.). Fünf Minuten vor dem Ende der Partie gelang schliesslich Dean Fedorchuk der Ausgleich, der den Hausherren den Weg in die Verlängerung ebnete. Nachdem dort trotz mehrerer Stafzeiten kein Treffer fiel, musste das Penaltyschiessen die Entscheidung über den Zusatzpunkt bringen. Während auf der einen Seite Leahy und Meyer trafen, konnte auf der anderen Seite nur Ingolstadts Kapitän Clayton Young gegen SCBB-Neuzugang Ari Kumpula vollstrecken. (fc)

Jade-Haie unterliegen den Heilbronner Falken

Wilhelmshaven, 22. Januar Eigentlich fing die Begegnung gegen die wiedererstarkten Heilbronner Falken ganz gut an. Bereits nach neun Sekunden schickte Hauptschiedsrichter Janus Gästeverteidiger Ancicka auf die Strafbank. Im folgenden Powerplay traf Vladi Buril den Pfosten, auch Naumann und Blank scheiterten aus aussichtsreicher Position. Wie aus heiterem Himmel fiel die Führung der Falken. Znarok inszenierte einen Konter, Khaidarov schloß aus kurzer Distanz ab. Erste Chance, erstes Tor, das zeichnet eine Spitzenmannschaft aus. Die Haie antworten wütend, doch ohne die große spielerische Linie. Den zweiten Fehler in der Haie-Abwehr nutze dann Rumrich zum 0:2. Danach waren die Heilbronner spielbestimmend, aber die Haie hatten ihrereseits zwei Riesenchancen. Zunächst scheitert Dmitriev aus kurzer Distanz, danach Buril mit Schlagschuss am guten Fischer im Falkentor. Zum zweiten Abschnitt setzte Antipov ein Zeichen, brachte Pürschel für Schistad. Dieses Signal zeigte Wirkung, denn innerhalb von 10 Minuten bogen die Haie das Spiel um. Boris Blank im Nachschuss, Isayev nach guter Vorarbeit von Schaal sowie "Vladi" Buril mit einem Hammer von der blauen Linie brachten die Haie in Führung. Vor allem Oleksander Isayev, der eine starke Partie ablieferte, war der Treffer zu gönnen. Aber anscheinend hatte die Aufholjagd zuviel Kraft gekostet, denn bereits 23 Sekunden nach der Führung glich Verteidiger Ancicka mit einem verdeckten Schuss aus. Heilbronn erholte sich merklich und ging in der 36. Minute erneut in Führung, als der Ukrainer Semenchenko aus halbrechts abzog und der Puck halbhoch über die Fanghand von Pürschel einschlug. Im Schlussabschnitt versuchten die Haie nochmals alles. Kämpferisch war der Truppe nichts vorzuwerfen, leider blieb die spielerische Linie auf der Strecke. Trotz großer ECW-Chancen brachten die Falken, auch aufgrund der technischen Überlegenheit, den Sieg über die Zeit. Eine Auszeit kurz vor Schluss, einen sechsten Feldspieler für den Torwart, der Ausgleich fiel nicht mehr. In der anschließenden Pressekonferenz gab ECW-Präsident Dr. Höfken die Beurlaubung von Anatoli Antipov bekannt. Ab Montag übernimmt der bisherige Co-Trainer Sergej Jaschin die sportliche Leitung bei den Jade-Haien. Statistik: Endstand: 3:4 (0:2/3:2/0:0) Torfolge: 0:1 (5:56) Khaidarov, 0:2 (7:27) Rumrich, 1:2 (24:01) B.Blank, 2:2 (28:25) Isayev (Schaal/B.Blank), 3:2 (33:04) Buril (Ahlrodt/Lewandowski) Üz 5:4, 3:3 (33:26) Ancicka, 3:4 (35:19) Semenchenko Strafminuten: ECW: 6, HEC: 10 Zuschauer: 1200 Hauptschiedsrichter: Janus (Harsefeld)

Anatoli Antipov in Wilhelmshaven beurlaubt

Wilhelmshaven, 22. Januar In der Pressekonferenz nach dem verlorenen Spiel gegen Heilbronn gab ECW-Präsident Dr. Höfken die Beurlaubung von Anatoli Antipov bekannt. Er bedauerte diese Entscheidung, hatte Antipov doch das Wilhelmshavener Eishockey entscheidend mitgeprägt. Auf Grund der zuletzt ausbleibenden Erfolge und die starke Gefährdung der Play-off-Teilnahme sah sich der Vorstand gezwungen, ein Zeichen zu setzen. Dr. Höfken betonte, dass diese Handlung nichts mit dem Menschen und Sportler Antipov zu tun hat. Ab Montag übernimmt der bisherige Co-Trainer Sergej Jaschin die sportliche Leitung bei den Jade-Haien.

REV führt die Tölzer Löwen vor

Bremerhaven, 22. Januar Wer gedacht hatte, der REV Bremerhaven würde sich durch die Niederlage gegen den Spitzenreiter Ingolstadt aus der Erfolgsbahn werfen lassen, der wurde eines Besseren belehrt. Die Tölzer "Löwen", bereits einen Tag vor der Partie in den Norden gereist, mussten an diesem Abend erkennen: Dieser REV war nicht zu schlagen! Entsprechend die Stimmung unter den 1900 begeisterten Fans, von der auch die Sitzplatzbesucher angesteckt die letzten zehn Minuten der Begegnung mit "Standing Ovations" ihre Begeisterung zum Ausdruck brachten. Von Beginn an legten die "Bartmänner" ein hohes Tempo vor. Angriff um Angriff rollte auf das Tor von Ilpo Kauhanen und dieser merkte schnell, in Bremerhaven würde er keinen ruhigen Abend verbringen können. Nach einem tollen Einsatz von Kraft war es das "polnische "Brüderpaar", welches Kauhanen regelrecht narrte. Nach einem blitzschnellen Scheibenwechsel zwischen Pysz und Kasperczyk, vollbrachte "Kaspy" den ersten Streich. Der Jubel war noch nicht verklungen, da donnerte Neale Schönfeld einen Zuckerpass von Smith in die Maschen des Tölzer Gehäuses. Die Tölzer boten nun Paroli und fast wäre Suchan von der Rechtsaussenposition der Anschlusstreffer geglückt, aber Suvelo war glänzend auf der Hut. Das Spiel war begeisternd und beide Mannschaften boten sehr gutes Eishockey. In der 8. Minute bewies Kauhanen, dass er nicht zu Unrecht zu den besten Torhütern der Bundesliga gezählt wird. Innerhalb von 10 Sekunden konnte er zweimal in der Manier eines Hexers Schüsse von Travnicek und Tuomie parieren. Das Spiel blieb spannend und farbenfroh. In der 17. Minute musste Suvelo einen zweimal abgefälschten Schuß von Proulx aus dem Netz fischen und die Tölzer wurden nun noch frecher, mussten sich bis zum ersten Seitenwechsel jedoch mit einem knappen Rückstand begnügen. Im Mittelabschnitt, welchen der REV in Unterzahl begann, kam es zunächst zu dramatischen Szenen vor dem Gehäuse von Marko Suvelo. In stoischer Ruhe entschärfte die "finnische Mauer" aber alle Chancen der Gäste. Als in der 31. Minute Jay Luknowsky einen langen Pass von Holden aufnehmen konnte, wartete dieser lange auf eine Bewegung von Kauhanen, um dann zum dritten Mal den Torschrei des Publikums zu genießen. Die Vorentscheidung war gefallen, denn nun spielten die Seestädter wie entfesselt. Traumhaft der Treffer von Pysz, der auf Vorlage von Kasperczyk nur zwei Minuten später erneut dafür sorgte, dass die Scheibe im Tölzer Gehäuses einschlug. Im Schlussabschnitt schienen die Tölzer mit ihren Gedanken noch bei der Gardinenpredigt ihres Trainers zu hängen, denn schon nach 23 Sekunden war Ryan Smith zur Stelle und besorgte das 5:1. Als wiederum nur eine Minute später Lorne Toews auf Vorlage von Travnicek das 6:1 erzielte, verließ Ilpo Kauhanen seinen Arbeitsplatz und gab Ambrosius Fichtner die Gelegenheit, zum ersten Mal in dieser Saison Bundesligaluft zu schnuppern. In der 53. Minute musste dieser nach Luknowskys zweiten Treffer jedoch feststellen: Die Luft ist raus. Der REV drosselte nun merklich das Tempo und genoss die Ovationen von den Rängen. Bis zum Schlusspfiff des sehr gut leitenden Schiedsrichters Dahle gab es keine weiteren Höhepunkte mehr zu verzeichnen. Der REV hatte an diesem Abend eindrucksvoll bewiesen, dass er trotz seiner "Bundesligajugend" zu einer der Spitzenmannschaften der Liga zu zählen ist. Der dritte Tabellenplatz ist mittlerweile kein Zufall mehr, sondern der Lohn für ein Team, das ständig bereit ist, über sechzig Minuten Hochleistung zu bringen. Schon jetzt fiebert der Anhang des Aufsteigers dem Derby gegen den EC Wilhelmshaven entgegen, welches am nächsten Freitag hier in Bremerhaven zur Austragung kommt. Tore: 1:0 (3.) Kasperczyk, Pysz, 2:0 (4.) Schönfeld, Smith, Becker, 2:1 (17.) Proulx, Schroeder, 3:1 (31.) Luknowsky, Holden, 4:1 (34.) Pysz, Kasperczyk, 5:1 (41.) Smith, Streu, Becker, 6:1 (42.) Toews, Travnicek, Tribuncovs, 7:1 (53.) Luknowsky, Tuomie, Holden Strafen: Bremerhaven: 14, Bad Tölz: 20 Zuschauer: 1900 Schiedsrichter: HSR Dahle (Berlin)

Freiburg: Zwei Blöcke reichen gegen Straubing - Berufung gegen das Skandal-Urteil

Freiburg, 21. Januar Mit nur zwei Blöcken war der EHC Freiburg mit 7:3 über den EHC Straubing erfolgreich. Die Breisgauer mußten auf die verletzten Kuda, Bauer und den gesperrten Grossmann verzichten. Zwei frühe Treffer von Frosch und Samendinger brachten die Freiburger in Führung. Den 2:1 Anschlußtreffer konnten die Gäste aus der Gaubodenstadt nur durch ein nicht gepfiffenes Faul erzielen - Schäfler war erfolgreich. Das erste Drittel endete jedenfalls 2:1. Im zweiten Drittel kamen die Raubkatzen aus Bayern etwas besser in Schwung und konnten durch Hoogsteen ausgleichen. Im letzten Drittel beherrschten die Wölfe klar das Geschehen und setzten nun ihre Chancen auch in Tore um. Scerban eröffnete in der 43. Minute den Torreigen in Überzahl. Danach waren der sehr starke Tobias Samendinger, Dion del Monte - der auf der Verteidigerposition spielte - und zweimal Peter Mares erfolgreich. Ergebniskosmetik für die Straubinger betrieb noch Bill Trew zum 7:3 kurz vor Schluß. Gesprächsthema war im Stadion das Skandalurteil des DEB-Spielgerichts bezüglich der Neuansetzung des Spiels gegen Weißwasser. Der EHC Freiburg hat nun Berufung beim DEB-Schiedsgericht eingelegt. Freiburg-Pressesprecher erklärte, daß sich der EHC Freiburg dieses Urteil auf keinen Fall bieten lassen könne. EHC Freiburg - EHC Straubing 7:3 (2:1, 0:1, 5:1) 1:0 (3:12) Frosch (Brezina) 2:0 (6:37) Samendinger (Frosch) 2:1 (17:06) Schäfler (Penzkofer) 2:2 (28:35) Hoogsten (Trew, Sicinski) 3:2 (42:16) Scerban (Vasicek, 5/4) 4:2 (48:32) Samendinger (Daniel Del Monte) 5:2 (52:18) Dion Del Monte 6:2 (55:38) Mares (Gignac, Pritchard) 7:2 (17:45) Mares (Gignac) 7:3 (17:59) Trew (Zulyniak) Strafen: 8 -10 Schiedsrichter: Strobl (Martinschenk, Ostler) Zuschauer: ca. 1800

Weißwassers Protest gegen Spielwertung hatte Erfolg: Freiburger 3:2-Sieg bei den Füchsen kann nicht gewertet werden und wird neu angesetzt

München, 20. Januar Das DEB-Spielgericht entschied heute in München, die Wertung für das Meisterschaftsspiel der 2. Bundesliga des ES Weißwasser gegen den EHC Freiburg (2:3 am Freitag, den 5. Januar 2001) nach Protest des Heimvereins aufzuheben. Demzufolge wird es eine Neuansetzung geben. Unter Vorsitz von Richter Hans-Ulrich Esken (Beisitzer Dr. Jörg Boulanger, Karl-Heinz Schaeufl) entschied das Spielgericht, dass drei entscheidende Punkte für eine Neuwertung sprachen. Zum einen hätte der Linienrichter das Spiel nicht unterbrechen dürfen, zum anderen hätte dann der Hauptschiedsrichter bei Nichtunterbrechung auf Tor entschieden (Tatsachenentscheidung wäre gegeben gewesen) und in den verbleibenden restlichen 20 Sekunden war die Chance für Weißwasser in Überzahl das Tor zum 3:3-Ausgleich zu erzielen nicht so groß. Sekunden vor dem Ende der Begegnung hatte Weißwasser beim Stande von 2:3 einen Treffer erzielt. Der Schiedsrichter wollten den Treffer zunächst auch verkünden, aber ein Linienrichter hatte die Partie kurz vor dem Einschuss mit einem Pfiff unterbrochen. Der Hauptschiedsrichter korrigierte daraufhin seine ursprüngliche Entscheidung und es blieb beim Spielstand von 2:3.  Ob gegen diese Entscheidung des Spielgerichts der EHC Freiburg die nächsthöhere und letzte Instanz, das DEB-Schiedsgericht zwecks Berufung anrufen wird, ist noch offen. Die Ligenleitung des DEB wird aber schon in der nächsten Woche die Tabelle dem Urteil entsprechend korrigieren und die Wertung annullieren. Wann der Wiederholungstermin ansteht, ist noch offen.

Weißwassers Protest hatte Erfolg: Freiburger 3:2-Sieg bei den Füchsen wird nicht gewertet - Spiel muss wiederholt werden

München, 20. Januar Das DEB-Spielgericht entschied heute in München, die Wertung für das Meisterschaftsspiel der 2. Bundesliga des ES Weißwasser gegen den EHC Freiburg (2:3 am Freitag, den 5. Januar 2001)nach Protest des Heimvereins aufzuheben. Demzufolge wird es eine Neuansetzung geben. Unter Vorsitz von Richter Hans-Ulrich Esken (Beisitzer Dr. Jörg Boulanger, Karl-Heinz Schaeufl) entschied das Spielgericht, dass drei entscheidende Punkte für eine Neuwertung sprachen. Zum einen hätte der Linienrichter das Spiel nicht unterbrechen dürfen, zum anderen hätte dann der Hauptschiedsrichter bei Nichtunterbrechung auf Tor entschieden (Tatsachenentscheidung wäre gegeben gewesen) und in den verbleibenden restlichen 20 Sekunden war die Chance für Weißwasser in Überzahl das Tor zum 3:3-Ausgleich zu erzielen nicht so groß. Sekunden vor dem Ende der Begegnung hatte Weißwasser beim Stande von 2:3 einen Treffer erzielt. Der Schiedsrichter wollten den Treffer zunächst auch verkünden, aber ein Linienrichter hatte die Partie kurz vor dem Einschuss mit einem Pfiff unterbrochen. Der Hauptschiedsrichter korrigierte daraufhin seine ursprüngliche Entscheidung und es blieb beim Spielstand von 2:3.  Ob gegen diese Entscheidung des Spielgerichts der EHC Freiburg die nächsthöhere und letzte Instanz, das DEB-Schiedsgericht zwecks Berufung anrufen wird, ist noch offen. Die Ligenleitung des DEB wird aber schon in der nächsten Woche die Tabelle dem Urteil entsprechend korrigieren und die Wertung annullieren. Wann der Wiederholungstermin ansteht, ist noch offen.

Panther stellen Weichen für die Zukunft

Ingolstadt, 20. Januar Jim Boni bleibt auch in den kommenden vier Jahren Trainer beim ERC Ingolstadt. Geschäftsführer Lutz Dreisbach gab nach dem Sieg im Spitzenspiel gegen den REV Bremerhaven diese für das Ingolstädter Eishockey richtungsweisende Entscheidung bekannt. Es sei in der letzten Zeit kein Geheimnis gewesen, dass Boni von allen möglichen DEL-Vereinen gehetzt und mit Angeboten überhäuft worden sei, sagte Dreisbach im Rahmen einer Pressekonferenz und betonte, dass der neue Vertrag eine wichtige Grundlage dafür sei, das sportliches Ziel zu erreichen und einen weiteren Schritt Richtung DEL getan zu haben. Jim Boni lobte in seinem Schlußwort insbesondere die Arbeit des Vorstandes und freut sich gemeinsam mit den Machern das oberste Ziel der Panther weiter verfolgen zu können, den Aufstieg in die DEL. (MiHei)

Heilbronner Falken verlängern mit Svozil

Heilbronn, 20. Januar Die Falken schießen sich aus der Mini-Krise und setzen auch personalpolitisch auf Kontinuität. Manager Ernst Rupp verlängerte den Vertrag mit Trainer Lado Svozil um ein weiteres Jahr. Mit diesem Zeichen will die Vereinsführung auch ein Zeichen setzen, nachdem in den zurückliegenden Jahren Trainer keinen sicheren oder längerfristigen Arbeitsplatz beim HEC gefunden haben. Damit soll wohl auch dem Gerücht entgegengearbeitet werden, dass möglicherweise der Ex-Freiburger Thomas Dolak einen Vertrag bei den Falken unterzeichen würde. (MiHei)

Jadehaie unterliegen in der Lausitz

Weisswasser/Wilhelmshaven, 20. Januar Ohne Andrej Naumann (Rückenverletzung) traten die Jadehaie ihre Reise zum ostdeutschen Traditionsclub an. Doch den knapp 2500 Zuschauern im fast ausverkauften "Fuchsbau" war es egal, mit welcher Mannschaft der ECW antrat, sie wollten ihre Füchse siegen sehen. Zunächst bestimmte Nervosität auf beiden Seiten das Geschehen. Chancen waren Mangelware und bei den wenigen torreifen Situationen zeigten sich Schistad auf ECW-Seite und Ex-Hai Iiro Itämies auf dem Posten. Das 0:0 zur Pause war gerecht. Zum zweiten Drittel agierten die Füchse agressiver, aber auch unfairer. Vor allem die Fuchs-Brüder setzten nun wie erwartet die Akzente. Zunächst musste Verteidiger Vitali Janke nach einer rüden Attacke von Boris Fuchs ins Krankenhaus eingeliefert werden (Diagnose lag bei Redaktionsschluß noch nicht vor), dann ließ sich Viktor Karachun zu eine Revancheaktion hinreißen und kassierte eine Spieldauerstrafe (Faustschlag). Somit gingen Anatoli Antipov die Center aus. Vitali Aab übernahm diesen Part in der ersten Reihe. Gegen die dezimierten Haie erhöhte sich der Druck. Logische Folge das 1:0 für die Füchse, als Arendt im zweiten Nachschuss erfolgreich war. Im Schlussdrittel war der ECW zwar besser, doch Herbst, Isayev und Schaal verpassten den Ausgleich. Den Füchsen, frenetisch angefeuert von den 2500, gelang dann in die ECW-Drangperiode hinein der zweite Treffer. Als Arendt in der 57. Minute sein drittes Tor erzielte, war die Partie gelaufen. Der Treffer von Boris Blank in der 58. Minute fiel zu spät und war lediglich Ergebniskorrektur. Diese Niederlage tut zwar weh, doch im Hinblick auf den weiteren Saisonverlauf (12 Begegnungen sind noch zu spielen), wiegen die Strafe gegen Karachun und die Verletzung von Janke im Hinblick auf die zukünftigen Begegnungen wesentlich schwerer. Statistik: Endstand: 3:1 (0:0/1:0/2:1) Torfolge: 1:0 (38:18) Arendt, 2:0 (49:55) Arendt (Kulabuchov), 3:0 (56:20) Arendt, 3:1 (57:18) B.Blank (Aab) Strafminuten: ESW: 10, ECW: 14 + 5 + Spieldauer für Karachun Zuschauer: 2500 Hauptschiedsrichter: Schurr (Bad Wörishofen)

Im Pantherkäfig endet Höhenflug der Pinguine

Ingolstadt/Bremerhaven, 20. Januar Acht Mal in Folge hatte der REV Bremerhaven gewonnen. Ohne Lorne Toews, dafür aber mit Dominic Fafard, dem Neuzugang im Kader der Pinguine, wollten die Seestädter auch an der Ingolstädter Jahnstraße den Beweis einer Spitzenmannschaft erbringen. Interessant die Variante von Trainer Bartman, der den offensiv starken Verteidiger Jason Becker in die 1. Sturmformation beorderte. Nach einer beschwerlichen Anfahrt gab Hauptschiedsrichter Aumüller aus Ottobrunn um 20:30 Uhr endlich den Startschuß zum Spitzenspiel des heutigen Tages. Bereits nach 2:51 Minuten erstes Durchatmen auf Seiten des REV Bremerhaven, nachdem man die erste Unterzahl überstanden hatte. Ex-Panther Cory Holden musste wegen "Hohen Stocks" auf die Sünderbank, doch die Gastgeber konnten ihre gefürchtete Überzahl nicht in Zählbares umsetzen. Auch in Folge blieben die Hausherren die spielbestimmende Mannschaft. Fast im Sekundentakt fuhren die Sturmreihen der Donaustädter Attacken gegen das von Suvelo hervorragend gehütete Gehäuse, wirkten dabei aber oft zu überhastet. Herausragend auf Ingolstädter Seite die Topspieler Casale, Groleau, Young und Goodall. Als in der 13. Minute der REV erneut in Unterzahl geriet und die knapp 3000 Fans erwartungsfroh auf den Führungstreffer ihrer Schützlinge lauerten, hätte Patrick Pysz mit einem Break beinahe die Führung für die Seestädter erzielt. Die größte Chance des ersten Drittels hatte in der 18. Minute dann aber Agostino Casale auf seinem Schläger. Völlig frei vor Suvelo versuchte er die "finnische Mauer" auszutanzen, doch erneut zeigte sich Suvelo von seiner besten Seite. Nach Wiederbeginn machten die Gastgeber dort weiter, wo sie aufgehört hatten. Druckvolles und aggressives Spiel nach vorne. Bange Minuten hatte der REV zu überstehen. Besonders als Zywitza und Casale zwei Riesenchancen nicht zu verwerten wussten, saß die Dame Fortuna mit auf der Bank der Seestädter. In der 27. Minute fand ein Treffer von Markus Welz wegen Abseitsposition nicht die Anerkennung von Schiedsrichter Aumüller. Aus Ingolstädter Sicht schien sich in der 28. Minute endlich das Blatt gewendet zu haben. Zywitza konnte nach einer Strafe gegen Pysz (Unkorrekter Körpereinsatz), auf Vorlage von Goodall und Groleau das 1:0 erzielen. Das Schicksal schien nun für den REV seinen Lauf zu nehmen. Doch weit gefehlt. Nach einem Warnschuß von Schönfeld gegen die Schoner von Brunetta in der 32. Minute, war es Christian Witthohn, der eine Minute später einen Querpass von Becker unhaltbar zum 1:1 verwandelte. Plötzlich waren die Seestädter zurück im Spiel und bis zum Ende des Mitteldrittels war das Remis aufgrund der großen kämpferischen Leistung dann auch mehr als verdient. Im Schlussabschnitt durfte nach einem Foul von Vozar zunächst der REV aus der daraus resultierenden Überzahl auf seine Chance hoffen, doch nachdem Streu in aussichtsreicher Position vergeben hatte, war es Wolfgang Kummer, der nach einem Fehler von Travnicek in eigener Unterzahl den Führungstreffer erzielen konnte. Die Bartmänner zeigten sich jedoch wenig beeindruckt und fast hätte Christian Witthohn in der 50. Minute mit seinem Schuß von der blauen Linie den erneuten Ausgleich erzielen können. Bitter, dass ausgerechnet im Gegenzug Alexander Genze aus zwei Metern Entfernung die Vorentscheidung gelang. Den Todesstoss versetzte nur wenige Sekunden später Clayton Young den "Pinguinen", als er trotz verschobenen Tores das 4:1 erzielte. Trotz der Niederlage auf Ingolstädter Eis, konnten die Pinguine hocherhobenen Hauptes die Heimfahrt antreten. Die Übermacht des Gegners muss die sportlich faire Anerkennung finden. Bereits am kommenden Sonntag hat das Team von Trainer Bartman die Chance, sich gegen die "Tölzer Buam" zu rehabilitieren. (Alfred Prey) Tore: 1:0 (28.) Zywitzka, 1:1 (32.) Witthohn, Becker, 2:1 (46.) Kummer, 3:1 (50.) Genze, Young, Groleau, 4:1 (51.) Young, Vozar, Strafen: Bremerhaven: 12 Ingolstadt: 8 Zuschauer: 3000 Schiedsrichter: HSR Aumüller (Ottobrunn)

Tiger festigen zehnten Tabellenplatz

Straubing, 19. Januar Der EHC Straubing braucht vorerst nicht mehr um den 10. Tabellenplatz, der in den PlayDowns Heimrecht bedeutet, zittern. Mit 4:3 (2:1, 2:0, 0:2) behielt der Aufsteiger gegen den Verfolger EC Bad Nauheim die Oberhand und konnte so den Vorsprung auf zehn Punkte ausbauen. Die Gastgeber wurden in der zweiten Minute von den Roten Teufeln eiskalt erwischt. Nach einem kurzen Pass überwand Doug Murray EHC-Goalie Lonscher mit einem Flachschuss. Nur langsam erholten sich die Tiger von diesem Schock. In Überzahl hatten Dimbat, Kössl und Pacula aus der Distanz kein Glück. Aber in der neunten Spielminute kurvte John Sicinski bei numerischer Unterlegenheit vor das gegnerische Tor und hatte mit seinem Schuss ins lange Eck Erfolg. Dieser Shorthander weckte Team und Fans gleichermassen auf. Straubing zog das Spiel mehr und mehr an sich, liess jedoch beste Einschussmöglichkeiten ungenutzt. Erst zum Drittelende brachte John Sicinski mit seinem 20. Saisontor nach einem schönen Zuspiel von Trew seine Farben im Powerplay in Front. Diese Führung konnte Bill Trew unmittelbar nach Wiederanpfiff ausbauen, als er sich herrlich durchsetzte und zum 3:1 traf. In der 26. Minute war Ingo Schwarz bei einem gefährlichen Schäfler-Schuss auf dem Posten. Auch sonst machte der Nauheimer Torhüter einen guten Eindruck und vereitelte einige Chancen der Gäubodenstädter. Zur Spielmitte kamen die Gäste wieder stärker auf. Matsos (27.), Morczinietz (28.) und Gerbig (32.) brachten die Scheibe nicht im Gehäuse unter. Selbst als Morczinietz in der 35. Minute alleine vor Lonscher stand, konnte er die Scheibe nicht vorbei bugsieren. Das bestrafte schliesslich Christian Heitzer (37.). Er überraschte Schwarz aus der Distanz zum 4:1-Pausenstand. Im Schlussdrittel stolperte Alan Reader zunächst mit dem Puck am leeren ECBN-Tor vorbei (42.). Vier Minuten später nutzte auf der Gegenseite der läuferisch überzeugende Franz Fritzmeier eine Unachtsamkeit der Straubinger Abwehr zum zweiten Treffer für die Hurtik-Truppe. Die Hausherren beschränkten sich weiterhin darauf, den Vorsprung über die Zeit zu bringen und kamen selten vor das Tor von Schwarz. Oliver Vöst drückte gerade die Strafbank, da unterlief Sami Leinonen ein böser Schnitzer vor dem Gehäuse, den Pascal Appel eiskalt zum 3:4-Anschlusstreffer ausnutzte. Dieser neue Hoffnungsschimmer mobilisierte bei Bad Nauheim neue Kräfte. Michel (55.) und Oort (58.) verpassten aber den Ausgleich. In der Schlussphase hatte Georg Franz die Entscheidung auf dem Schläger, der Kapitän vergab nach Vorlage von Penzkofer aber kläglich. So mussten die EHC-Fans bis zur Schlussirene um den Dreier zittern, allerdings konnten die Hessen mit sechs Feldspielern keine gefährliche Situation mehr heraufbeschwören und so dem Spiel nicht mehr die Wende geben. (fc)

Spitzenreiter Ingolstadt empfängt das Team der Stunde

Ingolstadt/Bremerhaven, 18. Januar Eine Erfolgswelle von acht Siegen in Folge trägt die Pinguine aus Bremerhaven am morgigen Freitag in den Pantherkäfig nach Ingolstadt. Nun ist es nicht mehr nur einfach das Duell zwischen Spitzenreiter und Aufsteiger, sondern das Spitzenspiel der Liga - Erster gegen Zweiter. Trotz der erstaunlichen Serie der Nordlicher, durch die sie auf den zweiten Tabellenplatz vorstossen konnten, bleibt man beim REV realistisch und hält am Saisonziel PlayOffs fest, was mittlerweile fast als zu bescheiden anmutet. Weit euphorischer ist die Stimmung im Umfeld. Dort spekuliert man bereits auf eine Überraschung an der Donau. Für den kürzlich verpflichteten kanadischen Verteidiger Dominic Fafard ist nach der Sperre von Lorne Toews Platz im Team. Fehlen wird auch der verletzte Andreas Schubert. Mit ihrem gewohnt körperbetonten Spiel (durchschnittlich 23 Strafminuten pro Spiel) wollen die Bartman-Schützlinge versuchen, auch beim Tabellenführer erfolgreich zu sein. Ob das als Erfolgsrezept reicht, ist fraglich. Pikanterweise wurde die letzte Niederlage dem REV von den Panthern zugefügt. Mit 5:2 siegten sie in Bremerhaven. Auch das erste Aufeinandertreffen ging mit dem selben Ergebnis an die Schanzer, bei denen die Matchstrafe von Rod Aldoff vom vergangenen Wochenende der einzige Wehrmutstropfen derzeit ist. In Wilhelmshaven (4:2) und zuhause gegen Bad Nauheim (9:2) präsentierten sich die Jungs um Kapitän Clayton Young gewohnt siegessicher. Trainer Jim Boni hofft auf die baldige Rückkehr des zuletzt angeschlagenen Rochus Schneider. Der langzeitverletzte Jürgen Simon ist derzeit das Sorgenkind im Team. Wann er wieder richtig in den Spielbetrieb eingreifen kann, ist weiter offen. Unabhängig davon können die Ingolstädter Fans dem interessanten Heimspiel gegen das Team der Stunde gespannt entgegen blicken, denn die Leistungen des in diesem Jahr noch ungeschlagenen REV Bremerhaven sollten Warnung und Motivation genug für die Boni-Truppe sein, um deren Serie zu beenden. (fc)

Ex-SCR-Stürmer Peltonen Vater von Zwillingen

Garmisch, 17. Januar Der finnische Stürmer Jarno Peltonen, der zum Jahresende kurzfristig den SC Riessersee aus familiären Gründen verliess, wurde am 5. Januar Vater von zwei Söhnen. Hockeyweb-Quellen in Finnland zufolge war die Schwangerschaft seiner Frau auch mit der Hauptgrund für den Wechsel zurück nach Finnland. Sportlich läuft es für den 30jährigen, der auch schon in Diensten der Ice Tigers Nürnberg stand, in seiner Heimat noch nicht rund. Erst kürzlich erzielte er beim 3:5-Auswärtssieg bei Lukko Rauma seinen ersten Saisontreffer. Außerdem steht nach acht Spielen noch ein Assist für Peltonen in der Scorerwertung zu Buche. (fc)

Nordin, Malo und Felicetti fallen länger aus

Bad Nauheim, 17. Januar Die Verletzungsmisere bleibt den Roten Teufeln hold. Nach der Schulterverletzung von Gates Malo werden auch Jens Nordin und Dino Felicetti länger ausfallen. Nordin wird nach seinem Innenbandriß mindestens vier bis sechs Wochen nicht zur Verfügung stehen und auch Felicetti wird mit seiner Bauchmuskelverletzung mindestens zwei Wochen pausieren müssen. So sollen in Nauheim Juniorenspieler ihre Chance in der ersten Mannschaft bekommen. Auch Vorstandssprecher Peter Weissermel betonte, dass es unverantwortlich wäre, in der finanziellen Situation neue Spieler unter Vertrag zu nehmen. (MiHei)

Steelers verpflichten neuen Goalie

Bietigheim-Bissingen, 17. Januar Der Finne Ari Kumpula ist neuer erster Goalie der Steelers aus Bietigheim Bissingen. Kumpula spielte zuletzt für den finnischen Erstdivisionär aus Hyvinkää, stand vorher unter anderem in Hämeenlinna und bei Jokerit Helsinki unter Vertrag. Dort aber war der 23-jährige jeweils nur Ersatzgoalie, brachte es auf knapp 10 Einsätze im Jahr. Wahrscheinlich wird Kumpula schon am Freitag beim Match in Bad Tölz auflaufen. (MiHei)

Jadehaie am Wochenende unter Druck

Wilhelmshaven, 16. Januar Nach der "Null-Nummer" vom letzten Wochenende stehen die Jadehaie in Weißwasser und zu Hause gegen Heilbronn unter Erfolgsdruck ! Bevor es ins letzte Viertel der Hauptrunde geht, müssen die Haie zunächst beim punktgleichen Konkurrenten Weißwasser sowie gegen den zur Zeit etwas schwächelnden Geheimfavoriten Heilbronn antreten. In der Lausitz erwartet die ECW-Cracks ein heißer Tanz. Mit dem letzten Sechs-Punkte-Wochenende sind die "Füchse" mit den Haien gleichgezogen. Vor gut gefülltem Fuchsbau wird die Mannschaft von Coach Anton Weißgerber sicherlich "volle Pulle" gehen, um eine Vorentscheidung im Play-off-Rennen zu erzielen. Kampf, auch mit Haken und Ösen, wird Trumpf sein in der 3000 Zuschauer fassenden Eissporthalle zu Weißwasser. Da heißt es für die Haie von Beginn an hell wach zu sein, will man nicht wie in den letzten Begegnungen früh auf die Verliererstraße geraten. Was nutzen fulminante Schlussdrittel, wenn man am Ende keine Punkte einfährt. Mit dem Heilbronner EC stellt sich am Sonntag eine zu Saisonbeginn als Geheimfavorit gehandelte Mannschaft an der Jade vor. 16 neue Spieler wurden zu Saisonbeginn verpflichtet. Mit den Stars Khaidarov, Znarok und Dorochin holte man vom Lokalkonkurrent Freiburg gleich den gesamten ersten Sturm. Daneben konnten, nach langem Rechtshickhack, mit Peroutka und Strakhov zwei weitere Freiburger an den Neckar gelotst werden. Zu Saisonbeginn schien die Rechnung der Falkenoffiziellen auch aufzugehen. Lange Zeit saß man Ligenprimus Ingolstadt auf Tuchfühlung im Nacken. Daran änderte auch die 4:0-Schlappe bei den Jade-Haien nichts. In den letzten Spielen schien es, als ob vor allem die Topspieler des HEC ihrem Alter etwas Tribut zollen mussten. Schmerzliche Niederlagen, zu Hause gegen Bremerhaven (2:9) und Freiburg (4:5), Auswärts in Riessersee (1:0) und Bietigheim (6:3) ließen die Falken gar auf den dritten Tabellenplatz zurückfallen, Tendenz weiter fallend. 12 Punkte Abstand zu Tabellenführer Ingolstadt, die Verfolger Bietigheim und Bad Tölz im Nacken. Keine Frage, auch die Männer vom Neckar stehen unter Druck, will man nicht eine gute Play-off-Ausgangslage verspielen. Platz vier mit garantierten zwei Heimspielen muss gesichert werden. Unabhängig vom Spielausgang in Weißwasser, müssen die Haie einen "Dreier" einfahren. Zum einen, um die Play-off-Teilnahme nicht frühzeitig zu verspielen zum anderen, um die Zuschauergunst nicht vollends zu verspielen. Ein Eishockeyspiel dauert 60 Minuten, diese Binsenweisheit schienen die Jade-Haie in den letzten Spielen vergessen zu haben.

Panther spielen angeschlagene Rote Teufel an die Wand

Ingolstadt, 15. Januar Für die Panther war die Heimniederlage gegen den EHC Straubing nur ein kleiner Schönheitsfehler. Das bewiesen sie an diesem Wochenende. Dem 4:2 beim EC Wilhelmshaven, der zu den ungeliebten Gegnern des Spitzenreiters zählt, folgte ein klares 9:2 zuhause gegen den finanziell angeschlagenen EC Bad Nauheim. Gegen die ersatzgeschwächten Roten Teufel gab der Spitzenreiter von Beginn an Gas und dominierte die Partie über sechzig Minuten. Dank Gästegoalie Ingo Schwarz, der zunächst auch das Glück auf seiner Seite hatte, ging es mit einem torlosen 0:0 in die erste Pause. In der 24. Minute brach jedoch die Gegenwehr der Hessen. Sam Grouleau vollstreckte nach einem schönen Zuspiel von Strompf. Glenn Goodall (28.) und Clayton Young (30.) erhöhten auf 3:0, dem Andreas Morczinietz (35.) den ersten Treffer der Gäste entgegensetzte. Im letzten Abschnitt verliess Bad Nauheim nach und nach die Kraft. Zunächst hatte Casale getroffen und Dennis Cardona konnte mit seinem ersten Saisontor noch einmal auf 2:4 verkürzen. In der Folgezeit bestand die Hauptaufgabe des Linesman allerdings darin, den Puck aus dem Tor von Ingo Schwarz, der sein Bestes gab, zu holen. Zweimal Zywitza sowie Goodall, Groleau und Timoschuk legten bis zur Schlussirene fünf weitere Tore zum 9:2-Endstand nach. ECBN-Trainer Marian Hurtik verlor mit Rudi Gorgenländer, der nach Heilbronn wechselte, unter der Woche einen wichtigen Verteidiger. Diese Lücke konnte er nur schwer schliessen und war sogar dazu gezwungen, Angreifer in die Defensive zu beordern. Außerdem verletzte sich Dino Felicetti zu Spielbeginn. Ingolstadt hingegen hatte die Reise in den Norden vom Freitag gut weggesteckt und der Ausfall von Rod Aldoff spielte am Sonntag keine Rolle. Im Aufwind befindet sich Stürmer Patrick Vozar, der im Dezember noch etwas in der Kritik stand und zwischenzeitlich sogar die Bank drücken musste. Beim Auswärtssieg in Wilhelmshaven war er an drei Treffern beteiligt und auch gegen Bad Nauheim leistete er wichtige Arbeit. (fc)

Tiger verkürzen Rückstand auf Rang acht - Knappem Heimsieg folgt 3:6 in Bad Tölz

Straubing, 15. Januar Der EHC Straubing konnte am Wochenende den Rückstand auf einen PlayOff-Platz auf vier Punkte verringern. Ausschlaggebend dafür war der 4:3-Erfolg gegen den SC Bietigheim-Bissingen. Hingegen hatten die Tiger am gestrigen Sonntag in Bad Tölz nichts zu melden. Bemerkenswert ist, dass sich Kevin Hoogsteen in der ersten Reihe an der Seite von John Sicinski und Bill Trew immer wohler fühlt. Mit zwei Treffern gegen die Steelers legte er den Grundstein zum Sieg. Auch sonst überzeugten die Hausherren im Eisstadion am Pulverturm. Zur "Halbzeit" hatten sie sich einen 3:0-Vorsprung durch Tore von Hoogsteen (16.), Pacula (30.) und Preuss (31.) herausgeschossen. Anschliessend machte Bietigheims Torhüter Benjamin Voigt im Gehäuse für Tim Schnelle Platz. Die Gäste schafften danach noch einmal den Anschluss. Laylin (38.) und Stärk (46.) liessen die rund 2000 Zuschauer zittern. Als Hannon gut zwei Minuten vor Schluss den zwischenzeitlichen vierten EHC-Treffer (Hoogsteen, 52.) beantwortete, wurde es noch einmal so richtig spannend. Die Wittmann-Truppe brachte das knappe 4:3 allerdings über die Zeit und konnte sich nach dem überraschenden Auswärtssieg in Ingolstadt über einen weiteren Erfolg gegen den SCBB freuen. Bereits das erste Aufeinandertreffen in der Gäubodenstadt ging an den EHC. Entscheidend war diesmal, dass sich die Mannschaft von beiden Anschlusstreffern nicht beirren liess und eine konzentrierte Arbeit an den Tag legte. An diese Leistung konnten die Tiger beim zuletzt krisengeschüttelten EC Bad Tölz nicht anschliessen. Der vierfache Torschütze Sven Valenti erlegte die Raubkatzen zusammen mit seinen Sturmpartnern Yanick Dubé und Florian Keller praktisch im Alleingang. Alle sechs Löwen-Tore gingen auf das Konto des Trios. Innerhalb von 25 Minuten hatte es das Ergebnis auf 3:0 gestellt, ehe Hoogsteen (30.) zum ersten Mal Ilpo Kauhanen überwinden konnte. Valenti erhöhte in der 35. Minute auf 4:1. Zu Beginn des Schlussabschnitts fielen rasch drei Tore durch Hoogsteen (41.), Valenti (42.) und Sicinski (43.). zum Zwischenstand von 5:3. Straubing kämpfte danach vergeblich um den Anschlusstreffer und musste durch Florian Keller (55.) den 6:3-Schlusspunkt hinnehmen. ECT-Coach Beppo Schlickenrieder, zuletzt in die Kritik geraten, freute sich über den Sieg und den geglückten taktischen Winkelzug mit der zweiten Sturmreihe, gegen die die Jungs von Gerd Wittmann kein Rezept fand. In die Liste der Straubinger Verletzten trug sich am Freitag erneut Georg Franz ein. Hingegen wartet man auf das Comeback von Vaclav Mandous und hofft, dass die Verteidiger Gordon Borberg und Shane Zulyniak auch bald wieder in das Geschehen eingreifen können. Am Wochenende standen dem EHC-Coach nur fünf Defender zur Verfügung. Am Freitag muss sich der EHC Straubing zuhause dem Verfolger EC Bad Nauheim erwehren und kann dabei einen weiteren Dreier verbuchen, der sowohl im Kampf um Platz acht, als auch für das Heimrecht in den PlayDowns von Bedeutung sein könnte. (fc)

Nach Sieg gegen die "Jets" REV auf Platz zwei

Bremerhaven, 15. Januar REV Bremerhaven - Erding Jets 4:0(3:0, 1:0, 0:0) Von Beginn der Partie an zeigte der REV vor ausverkauftem Haus, dass man heute nicht gewillt war, sich von den kampfstarken Erdingern die Punkte entführen zu lassen. Wie die Feuerwehr legten die Seestädter los und die ersten fünfzehn Minuten kamen die Gäste nur sporadisch über die eigene blaue Linie. Für einen Bilderbuchstart sorgte bereits in der zweiten Minute Stephan Kraft, der unhaltbar für Pätzold verwandelte. Bereits in der fünften Minute war es Atvars Tribuncovs, der nach Pass von Dzikowski Pätzold abermals nur das Nachsehen gab. Als in der 14. Minute die Gäste in Unterzahl operieren mussten, lochte Jay Luknowsky nach Vorarbeit von Travnicek zum 3:0 ein. Im Mittelabschnitt blieben die Seestädter das spielbestimmende Team. Als abermals Tribuncovs in der 28. Minute die Fans zum feiern einlud, war bereits die Vorentscheidung gefallen. Das Spiel verflachte nun etwas und nun kamen auch die Gäste zu gelegentlichen Chancen, die sie aber unkonzentriert vergaben oder von Marko Suvelo in der Manier eines Großmeisters vereitelt wurden. Die Mit zum Teil mehr als ruppigen Einlagen brachten die Gäste dann eine Schärfe ins Spiel, die eigentlich nicht notwendig gewesen wäre, denn spielerisch konnte sich die Mannschaft in keiner Weise mit den Gastgebern messen. Im Schlussabschnitt änderte sich das Bild wenig. Trainer Bartman gab auch seinen Ersatzspielern Soguksu und Freymark immer öfter die Gelegenheit, sich auf dem Eis zu bewähren. Unnötig in der 45. Minute eine Boxeinlage zwischen Steinmann und Toews, die für beide Kontrahenten vom sehr gut leitenden Schiedsrichter Rademacher mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe geahndet wurde. Nach der Niederlage der Heilbronner Falken durfte sich der REV Bremerhaven über den Sprung auf Platz zwei der Tabelle freuen. Tore: 1:0 ( 2.) Kraft (Kasperczyk, Pysz), 2:0 (5.) Tribuncovs (Dzikowski, Travnicek), 3:0 (14.) Luknowsky (Travnicek, Tribuncovs), 4:0 (28.) Tribunvovs (Dzikowski, Smith). Strafminuten: 19 + 10 Schönfeld + 20 Toews - 27 + 5 + 20 Steinmann + 10 Jocher Zuschauer: 2050 ausverkauft Schiedsrichter: HSR Rademacher (Krefeld)

Freiburg: Zwei starke Drittel reichen knapp gegen Wilhelmshaven

Freiburg 14. Januar Nach zwei Dritteln führten die Freiburger bereits 5:0 gegen die Jadehaie, doch im letzten Drittel kamen die Gäste von der Nordsee noch bis auf 4:5 heran. Nervös und mit einigen Strafzeiten begann die Partie, ehe die Wölfe das Spiel kontrollierten und in der 8. Minute nach einem Alleingang von Dion Del Monte in Führung gingen. Brezina erhöhte kurz vor der Pause mit einem wunderschönen Schlagschuß in den rechten Winkel auf 2:0. Im zweiten Drittel schienen die Freiburger durch Treffer von Gignac, Samendinger und Frosch alles klar zu machen. Wilhelmshaven hatte nach dem 4:0 den angeschlagenen Torhüter Schistad für Pürschel eingewechselt. Völlig konfus präsentierten sich die Breisgauer im letzten Drittel und die nun stark aufspielenden Gäste erzielten Treffer um Treffer - zweimal war der Torjäger des ECW Karatchun erfolgreich. Die Schlußsirene rettete den überspielt wirkenden Freiburgen drei Punkte. Der Schlaf der Jadehaie in den ersten beiden Dritteln, wie es Gästetrainer Antipov ausdrückte, verhinderte die Mitnahme von Punkten an den Jadebusen. Der EHCF hatte allerdings in den ersten beiden Dritteln, wie es Wölfe-Trainer Grönstrand ausdrückte, sehr starkes Eishockey gespielt - weshalb der Sieg auch in Ordnung geht. Der finnische Trainer der Breisgauer zeigte sich in der Pressekonferenz auch sehr zufrieden mit dem Sechs-Punkte-Wochenende. EHC Freiburg - EC Wilhelmshaven 5:4 (2:0, 3:0, 0:4) 1:0 (7:08) Dion Del Monte 2:0 (18:06) Brezina (Scerban, Daniel Del Monte) 3:0 (27:33) Gignac (Scerban, 5/4) 4:0 (33:57) Samendinger (Frosch) 5:0 (34:57) Frosch (Brezina) 5:1 (43:48) Karatchun (Blank, Buril) 5:2 (47:09) Jun (Isayev, Schaal) 5:3 (53:25) Schaal (Jun, Isayev) 5:4 (59:55) Karatchun (Blank, Lewandowski) Schiedsrichter: Frenzel (Merkel, Franz) Zuschauer: 1900 Strafen: 12 - 14

Spitzenreiter Ingolstadt wankte, fiel aber nicht

Wilhelmshaven, 14. Januar Ohne den erkrankten Andrej Dmitriev, dafür mit Neuzugang Oleksander Isayev,ging der ECW in die Partie gegen Tabellenführer Ingolstadt. Der junge Ukrainer spielte zunächst neben Karachun und Lewandowski, rückte aber nach knapp vier Minuten in die zweite Reihe. Wer auf eine Wiederholung des 4:0-Erfolges der Vorrunde gehofft hatte, wurde bereits nach 23 Sekunden enttäuscht. Patrick Vozar, kleiner Bruder von Ex-Hai Robert Vozar, nutzte die erste Gästechance zur Führung. Danach spielte der ERC wie eine Spitzenmannschaft sein Pensum herunter. Stabil in der Abwehr, im Angriff immer gefährlich. Selbst eine 5:3-Überzahl der Jade-Haie überstanden die Audistädter ohne große Schwierigkeiten. Gegen das souveräne Spiel schienen die Haie auch zu Beginn des zweiten Drittels kein Mittel zu finden. Zunächst hielt Rob Schistad die Haie noch im Spiel, doch als Zywitza einen Meter vor dem Tor ungehindert einstocherte und Groleau einen Konter erfolgreich abschloss, schien die Begegnung gelaufen. Das 0:3 für die Gäste zu diesem Zeitpunkt durchaus verdient. Aus heiterem Himmel der Anschlusstreffer durch Daniel Jun. Der erneut überzeugende Center der zweiten Reihe, erkämpfte sich den Puck und schlenzte aus kurzer Distanz überlegt ein. Danach war es plötzlich vorbei mit der Souveränität des Spitzenreiters. Die vorher so abgeklärt wirkenden Verteidiger leisteten sich Fehler um Fehler. Einen dieser Patzer nutzte Neuzugang Isayev 18 Sekunden vor der Drittelpause zum Anschluss. Der 22-jährige hatte zwar einige Anpassungsschwierigkeiten, spielte sich aber trotzdem in die Herzen der Zuschauer. Im letzten Drittel dann ein aufregendes Eishockey-Spiel. Auffällig das provokative Verhalten des bis dahin starken Mario Brunetta im Ingolstädter Tor. Gegen Rusch und Karachun stocherte er mit der Kelle nach und erhielt zurecht zwei Strafminuten. Als dann Viktor Karachun für 2 Minuten in die Kühlbox musste, nutzte der Tabellenführer die Überzahl postwendend zur Vorentscheidung. Danach unsaubere Szenen im Eislaufcenter. Brunetta provoziert Rusch. Resultat 2+2 für beide. Auch Hauptschiedsrichter Bucala verlor langsam den Überblick. Den Faustschlag von Aldoff gegen Karachun konnte aber auch er nicht übersehen und schickte den Kanadier vorzeitig unter die Dusche. Da auch Casale auf der Strafbank saß, zwei Minuten vor Schluss 6:3 Überzahl für die Haie. Antipov hatte Schistad vom Eis genommen. Prompt erzielte Buril ein Tor. Schiedsrichter Bucala erkannte den Treffer nicht an. Geschickt hatte Brunetta nach dem Einschlag das Tor verschoben. So blieb es trotz aller Bemühungen der Jade-Haie beim Sieg der Panther. Insgesamt, wenn man objektiv bleibt, auch auf Grund der Überzahlschwäche der Haie, ein verdienter Sieg des Spitzenreiters. Statistik: Endstand: 2:4 (0:1/2:2/0:1) Torfolge: 0:1 (00:23) Vozar/Young, 0:2 (26:03) Zywitza/Casale, 0:3 (34:10) Timoschuk/ Groleau, 1:3 (36:31) Jun, 2:3 (39:42) Isayev/Jun, 2:4 (49:52) Aldoff/Groleau Üz 5:4 Strafminuten:16 - 20+5+Matchstrafe für Aldoff Zuschauer: 1300 Hauptschiedsrichter: Bucala (Herrischried)

Bartmänner stürmen nach Sieg in Nauheim auf Platz Drei

Bad Nauheim/Bremerhaven 12./13. Januar EC Bad Nauheim - REV Bremerhaven 2:4 (0:1, 0:1, 2:2) Wie würden sich die Turbulenzen auswirken, die im Laufe der Woche durch die Wetterau gezogen waren? Trotz der Probleme hatte die Mannschaft der "Roten Teufel" in den letzten Spielen hervorragendes geleistet und wollte auch gegen den REV Bremerhaven mit Sicherheit nicht als Verlierer das Eis verlassen. Jamie Bartman hatte sein Team entsprechend gewarnt. In der 4. Minute war es Michael Fendt, der auf Vorlage von Tim Schnobrich zum ersten Mal den gut aufgelegten Nauheimer Schlussmann Schwarz prüfte. Der REV kontrollierte das Spiel und machte auch weiterhin Druck. Pysz und vor allen Dingen Stephan Kraft, er wollte an der Stätte seiner Jugend beweisen was er dazu gelernt hatte, wussten immer wieder durch schnelle Vorstöße zu gefallen. Die größte Chance dann aber durch Jedrzej Kasperczyk, der in der 8. Minute von der linken Seite kommend Schwarz abermals vor eine fast unlösbare Aufgabe stellte, die dieser jedoch mit Bravour meisterte. Nauheim agierte bis zu diesem Zeitpunkt eher abwartend und suchte seine Chance in gelegentlichen Kontern. In der 16. Minute hätte einer dieser Vorstöße dann aber fast den Führungstreffer für die "Roten Teufel" gebracht. Nordin hatte sich durchgesetzt, doch dessen Pass konnte Andreas Morczinietz nicht im leeren Tor unterbringen. Nur zwei Minuten später belohnte Jedrzej Kasperczyk die rund 40 mitgereisten Fans des REV dann aber mit einem kuriosen Treffer. Auf Vorlage von Tribuncovs und Pysz wurde dessen Schuss vom Schlittschuh des Bad Aiblinger Schiedsrichters Trainer unhaltbar zum 1:0 für den sichtlich frustrierten Ingo Schwarz ins Tor der Kurstädter abgefälscht. Auch im Mittelabschnitt blieb der REV Bremerhaven die spielbestimmende Mannschaft. Zwar versuchten die Bad Nauheimer immer wieder mit sporadischen Kontern den Ausgleich zu erzielen, aber das Team aus der Seestadt wirkte zu abgeklärt, als dass es ernsthaft in Gefahr zu bringen sei. In der 28. Minute war es Michael Fendt, der zweimal kurz hintereinander die Chance hatte, das 2:0 zu erzielen. Die beste Gelegenheit dann aber für Kasperczyk, der eine Minute später einen Traumpass von Travnicek aufgenommen hatte und alleine auf das Tor von Schwarz zustürmte, diesem jedoch nicht überwinden konnte. Jubel erst wieder in der 34. Minute, als der polnische Altinternationale Kasperczyk einen Pass von Schönfeld und Pysz zum 2:0 unhaltbar neben den Pfosten des Nauheimer Gehäuses setzen konnte. Der REV erhöhte nun den Druck und wollte die Vorentscheidung, die Tim Schnobrich in der 38. Minute auch auf dem Schläger hatte, sich aber nicht schnell genug entschließen konnte und dem hervorragenden Ingo Schwarz die Scheibe überlassen musste. Im anschließenden Schlussdrittel ist den Nauheimern nichts von Resignation anzumerken, eher das Gegenteil ist der Fall. Die Kurstädter bestimmen nun das Spiel und bringen die Abwehr des REV ein ums andere Mal in Verlegenheit. Eine 10 Minuten Disziplinarstrafe gegen Morczinietz scheint den "Teufeln" zusätzlich Flügel verliehen zu haben, denn in der 45. Minute war es Doug Murray, der auf Vorlage von Dino Felicetti den 1:2-Anschlusstreffer erzielte. Nun kam Stimmung in die Halle und der REV musste bangen, seine bisher so gute Ausgangsposition zu verspielen. Drei Minuten später war es Ken Dzikowski, der auf Vorlage von Schönfeld und Smith den alten Abstand wieder herstellte. Als in der 54. Minute Lorne Toews sich hervorragend an der Bande durchgesetzt hatte, traf Tray Tuomie per Handgelenkschuss zum 4:1 für den Seestadt Express. Die Vorentscheidung war nun gefallen. Daran änderte auch Murrays Treffer zum 2:4 in der 57. Minute nichts mehr. Trainer Hurtik setzte zwar noch einmal alles auf eine Karte und nahm Torhüter Schwarz aus seinem Kasten, doch das Spiel konnte er auch durch diese taktische Aktion nicht mehr aus dem Feuer reißen. Der REV siegte verdient im Hessenland und muss nun in der Partie am kommenden Sonntag versuchen, die Gunst der Stunde zu nutzen und weiter Boden gut zu machen. Tore: 0:1 (18.) Kasperczyk (Pysz, Tribuncovs), 0:2 (34.) Kasperczyk (Schönfeld, Pysz), 1:2 (45.) Murray (Felicetti), 1:3 (48.) Dzikowski (Schönfeld, Smith), 1:4 (54.) Tuomie (Toews, Holden) Strafen: 12 + 10 Morczinietz - 10 Zuschauer: 1320 Schiedsrichter: HSR Trainer (Bad Aibling)

Baden-Württenberg-Derby in Heilbronn

Freiburg/Heilbronn 12.Januar Beim Derby des Heilbronner EC gegen den EHC Freiburg können die Breisgauer wieder auf ihren Top-Verteidiger und Kapitän Scerban zählen, fehlen wird hingegen weiter das Talent David Danner. Die Gastgeber aus der Käthchenstadt hat Stürmer David Musial in Richtung Iserlohn verlassen. Die Abwehr wird Rudi Gorgenländer verstärken, der aus Bad Nauheim vor Transferschluss an den Neckar gewechselt ist. Gorgenländer ist der sechste Spieler des HEC, der in der letzten Saison noch das Trikot der Wölfe trug - für einige Brisanz dürfte also wieder gesorgt sein. Die Falken wollen Anschluss an Ingoldstadt halten und für die Wölfe gilt es sich eine möglichst gute Plazierung für die Playoffs zu sichern. Es treffen heute zwei verschiedene Spielphilosphien aufeinander, während der Freiburger Trainer Grönstrand grössten Wert auf Defensive legt, liegen die Stärken von Znarok & Co. eindeutig im Offensivbereich.

Jadehaie erwarten Spitzenreiter Ingolstadt

Wilhelmshaven, 10. Januar Mit dem ERC Ingolstadt stellt sich am Freitag das absolute Topteam der Liga an der Jade vor. Mit sechs Punkten Vorsprung führen die Donaustädter die Tabelle an und das völlig verdient. Mit 111 Treffern stellen die "Panther" den stärksten Angriff. Beeindruckend die Bilanz von nur 54 Gegentoren in 28 Spielen. Die Ingolstädter, im letzten Jahr nur knapp an der Düsseldorfer EG gescheitert, peilen eindeutig die DEL an. Garanten für den Höhenflug der Panther sind Trainer "Jimi" Boni, Keeper Mario Brunetta sowie im Angriff das Supertrio aus Kanada Young, Groleau und Goodall. Der Coach, immerhin mit Bozen schon mal Meister in der Alpenliga, hat in den letzten eineinhalb Jahren eine schlagkräftige Mannschaft zusammengestellt. Der Italiener Brunetta im Tor, ausgestattet mit reichlich internationaler Erfahrung, ist trotz seiner Größe von 1,92 Metern der beste Keeper der Liga. Bereits in Amerika, Schweden und in der DEL hat er seine Klasse unter Beweis gestellt. Wenn dazu noch die Kanadier der Audistädter auf Touren kommen, ist der ERC nur schwer zu schlagen. Dass dies aber möglich ist bewiesen die Haie im Heimspiel am 22.10.2000, als der Topfavorit im Eislaufcenter mit 4:0 die Segel streichen musste. Bleibt zu hoffen, dass sich das Lazarett der Haie bis zum Spieltag lichtet, denn ohne Karachun, Schaal und Boris Blank scheint der Spitzenreiter eine unüberwindbare Hürde darzustellen. Vielleicht können die Haie nach Isayev noch eine weitere Neuverpflichtung präsentieren, um den kleinen Kader etwas aufzufrischen. Am Sonntag in Freiburg geht es dann wieder gegen einen direkten Play-off-Rivalen. Bisher haben die Haie eine weiße Weste gegen die Wölfe. 2:0 und 5:2 entschied der ECW die bisherigen Auseinandersetzungen für sich. Nach Anlaufschwierigkeiten zum Saisonstart hat sich die Truppe des finnischen Coach Jari Grönstrand stabilisiert und sich über dem Play-off-Strich etabliert. Mit dem Tschechen Haas, bereits im vierten Jahr beim EHC, verfügen die Breisgauer über einen Keeper der Extraklasse. Davor steht mit Verteidiger Scerban, Ex-Weltmeister mit Tschechien, der beste Verteidiger der Liga. Aus der DEL von den Moskitos Essen gekommen, übernahm er sofort Führungsaufgaben und ist als Kapitän der verlängerte Arm des Trainers auf dem Eis. Mit Robert Brezina haben die Wölfe den torgefährlichsten Stürmer der Liga im Kader. 21 Treffer in 27 Spielen stehen bisher auf seinem Konto. Der Kanadier Chris Gignac ist ein weiterer Hochkaräter im Angriff. Nach einer Verletzung zu Saisonbeginn kam der Center immer besser in Schwung und liefert seit Wochen starke Leistungen ab. Die Haie, in der Fremde immerhin schon sechs mal siegreich, können mit einem Sieg mit den Freiburgern gleichziehen und einen großen Schritt in Richtung Play-off machen.

Tiger kämpfen um PlayOffs und Zuschauergunst

Straubing, 10. Januar In einer "Exklusivstellungnahme" hat sich der EHC Straubing auf seiner offiziellen Homepage www.ehc-tiger.de zu einigen Punkten, die den Fans derzeit auf den Nägeln brennen, zu Wort gemeldet. Der aktuelle Kader wird nicht mehr verändert. Zuletzt war die Verpflichtung eines weiteren Verteidigers im Raum gestanden. Nachdem sich die Verletzung von Gordon Borberg als nicht so schwerwiegend herausgestellt hat, legte man diese Pläne bereits Anfang der Woche wieder ad acta. Der Verein hat mit einem Schnitt von 1650 Zuschauern in dreissig Partien, darunter sechs Freundschaftsspiele, kalkuliert. Nachdem die Zahlen im Dezember etwas rückläufig waren, scheint der finanzielle Rahmen ohnehin keine grossen Sprünge mehr zuzulassen. Das bestätigt sich auch darin, dass der "Zuschauerschnitt unbedingt gehalten werden müsse". Der Vorsitzende Jürgen Pfundtner hatte sich kürzlich auch an die Lokalpresse gewandt, um seiner Besorgnis über die Zuschauerentwicklung Ausdruck zu verleihen. Bei den letzten beiden Begegnungen gegen Erding (1850) und Bremerhaven (1700) zeigte die Tendenz wieder etwas nach oben. Ausserdem hat es die Mannschaft geschafft, mit dem überraschenden Auswärtssieg in Ingolstadt selbst die Werbetrommel für die Freitagbegegnung gegen den SC Bietigheim-Bissingen zu rühren. In der Gäubodenstadt spielt die Zuschauerzahl eine nicht unerhebliche Rolle, da es an finanzstarken Unternehmen mangelt. Nur durch zusätzliche Sponsorengelder hatte der Verein vor Saisonbeginn das Abenteuer 2. Bundesliga in Angriff nehmen können, nachdem zuerst für die Oberliga geplant, durch das Aufrücken von Iserlohn in die DEL ein Ersatz gesucht und schliesslich in Straubing auch gefunden wurde. Die sportliche Zwischenbilanz fällt zu Beginn des neuen Jahres zufriedenstellend aus. Die Wittmann-Truppe war überraschend gut in die Saison gestartet und lag sogar lange auf PlayOff-Kurs, rutschte zum Ende des letzten Jahres allerdings etwas ab. Derzeit beträgt der Rückstand von Platz zehn zum Achten sieben Punkte und auch wenn man noch auf die PlayOffs schielt, so erscheint das ursprünglich ausgegebene Saisonziel Klassenerhalt als realistisch und mit dem vorhandenen Spielermaterial als umsetzbar. (fc)

Thema der Woche (2): DEB Ligen ohne Tschechen , Russen und Nordamerikaner ?

Duisburg, 10. Januar Hockeyweb hatte ja schon ausführlich über die möglichen Konsequenzen der Reglementierung von Aufenthaltsgenehmigungen im Sportbereich berichtet (Story lesen...) nun ist Eure Meinung gefragt. Kann man in so kurzer Zeit auf die Leistungsträger aus Übersee , Tschechien oder Rußland verzichten ? Welche Auswirkungen hätte es auf die Nachwuchsakteure und die Nachwuchsarbeit in den Vereinen ? Wir freuen uns auf Eure Meinung im Forum...

Buchshop neu eröffnet

Duisburg, 9. Januar Der Hockeyweb-Buchshop wurde gründlich überarbeitet und ist jetzt online. Auf neun Seiten findet sich deutsche und englische Bücher in den Rubriken Allgemeines, Statistik und Bücher für Profis.
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Grippewelle bei den Jadehaien

Wilhelmshaven, 9. Januar Die grassierende Grippewelle hat den Jadehaien am Wochenende arg geschadet. Nachdem in Erding einige Spieler geschwächt aufliefen, konnte der Mannschaftsarzt am Sonntag auch nicht mehr helfen. Neben Kapitän Jürgen Schaal fielen mit Viktor Karachun und Boris Blank die beiden besten Torschützen des Zweitligisten aus. Inwieweit am kommenden Freitag im Heimspiel gegen den Tabellenführer aus Ingolstadt wieder "alle Mann an Deck" sind, wird sich erst kurz vor Spielbeginn herausstellen. In den Statistiken der 2. Bundesliga sind auch nach dem 28. Spieltag einige Jadehaie unter den Top 20. So bei den Torjägern, wo Viktor Karachun mit 18 Treffern auf Rang zwei hinter dem Freiburger Robert Brezina liegt. Bei den in Überzahl erzielten Toren liegt der Weißrusse auf dem 12. Platz mit vier Einschüssen. Vladimir Buril ist mit ebenso vielen Treffern auf Platz zehn.

Borberg nur leicht verletzt - Neuverpflichtung vom Tisch

Straubing, 9. Januar Am letzten Wochenende wartete Gordon Borberg, Verteidiger des EHC Straubing, noch mit einer Hiobsbotschaft auf. Nach dem Spiel gegen Bremerhaven musste sich der Verteidiger an der lädierten linken Hand behandeln lassen und aufgrund der starken Schwellung befürchtete die medizinische Abteilung sogar einen Kahnbeinbruch. Diese schwere Verletzung hätte den Blondschopf für mindestens sechs bis acht Wochen außer Gefecht gesetzt. Kurz vor Transferschluss am 15. Januar hätte der EHC darauf reagieren müssen und, nachdem auch Shane Zulyniak wegen eines Fingerbruchs noch zwei bis drei Wochen pausieren muss, wurde man noch einmal auf dem Transfermarkt tätig. Ein ausländischer Verteidiger sollte es dabei sein. Doch am Dienstag konnte Entwarnung gegeben werden. Die Verletzung von Borberg stellte sich zum Glück "nur" als große Schwellung heraus und ist definitiv kein Bruch. "Damit ist das Thema einer weiteren Verpflichtung eines Spielers endgültig vom Tisch", war der sportliche Leiter des EHC Peter Zankl erleichtert. Nächste Woche werden somit der "Bore" und auch Vaci Mandous, der nach seiner Innenbandverletzung bereits wieder auf dem Eis mittrainiert , mitspielen können.

Müssen Nicht-EU-Ausländer aus den DEB-Ligen verschwinden?

Weißwasser/Ingolstadt/München, 8. Januar Steht den DEB-Ligen möglicherweise ein radikaler Einschnitt, was die Verpflichtung von Ausländern betrifft, bevor? Vereine mit Sorgen, DEB-Sportdirektor Franz Reindl sieht dagegen keine großen Chancen für gravierende Veränderungen. Der Freistaat Sachsen hat sich als erstes Bundesland offensichtlich die Reglementierung von Aufenthaltsgenehmigungen im Sportbereich auf seine Fahnen geheftet. Auf einer Innenministerkonferenz im Mai und einer Sportministerkonferenz im Oktober des letzten Jahres wurde ein Übereinkommen, nach dem Nicht-EU-Ausländer nur mehr in den jeweils höchsten Spielklassen aktiv sein dürfen, auf den Weg gebracht. Für das deutsche Eishockey hätte das die Konsequenz, dass sich die Vereine aus den DEB-Ligen bei ihren Verpflichtungen von Ausländern auf die EU-Bürger konzentrieren müssten. Kanadier, Amerikaner, Tschechen oder Russen blieben außen vor. Sachsen ist bei der Umsetzung den anderen Bundesländern, die durch die Erteilung von Aufenthaltsgenehmigungen über ein entsprechendes Instrument verfügen, bereits ein deutliches Stück voraus und sieht aufgrund des bestehenden Konsens keinen Grund für ein verhaltenes Vorgehen. "Mit wem soll ich dann noch Eishockey spielen?", fragt Dr. Klaus Dietze, als Vorsitzender des ES Weißwasser unmittelbar betroffen. Vor Monaten hatte er erstmals von den Plänen der Politiker gehört, allerdings auf "Stück-für-Stück-Lösungen" gehofft. Von den aktuell unter Vertrag stehenden Ausländern wäre in seiner Mannschaft Goalie Iiro Itämies der einzige Ausländer, über den er sich nicht den Kopf zu zerbrechen bräuchte. Zwei weitere, darunter Alexej Pogodin, haben noch gültige Verträge über die aktuelle Spielzeit hinaus. Sollte die Regierung die geplante Regelung konsequent umsetzen, müssten die Füchse bei den bereits anlaufenden Planungen für die nächste Saison einigen Problemen ins Auge sehen. Dietze hat den Eindruck, dass Sachsen hier Glanzlichter setzen will und spricht von einer Wettbewerbsverzerrung. "Das wäre für uns ein deutlicher Nachteil", analysiert er die sich abzeichnende Lage. Die Intention, dass dem deutschen Sportnachwuchs damit unter die Arme gegriffen werden soll, lässt er nicht gelten: "Bei uns haben gerade junge Spieler wie Arendt, Bartell oder Steinecke einen Stammplatz, weil sie von den Ausländern geführt werden." Wird der Verpflichtung von Puckjägern außerhalb der EU ein Riegel vorgeschoben, würde dies zwangsläufig die Gehälter der starken deutschen Spieler steigen lassen und auch die Cracks aus den Eishockeynationen Schweden und Finnland wären von den unterklassigen Vereinen heiß umworben. "Das bringt das deutsche Eishockey nicht weiter", ist sich Dr. Dietze sicher. Ähnlich sieht man die Dinge auch beim Tabellenführer Ingolstadt. "Es wäre einfacher, gute Nachwuchsspieler einzusetzen, wenn sie billiger wären", sagt Heinz Namyslo, Pressesprecher der Panther. Gerade deshalb sind die Oberbayern auch überzeugt, dass der Sprung in die DEL aufgrund der aktuellen Ausländerregelungen für sie jetzt eher realisierbar wäre, als in ein paar Jahren. Die Pläne der Politiker beschäftigen den ERC noch nicht und Namyslo hat Zweifel an dem Konzept: "Ich glaube nicht, dass sich das durchsetzt." Vielmehr würde man sich an der Donau gerade mehr Unterstützung der deutschen Vereine durch die Politik auf andere Art wünschen, damit der Sport wieder für die Kinder und Jugendlichen attraktiver gemacht werden kann. Was den aktuellen Kader der Schanzer betrifft, hätten die Pläne der Politiker nur bedingt Auswirkungen, da die Ausländer Goodall, Groleau, Brunetta und Casale auch über die EU-Regelung zur Verfügung stünden. Vor allem sollte man jedoch die Fans, die einen wichtigen Beitrag zur Finanzierbarkeit des Eishockeysports auch in den unteren Ligen beitragen, nicht vergessen. Es sind nicht zuletzt gerade die Nordamerikaner und Osteuropäer, die bei vielen Teams das Eishockey attraktiv machen, für die Anhänger das Salz in der Suppe darstellen und sie in die Hallen locken. Eine German-Team-Lösung wie in Erding hält Dr. Klaus Dietze für Weißwasser ohnehin nicht umsetzbar: "Ohne Ausländer könnten wir zumachen." Dazu DEB-Sportdirektor Franz Reindl: "Im Grunde ist dieser Vorstoß eine schöne Sache, aber aus meiner Sicht schwer durchführbar. Es wird kaum gelingen, einen echten Schnitt zwischen Profis und Amateuren machen zu können." (fc)

Müssen Nicht-EU-Ausländer aus den DEB-Ligen verschwinden?

Weißwasser/Ingolstadt/München, 8. Januar Steht den DEB-Ligen möglicherweise ein radikaler Einschnitt, was die Verpflichtung von Ausländern betrifft, bevor? Vereine mit Sorgen, DEB-Sportdirektor Franz Reindl sieht dagegen keine großen Chancen für gravierende Veränderungen. Der Freistaat Sachsen hat sich als erstes Bundesland offensichtlich die Reglementierung von Aufenthaltsgenehmigungen im Sportbereich auf seine Fahnen geheftet. Auf einer Innenministerkonferenz im Mai und einer Sportministerkonferenz im Oktober des letzten Jahres wurde ein Übereinkommen, nach dem Nicht-EU-Ausländer nur mehr in den jeweils höchsten Spielklassen aktiv sein dürfen, auf den Weg gebracht. Für das deutsche Eishockey hätte das die Konsequenz, dass sich die Vereine aus den DEB-Ligen bei ihren Verpflichtungen von Ausländern auf die EU-Bürger konzentrieren müssten. Kanadier, Amerikaner, Tschechen oder Russen blieben außen vor. Sachsen ist bei der Umsetzung den anderen Bundesländern, die durch die Erteilung von Aufenthaltsgenehmigungen über ein entsprechendes Instrument verfügen, bereits ein deutliches Stück voraus und sieht aufgrund des bestehenden Konsens keinen Grund für ein verhaltenes Vorgehen. "Mit wem soll ich dann noch Eishockey spielen?", fragt Dr. Klaus Dietze, als Vorsitzender des ES Weißwasser unmittelbar betroffen. Vor Monaten hatte er erstmals von den Plänen der Politiker gehört, allerdings auf "Stück-für-Stück-Lösungen" gehofft. Von den aktuell unter Vertrag stehenden Ausländern wäre in seiner Mannschaft Goalie Iiro Itämies der einzige Ausländer, über den er sich nicht den Kopf zu zerbrechen bräuchte. Zwei weitere, darunter Alexej Pogodin, haben noch gültige Verträge über die aktuelle Spielzeit hinaus. Sollte die Regierung die geplante Regelung konsequent umsetzen, müssten die Füchse bei den bereits anlaufenden Planungen für die nächste Saison einigen Problemen ins Auge sehen. Dietze hat den Eindruck, dass Sachsen hier Glanzlichter setzen will und spricht von einer Wettbewerbsverzerrung. "Das wäre für uns ein deutlicher Nachteil", analysiert er die sich abzeichnende Lage. Die Intention, dass dem deutschen Sportnachwuchs damit unter die Arme gegriffen werden soll, lässt er nicht gelten: "Bei uns haben gerade junge Spieler wie Arendt, Bartell oder Steinecke einen Stammplatz, weil sie von den Ausländern geführt werden." Wird der Verpflichtung von Puckjägern außerhalb der EU ein Riegel vorgeschoben, würde dies zwangsläufig die Gehälter der starken deutschen Spieler steigen lassen und auch die Cracks aus den Eishockeynationen Schweden und Finnland wären von den unterklassigen Vereinen heiß umworben. "Das bringt das deutsche Eishockey nicht weiter", ist sich Dr. Dietze sicher. Ähnlich sieht man die Dinge auch beim Tabellenführer Ingolstadt. "Es wäre einfacher, gute Nachwuchsspieler einzusetzen, wenn sie billiger wären", sagt Heinz Namyslo, Pressesprecher der Panther. Gerade deshalb sind die Oberbayern auch überzeugt, dass der Sprung in die DEL aufgrund der aktuellen Ausländerregelungen für sie jetzt eher realisierbar wäre, als in ein paar Jahren. Die Pläne der Politiker beschäftigen den ERC noch nicht und Namyslo hat Zweifel an dem Konzept: "Ich glaube nicht, dass sich das durchsetzt." Vielmehr würde man sich an der Donau gerade mehr Unterstützung der deutschen Vereine durch die Politik auf andere Art wünschen, damit der Sport wieder für die Kinder und Jugendlichen attraktiver gemacht werden kann. Was den aktuellen Kader der Schanzer betrifft, hätten die Pläne der Politiker nur bedingt Auswirkungen, da die Ausländer Goodall, Groleau, Brunetta und Casale auch über die EU-Regelung zur Verfügung stünden. Vor allem sollte man jedoch die Fans, die einen wichtigen Beitrag zur Finanzierbarkeit des Eishockeysports auch in den unteren Ligen beitragen, nicht vergessen. Es sind nicht zuletzt gerade die Nordamerikaner und Osteuropäer, die bei vielen Teams das Eishockey attraktiv machen, für die Anhänger das Salz in der Suppe darstellen und sie in die Hallen locken. Eine German-Team-Lösung wie in Erding hält Dr. Klaus Dietze für Weißwasser ohnehin nicht umsetzbar: "Ohne Ausländer könnten wir zumachen." Dazu DEB-Sportdirektor Franz Reindl: "Im Grunde ist dieser Vorstoß eine schöne Sache, aber aus meiner Sicht schwer durchführbar. Es wird kaum gelingen, einen echten Schnitt zwischen Profis und Amateuren machen zu können." (fc)

Wilhelmshaven: Isayev ersetzt Kwiatkowski

Wilhelmshaven, 8. Januar Kurz vor Transferschluss hat der ECW noch einmal nachgebessert. Die durch den Weggang von Robert Kwiatkowski frei gewordene Stelle wird durch den jungen Ukrainer Olexander Isayev besetzt, der bisher für den Oberligisten Herford stürmte und in 18 Spielen auf 19 Punkte (11 Tore, 8 Vorlagen) kam. Der 22jährige Angreifer war in der vergangenen Spielzeit mit 113 Punkten (44/69) in 59 Partien der Topscorer der Wolfsburger "Grizzly Adams" Somit steht Coach Anatoli Antipov wieder ein siebter Ausländer zur Verfügung, um damit den Konkurrenzkampf weiter anzuschüren.

Ersatzgeschwächte Haie unterliegen im Penaltyschießen

Wilhelmshaven, 8. Januar Unter äußerst ungünstigen Voraussetzungen traten die Jade-Haie zu diesem "Sechs-Punkte-Spiel" gegen einen unmittelbaren Play-off-Rivalen SC Riessersee an. Anatoli Antipov musste auf die grippekranken Viktor Karachun und Jürgen Schaal verzichten, außerdem fiel Boris Blank mit einer Fingerverletzung aus. Somit waren der erste und zweite Block gesprengt und Antipov musste die Reihen neu mischen. So wurden Aab, Naumann und Rusch zur ersten Reihe umfunktioniert und spielten jeweils gegen den Topblock der Garmischer. Altmeister Sergej Jaschin, aus der 1b reaktiviert, stürmte neben Jun und Winkelmann. Schlussendlich wurde noch Alex Herbst zum Rechtsaußen neben Lewandowski und Dmitriev umfunktioniert. Die zusammengewürfelte Truppe verkaufte sich nicht schlecht. Geführt von den sehr starken Centern Naumann und Jun hielten die Haie die Begegnung jederzeit offen. Die Gäste wirkten cleverer und abgeklärter und nutzten zwei Überzahlsituationen eiskalt aus. Der zwischenzeitliche Ausgleich schien sie nicht zu stören. Der ECW war zwar optisch überlegen, doch der SCR spulte routiniert sein Pensum herunter. Nach dem 1:3 durch den stärksten Gästespieler an diesem Abend, Norm Batherson schien die Partie gelaufen. Die Gäste schalteten einen Gang zurück und vor allem die Verteidiger Lehner, Storf und Hohenadl schienen sich schon mit drei Punkten in der Kabine zu wähnen. Doch immer wieder angetrieben durch Jun und Naumann drängten die Haie im letzten Abschnitt auf den Anschluss. Antipov stellte auf zwei Reihen um, ließ Jaschin neben Aab und Naumann stürmen, Jun rückte zu Dmitriev und Lewandowski. Doch der Finne Peltosara im Garmischer Kasten schien zunächst unbezwingbar. Nacheinander entschärfte er Chancen von Jaschin, Buril und Jun. In der 52. Minute endlich der Anschluss. Gästeverteidiger Storf saß auf der Strafbank, als Vladimir Buril in unnachahmlicher Manier einen Querpass von Janke in die Maschen hämmerte. Vom Bully weg die Ausgleichschance für Jun; im Gegenzug fast die Entscheidung durch Dennis. 30 Sekunden vor Schluss räumte Schistad den Kasten für einen sechsten Feldspieler. Jede Menge Hektik vor dem Tor der Gäste. Zwei Sekunden vor Schluss war es dann Edi Lewandowski vorbehalten, den verdienten und vielumjubelten Ausgleich zu erzielen. In der Verlängerung Chancen im Minutentakt für den ECW. Die Abwehr des SCR schwamm, sank aber dank Peltosara nicht. Im Lotteriespiel Penaltyschießen hatte dann der SC Riessersee mehr Glück und erzielte durch Norm Batherson den entscheidenden Penalty, nachdem zuvor alle ECW-Schützen gescheitert waren. Trotz der Niederlage zeigte sich Coach Antipov mit der Leistung seiner Rumpftruppe zufrieden. Nach dem 1:3-Rückstand eigentlich ein Punktgewinn für die Haie. Somit hat man zwei Punkte mehr auf dem Konto als zum vergleichbaren Zeitpunkt der ersten Hälfte der Hauptrunde. Statistik: Endstand: 3:4 nach Penalty (1:2/0:1/2:0/0:0) Torfolge: 0:1 (13:11) Hohenadl Üz 5:4, 1:1 (13:39) Aab/Finko, 1:2 (17:05) Brockmann Üz 5:4, 1:3 (31:29) Batherson/Dennis, 2:3 (51:32) Buril/Janke Üz 5:4, 3:3 (59:58) Lewandowski/Janke/Finko, 3:4 Batherson(Penalty GWS) Strafminuten: ECW: 6; SCR: 4 Zuschauer: 1200 Hauptschiedsrichter: Arnold Nowaczyk (Duisburg)

Füchse wollen Neuansetzung des Freiburg-Spiels

Weisswasser, 8. Januar Der ES Weisswasser hat gegen die Wertung des Freitagsspiels gegen den EHC Freiburg (2:3) Protest eingelegt. "Wegen einer Auslegungssache oder einer Tatsachenentscheidung würden wir nicht protestieren", bekräftigt der ESW-Vorsitzende Dr. Klaus Dietze, der dem Ausgang des Feststellungsverfahrens optimistisch entgegenblickt. Was war geschehen? Beim Spielstand von 2:3 für die Wölfe spielte Weisswasser kurz vor Spielende in Überzahl. 25 Sekunden vor Schluss beging Freiburgs Michael Vasicek ein weiteres Foul, wonach Hauptschiedsrichter Friesenegger eine Strafe anzeigte. Just in dieser Phase gelang den Sachsen der 3:3-Ausgleich, der auch aus Sicht Frieseneggers regelgerecht zustande kam. Allerdings wurde er von Linesman Beuthner nun darüber informiert, dass dieser das Spiel unterbrochen hatte, in der falschen Annahme, Friesenegger selbst hätte zuvor bereits abgepfiffen. Daraufhin nahm Friesenegger den Ausgleichstreffer zurück, was man in Weisswasser als eindeutigen Regelverstoss wertet. Im Eifer des Gefechts versäumte es das Schiedsrichtergespann unabhängig davon, die Spielzeit zu korrigieren, was den Hausherren mit Herausnahme des Goalies zusätzliche Sekunden mit einer 6:3-Überzahlsituation beschert hätte. Hinzu kommt, dass Linienrichter Beuthner seinen Fehler nach Spielende eingestand. "Das habe ich selten erlebt", sagt dazu Dietze, der in den nächsten 14 Tagen mit einer Entscheidung von Verbandsseite rechnet und auf eine Neuansetzung hofft. Das Spielgericht des DEB soll sich spätestens am 20. Januar mit dem Fall befassen. (fc)

Sechster REV-Sieg in Folge

Bremerhaven, 8. Januar Erwartungsfrohe Stimmung hatte sich rund um das Eisstadion am Wilhelm-Kaisen-Platz breit gemacht. Der Sieger der Partie konnte den 4. Platz für sich behaupten bzw. als erobert feiern. Entsprechend motiviert gingen beide Mannschaften in diese Begegnung. Zunächst lagen die klareren Chancen bei den Seestädtern, die mit Gewalt versuchten, durch eine frühe Führung Ruhe ins Spiel zu bringen. Zunächst scheiterte Kasperczyk in aussichtsreicher Position und nur Sekunden später konnte Pysz aus der Drehung schießend den Puck nicht hinter Voigt platzieren. Der REV blieb am Drücker und fast wäre Tribuncovs mit einem verdeckten Schuss von der blauen Linie die Führung geglückt, doch abermals war der junge Goalie der Schwaben auf dem Posten. Nachdem auch Schönfeld etwas zu überhastet vergeben hatte, konnte etwas überraschend für die knapp 2000 Fans der Seestädter Ritchie auf Vorlage von Teeple das 1:0 für die Gäste erzielen. In der Folge gewannen die Bietigheimer nun mehr und mehr ein optisches Übergewicht. Aus Sicht der Hausherren wurde der Gegner nicht eng genug gedeckt und konnte sich so immer wieder gut in Szene setzen. Dennoch, die letzte Chance des ersten Durchgangs war dann nochmals auf Seiten des REV zu verzeichnen. Nach einem Break von Pysz war es Voigt, der erneut retten konnte. Im Mittelabschnitt suchten die "Bartmänner" den Ausgleich, doch wie aus heiterem Himmel fiel plötzlich in der 26. Minute durch Gratza das 2:0 für die Truppe von Trainer Tom Pokel. Böse Vorahnungen wurden wach und viele erinnerten sich bereits an das 1:8 aus der ersten Partie auf heimischen Eis. Doch in der 28. Minute war es Craig Streu, der die Wende einleitete. Nach einer Flanke von Schnobrich hämmerte er die Scheibe aus Rechtsaußenposition unhaltbar für Voigt in die Maschen des Bietigheimer Tores. Nun begann die Angriffsmaschine des REV auf Hochdruck zu laufen. Bereits eine Minute später grenzenloser Jubel auf den Rängen, Toews hatte nach Vorlage von Luknowsky kaltblütig zum 2:2 verwandelt. Das Spiel gewann noch mehr an Farbe und fast wäre Leahy in der 30. Minute die erneute Führung für die Gäste geglückt, als der Puck gefährlich nahe am Tor von Suvelo vorbeitrudelte. Zwanzig Sekunden später machte es Jason Becker besser, als er den REV, mittlerweile in Überzahl, mit 3:2 in Führung brachte. Wütende Angriffe der "Steelers" und Strafzeiten gegen Holden und Suvelo schienen den Gästen den Weg zum Ausgleich zu ebnen, doch Zdenek Travnicek bewies nach einem "Zuckerpass" von Dzikowski, dass er auch in Unterzahl treffen kann. Bitter dieser Treffer für die so hoch gehandelten "Steelers", die nun völlig von der Rolle waren. In der 37. Minute krönten Pysz und Kaspercyzk ihre tolle Leistung, als "PP" das 5:2 gelang. Wer geglaubt hatte, im Schlussabschnitt würden die "Steelers" nur noch ihr Tagespensum erledigen, der musste sich schnell belehren lassen. Nach einer gehörigen Gardinenpredigt hatten die Bietigheimer noch einmal den Vorwärtsgang eingeschaltet und dominierten in den ersten zehn Minuten des Schlussdrittels den REV klar. Hoffnung keimte noch einmal bei den Schwaben auf, als Hannon in Überzahl das 3:5 gelang. Als in der 49. Minute Suvelo nach einem Break von Ritchie Kopf und Kragen riskieren musste, hatten auch die Zuschauer auf den Rängen bange Minuten zu überstehen. Nach einem Wurfgeschoss aus dem Handgelenk eines Bietigheimer Stürmers forderten diese vehement die Zuerkennung des vierten Treffers, doch hier konnte Schiedsrichter Janusz keinerlei Konzessionen machen. Nach einer Auszeit des REV (50:25 min) beruhigte sich das Spiel und die Bremerhavener kamen nur noch selten in Verlegenheit. Am Ende durften die wieder einmal tollen Fans des REV einen verdienten Sieg ihrer Mannschaft bejubeln. Tore: 0:1 (7.M.) Ritchie, Teeple, 0:2 (26.M) Mitchell, Gratza, Laylin, 1:2 (28.M.) Streu, Schnobrich, 2:2 (29.M.) Toews, Luknowsky, 3:2 (31.M.) Becker, Streu) 4:2 (33.M.) Travnicek, Dzikowski, 5:2 (37.M.) Pysz, Holden Kasperczyk, 5:3 (46.M.) Hannon, Muller, Mitchell, Strafen: Bremerhaven: 18 Bietigheim: 16 Zuschauer: 1960 Schiedsrichter: HSR Janusz (Harsefeld)

Straubings Tiger überraschen im Pantherkäfig

Ingolstadt, 7. Januar Mit einer erstaunlich konzentrierten Defensivleistung über die gesamte Spielzeit kam der EHC Straubing ausgerechnet beim Spitzenreiter Ingolstadt zu seinem ersten Auswärtsdreier. Dabei reichte ein einziges Powerplay-Tor im ersten Drittel und eine Defensivschlacht über die restliche Spielzeit zum knappen 1:0-Erfolg. Den Panthern, die über weite Strecken zu verspielt wirkten und den entscheidenden Zug zum Tor vermissen liessen, behagte das Konzept von Gerd Wittmann wie schon beim letzten Aufeinandertreffen nur wenig. Jim Boni hingegen vermutete, dass die Partie schon vor Beginn in den Köpfen seiner Spieler entschieden gewesen sei. Der EHC Straubing überraschte die zuletzt vor Spielfreude nur so sprühenden Schanzer zunächst mit einer schnörkellosen und nur wenig zurückhaltenden Spielweise. Bereits nach wenigen Sekunden tauchte Bill Trew alleine vor Mario Brunetta auf. Beim ersten Powerplay der Hausherren vergab Sven Zywitza die beste Möglichkeit. Besser machten es die Gäubodenstädter auf der anderen Seite. Goalgetter John Sicinski verwertete einen Abpraller zur Gästeführung (9.). Obwohl der Rückstand seine Wirkung nicht verfehlte, kam Ingolstadt mit der dicht gestaffelten Abwehr des Gegners weiter nicht zurecht. In der 18. Minute war es Agostino Casale, der nach einem über Zywitza vorgetragenen Break an Lonscher in aussichtsreicher Position scheiterte. Nachdem auch Timoschuk und erneut Casale zum Drittelende vergaben, ging es mit dem Spielstand von 0:1 in die erste Pause, nach der die Boni-Truppe das Spiel merklich an sich zog und durch einen Flachschuss von Zywitza bald Gefahr heraufbeschwor. In der 26. Minute brachte Bill Trew Brunetta in höchste Not und nur mit Glück bereinigten die Panther diese Situation. Später rückte zusehends Dominic Lonscher in den Blickpunkt, aber Kummer, Zywitza und der bemühte Kapitän Young konnten den EHC-Goalie nicht überwinden. Im letzten Abschnitt setzte sich die Defensivschlacht Straubings fort. Die wütenden Angriffe des Tabellenführers wurden oft schon frühzeitig gebremst. Die vielen Fernschüsse hatte Lonscher, der bei Abprallern auch auf seine Vorderleute zählen konnte, unter Kontrolle. So blieben die Angriffsbemühungen der Panther, denen die Zeit davon lief, ohne den gewünschten Erfolg. Eineinhalb Minuten vor der Schlussirene ersetzte Boni seinen Schlussmann durch einen sechsten Feldspieler. Mit dem "Glück des Tüchtigen", wie es Tiger-Dompteur Wittmann nannte, überstanden die Gäste diese dramatischen Schlussekunden und konnten sich anschliessend gemeinsam mit den mitgereisten Schlachtenbummlern über ihren Überraschungscoup im Stadion an der Jahnstrasse freuen. Trainerstimmen: Gerd Wittmann (Straubing): "Die Karten waren heute klar verteilt. Wir wollten eine klare Niederlage vermeiden und Schadensbegrenzung betreiben. Die Hoffnung auf eine Sensation hatten wir vielleicht im Hinterkopf. Wir haben in den letzten Partien unsere Spielweise etwas verändert und wollten heute respektlos und taktisch diszipliniert spielen. Das erste Drittel ging zurecht an uns, im zweiten und dritten Abschnitt hat Ingolstadt den Druck verstärkt. Mit dem Glück des Tüchtigen haben wir die Angriffe entschärft und konnten die Scheibe oft raus spielen. Wir haben nicht schön, aber effektiv gespielt. Ich bin mir sicher, dass die drei Punkte Ingolstadt nicht weh tun." Jim Boni (Ingolstadt): "Mein Kompliment an Straubing, die gut und diszipliniert gespielt haben. Es war heute nicht unser Spiel. Ich glaube, wir hatten das Spiel schon vorher im Kopf verloren. Straubing war im ersten Drittel viel besser und wir haben geschlafen. Danach war es ein bisschen besser und wir hatten ein paar Chancen zum Ausgleich. Für uns war es ein Durchschnittsspiel und wir haben nur ein Tor bekommen. Aber wenn man selbst kein Tor schiesst, kannst man auch das Spiel nicht gewinnen. Wir kamen von einem 6:0 und 8:3 auswärts. Das ist nicht gut für die Spieler. Wir müssen wieder arbeiten, effektiver und cleverer spielen." (fc)

Auslosung des Sachsenpokalhalbfinals

Weißwasser, 7. Januar Die Halbfinalbegegnungen des Sachsenpokals 2000/2001 wurden gestern ausgelost. Die Dresdner Eislöwen empfangen dabei am 23. Januar den Zweitligisten ES Weißwasser. Der ETC Crimmitschau (Vorjahrespokalgewinner) trifft auf den Sieger der Partie SCM Kojoten Erfurt 1b gegen ESC Saaleteufel Halle.

Knapper Wölfe-Sieg in Weisswasser

Freiburg, 6. Januar Der EHC Freiburg (weiter ohne Bedrich Scerban) hat gestern sein eminent wichtiges Auswärtsspiel beim ES Weisswasser mit 3:2 gewonnen. Dadurch hat der EHC als Sechstplatzierter sein Punktepolster auf einen Nicht-Playoff-Platz auf acht Punkte ausgebaut. In der Lausitz ging es bis zur Schlussminute dramatisch zu, nicht zuletzt weil Schiedsrichter Friesenegger in der 60. Minute den Füchsen das vermeintliche Ausgleichstor zum 3:3 nicht anerkannte. Davor mussten nach einer Boxeinlage Christian von Trczinski und Andrej Fuchs (5+Spieldauer) vorzeitig zum Duschen, auch Jung-Verteidiger Danner sass nach einer Prügelei mit Boris Fuchs mehrere Minuten draussen. Nach der Partie mussten Schiri Friesenegger sowie der Mannschaftsbus des EHC unter Polizeischutz vom Stadion eskortiert werden. Tore: 0:1 Gignac (1.), 0:2 Grossmann (3.), 1:2 Sawitsky (28.), 2:2 Kulabuchow (33.), 2:3 Brezina (36.) (www.ehcf.de)

Panther bauen Spitzenposition weiter aus - 6:0 in Bad Tölz

Bad Tölz, 6. Januar Dem ERC Ingolstadt ist derzeit keine Mannschaft gewachsen. Auch der EC Bad Tölz, immerhin Tabellendritter, konnte vor heimischem Publikum den Tabellenführer nicht gefährden und unterlag klar mit 0:6 (0:2, 0:2, 0:2). Bereits in der dritten Spielminute erzielte Verteidiger Marco Heinrichs, als dessen Kapitän Clayton Young auf der Strafbank saß, das 1:0. Patrick Vozar legte im Powerplay den zweiten Treffer nach (15.). Bereits im ersten Abschnitt zeichnete sich ab, dass es für die Löwen schwer werden würde, an diesem Abend den Puck an Mario Brunetta und seinen Vorderleuten vorbeizubringen. Der Mittelabschnitt gehörte schließlich dem kleinen Kanadier Sam Groleau, der auf 4:0 erhöhte (29./32.). Bei der Minimalpräsenz an Spielern auf dem Eis nutzte Wolfgang Kummer in der 49. Minute den Raum auf dem Eis zum fünften Panther-Treffer. Den Schlusspunkt setzte kurz vor Ende der Partie Glenn Goodall mit seinem 14. Saisontor. Bad Tölz, ohne Kadlec, Dubé und Stefan Schröder angetreten, musste den Sieg der stark aufspielenden Schanzer, die ihren Vorsprung an der Tabellenspitze auf neun Punkte ausbauten, neidlos anerkennen. Der ECT reist am Sonntag zum EC Bad Nauheim, während Ingolstadt den auswärtsschwachen EHC Straubing zu einem weiteren bayerischen Derby empfängt. (fc)

Pinguine siegen auch bei Mitaufsteiger Straubing

Straubing, 5. Januar Der EHC Straubing unterlag in einem wichtigen Spiel im Kampf die PlayOff-Ränge zuhause gegen den REV Bremerhaven mit 0:2 (0:1, 0:1, 0:0). Wie schon beim ersten Aufeinandertreffen im Eisstadion am Pulverturm waren Tore Mangelware. Nach verhaltenem Beginn auf beiden Seiten entwickelte sich schnell ein Spiel, das so recht nach dem Geschmack der knapp 1800 Zuschauer war. Beide Mannschaften agierten sehr offensiv und so ergaben sich Chancen auf beiden Seiten. Die erste große Gelegenheit bereits in der 4. Minute für die "Tigers". Billy Trew traf jedoch nur den Außenpfosten des von Marko Suvelo hervorragend gehüteten Tores. Zwar blieben die Gastgeber die optisch überlegene Mannschaft und hatten durch Schäffler, Hoogsteen und abermals Trew weitere gute Gelegenheiten, doch auch der REV Bremerhaven wollte sich am Straubinger Pulverturm nicht verstecken. Nachdem Travnicek und Kasperczyk gute Einschussmöglichkeiten nicht verwerten konnten, war es Lorne Toews, der in der 10. Minute aus spitzem Winkel den Puck durch Lonschers Schoner jagte. Trotz weiterer guter Chancen auf beiden Seiten blieb es bis zur Pause bei diesem Resultat. Hatte Herr von de Fenn im ersten Durchgang seiner Trillerpfeife noch reichlich Pause gegönnt, im Mittelabschnitt sollte sich dies gehörig ändern. Die Gäubodenstädter versuchten nun mit der Brechstange den Erfolg zu erzwingen und so häuften sich Nickligkeiten und Strafzeiten. Das Spiel hatte nun nicht mehr die Klasse des ersten Drittels. Spielerische und technische Momente wurden mehr und mehr zu Gunsten kämpferischer Momente geopfert. Bei der größten EHC-Chance konnte nach einem Straubinger Schuß Cory Holden für den schon geschlagenen Suvelo den Puck noch einmal von der Linie kratzen. Das Spiel wurde nun immer hektischer und turbulenter. Zu einem "Höhepunkt" kam es in der 29. Minute, als Tribuncovs und Dimbat nach einer Auseinandersetzung mit einer 2+2 Strafe in die Kühlbox mussten, die "Eddie" Tribuncovs noch zusätzlich mit einer 10-Minuten-Strafe wegen Reklamierens "versüßt" bekam. Doch auch davon ließen sich die "Pinguine" nicht beirren. Als sich Cory Holden von der Strafbank kommend die Scheibe erlief, liess er sich, nachdem Sekunden zuvor Becker noch eine brenzlige Situation bereinigt hatte, die Chance zum 2:0 nicht mehr nehmen. Für die Seestädter fiel gerade dieser Treffer zu einem psychologisch sehr günstigen Zeitpunkt. Entschieden war die Partie aber noch lange nicht. Im Schlussabschnitt schienen sich beide Mannschaften zunächst wieder auf das Eishockeyspiel konzentriert zu haben. Bereits in der 41. Minute hatte Kasperczyk das 3:0 auf dem Schläger, verzog jedoch knapp. Das Team der Seestädter gewann mehr und mehr die Kontrolle des Spiels zurück und war durch eine geschlossene Mannschaftsleistung nicht mehr von der Siegerstraße abzubringen. Selbst in der 52. Minute, als die "Bartmänner" für 90 Sekunden in 3:5-Unterzahl auf dem Eis standen, konnten die "Tigers" nicht den ersehnten Anschlusstreffer erzielen. Am Ende kam es so zu einem nicht unverdienten Sieg für die abgeklärten Nordlichter, die in Marko Suvelo ihren starken Rückkhalt hatten, was dessen Shut-Out unterstreicht. (Alfred Prey / fc) Tore: 0:1 Toews, 0:2 Holden Strafen: Bremerhaven: 26 + 10 Tribuncovs + 10 Schönfeld Straubing: 20 Zuschauer: 1800 Schiedsrichter: HSR von den Fenn (Krefeld)

Sensationeller REV-Sieg in Heilbronn

Bremerhaven, 2. Januar Die Vorzeichen für den REV Bremerhaven waren zunächst alles andere als gut. Nach einem Motorschaden gab der Mannschaftsbus der "Pinguine" etwa 30 Kilometer vor Heilbronn auf der Raststätte Jagsttal im wahrsten Sinne des Wortes seinen Geist auf. Ein schnell herbeigerufener Ersatzbus sorgte dafür, dass die Partie lediglich mit einer 30minütigen Verspätung beginnen musste. Wer unter den ca. 1200 Heilbronner Fans gehofft hatte, der REV würde aufgrund der langen Anreise und der Strapazen durch den Motordefekt gehandicapt aus der Kabine kommen, der musste sich schnell eines Besseren belehren lassen. Die "Seestädter" begannen wie von Furien gejagt und schnürten von der ersten Sekunde an die Falken im eigenen Drittel ein. Bereits nach zwei Minuten erstmals Jubel auf der Bank der Bremerhavener. Tribuncovs Pass hatte Toews auf Luknowsky weitergeleitet und der ließ dem Goalie der Falken, "Rudi" Pejchar, keine Chance. Auch in der Folge bestimmte der REV die Partie. Nachdem Chancen von Tuomie, Becker und Fendt ungenutzt blieben, war es Craig Streu, der mit seinem Pfostenschuß in der 11. Minute den Atem der Gastgeber zum stocken brachte. Doch die Bartmänner bleiben weiter am Drücker. Grenzenloser Jubel, als in der 15. Minute Atvars Tribuncovs den Abpraller eines Kasperczyk Krachers zur hochverdienten 2:0-Führung für die "Pinguine" verwerten konnte. Auch zu Beginn des Mittelabschnitts war zunächst nichts vom Titelapiranten zu sehen. In der 24. Minute konnte Kasperczyk auf 3:0 erhöhen und Schönfelds Doppelschlag in der 30. Minute brachte das Publikum im Stadion am Europaplatz fast zum Erstummen. Quasi mit dem Wiederanpfiff war es Andrej Strakhov, der das 1:5 aus Sicht der Gastgeber erzielen konnte. Nun machten die "Falken" Dampf. In der 34. Minute schaffte es abermals Strakhov nicht, den Puck ins leere Bremerhavener Tor zu befördern. Die Norddeutschen mussten nun gehörig aufpassen, das Spiel nicht aus den Händen zu geben. Der Zeiger der Stadionuhr näherte sich der 37. Minute, als nach Vorlage von Znarok Semenschenko jubeln durfte. Nach dem Heilbronner 2:5 wurden Erinnerungen an Wilhelmshaven wach. Doch zunächst war es Jason Becker, der in der 39. Minute Kai Fischer, dieser war nach dem 3:0 für den REV ins Tor der Falken gewechselt, mit seinem Treffer zum 6:2 für den REV schlecht aussehen ließ. Sehr zur Freude der nur wenigen mitgereisten Fans konnte der REV weiterhin das Spiel bestimmen. In der 42. Minute war es Travnicek, der mit einem Gewaltschuß Fischer prüfte. Tchoudinovs Versuch in der 43. Minute nahm sich dagegen eher wie ein Pass aus und konnte Suvelo nicht in Verlegenheit bringen. Mit Erstaunen musste man zu diesem Zeitpunkt feststellen, mit welcher Ruhe und Abgeklärtheit die Bremerhavener gegen den Topfavoriten zu Werke gingen. Nach einem Supersolo von Stephan Kraft konnte Fischer in der 45. Minute nur noch mit einem Reflex parieren, um zwei Minuten später tatenlos mit ansehen zu müssen, wie Patrick Pysz das 7:2 für die "Pinguine" markierte. Nun schienen die Heilbronner dem Zusammenbruch nahe. Als wären sie gelähmt, mussten sie mit ansehen, wie der Aufsteiger ihnen quasi auf der Nase herumtanzte. Auch Tribuncovs hatte kein Erbarmen, als er in der 50. Minute mit seinem 8:2 ins Heilbronner Netz schoss. Den Schlusspunkt setzte dann Christian Witthohn in der 59. Minute, der nach einem Pass von Dzikowski das Schicksal der "Falken" endgültig besiegelte. Tore: 0:1 (2.M.) Luknowsky,Toews, Tribuncovs 0:2 (15.) Tribuncovs, Streu, Travnicek 0:3 (24.M.) Kasperczyk, Pysz, Travnicek 0:4 (29.M.) Schönfeld, Smith 0:5 (30.M.) Schönfeld, Travnicek 1:5 (34.M.) Strakhov, 2:5 (37.M.) Semenchenko, 2:6 (39.M.)Dzikowski, Streu Becker, 2:7 (47.M.) Pysz, Kraft, Kasperczyk 2:8 (50.M.) Tribuncovs, Kasperczyk 2:9 (59.M.) Witthohn, Dzikowski, Smith Strafen: Bremerhaven: 18 Heilbronn 18 Zuschauer: 1200 Schiedsrichter: HSR Frenzel (Zweibrücken)

Panther weiter im Spielrausch - 8:3 in Freiburg

Ingolstadt, 2. Januar Der ERC Ingolstadt hat das Jahr 2001 so angefangen, wie er das alte Jahr beendet hatte: mit einem klaren und überzeugenden Sieg. 8:3 hiess es am Ende für den Spitzenreiter beim EHC Freiburg, zwischenzeitlich hatte man sogar mit 8:1 geführt. Mit einem Doppelschlag durch Genze und Welz gingen die Gäste bereits in der dritten Minute mit 2:0 in Führung. Die Offensivtaktik von Jim Boni, mit der er den Gegner zu überraschen verstand, ging voll auf. Rod Aldoff gelang sogar ein Tor in Unterzahl (9.). Erst kurz vor Drittelende konnten die Wölfe durch den auffälligen Petr Mares den ersten Treffer erzielen, der mit einem Schlagschuss Erfolg hatte. Im zweiten Abschnitt wussten die Hausherren ihre Möglichkeiten hingegen nicht zu verwerten und nahmen durch Young (27.) und Vozar (35.) zwei weitere Gegentreffer hin. Auch im Schlussdrittel knüpften die Oberbayern dort an. Groleau machte in der 43. Minute das 6:1 und Kapitän Clayton Young (50.) traf ein weiteres Mal. Nach dem 8:1 durch Alexander Leinsle (52.) kamen die Hausherren noch zu zwei Toren durch Chris Gignac (53.) und Dion Del Monte (54.) und so zu einem 3:8-Endstand. Ingolstadt lieferte eine sehr konzentrierte Auswärtsleistung ab. Vor allem Patrick Vozar blühte an seiner alten Wirkungsstätte vor rund 2500 Zuschauern auf und wurde als bester Gästespieler ausgezeichnet. Am Freitag steht für die Panther in Bad Tölz die nächste Auswärtspartie an. (fc)

Jadehaie vor "bayrischem Wochenende"

Wilhelmshaven, 2. Januar Am Freitag Abend stehen die Haie bei den in den letzten Spielen auf Touren gekommenen Jets vor keiner leichten Auswärtsaufgabe. Das Team "Deutschland" von Coach Erich Kühnhackl ist zwar immer noch abgeschlagen Schlusslicht der Liga, doch zeigte die Leistungskurve zuletzt stetig nach oben. Fast schon sensationell war der Heimsieg gegen den ECW-Angstgegner Bad Tölz. Bereits beim ersten Vergleich in der Weißbierstadt, den die Haie mit 4:3 gewannen, verlangten die Erdinger den Antipov-Schützlingen alles ab. Das junge, ehrgeizige Team gibt 60 Minuten kämpferisch und läuferisch immer mehr als 100%. Coach Kühnhackl gilt als harter Hund und fordert diesen Einsatz von seinen Jungs. Wenn es gelingt den Anfangselan der "Jets" zu bremsen sollten drei Punkte aus der Eissporthalle Erding mitgenommen werden können. Doch Vorsicht, wenn die Erdinger, geführt von den Routiniers Ziesche, Oswald und Ozellis, auf Touren kommen, sind sie für jeden Gegner ein schwer zu spielender Konkurrent. Am Sonntag stellt sich mit dem SC Riessersee ein absoluter Traditionsclub des deutschen Eishockey an der Jade vor. Die Garmischer waren schon zehnmal Deutscher Meister, allerdings liegen diese Erfolge lange zurück. Nach einem guten Saisonstart, unter anderem gewann man beim ECW mit 4:2, schien die Mannschaft von Trainer Peter Kathan klar auf Play-off-Kurs zu steuern. Mittlerweile kommen die Werdenfelser dem unteren Play-off-Strich immer näher und sind direkter Konkurrent der Jade-Haie um die Plätze sechs bis acht. Mitentscheidend für die Situation ist wohl die unglückliche Einkaufspolitik des SCR. Zu Saisonbeginn wurde mit dem Finnen Jarno Peltonen ein DEL-Star von den Nürnberg Ice Tigers als Hoffnungsträger verpflichtet. Der Star-Spieler konnte, auch auf Grund von Verletzungen, die in ihn gesetzten Erwartungen nie erfüllen. Sein Vertrag wurde aufgelöst, danach gaben sich Gastspieler im Olympiastadion die Klinke in die Hand, ohne dass einer den Ansprüchen von Coach Kathan genügte. Mittlerweile hat man mit dem Kanadier Hinks einen Spieler gefunden, der in den unteren amerikanischen Ligen erfolgreich spielte. Ob er die Funktion als Führungsspieler neben den starken Kanadiern Dennis und Regan übernehmen kann, bleibt abzuwarten. Bei den Garmischern sitzt der Wurm im Sturm. Trotz der Topscorer Tim Regan und Duanne Dennis werden nicht genug Tore erzielt. Die Abwehr vor dem starken Finnen Peltosara setzt sich ausschließlich aus robusten deutschen Verteidigern zusammen. Kopf der Mannschaft ist zweifelsohne Kapitän Josef Lehner. Der Verteidiger ist einer der seltenen aktuellen deutschen Nationalspieler, die in der zweiten Liga ihr Geld verdienen. Doch die Garmischer sind angeschlagen, was die letzte 5:0-Pleite in Bremerhaven zeigte. Ein "Sechs-Punkte-Spiel" für die Antipov-Truppe, will man im Play-off-Rennen bleiben.

 

Jadehaie erwarten Spitzenreiter Ingolstadt

Wilhelmshaven, 10. Januar Mit dem ERC Ingolstadt stellt sich am Freitag das absolute Topteam der Liga an der Jade vor. Mit sechs Punkten Vorsprung führen die Donaustädter die Tabelle an und das völlig verdient. Mit 111 Treffern stellen die "Panther" den stärksten Angriff. Beeindruckend die Bilanz von nur 54 Gegentoren in 28 Spielen. Die Ingolstädter, im letzten Jahr nur knapp an der Düsseldorfer EG gescheitert, peilen eindeutig die DEL an. Garanten für den Höhenflug der Panther sind Trainer "Jimi" Boni, Keeper Mario Brunetta sowie im Angriff das Supertrio aus Kanada Young, Groleau und Goodall. Der Coach, immerhin mit Bozen schon mal Meister in der Alpenliga, hat in den letzten eineinhalb Jahren eine schlagkräftige Mannschaft zusammengestellt. Der Italiener Brunetta im Tor, ausgestattet mit reichlich internationaler Erfahrung, ist trotz seiner Größe von 1,92 Metern der beste Keeper der Liga. Bereits in Amerika, Schweden und in der DEL hat er seine Klasse unter Beweis gestellt. Wenn dazu noch die Kanadier der Audistädter auf Touren kommen, ist der ERC nur schwer zu schlagen. Dass dies aber möglich ist bewiesen die Haie im Heimspiel am 22.10.2000, als der Topfavorit im Eislaufcenter mit 4:0 die Segel streichen musste. Bleibt zu hoffen, dass sich das Lazarett der Haie bis zum Spieltag lichtet, denn ohne Karachun, Schaal und Boris Blank scheint der Spitzenreiter eine unüberwindbare Hürde darzustellen. Vielleicht können die Haie nach Isayev noch eine weitere Neuverpflichtung präsentieren, um den kleinen Kader etwas aufzufrischen. Am Sonntag in Freiburg geht es dann wieder gegen einen direkten Play-off-Rivalen. Bisher haben die Haie eine weiße Weste gegen die Wölfe. 2:0 und 5:2 entschied der ECW die bisherigen Auseinandersetzungen für sich. Nach Anlaufschwierigkeiten zum Saisonstart hat sich die Truppe des finnischen Coach Jari Grönstrand stabilisiert und sich über dem Play-off-Strich etabliert. Mit dem Tschechen Haas, bereits im vierten Jahr beim EHC, verfügen die Breisgauer über einen Keeper der Extraklasse. Davor steht mit Verteidiger Scerban, Ex-Weltmeister mit Tschechien, der beste Verteidiger der Liga. Aus der DEL von den Moskitos Essen gekommen, übernahm er sofort Führungsaufgaben und ist als Kapitän der verlängerte Arm des Trainers auf dem Eis. Mit Robert Brezina haben die Wölfe den torgefährlichsten Stürmer der Liga im Kader. 21 Treffer in 27 Spielen stehen bisher auf seinem Konto. Der Kanadier Chris Gignac ist ein weiterer Hochkaräter im Angriff. Nach einer Verletzung zu Saisonbeginn kam der Center immer besser in Schwung und liefert seit Wochen starke Leistungen ab. Die Haie, in der Fremde immerhin schon sechs mal siegreich, können mit einem Sieg mit den Freiburgern gleichziehen und einen großen Schritt in Richtung Play-off machen.

Tiger kämpfen um PlayOffs und Zuschauergunst

Straubing, 10. Januar In einer "Exklusivstellungnahme" hat sich der EHC Straubing auf seiner offiziellen Homepage www.ehc-tiger.de zu einigen Punkten, die den Fans derzeit auf den Nägeln brennen, zu Wort gemeldet. Der aktuelle Kader wird nicht mehr verändert. Zuletzt war die Verpflichtung eines weiteren Verteidigers im Raum gestanden. Nachdem sich die Verletzung von Gordon Borberg als nicht so schwerwiegend herausgestellt hat, legte man diese Pläne bereits Anfang der Woche wieder ad acta. Der Verein hat mit einem Schnitt von 1650 Zuschauern in dreissig Partien, darunter sechs Freundschaftsspiele, kalkuliert. Nachdem die Zahlen im Dezember etwas rückläufig waren, scheint der finanzielle Rahmen ohnehin keine grossen Sprünge mehr zuzulassen. Das bestätigt sich auch darin, dass der "Zuschauerschnitt unbedingt gehalten werden müsse". Der Vorsitzende Jürgen Pfundtner hatte sich kürzlich auch an die Lokalpresse gewandt, um seiner Besorgnis über die Zuschauerentwicklung Ausdruck zu verleihen. Bei den letzten beiden Begegnungen gegen Erding (1850) und Bremerhaven (1700) zeigte die Tendenz wieder etwas nach oben. Ausserdem hat es die Mannschaft geschafft, mit dem überraschenden Auswärtssieg in Ingolstadt selbst die Werbetrommel für die Freitagbegegnung gegen den SC Bietigheim-Bissingen zu rühren. In der Gäubodenstadt spielt die Zuschauerzahl eine nicht unerhebliche Rolle, da es an finanzstarken Unternehmen mangelt. Nur durch zusätzliche Sponsorengelder hatte der Verein vor Saisonbeginn das Abenteuer 2. Bundesliga in Angriff nehmen können, nachdem zuerst für die Oberliga geplant, durch das Aufrücken von Iserlohn in die DEL ein Ersatz gesucht und schliesslich in Straubing auch gefunden wurde. Die sportliche Zwischenbilanz fällt zu Beginn des neuen Jahres zufriedenstellend aus. Die Wittmann-Truppe war überraschend gut in die Saison gestartet und lag sogar lange auf PlayOff-Kurs, rutschte zum Ende des letzten Jahres allerdings etwas ab. Derzeit beträgt der Rückstand von Platz zehn zum Achten sieben Punkte und auch wenn man noch auf die PlayOffs schielt, so erscheint das ursprünglich ausgegebene Saisonziel Klassenerhalt als realistisch und mit dem vorhandenen Spielermaterial als umsetzbar. (fc)

Thema der Woche (2): DEB Ligen ohne Tschechen , Russen und Nordamerikaner ?

Duisburg, 10. Januar Hockeyweb hatte ja schon ausführlich über die möglichen Konsequenzen der Reglementierung von Aufenthaltsgenehmigungen im Sportbereich berichtet (Story lesen...) nun ist Eure Meinung gefragt. Kann man in so kurzer Zeit auf die Leistungsträger aus Übersee , Tschechien oder Rußland verzichten ? Welche Auswirkungen hätte es auf die Nachwuchsakteure und die Nachwuchsarbeit in den Vereinen ? Wir freuen uns auf Eure Meinung im Forum...

Buchshop neu eröffnet

Duisburg, 9. Januar Der Hockeyweb-Buchshop wurde gründlich überarbeitet und ist jetzt online. Auf neun Seiten findet sich deutsche und englische Bücher in den Rubriken Allgemeines, Statistik und Bücher für Profis.
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Grippewelle bei den Jadehaien

Wilhelmshaven, 9. Januar Die grassierende Grippewelle hat den Jadehaien am Wochenende arg geschadet. Nachdem in Erding einige Spieler geschwächt aufliefen, konnte der Mannschaftsarzt am Sonntag auch nicht mehr helfen. Neben Kapitän Jürgen Schaal fielen mit Viktor Karachun und Boris Blank die beiden besten Torschützen des Zweitligisten aus. Inwieweit am kommenden Freitag im Heimspiel gegen den Tabellenführer aus Ingolstadt wieder "alle Mann an Deck" sind, wird sich erst kurz vor Spielbeginn herausstellen. In den Statistiken der 2. Bundesliga sind auch nach dem 28. Spieltag einige Jadehaie unter den Top 20. So bei den Torjägern, wo Viktor Karachun mit 18 Treffern auf Rang zwei hinter dem Freiburger Robert Brezina liegt. Bei den in Überzahl erzielten Toren liegt der Weißrusse auf dem 12. Platz mit vier Einschüssen. Vladimir Buril ist mit ebenso vielen Treffern auf Platz zehn.

Borberg nur leicht verletzt - Neuverpflichtung vom Tisch

Straubing, 9. Januar Am letzten Wochenende wartete Gordon Borberg, Verteidiger des EHC Straubing, noch mit einer Hiobsbotschaft auf. Nach dem Spiel gegen Bremerhaven musste sich der Verteidiger an der lädierten linken Hand behandeln lassen und aufgrund der starken Schwellung befürchtete die medizinische Abteilung sogar einen Kahnbeinbruch. Diese schwere Verletzung hätte den Blondschopf für mindestens sechs bis acht Wochen außer Gefecht gesetzt. Kurz vor Transferschluss am 15. Januar hätte der EHC darauf reagieren müssen und, nachdem auch Shane Zulyniak wegen eines Fingerbruchs noch zwei bis drei Wochen pausieren muss, wurde man noch einmal auf dem Transfermarkt tätig. Ein ausländischer Verteidiger sollte es dabei sein. Doch am Dienstag konnte Entwarnung gegeben werden. Die Verletzung von Borberg stellte sich zum Glück "nur" als große Schwellung heraus und ist definitiv kein Bruch. "Damit ist das Thema einer weiteren Verpflichtung eines Spielers endgültig vom Tisch", war der sportliche Leiter des EHC Peter Zankl erleichtert. Nächste Woche werden somit der "Bore" und auch Vaci Mandous, der nach seiner Innenbandverletzung bereits wieder auf dem Eis mittrainiert , mitspielen können.

Müssen Nicht-EU-Ausländer aus den DEB-Ligen verschwinden?

Weißwasser/Ingolstadt/München, 8. Januar Steht den DEB-Ligen möglicherweise ein radikaler Einschnitt, was die Verpflichtung von Ausländern betrifft, bevor? Vereine mit Sorgen, DEB-Sportdirektor Franz Reindl sieht dagegen keine großen Chancen für gravierende Veränderungen. Der Freistaat Sachsen hat sich als erstes Bundesland offensichtlich die Reglementierung von Aufenthaltsgenehmigungen im Sportbereich auf seine Fahnen geheftet. Auf einer Innenministerkonferenz im Mai und einer Sportministerkonferenz im Oktober des letzten Jahres wurde ein Übereinkommen, nach dem Nicht-EU-Ausländer nur mehr in den jeweils höchsten Spielklassen aktiv sein dürfen, auf den Weg gebracht. Für das deutsche Eishockey hätte das die Konsequenz, dass sich die Vereine aus den DEB-Ligen bei ihren Verpflichtungen von Ausländern auf die EU-Bürger konzentrieren müssten. Kanadier, Amerikaner, Tschechen oder Russen blieben außen vor. Sachsen ist bei der Umsetzung den anderen Bundesländern, die durch die Erteilung von Aufenthaltsgenehmigungen über ein entsprechendes Instrument verfügen, bereits ein deutliches Stück voraus und sieht aufgrund des bestehenden Konsens keinen Grund für ein verhaltenes Vorgehen. "Mit wem soll ich dann noch Eishockey spielen?", fragt Dr. Klaus Dietze, als Vorsitzender des ES Weißwasser unmittelbar betroffen. Vor Monaten hatte er erstmals von den Plänen der Politiker gehört, allerdings auf "Stück-für-Stück-Lösungen" gehofft. Von den aktuell unter Vertrag stehenden Ausländern wäre in seiner Mannschaft Goalie Iiro Itämies der einzige Ausländer, über den er sich nicht den Kopf zu zerbrechen bräuchte. Zwei weitere, darunter Alexej Pogodin, haben noch gültige Verträge über die aktuelle Spielzeit hinaus. Sollte die Regierung die geplante Regelung konsequent umsetzen, müssten die Füchse bei den bereits anlaufenden Planungen für die nächste Saison einigen Problemen ins Auge sehen. Dietze hat den Eindruck, dass Sachsen hier Glanzlichter setzen will und spricht von einer Wettbewerbsverzerrung. "Das wäre für uns ein deutlicher Nachteil", analysiert er die sich abzeichnende Lage. Die Intention, dass dem deutschen Sportnachwuchs damit unter die Arme gegriffen werden soll, lässt er nicht gelten: "Bei uns haben gerade junge Spieler wie Arendt, Bartell oder Steinecke einen Stammplatz, weil sie von den Ausländern geführt werden." Wird der Verpflichtung von Puckjägern außerhalb der EU ein Riegel vorgeschoben, würde dies zwangsläufig die Gehälter der starken deutschen Spieler steigen lassen und auch die Cracks aus den Eishockeynationen Schweden und Finnland wären von den unterklassigen Vereinen heiß umworben. "Das bringt das deutsche Eishockey nicht weiter", ist sich Dr. Dietze sicher. Ähnlich sieht man die Dinge auch beim Tabellenführer Ingolstadt. "Es wäre einfacher, gute Nachwuchsspieler einzusetzen, wenn sie billiger wären", sagt Heinz Namyslo, Pressesprecher der Panther. Gerade deshalb sind die Oberbayern auch überzeugt, dass der Sprung in die DEL aufgrund der aktuellen Ausländerregelungen für sie jetzt eher realisierbar wäre, als in ein paar Jahren. Die Pläne der Politiker beschäftigen den ERC noch nicht und Namyslo hat Zweifel an dem Konzept: "Ich glaube nicht, dass sich das durchsetzt." Vielmehr würde man sich an der Donau gerade mehr Unterstützung der deutschen Vereine durch die Politik auf andere Art wünschen, damit der Sport wieder für die Kinder und Jugendlichen attraktiver gemacht werden kann. Was den aktuellen Kader der Schanzer betrifft, hätten die Pläne der Politiker nur bedingt Auswirkungen, da die Ausländer Goodall, Groleau, Brunetta und Casale auch über die EU-Regelung zur Verfügung stünden. Vor allem sollte man jedoch die Fans, die einen wichtigen Beitrag zur Finanzierbarkeit des Eishockeysports auch in den unteren Ligen beitragen, nicht vergessen. Es sind nicht zuletzt gerade die Nordamerikaner und Osteuropäer, die bei vielen Teams das Eishockey attraktiv machen, für die Anhänger das Salz in der Suppe darstellen und sie in die Hallen locken. Eine German-Team-Lösung wie in Erding hält Dr. Klaus Dietze für Weißwasser ohnehin nicht umsetzbar: "Ohne Ausländer könnten wir zumachen." Dazu DEB-Sportdirektor Franz Reindl: "Im Grunde ist dieser Vorstoß eine schöne Sache, aber aus meiner Sicht schwer durchführbar. Es wird kaum gelingen, einen echten Schnitt zwischen Profis und Amateuren machen zu können." (fc)

Müssen Nicht-EU-Ausländer aus den DEB-Ligen verschwinden?

Weißwasser/Ingolstadt/München, 8. Januar Steht den DEB-Ligen möglicherweise ein radikaler Einschnitt, was die Verpflichtung von Ausländern betrifft, bevor? Vereine mit Sorgen, DEB-Sportdirektor Franz Reindl sieht dagegen keine großen Chancen für gravierende Veränderungen. Der Freistaat Sachsen hat sich als erstes Bundesland offensichtlich die Reglementierung von Aufenthaltsgenehmigungen im Sportbereich auf seine Fahnen geheftet. Auf einer Innenministerkonferenz im Mai und einer Sportministerkonferenz im Oktober des letzten Jahres wurde ein Übereinkommen, nach dem Nicht-EU-Ausländer nur mehr in den jeweils höchsten Spielklassen aktiv sein dürfen, auf den Weg gebracht. Für das deutsche Eishockey hätte das die Konsequenz, dass sich die Vereine aus den DEB-Ligen bei ihren Verpflichtungen von Ausländern auf die EU-Bürger konzentrieren müssten. Kanadier, Amerikaner, Tschechen oder Russen blieben außen vor. Sachsen ist bei der Umsetzung den anderen Bundesländern, die durch die Erteilung von Aufenthaltsgenehmigungen über ein entsprechendes Instrument verfügen, bereits ein deutliches Stück voraus und sieht aufgrund des bestehenden Konsens keinen Grund für ein verhaltenes Vorgehen. "Mit wem soll ich dann noch Eishockey spielen?", fragt Dr. Klaus Dietze, als Vorsitzender des ES Weißwasser unmittelbar betroffen. Vor Monaten hatte er erstmals von den Plänen der Politiker gehört, allerdings auf "Stück-für-Stück-Lösungen" gehofft. Von den aktuell unter Vertrag stehenden Ausländern wäre in seiner Mannschaft Goalie Iiro Itämies der einzige Ausländer, über den er sich nicht den Kopf zu zerbrechen bräuchte. Zwei weitere, darunter Alexej Pogodin, haben noch gültige Verträge über die aktuelle Spielzeit hinaus. Sollte die Regierung die geplante Regelung konsequent umsetzen, müssten die Füchse bei den bereits anlaufenden Planungen für die nächste Saison einigen Problemen ins Auge sehen. Dietze hat den Eindruck, dass Sachsen hier Glanzlichter setzen will und spricht von einer Wettbewerbsverzerrung. "Das wäre für uns ein deutlicher Nachteil", analysiert er die sich abzeichnende Lage. Die Intention, dass dem deutschen Sportnachwuchs damit unter die Arme gegriffen werden soll, lässt er nicht gelten: "Bei uns haben gerade junge Spieler wie Arendt, Bartell oder Steinecke einen Stammplatz, weil sie von den Ausländern geführt werden." Wird der Verpflichtung von Puckjägern außerhalb der EU ein Riegel vorgeschoben, würde dies zwangsläufig die Gehälter der starken deutschen Spieler steigen lassen und auch die Cracks aus den Eishockeynationen Schweden und Finnland wären von den unterklassigen Vereinen heiß umworben. "Das bringt das deutsche Eishockey nicht weiter", ist sich Dr. Dietze sicher. Ähnlich sieht man die Dinge auch beim Tabellenführer Ingolstadt. "Es wäre einfacher, gute Nachwuchsspieler einzusetzen, wenn sie billiger wären", sagt Heinz Namyslo, Pressesprecher der Panther. Gerade deshalb sind die Oberbayern auch überzeugt, dass der Sprung in die DEL aufgrund der aktuellen Ausländerregelungen für sie jetzt eher realisierbar wäre, als in ein paar Jahren. Die Pläne der Politiker beschäftigen den ERC noch nicht und Namyslo hat Zweifel an dem Konzept: "Ich glaube nicht, dass sich das durchsetzt." Vielmehr würde man sich an der Donau gerade mehr Unterstützung der deutschen Vereine durch die Politik auf andere Art wünschen, damit der Sport wieder für die Kinder und Jugendlichen attraktiver gemacht werden kann. Was den aktuellen Kader der Schanzer betrifft, hätten die Pläne der Politiker nur bedingt Auswirkungen, da die Ausländer Goodall, Groleau, Brunetta und Casale auch über die EU-Regelung zur Verfügung stünden. Vor allem sollte man jedoch die Fans, die einen wichtigen Beitrag zur Finanzierbarkeit des Eishockeysports auch in den unteren Ligen beitragen, nicht vergessen. Es sind nicht zuletzt gerade die Nordamerikaner und Osteuropäer, die bei vielen Teams das Eishockey attraktiv machen, für die Anhänger das Salz in der Suppe darstellen und sie in die Hallen locken. Eine German-Team-Lösung wie in Erding hält Dr. Klaus Dietze für Weißwasser ohnehin nicht umsetzbar: "Ohne Ausländer könnten wir zumachen." Dazu DEB-Sportdirektor Franz Reindl: "Im Grunde ist dieser Vorstoß eine schöne Sache, aber aus meiner Sicht schwer durchführbar. Es wird kaum gelingen, einen echten Schnitt zwischen Profis und Amateuren machen zu können." (fc)

Wilhelmshaven: Isayev ersetzt Kwiatkowski

Wilhelmshaven, 8. Januar Kurz vor Transferschluss hat der ECW noch einmal nachgebessert. Die durch den Weggang von Robert Kwiatkowski frei gewordene Stelle wird durch den jungen Ukrainer Olexander Isayev besetzt, der bisher für den Oberligisten Herford stürmte und in 18 Spielen auf 19 Punkte (11 Tore, 8 Vorlagen) kam. Der 22jährige Angreifer war in der vergangenen Spielzeit mit 113 Punkten (44/69) in 59 Partien der Topscorer der Wolfsburger "Grizzly Adams" Somit steht Coach Anatoli Antipov wieder ein siebter Ausländer zur Verfügung, um damit den Konkurrenzkampf weiter anzuschüren.

Ersatzgeschwächte Haie unterliegen im Penaltyschießen

Wilhelmshaven, 8. Januar Unter äußerst ungünstigen Voraussetzungen traten die Jade-Haie zu diesem "Sechs-Punkte-Spiel" gegen einen unmittelbaren Play-off-Rivalen SC Riessersee an. Anatoli Antipov musste auf die grippekranken Viktor Karachun und Jürgen Schaal verzichten, außerdem fiel Boris Blank mit einer Fingerverletzung aus. Somit waren der erste und zweite Block gesprengt und Antipov musste die Reihen neu mischen. So wurden Aab, Naumann und Rusch zur ersten Reihe umfunktioniert und spielten jeweils gegen den Topblock der Garmischer. Altmeister Sergej Jaschin, aus der 1b reaktiviert, stürmte neben Jun und Winkelmann. Schlussendlich wurde noch Alex Herbst zum Rechtsaußen neben Lewandowski und Dmitriev umfunktioniert. Die zusammengewürfelte Truppe verkaufte sich nicht schlecht. Geführt von den sehr starken Centern Naumann und Jun hielten die Haie die Begegnung jederzeit offen. Die Gäste wirkten cleverer und abgeklärter und nutzten zwei Überzahlsituationen eiskalt aus. Der zwischenzeitliche Ausgleich schien sie nicht zu stören. Der ECW war zwar optisch überlegen, doch der SCR spulte routiniert sein Pensum herunter. Nach dem 1:3 durch den stärksten Gästespieler an diesem Abend, Norm Batherson schien die Partie gelaufen. Die Gäste schalteten einen Gang zurück und vor allem die Verteidiger Lehner, Storf und Hohenadl schienen sich schon mit drei Punkten in der Kabine zu wähnen. Doch immer wieder angetrieben durch Jun und Naumann drängten die Haie im letzten Abschnitt auf den Anschluss. Antipov stellte auf zwei Reihen um, ließ Jaschin neben Aab und Naumann stürmen, Jun rückte zu Dmitriev und Lewandowski. Doch der Finne Peltosara im Garmischer Kasten schien zunächst unbezwingbar. Nacheinander entschärfte er Chancen von Jaschin, Buril und Jun. In der 52. Minute endlich der Anschluss. Gästeverteidiger Storf saß auf der Strafbank, als Vladimir Buril in unnachahmlicher Manier einen Querpass von Janke in die Maschen hämmerte. Vom Bully weg die Ausgleichschance für Jun; im Gegenzug fast die Entscheidung durch Dennis. 30 Sekunden vor Schluss räumte Schistad den Kasten für einen sechsten Feldspieler. Jede Menge Hektik vor dem Tor der Gäste. Zwei Sekunden vor Schluss war es dann Edi Lewandowski vorbehalten, den verdienten und vielumjubelten Ausgleich zu erzielen. In der Verlängerung Chancen im Minutentakt für den ECW. Die Abwehr des SCR schwamm, sank aber dank Peltosara nicht. Im Lotteriespiel Penaltyschießen hatte dann der SC Riessersee mehr Glück und erzielte durch Norm Batherson den entscheidenden Penalty, nachdem zuvor alle ECW-Schützen gescheitert waren. Trotz der Niederlage zeigte sich Coach Antipov mit der Leistung seiner Rumpftruppe zufrieden. Nach dem 1:3-Rückstand eigentlich ein Punktgewinn für die Haie. Somit hat man zwei Punkte mehr auf dem Konto als zum vergleichbaren Zeitpunkt der ersten Hälfte der Hauptrunde. Statistik: Endstand: 3:4 nach Penalty (1:2/0:1/2:0/0:0) Torfolge: 0:1 (13:11) Hohenadl Üz 5:4, 1:1 (13:39) Aab/Finko, 1:2 (17:05) Brockmann Üz 5:4, 1:3 (31:29) Batherson/Dennis, 2:3 (51:32) Buril/Janke Üz 5:4, 3:3 (59:58) Lewandowski/Janke/Finko, 3:4 Batherson(Penalty GWS) Strafminuten: ECW: 6; SCR: 4 Zuschauer: 1200 Hauptschiedsrichter: Arnold Nowaczyk (Duisburg)

Füchse wollen Neuansetzung des Freiburg-Spiels

Weisswasser, 8. Januar Der ES Weisswasser hat gegen die Wertung des Freitagsspiels gegen den EHC Freiburg (2:3) Protest eingelegt. "Wegen einer Auslegungssache oder einer Tatsachenentscheidung würden wir nicht protestieren", bekräftigt der ESW-Vorsitzende Dr. Klaus Dietze, der dem Ausgang des Feststellungsverfahrens optimistisch entgegenblickt. Was war geschehen? Beim Spielstand von 2:3 für die Wölfe spielte Weisswasser kurz vor Spielende in Überzahl. 25 Sekunden vor Schluss beging Freiburgs Michael Vasicek ein weiteres Foul, wonach Hauptschiedsrichter Friesenegger eine Strafe anzeigte. Just in dieser Phase gelang den Sachsen der 3:3-Ausgleich, der auch aus Sicht Frieseneggers regelgerecht zustande kam. Allerdings wurde er von Linesman Beuthner nun darüber informiert, dass dieser das Spiel unterbrochen hatte, in der falschen Annahme, Friesenegger selbst hätte zuvor bereits abgepfiffen. Daraufhin nahm Friesenegger den Ausgleichstreffer zurück, was man in Weisswasser als eindeutigen Regelverstoss wertet. Im Eifer des Gefechts versäumte es das Schiedsrichtergespann unabhängig davon, die Spielzeit zu korrigieren, was den Hausherren mit Herausnahme des Goalies zusätzliche Sekunden mit einer 6:3-Überzahlsituation beschert hätte. Hinzu kommt, dass Linienrichter Beuthner seinen Fehler nach Spielende eingestand. "Das habe ich selten erlebt", sagt dazu Dietze, der in den nächsten 14 Tagen mit einer Entscheidung von Verbandsseite rechnet und auf eine Neuansetzung hofft. Das Spielgericht des DEB soll sich spätestens am 20. Januar mit dem Fall befassen. (fc)

Sechster REV-Sieg in Folge

Bremerhaven, 8. Januar Erwartungsfrohe Stimmung hatte sich rund um das Eisstadion am Wilhelm-Kaisen-Platz breit gemacht. Der Sieger der Partie konnte den 4. Platz für sich behaupten bzw. als erobert feiern. Entsprechend motiviert gingen beide Mannschaften in diese Begegnung. Zunächst lagen die klareren Chancen bei den Seestädtern, die mit Gewalt versuchten, durch eine frühe Führung Ruhe ins Spiel zu bringen. Zunächst scheiterte Kasperczyk in aussichtsreicher Position und nur Sekunden später konnte Pysz aus der Drehung schießend den Puck nicht hinter Voigt platzieren. Der REV blieb am Drücker und fast wäre Tribuncovs mit einem verdeckten Schuss von der blauen Linie die Führung geglückt, doch abermals war der junge Goalie der Schwaben auf dem Posten. Nachdem auch Schönfeld etwas zu überhastet vergeben hatte, konnte etwas überraschend für die knapp 2000 Fans der Seestädter Ritchie auf Vorlage von Teeple das 1:0 für die Gäste erzielen. In der Folge gewannen die Bietigheimer nun mehr und mehr ein optisches Übergewicht. Aus Sicht der Hausherren wurde der Gegner nicht eng genug gedeckt und konnte sich so immer wieder gut in Szene setzen. Dennoch, die letzte Chance des ersten Durchgangs war dann nochmals auf Seiten des REV zu verzeichnen. Nach einem Break von Pysz war es Voigt, der erneut retten konnte. Im Mittelabschnitt suchten die "Bartmänner" den Ausgleich, doch wie aus heiterem Himmel fiel plötzlich in der 26. Minute durch Gratza das 2:0 für die Truppe von Trainer Tom Pokel. Böse Vorahnungen wurden wach und viele erinnerten sich bereits an das 1:8 aus der ersten Partie auf heimischen Eis. Doch in der 28. Minute war es Craig Streu, der die Wende einleitete. Nach einer Flanke von Schnobrich hämmerte er die Scheibe aus Rechtsaußenposition unhaltbar für Voigt in die Maschen des Bietigheimer Tores. Nun begann die Angriffsmaschine des REV auf Hochdruck zu laufen. Bereits eine Minute später grenzenloser Jubel auf den Rängen, Toews hatte nach Vorlage von Luknowsky kaltblütig zum 2:2 verwandelt. Das Spiel gewann noch mehr an Farbe und fast wäre Leahy in der 30. Minute die erneute Führung für die Gäste geglückt, als der Puck gefährlich nahe am Tor von Suvelo vorbeitrudelte. Zwanzig Sekunden später machte es Jason Becker besser, als er den REV, mittlerweile in Überzahl, mit 3:2 in Führung brachte. Wütende Angriffe der "Steelers" und Strafzeiten gegen Holden und Suvelo schienen den Gästen den Weg zum Ausgleich zu ebnen, doch Zdenek Travnicek bewies nach einem "Zuckerpass" von Dzikowski, dass er auch in Unterzahl treffen kann. Bitter dieser Treffer für die so hoch gehandelten "Steelers", die nun völlig von der Rolle waren. In der 37. Minute krönten Pysz und Kaspercyzk ihre tolle Leistung, als "PP" das 5:2 gelang. Wer geglaubt hatte, im Schlussabschnitt würden die "Steelers" nur noch ihr Tagespensum erledigen, der musste sich schnell belehren lassen. Nach einer gehörigen Gardinenpredigt hatten die Bietigheimer noch einmal den Vorwärtsgang eingeschaltet und dominierten in den ersten zehn Minuten des Schlussdrittels den REV klar. Hoffnung keimte noch einmal bei den Schwaben auf, als Hannon in Überzahl das 3:5 gelang. Als in der 49. Minute Suvelo nach einem Break von Ritchie Kopf und Kragen riskieren musste, hatten auch die Zuschauer auf den Rängen bange Minuten zu überstehen. Nach einem Wurfgeschoss aus dem Handgelenk eines Bietigheimer Stürmers forderten diese vehement die Zuerkennung des vierten Treffers, doch hier konnte Schiedsrichter Janusz keinerlei Konzessionen machen. Nach einer Auszeit des REV (50:25 min) beruhigte sich das Spiel und die Bremerhavener kamen nur noch selten in Verlegenheit. Am Ende durften die wieder einmal tollen Fans des REV einen verdienten Sieg ihrer Mannschaft bejubeln. Tore: 0:1 (7.M.) Ritchie, Teeple, 0:2 (26.M) Mitchell, Gratza, Laylin, 1:2 (28.M.) Streu, Schnobrich, 2:2 (29.M.) Toews, Luknowsky, 3:2 (31.M.) Becker, Streu) 4:2 (33.M.) Travnicek, Dzikowski, 5:2 (37.M.) Pysz, Holden Kasperczyk, 5:3 (46.M.) Hannon, Muller, Mitchell, Strafen: Bremerhaven: 18 Bietigheim: 16 Zuschauer: 1960 Schiedsrichter: HSR Janusz (Harsefeld)

Straubings Tiger überraschen im Pantherkäfig

Ingolstadt, 7. Januar Mit einer erstaunlich konzentrierten Defensivleistung über die gesamte Spielzeit kam der EHC Straubing ausgerechnet beim Spitzenreiter Ingolstadt zu seinem ersten Auswärtsdreier. Dabei reichte ein einziges Powerplay-Tor im ersten Drittel und eine Defensivschlacht über die restliche Spielzeit zum knappen 1:0-Erfolg. Den Panthern, die über weite Strecken zu verspielt wirkten und den entscheidenden Zug zum Tor vermissen liessen, behagte das Konzept von Gerd Wittmann wie schon beim letzten Aufeinandertreffen nur wenig. Jim Boni hingegen vermutete, dass die Partie schon vor Beginn in den Köpfen seiner Spieler entschieden gewesen sei. Der EHC Straubing überraschte die zuletzt vor Spielfreude nur so sprühenden Schanzer zunächst mit einer schnörkellosen und nur wenig zurückhaltenden Spielweise. Bereits nach wenigen Sekunden tauchte Bill Trew alleine vor Mario Brunetta auf. Beim ersten Powerplay der Hausherren vergab Sven Zywitza die beste Möglichkeit. Besser machten es die Gäubodenstädter auf der anderen Seite. Goalgetter John Sicinski verwertete einen Abpraller zur Gästeführung (9.). Obwohl der Rückstand seine Wirkung nicht verfehlte, kam Ingolstadt mit der dicht gestaffelten Abwehr des Gegners weiter nicht zurecht. In der 18. Minute war es Agostino Casale, der nach einem über Zywitza vorgetragenen Break an Lonscher in aussichtsreicher Position scheiterte. Nachdem auch Timoschuk und erneut Casale zum Drittelende vergaben, ging es mit dem Spielstand von 0:1 in die erste Pause, nach der die Boni-Truppe das Spiel merklich an sich zog und durch einen Flachschuss von Zywitza bald Gefahr heraufbeschwor. In der 26. Minute brachte Bill Trew Brunetta in höchste Not und nur mit Glück bereinigten die Panther diese Situation. Später rückte zusehends Dominic Lonscher in den Blickpunkt, aber Kummer, Zywitza und der bemühte Kapitän Young konnten den EHC-Goalie nicht überwinden. Im letzten Abschnitt setzte sich die Defensivschlacht Straubings fort. Die wütenden Angriffe des Tabellenführers wurden oft schon frühzeitig gebremst. Die vielen Fernschüsse hatte Lonscher, der bei Abprallern auch auf seine Vorderleute zählen konnte, unter Kontrolle. So blieben die Angriffsbemühungen der Panther, denen die Zeit davon lief, ohne den gewünschten Erfolg. Eineinhalb Minuten vor der Schlussirene ersetzte Boni seinen Schlussmann durch einen sechsten Feldspieler. Mit dem "Glück des Tüchtigen", wie es Tiger-Dompteur Wittmann nannte, überstanden die Gäste diese dramatischen Schlussekunden und konnten sich anschliessend gemeinsam mit den mitgereisten Schlachtenbummlern über ihren Überraschungscoup im Stadion an der Jahnstrasse freuen. Trainerstimmen: Gerd Wittmann (Straubing): "Die Karten waren heute klar verteilt. Wir wollten eine klare Niederlage vermeiden und Schadensbegrenzung betreiben. Die Hoffnung auf eine Sensation hatten wir vielleicht im Hinterkopf. Wir haben in den letzten Partien unsere Spielweise etwas verändert und wollten heute respektlos und taktisch diszipliniert spielen. Das erste Drittel ging zurecht an uns, im zweiten und dritten Abschnitt hat Ingolstadt den Druck verstärkt. Mit dem Glück des Tüchtigen haben wir die Angriffe entschärft und konnten die Scheibe oft raus spielen. Wir haben nicht schön, aber effektiv gespielt. Ich bin mir sicher, dass die drei Punkte Ingolstadt nicht weh tun." Jim Boni (Ingolstadt): "Mein Kompliment an Straubing, die gut und diszipliniert gespielt haben. Es war heute nicht unser Spiel. Ich glaube, wir hatten das Spiel schon vorher im Kopf verloren. Straubing war im ersten Drittel viel besser und wir haben geschlafen. Danach war es ein bisschen besser und wir hatten ein paar Chancen zum Ausgleich. Für uns war es ein Durchschnittsspiel und wir haben nur ein Tor bekommen. Aber wenn man selbst kein Tor schiesst, kannst man auch das Spiel nicht gewinnen. Wir kamen von einem 6:0 und 8:3 auswärts. Das ist nicht gut für die Spieler. Wir müssen wieder arbeiten, effektiver und cleverer spielen." (fc)

Auslosung des Sachsenpokalhalbfinals

Weißwasser, 7. Januar Die Halbfinalbegegnungen des Sachsenpokals 2000/2001 wurden gestern ausgelost. Die Dresdner Eislöwen empfangen dabei am 23. Januar den Zweitligisten ES Weißwasser. Der ETC Crimmitschau (Vorjahrespokalgewinner) trifft auf den Sieger der Partie SCM Kojoten Erfurt 1b gegen ESC Saaleteufel Halle.

Knapper Wölfe-Sieg in Weisswasser

Freiburg, 6. Januar Der EHC Freiburg (weiter ohne Bedrich Scerban) hat gestern sein eminent wichtiges Auswärtsspiel beim ES Weisswasser mit 3:2 gewonnen. Dadurch hat der EHC als Sechstplatzierter sein Punktepolster auf einen Nicht-Playoff-Platz auf acht Punkte ausgebaut. In der Lausitz ging es bis zur Schlussminute dramatisch zu, nicht zuletzt weil Schiedsrichter Friesenegger in der 60. Minute den Füchsen das vermeintliche Ausgleichstor zum 3:3 nicht anerkannte. Davor mussten nach einer Boxeinlage Christian von Trczinski und Andrej Fuchs (5+Spieldauer) vorzeitig zum Duschen, auch Jung-Verteidiger Danner sass nach einer Prügelei mit Boris Fuchs mehrere Minuten draussen. Nach der Partie mussten Schiri Friesenegger sowie der Mannschaftsbus des EHC unter Polizeischutz vom Stadion eskortiert werden. Tore: 0:1 Gignac (1.), 0:2 Grossmann (3.), 1:2 Sawitsky (28.), 2:2 Kulabuchow (33.), 2:3 Brezina (36.) (www.ehcf.de)

Panther bauen Spitzenposition weiter aus - 6:0 in Bad Tölz

Bad Tölz, 6. Januar Dem ERC Ingolstadt ist derzeit keine Mannschaft gewachsen. Auch der EC Bad Tölz, immerhin Tabellendritter, konnte vor heimischem Publikum den Tabellenführer nicht gefährden und unterlag klar mit 0:6 (0:2, 0:2, 0:2). Bereits in der dritten Spielminute erzielte Verteidiger Marco Heinrichs, als dessen Kapitän Clayton Young auf der Strafbank saß, das 1:0. Patrick Vozar legte im Powerplay den zweiten Treffer nach (15.). Bereits im ersten Abschnitt zeichnete sich ab, dass es für die Löwen schwer werden würde, an diesem Abend den Puck an Mario Brunetta und seinen Vorderleuten vorbeizubringen. Der Mittelabschnitt gehörte schließlich dem kleinen Kanadier Sam Groleau, der auf 4:0 erhöhte (29./32.). Bei der Minimalpräsenz an Spielern auf dem Eis nutzte Wolfgang Kummer in der 49. Minute den Raum auf dem Eis zum fünften Panther-Treffer. Den Schlusspunkt setzte kurz vor Ende der Partie Glenn Goodall mit seinem 14. Saisontor. Bad Tölz, ohne Kadlec, Dubé und Stefan Schröder angetreten, musste den Sieg der stark aufspielenden Schanzer, die ihren Vorsprung an der Tabellenspitze auf neun Punkte ausbauten, neidlos anerkennen. Der ECT reist am Sonntag zum EC Bad Nauheim, während Ingolstadt den auswärtsschwachen EHC Straubing zu einem weiteren bayerischen Derby empfängt. (fc)

Pinguine siegen auch bei Mitaufsteiger Straubing

Straubing, 5. Januar Der EHC Straubing unterlag in einem wichtigen Spiel im Kampf die PlayOff-Ränge zuhause gegen den REV Bremerhaven mit 0:2 (0:1, 0:1, 0:0). Wie schon beim ersten Aufeinandertreffen im Eisstadion am Pulverturm waren Tore Mangelware. Nach verhaltenem Beginn auf beiden Seiten entwickelte sich schnell ein Spiel, das so recht nach dem Geschmack der knapp 1800 Zuschauer war. Beide Mannschaften agierten sehr offensiv und so ergaben sich Chancen auf beiden Seiten. Die erste große Gelegenheit bereits in der 4. Minute für die "Tigers". Billy Trew traf jedoch nur den Außenpfosten des von Marko Suvelo hervorragend gehüteten Tores. Zwar blieben die Gastgeber die optisch überlegene Mannschaft und hatten durch Schäffler, Hoogsteen und abermals Trew weitere gute Gelegenheiten, doch auch der REV Bremerhaven wollte sich am Straubinger Pulverturm nicht verstecken. Nachdem Travnicek und Kasperczyk gute Einschussmöglichkeiten nicht verwerten konnten, war es Lorne Toews, der in der 10. Minute aus spitzem Winkel den Puck durch Lonschers Schoner jagte. Trotz weiterer guter Chancen auf beiden Seiten blieb es bis zur Pause bei diesem Resultat. Hatte Herr von de Fenn im ersten Durchgang seiner Trillerpfeife noch reichlich Pause gegönnt, im Mittelabschnitt sollte sich dies gehörig ändern. Die Gäubodenstädter versuchten nun mit der Brechstange den Erfolg zu erzwingen und so häuften sich Nickligkeiten und Strafzeiten. Das Spiel hatte nun nicht mehr die Klasse des ersten Drittels. Spielerische und technische Momente wurden mehr und mehr zu Gunsten kämpferischer Momente geopfert. Bei der größten EHC-Chance konnte nach einem Straubinger Schuß Cory Holden für den schon geschlagenen Suvelo den Puck noch einmal von der Linie kratzen. Das Spiel wurde nun immer hektischer und turbulenter. Zu einem "Höhepunkt" kam es in der 29. Minute, als Tribuncovs und Dimbat nach einer Auseinandersetzung mit einer 2+2 Strafe in die Kühlbox mussten, die "Eddie" Tribuncovs noch zusätzlich mit einer 10-Minuten-Strafe wegen Reklamierens "versüßt" bekam. Doch auch davon ließen sich die "Pinguine" nicht beirren. Als sich Cory Holden von der Strafbank kommend die Scheibe erlief, liess er sich, nachdem Sekunden zuvor Becker noch eine brenzlige Situation bereinigt hatte, die Chance zum 2:0 nicht mehr nehmen. Für die Seestädter fiel gerade dieser Treffer zu einem psychologisch sehr günstigen Zeitpunkt. Entschieden war die Partie aber noch lange nicht. Im Schlussabschnitt schienen sich beide Mannschaften zunächst wieder auf das Eishockeyspiel konzentriert zu haben. Bereits in der 41. Minute hatte Kasperczyk das 3:0 auf dem Schläger, verzog jedoch knapp. Das Team der Seestädter gewann mehr und mehr die Kontrolle des Spiels zurück und war durch eine geschlossene Mannschaftsleistung nicht mehr von der Siegerstraße abzubringen. Selbst in der 52. Minute, als die "Bartmänner" für 90 Sekunden in 3:5-Unterzahl auf dem Eis standen, konnten die "Tigers" nicht den ersehnten Anschlusstreffer erzielen. Am Ende kam es so zu einem nicht unverdienten Sieg für die abgeklärten Nordlichter, die in Marko Suvelo ihren starken Rückkhalt hatten, was dessen Shut-Out unterstreicht. (Alfred Prey / fc) Tore: 0:1 Toews, 0:2 Holden Strafen: Bremerhaven: 26 + 10 Tribuncovs + 10 Schönfeld Straubing: 20 Zuschauer: 1800 Schiedsrichter: HSR von den Fenn (Krefeld)

Sensationeller REV-Sieg in Heilbronn

Bremerhaven, 2. Januar Die Vorzeichen für den REV Bremerhaven waren zunächst alles andere als gut. Nach einem Motorschaden gab der Mannschaftsbus der "Pinguine" etwa 30 Kilometer vor Heilbronn auf der Raststätte Jagsttal im wahrsten Sinne des Wortes seinen Geist auf. Ein schnell herbeigerufener Ersatzbus sorgte dafür, dass die Partie lediglich mit einer 30minütigen Verspätung beginnen musste. Wer unter den ca. 1200 Heilbronner Fans gehofft hatte, der REV würde aufgrund der langen Anreise und der Strapazen durch den Motordefekt gehandicapt aus der Kabine kommen, der musste sich schnell eines Besseren belehren lassen. Die "Seestädter" begannen wie von Furien gejagt und schnürten von der ersten Sekunde an die Falken im eigenen Drittel ein. Bereits nach zwei Minuten erstmals Jubel auf der Bank der Bremerhavener. Tribuncovs Pass hatte Toews auf Luknowsky weitergeleitet und der ließ dem Goalie der Falken, "Rudi" Pejchar, keine Chance. Auch in der Folge bestimmte der REV die Partie. Nachdem Chancen von Tuomie, Becker und Fendt ungenutzt blieben, war es Craig Streu, der mit seinem Pfostenschuß in der 11. Minute den Atem der Gastgeber zum stocken brachte. Doch die Bartmänner bleiben weiter am Drücker. Grenzenloser Jubel, als in der 15. Minute Atvars Tribuncovs den Abpraller eines Kasperczyk Krachers zur hochverdienten 2:0-Führung für die "Pinguine" verwerten konnte. Auch zu Beginn des Mittelabschnitts war zunächst nichts vom Titelapiranten zu sehen. In der 24. Minute konnte Kasperczyk auf 3:0 erhöhen und Schönfelds Doppelschlag in der 30. Minute brachte das Publikum im Stadion am Europaplatz fast zum Erstummen. Quasi mit dem Wiederanpfiff war es Andrej Strakhov, der das 1:5 aus Sicht der Gastgeber erzielen konnte. Nun machten die "Falken" Dampf. In der 34. Minute schaffte es abermals Strakhov nicht, den Puck ins leere Bremerhavener Tor zu befördern. Die Norddeutschen mussten nun gehörig aufpassen, das Spiel nicht aus den Händen zu geben. Der Zeiger der Stadionuhr näherte sich der 37. Minute, als nach Vorlage von Znarok Semenschenko jubeln durfte. Nach dem Heilbronner 2:5 wurden Erinnerungen an Wilhelmshaven wach. Doch zunächst war es Jason Becker, der in der 39. Minute Kai Fischer, dieser war nach dem 3:0 für den REV ins Tor der Falken gewechselt, mit seinem Treffer zum 6:2 für den REV schlecht aussehen ließ. Sehr zur Freude der nur wenigen mitgereisten Fans konnte der REV weiterhin das Spiel bestimmen. In der 42. Minute war es Travnicek, der mit einem Gewaltschuß Fischer prüfte. Tchoudinovs Versuch in der 43. Minute nahm sich dagegen eher wie ein Pass aus und konnte Suvelo nicht in Verlegenheit bringen. Mit Erstaunen musste man zu diesem Zeitpunkt feststellen, mit welcher Ruhe und Abgeklärtheit die Bremerhavener gegen den Topfavoriten zu Werke gingen. Nach einem Supersolo von Stephan Kraft konnte Fischer in der 45. Minute nur noch mit einem Reflex parieren, um zwei Minuten später tatenlos mit ansehen zu müssen, wie Patrick Pysz das 7:2 für die "Pinguine" markierte. Nun schienen die Heilbronner dem Zusammenbruch nahe. Als wären sie gelähmt, mussten sie mit ansehen, wie der Aufsteiger ihnen quasi auf der Nase herumtanzte. Auch Tribuncovs hatte kein Erbarmen, als er in der 50. Minute mit seinem 8:2 ins Heilbronner Netz schoss. Den Schlusspunkt setzte dann Christian Witthohn in der 59. Minute, der nach einem Pass von Dzikowski das Schicksal der "Falken" endgültig besiegelte. Tore: 0:1 (2.M.) Luknowsky,Toews, Tribuncovs 0:2 (15.) Tribuncovs, Streu, Travnicek 0:3 (24.M.) Kasperczyk, Pysz, Travnicek 0:4 (29.M.) Schönfeld, Smith 0:5 (30.M.) Schönfeld, Travnicek 1:5 (34.M.) Strakhov, 2:5 (37.M.) Semenchenko, 2:6 (39.M.)Dzikowski, Streu Becker, 2:7 (47.M.) Pysz, Kraft, Kasperczyk 2:8 (50.M.) Tribuncovs, Kasperczyk 2:9 (59.M.) Witthohn, Dzikowski, Smith Strafen: Bremerhaven: 18 Heilbronn 18 Zuschauer: 1200 Schiedsrichter: HSR Frenzel (Zweibrücken)

Panther weiter im Spielrausch - 8:3 in Freiburg

Ingolstadt, 2. Januar Der ERC Ingolstadt hat das Jahr 2001 so angefangen, wie er das alte Jahr beendet hatte: mit einem klaren und überzeugenden Sieg. 8:3 hiess es am Ende für den Spitzenreiter beim EHC Freiburg, zwischenzeitlich hatte man sogar mit 8:1 geführt. Mit einem Doppelschlag durch Genze und Welz gingen die Gäste bereits in der dritten Minute mit 2:0 in Führung. Die Offensivtaktik von Jim Boni, mit der er den Gegner zu überraschen verstand, ging voll auf. Rod Aldoff gelang sogar ein Tor in Unterzahl (9.). Erst kurz vor Drittelende konnten die Wölfe durch den auffälligen Petr Mares den ersten Treffer erzielen, der mit einem Schlagschuss Erfolg hatte. Im zweiten Abschnitt wussten die Hausherren ihre Möglichkeiten hingegen nicht zu verwerten und nahmen durch Young (27.) und Vozar (35.) zwei weitere Gegentreffer hin. Auch im Schlussdrittel knüpften die Oberbayern dort an. Groleau machte in der 43. Minute das 6:1 und Kapitän Clayton Young (50.) traf ein weiteres Mal. Nach dem 8:1 durch Alexander Leinsle (52.) kamen die Hausherren noch zu zwei Toren durch Chris Gignac (53.) und Dion Del Monte (54.) und so zu einem 3:8-Endstand. Ingolstadt lieferte eine sehr konzentrierte Auswärtsleistung ab. Vor allem Patrick Vozar blühte an seiner alten Wirkungsstätte vor rund 2500 Zuschauern auf und wurde als bester Gästespieler ausgezeichnet. Am Freitag steht für die Panther in Bad Tölz die nächste Auswärtspartie an. (fc)

Jadehaie vor "bayrischem Wochenende"

Wilhelmshaven, 2. Januar Am Freitag Abend stehen die Haie bei den in den letzten Spielen auf Touren gekommenen Jets vor keiner leichten Auswärtsaufgabe. Das Team "Deutschland" von Coach Erich Kühnhackl ist zwar immer noch abgeschlagen Schlusslicht der Liga, doch zeigte die Leistungskurve zuletzt stetig nach oben. Fast schon sensationell war der Heimsieg gegen den ECW-Angstgegner Bad Tölz. Bereits beim ersten Vergleich in der Weißbierstadt, den die Haie mit 4:3 gewannen, verlangten die Erdinger den Antipov-Schützlingen alles ab. Das junge, ehrgeizige Team gibt 60 Minuten kämpferisch und läuferisch immer mehr als 100%. Coach Kühnhackl gilt als harter Hund und fordert diesen Einsatz von seinen Jungs. Wenn es gelingt den Anfangselan der "Jets" zu bremsen sollten drei Punkte aus der Eissporthalle Erding mitgenommen werden können. Doch Vorsicht, wenn die Erdinger, geführt von den Routiniers Ziesche, Oswald und Ozellis, auf Touren kommen, sind sie für jeden Gegner ein schwer zu spielender Konkurrent. Am Sonntag stellt sich mit dem SC Riessersee ein absoluter Traditionsclub des deutschen Eishockey an der Jade vor. Die Garmischer waren schon zehnmal Deutscher Meister, allerdings liegen diese Erfolge lange zurück. Nach einem guten Saisonstart, unter anderem gewann man beim ECW mit 4:2, schien die Mannschaft von Trainer Peter Kathan klar auf Play-off-Kurs zu steuern. Mittlerweile kommen die Werdenfelser dem unteren Play-off-Strich immer näher und sind direkter Konkurrent der Jade-Haie um die Plätze sechs bis acht. Mitentscheidend für die Situation ist wohl die unglückliche Einkaufspolitik des SCR. Zu Saisonbeginn wurde mit dem Finnen Jarno Peltonen ein DEL-Star von den Nürnberg Ice Tigers als Hoffnungsträger verpflichtet. Der Star-Spieler konnte, auch auf Grund von Verletzungen, die in ihn gesetzten Erwartungen nie erfüllen. Sein Vertrag wurde aufgelöst, danach gaben sich Gastspieler im Olympiastadion die Klinke in die Hand, ohne dass einer den Ansprüchen von Coach Kathan genügte. Mittlerweile hat man mit dem Kanadier Hinks einen Spieler gefunden, der in den unteren amerikanischen Ligen erfolgreich spielte. Ob er die Funktion als Führungsspieler neben den starken Kanadiern Dennis und Regan übernehmen kann, bleibt abzuwarten. Bei den Garmischern sitzt der Wurm im Sturm. Trotz der Topscorer Tim Regan und Duanne Dennis werden nicht genug Tore erzielt. Die Abwehr vor dem starken Finnen Peltosara setzt sich ausschließlich aus robusten deutschen Verteidigern zusammen. Kopf der Mannschaft ist zweifelsohne Kapitän Josef Lehner. Der Verteidiger ist einer der seltenen aktuellen deutschen Nationalspieler, die in der zweiten Liga ihr Geld verdienen. Doch die Garmischer sind angeschlagen, was die letzte 5:0-Pleite in Bremerhaven zeigte. Ein "Sechs-Punkte-Spiel" für die Antipov-Truppe, will man im Play-off-Rennen bleiben.

 

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