Das Samstagsspiel bei den heimstarken Iserlohnern begann prinzipiell gut. In den ersten Minuten erarbeitete sich das sehr früh aufgestandene Team trotz der sehr kampfstarken Samurai einige gute Chancen, die jedoch ungenutzt blieben. Je länger das erste Drittel dann aber dauerte, desto mehr grobe Schnitzer verursachten große Unsicherheiten in der Defensive. So passierte es durch mehrere schnelle und verdeckte Abschlüsse, dass Iserlohn nach dem schlechtesten Drittel des TVA in dieser Saison auf 4:0 bis zur ersten Pause davon ziehen konnte.
Sprachlose Spieler auf der einen Seite und ein lautstarker Trainer auf der anderen Seite waren somit das Resultat nach 20 Minuten. Sogar der prinzipiell unschuldige Torhüter Andreas Fuchs musste Platz für Patrick Schenk machen, der zu diesem Zeitpunkt ein persönlich starkes Wochenende startete. Noch in der Kabine appellierte man aber die bekannte Augsburger Kampfstärke und wollte sich auf keinen Fall mit so einer schwachen Leistung aus der Iserlohner Arena verabschieden.
Der TVA bäumte sich im zweiten Abschnitt gehörig auf und wurde schnell durch einen Abpraller von Maximilian Nies belohnt. In Überzahl konnte dann wiederum Maximilian Nies nach einem Pass von Andreas Gerstberger einnetzen und der TVA war wieder voll da. Auch eine sehr strittige 10minütige Disziplinarstrafe der ansonsten nichts pfeifenden Schiedsrichter gegen Lukas Fettinger brachte die Fuggerstädter nicht aus dem Konzept. In numerischer Überlegenheit war es diesmal Florian Nies, der auf Vorlage von Simon Arzt den TVA auf 3:4 heran brachte. Nach dem kurzzeitigem 5:3 der ansonsten in diesem Drittel chancenlosen Iserlohner erzielten Simon Arzt und Stefan Gläsel den vielumjubelten Ausgleich. Leider verhinderte nun die Pausensirene einen weiteren Sturmlauf der Augsburger, die in dieser Phase die klar dominierende Mannschaft waren und es ging mit 5:5 in die Kabinen.
Der TVA wollte nun das Spiel schnell zu seinen Gunsten entscheiden und wieder spielbestimmend startete man in die Schlussoffensive, was letztendlich aber nach hinten losging. Wie im ersten Drittel führten Abstimmungsprobleme zum erneuten 5:6-Rückstand in der 43. Minute. In den restlichen 17 Minuten versuchte das Team um Kapitän Stefan Gläsel alles aber traf entweder nur Pfosten, die Bande hinter dem Tor oder die Schoner vom stark haltenden Iserlohner Keeper Sirringhaus. Kurz vor Ende verweigerten die schwachen Schiedsrichter dann noch eine klare Strafe gegen Iserlohn, was als I-Tüpfelchen eines vergeigten Spiels anzusehen ist.
Als Fazit muss festgehalten werden, dass ein ganz starkes, ein gutes und ein absolute desolates Drittel eben nicht ausreichen, um eine so heimstarke Mannschaft wie die Samurai zu bezwingen. „Wir haben uns leider selbst um den Sieg gebracht und die Punkte verschenkt.















