Skaterhockey

18.08.2012

Rams reisen mit schwerem Gepäck nach Assenheim

Am vergangenen Samstag unterlagen die Düsseldorf Rams gegen den Nachbarn aus Uedesheim zu Hause mit 4:7 und stehen damit in der Skaterhockey-Bundesliga weiter mit dem Rücken zur Wand. Nun geht es nach Assenheim zu den Rhein-Main Patriots.


Dabei  war Moral und Siegeswille vor dem Spiel deutlich erkennbar, aber die Rams ließen einfach viel zu viele Torchancen ungenutzt. Dabei konnten die Rams zunächst nicht an die starke Leistung aus Iserlohn anknüpfen. Der erste Treffer unglücklich nach 1:25 für den sonst stark agierenden Tauer. Danach aber hundertprozentige Einschusschancen, die aber zu nachlässig geschossen waren. So konnte der gegnerische Torsteher mehrfach nachgreifen, was für die Galerie schön aussah, aber unnötig. In Unterzahl ging Uedesheim 2:0 in Führung. Nach Strafzeiten auf beiden Seiten war es wieder ein Uedesheimer der Platz nahm und der im Urlaub weilende Rafael Scheu wurde in Überzahl durch Andre Klimmek ersetzt, der sich dann direkt in der 17. Minute auf Vorlage von Moritz Matzkies in die Torschützenliste eintragen konnte. So endete das erste Drittel mit weiteren Strafzeiten torlos. Die Rams jedoch in diesem Drittel keineswegs spielerisch überzeugend, viel zu freimütig konnte Uedesheim aufbauen.

Das zweite Drittel ist schnell erzählt, obwohl Düsseldorf den Spielaufbau seitens der Neuss-Anrainer besser störte, kamen diese zu vollkommen unnötigen Treffern. Die Düsseldorfer scheiterten mehrfach an der Qualität ihrer eigenen Chancenauswertung. Spielerisch jedoch von beiden Mannschaften kein gutes Spiel. Entgegen anderen Medienberichten hatte sich jedoch nicht Düsseldorf auf eine rücksichtlose aggressive Taktik verlegt, sondern die spielerischen Mittel gesucht. Das dabei Uedesheim immer brutaler agierte, bis hin zur Warnung, das es Verletzte geben würde, war den Düsseldorfer Trainern dann irgendwann zu viel und Sie suchten das Gespräch mit den Schiedsrichtern in der Drittelpause. Leider ohne die erkannte Gefahr abwenden zu können, denn zum Spielende schickte jener vorher drohende Uedesheimer den Düsseldorfer Timo Grabs mit einem bösen Kniecheck vom Platz, der auch am kommenden Trainingstag eine Verletzungspause notwendig machte. „Nun sind die Düsseldorfer sicher auch keine Heiligen, aber bei gezielter Verletzungsabsicht hat dies seine Grenze und zur Trainerausbildung gehört es eben auch, dazu klare Position gegenüber den eigenen Spielern zu beziehen“, erklärten die Rams.

Auf die Frage der Medienvertreter zu den anderslautenden Berichten antworteten die beiden Düsseldorfer Trainer nur kurz: „Hockey ist eine körperbetonte Sportart und unsere Jungs sind keine Weicheier und halten dagegen, aber wenn sich Uedesheim hier beschwert, da genügt ein Blick in die Fairplay-Tabelle und auf das Knie von Timo, damit ist alles gesagt.“

Die Rams konzentrierten sich jedoch wieder auf das Spiel. Nach einem entsprechenden Ansage in der Kabine zu Moral, kam die Mannschaft mit dem richtigen Biss zurück zum letzten Seitenwechsel. Nachdem Kreuzmann und Linke für Ihre Fouls von den Schiedsrichtern bestraft wurden, setzte die auch diesmal hoch effiziente Düsseldorfer Überzahl die ersten beiden Zeichen der Wiederbelebung. In Minute 46 setze Robin Wilmshöfer nach Vorarbeit von Moritz Matzkies entscheidend nach, bevor Timo Grabs durch Sebastian Kühn zum 3:5 bedient wurde. In Minute 51 bekam dann Kreuzmann für die Attacke nur eine 2 Minuten Strafe, die jedoch von Moritz Matzkies nach Vorarbeit durch Robin Wilmshöfer flach unten einschoss, wobei Philipp Müller noch mit der Schlägerspitze dem Ball die entscheidende Richtung gab. Nun fighteten die Düsseldorfer  und stürmten auf das Uedesheimer Tor. Dreimal war der obere linke Winkel frei und wurde leider um Zentimeter verfehlt. Der Ausgleich lag in der Luft. Mit Sicherheit hätte dies noch dazu geführt, jedoch unterbrach eine Strafzeit in der 57. Minute die Vorwärtsbewegung. In der verbleibenden Minute tauschten die Trainer Felix Tauer gegen einen fünften Feldspieler, der zuvor mit Glanztaten einige Uedesheimer Chancen in Überzahl vereitelt hatte.  Bei 59:03 gingen auf beiden Seiten noch einmal Spieler auf die Strafbank. In den folgenden Sekunden konnten die Rams fast ein Tor erzielen, jedoch kam ein Uedesheimer an den Ball und schoss das entscheidende empty-net Goal. Die Rams hatten keine Alternative und ließen den Torhüter auf der Bank und so endete die Partie mit 4:7.

Am Samstag müssen die Rams also nach Assenheim, die im Hinspiel mit 8:5 bezwungen wurden, sich aber noch um einen Play-off-Platz bemühen wollen und vor heimischer Kulisse mit einem bunten Rahmenprogramm sich sicher keine Blöße geben wollen. Generell ist es auf dem sehr großen Platz ein ganz anderes gefährliches Spiel, bei dem die Düsseldorfer letztes Jahr böse unter die Räder gerieten. Ferner soll es am Wochenende brütend heiß werden, und der Düsseldorfer Kader ist weiter massiv geschrumpft, so fehlen Rafael Scheu Urlaub, Jonas Matzken Langzeitverletzter, Jerome Bonin Arbeit/Urlaub. Kjell Wilbert und Christian Wilmshöfer haben daher entschieden, einige Junioren noch kurzfristig nachzunominieren, zumal Nils Schmidt das Training nach einem abgefälschten Schuss ins Gesicht abbrechen musste.

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