Dass es noch einmal so knapp wurde, daran war Mitte des Spiels nicht zu denken. Mit 0:5 lag man hinten, zeigte in den Zweikämpfen wenig Biss und entwickelte kaum Zug zum Tor. Diese erste Spielhälfte kann man im Nachhinein wohl als „verschlafen“ bezeichnen und kostete den Rheinos wahrscheinlich ein positiveres Ergebnis. Denn als man sich im letzten Drittel noch einmal auf seine Stärken besann, wurde deutlich, dass man mit mehr Konzentration und Einsatzfreude über die gesamte Spielzeit Zählbares mit auf den Heimweg hätte nehmen können. Nachdem Kai Esser noch im zweiten Abschnitt den Treffer zum 1:5 markieren konnte, belagerte man in den letzten zwanzig Minuten das Augsburger Tor und erspielte sich einige Torchancen. Die Überlegenheit zeigte Wirkung, zwei Mal Meik Kemmerling und ein weiteres Mal Kai Esser belohnten die Offensivbemühungen des HC und brachten die Gäste noch einmal in Schlagdistanz. Zu mehr reichte es leider nicht, zu groß war die Hypothek, die man aus den ersten beiden Dritteln mit sich schleppen musste. Beim Stand von 4:6 riskierte man dann auch nicht mehr, den Torwart zu Gunsten eines fünften Feldspielers zu opfern. Das Hinspiel gewann man mit 7:4, und somit – und dies ist neben der großartigen Moral der Mannschaft gegen Ende der Begegnung – der einzig positive Aspekt des Spiels – kann man wenigstens den direkten Vergleich gegen den TVA für sich entscheiden.
Insgesamt bleibt festzuhalten, dass man das Spiel zu vorsichtig und ohne die nötige Aggressivität angegangen ist und die Punkte im ersten Drittel bzw. Anfang des zweiten Drittels hat liegen lassen. Auf die letzten zwanzig druckvoll und überlegen gestalteten Minuten kann jedoch weiter aufgebaut werden.














