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Tabellenführung verspielt

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Wie bereits am vergangenen Dienstag erwischten die Black Hawks einen äußerst schwachen Start. Nach nur 74 Sekunden lagen die Habichte bereits wieder zurück. Daniel Krizizok nutzte eine unübersichtliche Situation vor Martin Cinibulk und hob den Puck ins fast leere Tor. Doch die Gelegenheit zum Ausgleich ergab sich noch in der gleichen Minute als Erdings Gumplinger auf die Strafbank musste. 49 Sekunden später gesellte sich auch noch Jelinek dazu. Doch außer einem Schlagschuss von Kapitän Thomas Vogl erspielten sich die Habichte zu wenige Möglichkeiten. Auch in der vierten Minute hätte spielerisch alles gepasst, doch Igor Bacek verpasste den Pass von Bucheli um Zentimeter. Auch in Unterzahl hatten die Passauer die besseren Möglichkeiten, der Ausgleichstreffer aber blieb aus. Dafür erhöhte Sebastian Lachner in der zwölften Minute für die Gäste auf 2:0. 61 Sekunden später dann sogar noch das 0:3, als erneut Krzizok im Halbfeld einfach abzog. Die nächste Überzahl für die Black Hawks brachte zumindest den Anschlusstreffer. Piecha spielte Weißleder auf der linken Seite frei und der verwandelte vor der Torfrau Viona Harrer. Wenig später war Harrer erneut geschlagen, aber der Puck blieb vor der Linie liegen und im Nachfassen begrub die Nationaltorhüterin den Puck mit dem Handschuh. Als Waldemar Detterer zum zweiten Mal an diesem Abend auf die Strafbank musste schlugen die Gladiators erneut zu. Jiri Jelinek erhöhte kurz vor der ersten Pause noch auf 4:1.

Jeder im Stadion erwartete jetzt eine Reaktion wie gegen Deggendorf. Doch Igor Bacek scheiterte kurz nach der Pause mit einem Alleingang, während auf der Gegenseite Krzizok einen Konter gegen Cinibulk eiskalt verwandelte. Dieser verließ daraufhin entnervt seinen Kasten und machte Platz für den 18-jährigen Christoph Sawatzky. Doch auch dem erging es kaum besser. In der 26. Minute war es erneut Daniel Krzizok, der von halbrechts das 6:1 für die Gladiators erzielte. Etwas Hoffnung keimte noch auf als Martin Piecha praktisch mit Ablauf einer Zwei-Minuten-Strafe für Erding das 2:6 erzielte. Der Mannschaft von Jukka Ollila merkte man aber die kräfteraubenden Derbys unter der Woche an und die Gladiators stellten geschickt die Räume zu. Selbst wenn einer der Passauer Stürmer einmal durchkam, dann stand eben eine gut parierende Viona Harrer im Erdinger Tor. So konnten die Black Hawks den Rückstand vor der zweiten Pause nicht weiter verkürzen.

Auch im Schlussabschnitt konnten die Passauer den Hebel nicht mehr umlegen. Nur 21 Sekunden nach Wiederbeginn nutzte Ales Jirik einen Abwehrfehler und schob den Puck ins kurze Eck zum 7:2. Einen Alleingang von Jakub Wiecki, der in der 46. Minute an Torfrau Harrer scheiterte beantworteten die Gladiators sofort mit einem Pfostentreffer von Ochmann. Selbst der sonst so treffsichere Igor Bacek schaffte es nicht Viona Harrer zu überwinden. Gut zwei Minuten vor der Schlusssirene, als man erneut eine Überzahlmöglichkeit hatte, gelang Christian Poetzel der Treffer zum 2:8 Endstand sogar noch in Unterzahl. Black Hawks Trainer Jukka Ollila suchte nach dem Spiel auch gar nicht erst nach Entschuldigungen: „Wir wussten, dass Erding Eishockey spielen kann, aber wir waren heute mental einfach nicht bereit. Ich glaube wir hätten schon noch genügend Kraft gehabt um unser Spiel zu machen. Wir waren nach dem Rückstand zu nervös und dann ging die Negativspirale einfach los. Wir waren heute einfach nicht in der Lage das Spiel zu gewinnen.“ Viel ist allerdings nicht passiert. Mit 24 Punkten rangieren die Passau Black Hawks jetzt auf Rang drei in der Oberliga Süd, sind aber punktgleich mit den ersten beiden. Die Deutschlandcuppause am kommenden Wochenende will Trainer Ollila nun nutzen, um wieder Kraft zu tanken und sich auf die kommenden schweren Aufgaben vorzubereiten. Mit Andreas Popp wird dann das Passauer Urgestein auch endlich wieder ins Geschehen eingreifen und dem Kader mehr Breite geben.  

Tore: 0:1 (1:14) Daniel Krzizok, 0:2 (11:28) Sebastian Lachner (Daniel Krzizok), 0:3 (12:29) Daniel Krzizok, 1:3 (15:41) Ibrahim Weißleder  (Martin Piecha/5-4), 1:4 (19:16) Jiri Jelinek (Timo Borrmann, Sebastian Gumplinger/5-4), 1:5 (21:42) Daniel Krzizok, 1:6 (25:42) Daniel Krzizok (Sebastian Lachner), 2:6 (31:00) Martin Piecha (Jakub Wiecki), 2:7 (40:21) Ales Jirik, 2:8 (58:06) Christian Poetzel  (Sebastian Lachner, Johannes Pfeiffer/4-5). Strafen: Passau 8, Erding 16. Zuschauer: 758.