Eishockey News

Sieg in zehn Minuten - Eroberung der Tabellenspitze

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Die Könige des Tierreichs begannen, als wollten sie ihrer Beute das Fell über die Ohren ziehen. Nach nur zehn Minuten stand es 4:0 und man musste Angst um die Mannen von Gäste-Coach Georg „Schorsch“ Holzmann haben. Das 1:0 fiel aus kurzer Distanz, nachdem sich die „Buam“ im Gästedrittel festgesetzt hatten. Zum zweiten Treffer legte Leonhard Pföderl bei einem Konter mustergültig auf Yanick Dubé quer, der aus vollem Lauf Andre Irrgang im Tor mit seinem Schlagschuss keine Chance ließ. 40 Sekunden später fiel gar das 3:0, und Holzmann weckte sein Team nun mit einer Auszeit auf. Er stellte auf nur noch drei Sturmreihen um, indem er Yannik Baier zu Simon Sezemsky und Dominik Meisinger in die dritte Reihe beorderte und dafür Tauno Zobel zusammen mit Joel Titsch und Daniel Gmeiner fortan vom Tölzer Wirbel erlöste.

In der zehnten Minute kam nun auch Füssen zu seiner ersten Torchance, als sich Andrej Naumann allein durch die Tölzer Abwehr spielte, aber an Keeper Andreas Jenike scheiterte. Kurz danach verzog auf der Gegenseite Yasin Ehliz aus 2 Metern knapp, konnte Johannes Sedlmayr mit vereinten Allgäuer Kräften noch am Abschluss gehindert werden, doch das 4:0 durch Peter Lindlbauer fiel als Folge dieser Situation aus kurzer Distanz. Nun aber erlahmte das Spiel der Hausherren zusehends, und die Leoparden konnten sich mehr und mehr befreien. Mit Zutun des ansonsten starken Jenike, der Sebastian Wolschs eher harmlosen Verlegenheitsschuss von der rechten Bandenseite der blauen Linie unter dem Schläger durch die Beine rutschen ließ, konnten die Schwarz-Gelben vom Kobelhang sogar auf 4:1 verkürzen. Und die erste überflüssige Strafzeit für Franz Mangold sorgte dann vollends für Betrieb vor dem Tor der Isarwinkler, doch keine weitere Ergebniskorrektur.

Als Mangold zu Beginn des Mittelabschnitts aus kurzer Distanz die Latte traf, mochte man an eine Wiederholung des Sturmlaufs der ersten zehn Minuten glauben. Stattdessen waren hochkarätige Chancen jetzt nur noch für die Lechstädter zu verzeichnen. Begünstigt wurde diese Entwicklung durch vier Strafzeiten der Oberbayern, so dass diese sich letztlich bei Jenike bedanken mussten, den sicheren Vorsprung nicht verspielt zu haben.

Löwen-Coach Florian Funk „fiel ein Stein vom Herzen“, wie er später zugab, dass kurz nach Beginn des Schlußabschnitts das 5:1 gelang. Der Treffer wurde Ehliz zugeschrieben, doch war es Wolsch, der bei seinem Rettungsversuch Ehliz’ Pass ins eigene Tor beförderte und selbst gleich hinterher rutschte. „Ein 4:2 zu diesem Zeitpunkt hätte das Spiel noch einmal wenden können“, erläuterte er seine Sorge. So aber wurde der Schlagabtausch wieder offener, und die Hausherren nahmen die Partie nun auch körperlich erneut an. Der zweite Treffer der Gäste war schön anzusehen, aber nur noch Ergebniskosmetik.

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