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Selber Wölfe verlieren das Derby gegen WeidenVerabschiedung von Tim Schneider nach 423 Spielen

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Nach der offiziellen Verabschiedung von Tim Schneider, der 423 Spiele für die Selber Wölfe gemacht hat, entwickelte sich vor einer stattlichen und stimmungsvollen Kulisse in der Netzsch-Arena ein rassiges Spiel. Die Gäste aus der Oberpfalz zeigten mehr Willen und erkämpften sich dadurch den Auswärtssieg. Der VER steckte zwar nie auf, letztendlich wollte das Ausgleichstor in der regulären Spielzeit aber nicht mehr fallen.

Beide Mannschaften spielten vom ersten Bully an sofort mit offenem Visier. Dies hatte Chancen zuhauf auf beiden Seiten zur Folge. Hördler traf nach feiner Einzelleistung zum zwischenzeitlichen 1:1, doch nach einem Wechselfehler der Wölfe nutzen die Blue Devils den dadurch entstandenen freien Raum zur abermaligen Führung.

Nach dem ersten Pausentee kamen die Gäste aggressiv und entschlossen aus der Kabine. Zum Entsetzen der Selber Anhänger hatte Waldowsky einen Sahne-Tag erwischt und stellte mit einem Doppelschlag auf 1:4. Die Heimmannschaft fing sich nun aber wieder und kreierte weiter fleißig Torchancen. Förderlizenzspieler Nägele bat Schusser nach einem Gerangel vor dem Tor zum Faustkampf. Dies schien seine Mitspieler endgültig aufgeweckt zu haben. Angepeitscht vom eigenen Publikum gelang Piwowarczyk kurz vor der Pausensirene noch der wichtige Anschlusstreffer zum 2:4 in Überzahl.

Nun nahmen die Wölfe das Heft in die Hand. Weiden kämpfte aufopferungsvoll und verteidigte mit Mann und Maus. In der 50. Minute kurvte Mudryk unnachahmlich um das Weidener Tor und sah den gut postierten Geisberger, der wiederum unhaltbar zum 3:4 einnetzte. Der VER war nun drückend überlegen, doch war am starken Wiedemann im Tor der Blue Devils an diesem Tag kein Vorbeikommen mehr.