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Neue Gegner für die Starbulls RosenheimIn Sonthofen und gegen Lindau

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Am Freitag – Spielbeginn 20 Uhr – gastiert die Mannschaft von Manuel Kofler beim ERC Sonthofen. Am Sonntag um 17 Uhr steht dann das Heimspiel gegen den EV Lindau auf dem Spielplan. Gegen diese „neuen“ Gegner wollen die Starbulls trotz angespannter personeller Situation eine neue Erfolgsserie starten, wobei insbesondere die Auswärtsaufgabe am Freitag im Allgäu deutlich schwerer  einzustufen ist, als es das Tabellenbild suggeriert.

Bereits beim letzten Auswärtsspiel beim Tabellenschlusslicht in Miesbach taten sich die Rosenheimer Eishockeyspieler nicht leicht, die drei Punkte einzufahren. Zum Tabellenneunten nach Sonthofen fährt das Team außerdem mit dem Eindruck der ersten Heimpleite. Was sowohl beim 2:1-Sieg in Miesbach, als auch bei der 2:4-Niederlage gegen Deggendorf das größte Problem der Rosenheimer Akteure darstellte, war das Auslassen zahlreicher hochkarätiger Torchancen. Gleich mehrfach war in beiden Partien auch Pech mit im Spiel, als das Eisen des Torgestänges den Torerfolgen im Wege stand. „Es gibt solche Tage und Phasen, an denen die Scheibe trotz bester Gelegenheiten einfach nicht reinfallen will. Das ist ärgerlich, wirklich problematisch wäre es aber erst, wenn wir uns diese vielen Torchancen nicht mehr herausspielen würden“, bewertet Trainer Manuel Kofler die zuletzt schwache Torausbeute unaufgeregt.

Die Tabellenführung haben die Starbulls Rosenheim vor dem 12. Spieltag jedenfalls weiterhin inne. Trotzdem ist die Herausforderung im Auswärtsspiel am Freitag ab 20 Uhr gegen den ERC Sonthofen eine richtig große. Zwar rangieren die Allgäuer derzeit nur auf Tabellenrang neun, beweisen aber aufsteigende Form und sorgten jüngst mit starken Auftritten für Aufsehen. In Lindau gewannen die Gelb-Schwarzen mit 4:3, im Heimspiel besiegten sie die Selber Wölfe mit 4:1 und in Landshut am Mittwoch lag das Team von Trainer Heiko Vogler bis in die Schlussphase in Führung, um sich noch ganz unglücklich mit 3:4 geschlagen geben zu müssen.

Wozu das Team fähig ist, bewies es in der vergangenen Spielzeit eindrucksvoll. Nach einem schwachen Saisonstart schnupperte der ERC sogar am sportlichen Aufstieg in die DEL 2, musste in der entscheidenden Playoff-Paarung dann aber den Tölzer Löwen den Vortritt lassen. Mit Chris Stanley (Heilbronn, Bremerhaven, Riessersee, Bad Nauheim), Matthias Forster (Schwenningen, Heilbronn, Crimmitschau) und Fabio Carciola (Ravensburg, Heilbronn, Augsburg, Kassel) verfügen die Allgäuer über reichliche hochklassige Erfahrung auf der Mittelstürmerposition. Carciola musste allerdings in den letzten drei Wochen wegen Adduktoren-Problemen passen, ob er gegen die Starbulls ein Comeback feiern kann, war im Vorfeld der Partie fraglich.

Während das letzte Aufeinandertreffen zwischen Rosenheim und Sonthofen vor 14 Spielzeiten in der Bayernliga stattfand, ist das Duell mit Sonntagsgegner EV Lindau eine Premiere für die Starbulls. Der Aufsteiger der Vorsaison, der nach elf Spieltagen mit acht Punkten den vorletzten Tabellenplatz belegt, ist im Emilo-Stadion natürlich Außenseiter. Das war er allerdings auch vor zwei Wochen im Derby in Memmingen – um die Gastgeber mit 4:0 eiskalt abzufertigten. Und dann steht da bei den Islanders ja auch noch Henning Schroth zwischen den Holmen. Der zur laufenden Saison neu verpflichtete Torhüter der Bodenseer trug vor gut einem halben Jahr seinen Teil dazu bei, dass die Starbulls im Play-off-Duell gegen Crimmitschau den Kürzeren zogen und sich aus der DEL2 verabschieden mussten. Im Verbund mit der jüngsten Rosenheimer Abschlussschwäche eine pikante Konstellation also, die für zusätzliche Spannung am späten Sonntagnachmittag im emilo-Stadion sorgen wird.

Die personelle Lage hat sich bei den Starbulls leider angespannt. Neben den Langzeitverletzten Michael Rohner, Valentin Hein und Peter Lindlbauer fallen zwei weitere Verteidiger aus. Matthias Bergmann kann wegen einer Handverletzung erst nach der Deutschland-Cup-Pause wieder ins Geschehen eingreifen. Andreas Nowak hat sich im Spiel gegen Deggendorf in der 30. Spielminute eine Fraktur am Handgelenk zugezogen und wurde am Donnerstag operiert. Er muss mindestens sechs Wochen pausieren.