Nach Rosenheim ist vor den StarbullsEHC Waldkraiburg nach dem Überraschungssieg

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Ausgelassene Stimmung herrschte am Dienstag noch in der Raiffeisen-Arena der Waldkraiburger Löwen. In einem grandiosen Spiel entzauberten die Industriestädter blasse Starbulls aus Rosenheim, Stürmer Brent Norris wurde mit seinen beiden Toren in der 58. und 60. Minute zum Matchwinner. EHC-Coach Tomas Martinec spielte aber den Party-Crasher, verkündete auf der Pressekonferenz nach dem Spiel für die Fans überraschend seinen Abschied nicht einmal drei Wochen nach Amtsantritt. Doch das Angebot aus dem nahen Ausland war zu verlockend für den 41-Jährigen und so muss Rainer Zerwesz wieder ran und die Kohlen aus dem Feuer holen.

Die Rosenheimer werden im Heimspiel am Donnerstag gegen die Löwen sicherlich auf Wiedergutmachung aus sein und auch Starbulls-Coach Manuel Kofler versprach am Dienstag in Waldkraiburg bereits, dass man im Emilo-Stadion ganz anders auftreten werde. Dies kann man beim EHC durchaus als Drohung auffassen, denn auf dem Papier ist der Tabellenzweite auch im vierten und letzten Aufeinandertreffen in dieser Spielzeit der klare Favorit. Allein vom Kader her sind die Bullen ein anderes Kaliber  als der EHC, nach wie vor sind sie die beste Mannschaft der Liga in Unterzahl. Und wenn sie ihre Pferde- oder besser Bullenstärken wieder aufs Eis bringen, dürfte es für jedes Team schwer werden.

Extrem schwer hat es aktuell auch jedes Team der Liga gegen den EV Landshut. Der Tabellendritte aus Niederbayern kassierte zwar am zweiten Weihnachtsfeiertag eine 1:2-Niederlage in Peiting, Nach acht Siegen in Folge aber zu verschmerzen für die Mannschaft von Axel Kammerer, die in dieser Spielzeit wieder den hohen Ansprüchen gerecht wird. Mit Viktor Lennartsson hat Landshut nach wie vor einen brandgefährlichen Angreifer in seinen Reihen, der mit zehn Toren und drei Assists in sechs Spielen seine Klasse bisher eindrucksvoll unter Beweis stellt und in Niederbayern würde man sich gewiss freuen, das Leihgeschäft über den Schweden mit den Lausitzer Füchsen noch so lange wie möglich auszuweiten. Aber auch der Rest des EVL präsentiert sich in Playoff-Form: Max Forster mit 33 Scorerpunkten (17 Tore) in 24 Spielen ist Top-Scorer, gefolgt von Peter Abstreiter (31 Punkte, 22 Spiele) und Bill Trew (28 Punkte in 17 Spielen). Der 18-jährige Alexander Ehl überzeugt in seinem ersten Oberliga-Jahr bereits auf ganzer Linie- 23 Spiele, 12 Tore und 15 Assists sind herausragende Werte- und auch der Top-Torjäger Stefan Reiter kommt nach langer Verletzungspause wieder in Tritt. Im Rahmen des Spiels gegen den EV Landshut werden auch die gesammelten Spenden für den Verein Sterntaler überreicht. Der gemeinnützige e.V. unterstützt bedürftige Familien mit Kindern in Waldkraiburg und Umgebung finanziell und nachdem die Mannschaft und die Verantwortlichen der Löwen bereits gesammelt haben, konnten beim Spiel gegen Rosenheim auch die Fans ihren Beitrag leisten.

An Silvester und Neujahr dürfen die Löwen dann etwas Durchschnaufen, ehe es am 2. Januar 2018 an den Bodensee zum Duell mit dem EV Lindau geht. Die Islanders spielen nach wie vor eine bemerkenswerte, zweite Oberliga-Saison und sind mittendrin im Kampf um die Playoff-Plätze. Aktuell liegt das Team von Trainer Dustin Whitecotton auf Rang neun, hat aber nur einen Punkt Rückstand auf den Achten aus Weiden. Zuletzt setzte es drei Niederlagen in Folge: 0:4 in Weiden, 3:4 in Deggendorf und ein 1:3 gegen Sonthofen im Heimspiel am zweiten Weihnachtsfeiertag. Ehe es gegen die Löwen aus Waldkraiburg geht, gegen die der EV Lindau Mitte November mit 5:3 gewinnen konnte, müssen die Islanders noch in Sonthofen und zuhause gegen Deggendorf antreten. Andreas Farny mit 28 und Florian Lüsch mit 27 Punkten führen die interne Scorer-Liste an und der Wechsel von Charlie Adams zu Jeff Smith auf der zweiten Kontingentstelle hat sich bislang auch voll ausgezahlt: In 20 Spielen steuerte der US-Amerikaner bisher zwölf Tore und 14 Vorlagen bei und liegt damit in der internen Wertung bereits auf Platz drei.

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