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Memminger Indians verpflichten den Letten Kirils Galoha Wichtiges Wochenende steht bevor

Neu beim ECDC Memmingen: Kirils Galoha. (Foto: ECDC Memmingen)Neu beim ECDC Memmingen: Kirils Galoha. (Foto: ECDC Memmingen)
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Es war eine lange und teils auch mühsame Suche für den Sportlichen Leiter der Indians, doch Sven Müller ist überzeugt, den richtigen Fang gemacht zu haben: Für den lange verletzten Petr Haluza wird ab sofort Kirils Galoha für die Indians auflaufen. Der erst 21 Jahre alte lettische Nationalspieler ist seit Montagabend in Memmingen und hat am Dienstag erstmals am Training mit dem Team teilgenommen.

Der Mittelstürmer konnte den Nachwuchs des lettischen Vorzeigeclubs in Riga durchlaufen. Zuletzt lief er in der höchsten lettischen Nachwuchs- sowie Seniorenliga auf. Seit mehreren Jahren war Galoha auch Teil der lettischen Nachwuchsnationalmannschaft. Zusätzlich kann er auch bereits Berufungen in den Kader der Seniorenauswahl vorweisen. Um ein Haar hätte der 1,84m große Angreifer auch einen Vertrag in der KHL, der zweitstärksten Liga der Welt, erhalten. Beim Auswahlverfahren des lettischen Vertreters, Dinamo Riga, welches er bis zum Ende durchlaufen hatte, wurden ihm dann aber kurz vor Schluss noch andere Spieler vorgezogen.

Nun will er sich in Memmingen für höherklassige Aufgaben empfehlen und hat zum ersten Mal sein Heimatland verlassen. Die Indians freuen sich auf den jungen Stürmer und hoffen, dass er sich schnell in der Maustadt und in Deutschland im Allgemeinen zurechtfindet. Kirils Galoha wird am Freitag (20 Uhr) zu Hause gegen Peiting sein Debüt geben und zukünftig mit der Nummer 47 am Hühnerberg auflaufen.

Peiting kommt am Freitag, Sonntag in Waldkraiburg

Nach dem wichtigen Derbyerfolg zuletzt gegen Sonthofen wartet auf die Indians am Freitag (20 Uhr) der zuletzt stark aufspielende EC Peiting am Hühnerberg. Mit den Gästen ist es das erste Aufeinandertreffen in dieser Spielzeit, für beide Teams also eine neue Erfahrung. Sein Debüt bei den Maustädtern wird der junge lettische Neuzugang Kirils Galoha geben, auch Rückkehrer aus dem Lazarett sind möglich. Am Sonntag geht es dann zum Vorletzten nach Waldkraiburg.

Hoffnung auf ein Comeback machen kann man sich bei Torhüter Joey Vollmer, der das Training wieder aufgenommen hat, sicher fehlen werden nur Kapitän Jan Benda (noch mehrere Wochen) sowie Jan Kouba. Bei einigen Akteuren, sowie den Förderlizenzspielern, wird sich der Einsatz erst kurzfristig entscheiden.

Am Freitag reisen die Gäste aus Peiting (Landkreis Weilheim-Schongau) mit breiter Brust an den Hühnerberg, zuletzt wurde die Siegesserie zwar von Sonthofen unterbunden, aber bereits im darauf folgenden Spiel gegen Regensburg zeigte sich das Team wieder von seiner besten Seite. Aktuell steht die Mannschaft von Trainer Sebastian Buchwieser auf einem beachtlichen fünften Tabellenplatz. Die Oberbayern sind eigentlich die große Konstante der gesamten Oberliga, seit Jahren gehört der relativ kleine Verein dieser Spielklasse an und verblüfft jedes Jahr aufs neue die große Konkurrenz. Sowohl sportlich wie finanziell stellen die Peitinger ein echtes Vorzeigemodell für das deutsche Eishockey dar. Große Kontinuität herrscht auch im Kader, was wohl ein großes Erfolgsrezept ist. Im Tor verfügt man mit Florian Hechenrieder über einen der besten Torhüter der Liga, er ist auch in dieser Spielzeit die klare und unangefochtene Nummer eins. In der Abwehr hat man mit dem 31-jährigen Amerikaner Brad Miller den wohl offensivstärksten Verteidiger der Oberliga Süd im Kader. Ein weiterer Schlüsselspieler in der Defensive ist Andreas Feuerecker. Der Angriff wird vom 33-jährigen Deutsch-Kanadier Ty Morris angeführt. Der kantige Stürmer verfügt über viel Erfahrung und zählt stets zu den besten Scorern. Brandgefährlich ist auch der Tscheche Milan Kostourek, der bereits 33 Scorerpunkte erzielen konnte. Reichlich Erfahrung bringen auch Anton Saal, Dominic Krabbat oder Simon Maier mit.

Am Sonntag (17.15 Uhr) tritt der ECDC dann beim Tabellenvorletzten in Waldkraiburg an. Die Indians wollen unbedingt punkten, um die Hausherren weiter auf Distanz zu halten.