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Memminger Indians starten mit Knaller in die Oberliga-SaisonDas Warten hat ein Ende

(Foto: ECDC Memmingen)(Foto: ECDC Memmingen)
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Lange haben die Anhänger gewartet, nun ist es endlich soweit. Der ECDC Memmingen startet in die Oberliga-Spielzeit 2017/18. Los geht es am Freitag um 20 Uhr mit einem Heimspiel am Hühnerberg. Mit den Selber Wölfen stellt sich zum Auftakt sogleich ein echtes Spitzenteam der letzten Oberligajahre in Memmingen vor. Die Gäste aus der Porzellanstadt Selb (Oberfranken) wollen nach eigener Auskunft auch in dieser Saison wieder die Top-4 erreichen, um sich so das Heimrecht in den anschließenden Play-Offs zu sichern. Während der Sommerpause mussten die vielen Fans der Wölfe (Zuschauerschnitt knapp 2000) aber teils schwer verdauliche Meldungen hinnehmen. Unerfreulich vor allem das finanzielle Ergebnis des Geschäftsjahres 2016, das mit einem großen Minus abgeschlossen wurde. Aufgrund dieser Umstände musste auch der Team-Etat leicht gesenkt werden, was natürlich einen kleineren Umbruch zur Folge hatte. Besonders getroffen hat es hier die Abwehr, mit Tim Schneider, Christopher Schadewaldt und Nikolaus Meier verließen gleich drei routinierte Spieler den VER. Nichtsdestotrotz weist die Selber Hintermannschaft immer noch prominente Namen auf, allen Voran ist hier Ex-DEL-Verteidiger Florian Ondruschka zu nennen, welcher mit Lukas Pozivil die Verteidigung führen soll. Das Prunkstück der Wölfe ist und bleibt aber der hochkarätig besetzte Angriff. Hier sticht sofort die eingespielte Top-Reihe ins Auge: Das Trio Herbert Geisberger, Jared Mudryk und Kyle Piwowarczyk wirbelt nun schon im siebten gemeinsamen Jahr die gegnerischen Abwehrreihen durcheinander. Dem Trio gelangen alleine in der letzten Spielzeit fast 250 Scorerpunkte. Der Kanadier Piwowarczyk wurde zudem erneut als bester Oberligaspieler ausgezeichnet. Brandgefährlich ist auch die zweite Angriffsformation um den 39-jährigen Landon Gare, der es mit seinen beiden Kollegen Michael Dorr und Achim Moosberger ebenfalls auf knapp 200 Punkte brachte. Pünktlich zum Saisonstart haben die Oberfranken auch die Grippewelle auskuriert, alle Spieler werden wohl am Hühnerberg zum Einsatz kommen können.

Bei den Indians werden aller Voraussicht nach auch alle Akteure einsatzbereit sein, inwieweit die drei Förderlizenzspieler aus Kaufbeuren zur Verfügung stehen, wird sich kurzfristig entscheiden. Trotz den etwas widrigen Bedingungen, welche durch den Bandenumbau vorherrschten, fühlt man sich im Indianer-Lager bereit für die neue Spielzeit. Auch wenn das Niveau in der Oberliga spürbar höher ist und die Indians am Freitag als krasser Außenseiter in die Partie gehen, hofft man am Hühnerberg auf eine Überraschung. Mut macht den Verantwortlichen die steigende Form der Schlüsselspieler, die rechtzeitig zum Punktspielstart in Form gekommen sind. Eine weitere wichtige Rolle für den sportlichen Erfolg, nicht nur explizit in dieser Partie, sondern während der ganzen Saison, sollen die zahlreichen Zuschauer am Hühnerberg einnehmen. Die Indians rechnen zum Beginn mit einer stattlichen Kulisse, Publikumsliebling Antti Miettinen hofft daher gleich zu Beginn der Saison ’auf dieselbe großartige Unterstützung wie in den Jahren zuvor“. Auch aus Selb haben sich zahlreiche Schlachtenbummler angekündigt, mehrere Fanbusse machen sich auf den Weg ins Allgäu.