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EV Lindau Islanders verlieren Sekunden vor Schluss3:4 bei den Selber Wölfen

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So wurde eine gute Leistung der Lindauer nicht belohnt, die stets auf Augenhöhe mit den Gastgebern agierten und sogar häufiger zum Abschluss kamen. Auch das gelungene Debüt von Torhüter David Zabolotny, der eine sehr solide Leistung bot, wurde nicht belohnt. Der Treffer kurz vor der Schlusssirene, ein von Michael Dorr abgefälschter Schuss Florian Ondruschkas von der blauen Linie, war für den Lindauer Goalie nicht zu halten.

„Ein bitterer Abend für uns“, sagte Trainer Dustin Whitecotton. „Leider dauert ein Spiel nicht nur 59 Minuten.“ Denn in denen bereiteten die Islanders ihren hoch gehandelten Gastgebern einige Probleme. Schon ihr zweites Überzahlspiel nutzten die Lindauer durch Florian Lüsch, der bereits im fünften Spiel in Folge traf, zum 0:1 (17.). In der Scorerwertung der Oberliga schob sich der 24-Jährige damit auf Platz elf nach vorn.

Die Oberfranken, die wohl noch die Derbyniederlage in Weiden vom Freitag erarbeiten mussten, kamen ab dem zweiten Durchgang besser ins Spiel und erspielten sich ein leichtes Übergewischt. Lanny Gare nutzte dies früh zum Ausgleichstreffer in der 24. Minute. Aber die Islanders blieben wachsam und schlugen sogar in Unterzahl unmittelbar zurück. Tobi Fuchs spielte zwei Minuten später einen Pass in den Lauf von Jeff Smith, der Wölfe-Keeper Niklas Deske zunächst ausspielte, die Scheibe aber nicht im Tor unterbrachte. Das gelang Smith dann im Nachsetzen fast von hinter dem Tor. Für den Amerikaner war es das vierte Tor im vierten Spiel für die Islanders. „Gerade in Unterzahl waren wir heute gut, wie überhaupt unsere Special Teams immer stabiler werden“, lobte Teammanager Sebastian Schwarzbart.

Dies war mit ein Grund, warum die Lindauer auch in der Folge die Topreihe der Gastgeber um Kyle Piwowarczyk weiterhin im Griff hatten, so dass diese ohne Punkt blieb. Aber die Klasse der Selber zeigte sich dann eben durch deren zweite Reihe, die nicht nur kurz vor der Pause durch Achim Moosberger ausgleichen konnte, sondern nur 24 Sekunden nach Wiederbeginn erneut durch Gare wieder in Führung ging.

„Danach haben wir uns aber wieder Chancen erarbeitet und ausgenutzt. Ich bin sehr stolz drauf, wie sich meine Mannschaft zurückgekämpft hat“, sagte Whitecotton. Zunächst blieben sie noch in Unterzahl einmal ohne Gegentor, um dann im Powerplay zum zweiten Mal an diesem Abend zuzuschlagen. Nachdem Deske Zdenek Cechs Direktschuss nicht festhalten konnte, war Michal Mlynek zur Stelle und markierte mit dem sechsten Saisontor neun Minuten vor Ende den verdienten 3:3 Ausgleich.

Bis zum Schluss hatten danach beide Teams die Chance, den Siegtreffer in der regulären Spielzeit zu erzielen. Was den Lindauern leider nicht gelang, schaffte das routiniertere und etwas cleverere Team. Dennoch war es wieder eine gute Leistung des EVL, die Mut macht für das Derby am Freitag gegen Sonthofen.

Tore: 0:1 (16:23) Lüsch (Smith, Quaile – PP1), 1:1 (23:24) Gare (Dorr, Moosberger), 1:2 (25:40) Smith (Fuchs, Lüsch – SH1), 2:2 (36:18) Gare (Müller, Moosberger), 3:2 (40:24) Moosberger (Gare, Dorr), 3:3 (50:44) Mlynek (Cech, Brunnhuber- PP1), 4:3 (59:39) Dorr (Ondruschka, Gare). Strafen: Selb 8, Lindau 10 + 10 (Koberger). Zuschauer 1326.

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