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EHC Waldkraiburg feiert Sechs-Punkte-Wochenende4:2-Erfolg in Passau

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Rechnerisch könnte der EHC damit in der Verzahnungsgruppe B an den letzten beiden Spieltagen noch Platz 1 holen, Platz 2 und Heimrecht in einem möglichen Play-off-Viertelfinale hat  man sogar selbst in der Hand.

Die Verzahnungsrunde der Ober- mit den Bayernligisten hat es in dieser Saison wirklich in sich: In Gruppe A hat der EV Füssen zwar noch Restchancen an den letzten beiden Spieltagen am kommenden Wochenende, aktuell kämpfen Geretsried (4.), Peißenberg (3.), Lindau (2.) und Höchstadt (1.) noch um die Endplatzierung, wobei den Alligators von der Aisch Rang 1 kaum mehr zu nehmen sein dürfte. In Waldkraiburgs Gruppe B hat Memmingen nach einem 3:2-Sieg am Sonntag gegen Landsberg den Riverkings Platz 1 abgeknöpft und 18 Punkte auf dem Konto. Dahinter liegen Landsberg (16 Zähler), die Löwen (14), Erding (12), Passau (9) und Dorfen. Aus Waldkraiburer Sicht ist jetzt wieder Rang 2 greifbar, denn an den letzten beiden Spieltagen trifft der EHC am Freitag in der Raiffeisen Arena auf Landsberg, am Sonntag geht es nach Memmingen. „Wir haben uns mit dem 6-Punkte-Wochenende eine gute Ausgangsposition erarbeitet und etwas Selbstvertrauen tanken können“ erklärte EHC-Coach Rainer Zerwesz am Tag nach dem Sieg in Passau. „Ob wir Platz 2 noch packen, haben wir jetzt selbst in der Hand“, so der Löwen-Coach weiter, der personell am vorletzten Wochenende der Verzahnungsrunde personell wieder einiges zu verdauen hatte.

War man nämlich schon am Freitag gegen Dorfen personell dezimiert angetreten, wurde es am Sonntag in Passau noch schlimmer und neben Brent Norris, Max Kaltenhauser, Michail Sokolov und Daniel Schmidt, fehlte beim Duell mit den Black Hawks auch Youngster Patrick Zimmermann. Trotzdem fanden die Löwen aber gut ins Spiel und gingen nach knapp neun Minuten durch Daniel Hämmerle in Führung (08:56). Der 35-jährige Stürmer ist aktuell eine der verlässlichsten Akteure des EHC und traf bereits am Freitag gegen Dorfen und erzielte vor zwei Wochen auch schon beim Erfolg in Landsberg zwei wichtige Tore. Tomas Vrba legte bei vier gegen vier dann bereits nach und machte als verlässliche Vertretung von Brent Norris das 2:0 für die Industriestädter (12:18).

Die Gastgeber aus der Dreiflüssestadt zeigten sich aber unbeeindruckt und wurden stärker. Folgerichtig überwand der tschechische Verteidiger Roman Nemecek EHC-Schlussmann Korbinian Sertl und erzielte den Anschlusstreffer nach einer guten halben Stunde (31:48). Durch Strafzeiten machten sich die Löwen im zweiten Abschnitt das Leben selbst schwer und als Svatopluk Merka kurz nach Beginn des Schlussabschnitts den Ausgleich erzielte (42:35) erhöhte sich bei den mitgereisten Löwenfans der Puls. Gesundheitsgefährdend wurde das aber nicht, denn nur elf Sekunden nach dem Ausgleich schlug Tomas Rousek wieder für die Industriestädter zu. Mit seinem sechsten Tor im achten Spiel der Verzahnung stellte der Tscheche auf 3:2 (42:46). Drei folgende Powerplays konnte Passau dann nicht nutzen und selbst, als Ivan Horak zwei Minuten vor dem Ende seine Auszeit nahm und seine Spieler nochmals einschwor, klappte es nicht im dem erwünschten Ausgleich. Im Gegenteil: Wie schon am Freitag gegen Dorfen konnten sich die Löwen befreien und Lukas Wagner sorgte für den Schlusspunkt zum 4:2-Endstand (59:23).

Tore: 0:1 (8:56) Hämmerle D. (Vogl N., Rousek T.), 0:2 (12:18) Vrba T. (Wagner L., Kanzelsberger F.), 1:2 (31:48) Nemecek R. (Schindlbeck D., Merka S.), 2:2 (42:35) Merka S. (Nemecek R.), 2:3 (42:46) Rousek T. (Trox M., Hämmerle D.), 2:4 (59:23) Wagner L. (Hradek Ch., Vrba T.). Strafen: Passau 10, Waldkraiburg 16. Zuschauer: 1009.

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