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Sechs-Punkte-Wochenende für Hannover Indians5:3 am Sonntag gegen Harzer Falken

(Foto: dpa)(Foto: dpa)
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Allerdings bedarf es in den kommenden Wochen, wenn es darum geht diesen Platz zu verteidigen schon einer besseren Mannschaftsleistung.

Die Kulisse war eingestimmt, das Spiel begann auf Grund der wettermäßigen Probleme mit leichter Verspätung und auf den Rängen freuten sich, zu familiengerechter Bullyzeit von 15.30 Uhr, die Fans auf einen klaren Sieg ihrer Favoriten gegen das Schlusslicht. Am Ende sollte es dann auch einen Sieg geben und viele, vor allem die jüngeren Fans, werden zufrieden nach Hause gefahren sein. Nicht zufrieden werden dagegen die Verantwortlichen der Indians gewesen sein, denn die Braunlager, die am heutigen Spieltag auf ihren Neuzugang Trevor Hendrikx auf Grund seiner Spieldauerstrafe vom Freitag verzichten mussten, zeigten von Anfang an eine beeindruckende kämpferische und in Ansätzen auch spielerische Leistung, die kaum einer, von Falken-Trainer Bernd Wohlmann wohl mal ausgenommen, erwartet hatte. Da war es dann auch kein Wunder, als Urgestein Erik Pipp bereits nach vier Minuten den Underdog in Führung brachte. Dieses 0:1 wurde noch nicht ernst genommen aber als sich die erste Drittelpause näherte und der Spielstand sich nicht verändert hatte, wurde man auf hannoverscher Seite leicht nervös.

Diese Nervosität steigerte sich schnell im zweiten Drittel, als ein Ex-Indian, Artyom Kostyrev mit einem Shorthander, sein Mannschaftskollege Schock saß gerade auf der Strafbank, zum 0:2 erfolgreich war. Die Folge war, dass das Spiel etwas an Härte zunahm und die Angriffe der Indians immer wütender wurden. Es war eine Frage der Zeit, wann der Verteidigungswall der Falken brechen würde und die Antwort folgte vier Minuten später. Indians-Forward Maxi Pohl gab seine Torpremiere in der Saison und es stand nur noch 1:2. Die Folge war noch mehr Druck und als der Falke Deich sich nur noch durch ein Foul retten konnte, fiel prompt durch den früheren Braunlager Tobias Schwab der Ausgleich. Jetzt wankten die Gäste bedenklich, konnten sich jedoch in die zweite Pause retten, wobei sie in dieser Phase auch in Führung hätten gehen müssen. Roman Pfennigs, am Freitag noch mit zwei Toren einer der Matchwinner der Indians bei den Crocodiles, kämpfte gegen Thomas Schmid einen Tick zu heftig und Schiedsrichter Fynn-Marek Falten schickte den Hannoveraner mit einer Fünfer in die Kabine. In diesen fünf Minuten war die Chance da, aber eine sichere ECH-Abwehr um den wiederum stark agierenden Finnen Uusivirta und Keeper Sebastian Albrecht ließ kein Gegentor zu.  

Wer weiß, mit welchen Mitteln Manager und Coach Bernd Wohlmann seine Mannen motivierte, es half nichts. Weniger als eine Minute nach dem letzten Wiederanpfiff stand es 3:2. Der bis dahin etwas blasse Andreas Morczinietz schoss, unter dem Jubel der einheimischen Fans, erstmals seine Farben in Führung. Die Vorlage zur Führung hatte der wiederum stark auftretende Schwab gegeben und der gleiche Akteur setzte auch acht Minuten später Pohanka in Szene, der mit dem 4:2 für die Vorentscheidung sorgte. Aufgegeben hatten sich jeodch die Braunlager noch nicht. Auch ein Zwei-Tore-Rückstand war für die Falken kein Grund, nicht Keeper Fritz Hessel, der heute zu den besten Gästen gehörte, vom Eis zu nehmen. Tatsächlich führte diese Maßnahme zu einem kurzfristigen Erfolg. Thomas Schmid verkürzte auf 4:3 aber dann war es vorbei mit dem Glück. Branislav Pohanka bekam vierzig Sekunden die Scheibe auf den Schläger und lenkte diese in das verwaiste Tor der Gäste.

Tore: 0:1 (3:06) Pipp (Krüger, Kostyrev), 0:2 (23:13) Kostyrev (4-5), 1:2 (27:58) Pohl (Morczinietz, Hein), 2:2 (30:17) Schwab (Uusivirta, Bacek/5-4), 3:2 (40:56) Morczinietz (Schwab, Uusivirta), 4:2 (48:43) Pohanka (Schwab, Turnwald), 4:3 (58:06) Schmid (Engel, Pipp/6-5), 5:3 (59:21) Pohanka (Uusivirta, Morczinietz/ENG). Strafen: Hannover 2 + 5 + Spieldauer (Pfennigs), Braunlage 6. Zuschauer: 3027.

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