Saale Bulls Halle können sich leicht absetzenOberliga Nord kompakt

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Der Tabellendritte aus Mellendorf, die Hannover Scorpions, unterlagen mit 3:4 gegen Essen und weil auch die Indians beim 0:2 in Leipzig keine Torjägerqualitäten zeigten, konnte Halle den wichtigen Schritt machen. Die Duisburger Füchse dagegen, mit großen Ansprüchen gestartet, stehen mittlerweile nach der Heimniederlage gegen Halle sogar auf den letzten Meisterschaftsplatz.

In der Qualifikation musste sich der haushoch überlegene Tabellenführer aus Herne erstmals geschlagen geben. In Rostock gab es ein sensationelles 2:3. Da sich auch Erfurt überraschend in Timmendorf geschlagen geben musste, konnten die Crocodiles Hamburg ihren Vorsprung gegenüber Erfurt auf vier Punkte steigern. Rostock dagegen wird Blut geleckt haben und hat nur noch vier Punkte Rückstand auf den Dritten Erfurt. Auf den letzten drei Plätzen hat sich nichts getan, auch wenn Timmendorf zu zwei Punkten kam. Die letzten drei Plätze belegen die Berliner Preussen, Timmendorf und die diesmal spielfreien Harzer Falken.

Meisterrunde

Icefighters Leipzig – EC Hannover Indians 2:0 (2:0, 0:0, 0:0)

Bereits das erste Drittel entschied die spannende Partie zwischen dem Tabellensieben und dem Vierten, so dass die Leipziger (fast) den Platz mit dem Indians tauschten. Spieler des Tages war der Tscheche Michal Velecky, dem in der Anfangsphase, sprich in der fünften und zwölften Minute zwei Tore gelangen. Spielte im ersten Drittel Leipzig die Indians noch förmlich an die Wand, aber Tausendsassa Albrecht im Indians-Kasten vollbrachte wahre Wundertaten. Danach drehte sich das Spiel, die Indians bekamen immer mehr Oberhand, hatten am Ende des zweiten und zu Anfang des dritten Drittels sogar fünf Minuten Überzahl, nachdem der Leipziger Berger dem hannoverschen Finnen Uusivirta eine Verletzung beigebracht hatte  aber es sollte nicht sein. Am Ende hatte sich auch Leipzigs Torwart Eric Hoffmann den Shut-out redlich verdient.

Füchse Duisburg – Saale Bulls Halle 1:4 (0:2, 1:2, 0:0)

Die Füchse kommen einfach nicht vom Fleck. Auch gegen die Saale Bulls gab es ein eindeutiges 1:4, obwohl am Ende ein Schussverhältnis von 40:22 zu Buche stand. Allerdings kam der Sturmlauf im letzten Drittel zu spät. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Hallenser bereits die Ernte eingefahren. Herausragender Akteur bei diesem Unterfangen war dabei der Hallenser Philipp Gunkel, dem gleich drei Tore (3., 9., 26.) gelangen und somit ein lupenreiner Hattrick. Als Nathan Robinson in der 31. Minute Halle gar mit 4:0 in Führung brachte, da drohte den Füchsen ein Debakel, aber bis auf das schnelle 1:4 von Raphael Joly (33.) passierte bei den Füchsen trotz des bereits angesprochenen Sturmlaufes nicht mehr viel. Zu sicher agierte Halles Defensive um Keeper Kevin Beech im letzten Drittel.

Hannover Scorpions –  Moskitos Essen 3:4 (0:1, 1:2, 2:1)

Während Duisburgs Fahrten in Richtung Hannover in dieser Saison sinnlos sind, zeigen sich die Moskitos als Spielverderber für die Indians und Scorpions. Bereits nach vier Mintuen traf Andrej Bires zum 1:0 für die Moskitos, die diesen Vorsprung bis zur 28. Minute halten konnten. Der wieder einsatzfähige Dennis Schütt bediente in der 28. Minute Goalgetter Patrick Schmid und dieser markierte das 1:1. Die Antwort der Essener ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Der frühere Scorpion, Kyle DeCoste erzielte bereits drei Minuten später die erneute Führung der Essener und der zweite Essener Kontingentspieler, Julien Pelletier, erhöhte in der 35. Minute auf 3:1. Im zweiten Drittel warfen die Scorpions alles nach vorne und hatten zunächst auch das Glück des Tüchtigen, als erneut Patrick Schmid (46.) und Chad Niddery (49.) zum 3:3 ausglichen. Eine Unachtsamkeit in der Scorpions-Abwehr ermöglichte in der 52. Minute Dominik Lascheit das entscheidende 4:3 für die Moskitos.

Qualifikationsrunde

Crocodiles Hamburg – ECC Preussen Berlin 8:2 (3:2, 3:0, 2:0)

Ein etwas merkwürdiges Spiel bekamen die 1608 Zuschauer in der Farmsener Eishalle zu sehen. Die Crocodiles hatten lediglich im ersten Drittel echte Vorteile, mussten aber um die Führung kämpfen. Danach zeigten sich die Berliner ebenbürtig, gaben sogar mehr Schüsse auf das Hamburger Tor ab aber die Crocos zeigten sich in der Effizienz deutlich besser und zogen bis zum Schluss von einem knappen 3:2 auf 8:2 davon. Die Tore für die Hamburger schossen Andre Gerartz (14.,16.,22.), Josh Mitchell (10.), Tobias Bruns (33.), Anton Zimmer (40.), Leo Prüßner (47.) und Brad McGowan (58.). Für die stark startenden Berliner waren Justin Ludwig (10.) und Julian van Lijden (19.) erfolgreich.

EHC Timmendorfer Strand  – Black Dragons Erfurt 7:6 (2:3, 2:1, 3:2)

Ein echtes Zuschauerspiel bekamen die nur 307 Zuschauer in der Timmendorfer Eisarena zu sehen. Die leicht favorisierten Gäste gingen dreimal in Führung um am Ende doch noch zu verlieren. Bereits das erste Drittel hatte es in sich. Bereits nach 52 Sekunden ging die Black Dragons durch Vazan in Führung. Auch der Ausgleich durch Jason Horst (6.) brachte die Erfurter nicht aus dem Gleichgewicht und zwei Tore ovn Michel Maaßen (8.) und Felix Schümann (13.) brachten sie wieder mit 3:1 in Führung. Zwar gelang Kevin Kunz noch das 2:3 (15.) im ersten Drittel aber Reto Schüpping erhöhte in der 29. Minute wieder auf 4:2 für die Gäste. Dann waren wieder die Gastgeber dran. Cedric Montminy (30.) schaffte im direkten Gegenzug, 18 Sekunden später das 3:4 und Tim Dreschmann glich in der 35. Minute aus. Als Michal Vazan in der 53. und 57. Minute die Black Dragons mit 6:4 in Führung brachte, glaubte niemand mehr in der Halle an eine Rückkehr der Timmendorfer und doch schafften sie es. Kevin Kunz schaffte in der 57. Minute das 5:6, Lukas Gärtner im angezeigten Powerplay in der 60. Minute den Ausgleich und vier Sekunden vor Schluss war Patrick Saggau, wiederum in Überzahl, zum 7:6 erfolgreich.

Rostock Piranhas – Herner EV 3:2 (0:0, 2:1, 1:1)

Überraschung in Rostock. Ausgerechnet die Piranhas, denen man auf Grund des relativ kleinen Kaders einen derartigen Coup nicht zugetraut hatte, schafften es als Erste, den unangefochtenen Tabellenführer aus Herne mit 3:2 als erster Gegner in der Qualifikation zu besiegen. War schon das 0:0 nach dem ersten Drittel eine Überraschung, so begann das zweite Drittel mit einem Feuerwerk. Zunächst brachte Aaron McLeod (23.) die Gäste auch erwartungsgemäß in Führung, aber die Ostseestädter schlugen sofort gewaltig zurück. Innerhalb von 86 Sekunden erzielten Kevin Piehler (23.) und Andrej Teljukin (24.) zwei Tore zum 2:1 für die Piranhas. Das brachte die geschockten Herner ziemlich aus dem Konzept und diese kamen in der Folgezeit an der motivierten Abwehr der Rostocker nicht vorbei. In der 44. Minute traf dann sogar noch Michal Bezouska zum 3:1 für den REC. Die Herner drängten zwar danach auf den Anschlusstreffer, aber obwohl das 2:3 von Michel Ackers noch rechtzeitig in der 52. Minute fiel, kam der HEV gegen die aufopferungsvoll kämpfenden Piranhas nicht mehr zum Ausgleich.

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