Inzwischen haben die Hessen mit Frank Gentges einen neuen Trainer verpflichtet und auch Clayton Beddoes hat mit Hafro Cortina einen neuen Verein gefunden. Alles gut also? Nein, denn wie Hockeyweb exklusiv erfuhr, werden sich die Löwen noch im August mit Clayton Beddoes vor Gericht treffen.
Was ist passiert? Nach der Trennung von Beddoes wurde nach unseren Recherchen ein „Gentlemen´s Agreement“ getroffen, in dem vereinbart wurde, dass der Vertrag aufgelöst wird, sobald Beddoes wieder eine Anstellung hat. Bewusst verzichteten beide Parteien auf einen Abfindungsbetrag, der eine sofortige Beendigung des Vertrages nach sich gezogen hätte.
Im Juni dann die Kehrtwende. Beddoes meldete sich bei den Löwen und fragte an, ob der Vertrag nicht doch gegen Zahlung einer Summe aufgelöst werden kann. „Ja, es ist richtig, Herr Beddoes kam und drängelte uns fast schon, endlich einen Schlussstrich zu ziehen“, bestätigte Löwen-Geschäftsführer Stefan Krämer auf unsere Nachfrage. Krämer sagte ebenfalls, dass man in der Folge sogar fast vor einer Einigung stand, bis am 27.06. die Pressemitteilung aus Cortina eintraf, dass Hafro Cortina mit Clayton Beddoes einen neuen Trainer installiert hat.
„Da hat es bei uns Klick gemacht. Unsere menschliche Enttäuschung ist groß, aber wir lassen uns mit Sicherheit nicht für dumm verkaufen von Herrn Beddoes“, sagt Krämer heute und stellt klar: „Clayton Beddoes hat wohl zwei gültige Arbeitspapiere. Wir als Löwen Frankfurt haben am 20.08. Trainingsauftakt in Frankfurt und da erwarten wir ihn pünktlich in der Eissporthalle. Sollte Hafro Cortina Interesse an ihm haben, sind wir Gesprächsbereit ihn gegen eine Ablösesumme gehen zu lassen“, so Krämer weiter.
Beddoes sieht das wohl anders und pocht weiterhin auf eine Abfindung. Leider waren weder Clayton Beddoes noch sein Berater Bill Lochead telefonisch erreichbar, um eine Stellungnahme abzugeben. „Ich finde es schade, dass es sich so entwickelt hat. Mehr möchte ich im Vorfeld des Termins nicht sagen“, so Krämer.









