Eishockey - Oberliga

18.08.2012

Füchse zwingen Krefeld ins Penaltyschießen

von Friedhelm Thelen

Wie sind Testspiele zu bewerten? Egal, ob es besonders gut oder eher schlecht war – Trainer betonten meist, dass eine Überbewertung nicht so gut wäre. Und damit liegen sie auch richtig.


Daniel Schmölz kurz vor seinem Tor zum 2:2-Ausgleich. (Foto: Roland Christ - www.rc-du.de)

Als sich am Freitagabend der Oberligist EV Duisburg und der DEL-Nachbar Krefeld Pinguine gegenüber standen, wurde es noch schwierig. Denn die Füchse gingen „ohne Sechs“ an den Start. Die Krefelder setzten auf ihre jüngeren Cracks und boten zudem noch eine Reihe ihres Oberliga-Teams auf. Dennoch ist das 2:3 (0:1, 2:1, 0:0, 0:1) nach Penaltyschießen aus Duisburger Sicht überraschend. Bleibt eine Einzelbewertung: Die Füchse lieferten eine kämpferisch starke Partie ab. Den Pinguinen bleibt die Erkenntnis, dass ihre Führungsspieler in der DEL dringend benötigt werden.

Zunächst schien alles wie erwartet zu laufen. Die Füchse kämpften, die Vorteile im ersten Drittel lagen jedoch auf Krefelder Seite, wenngleich der EVD gerade in Unterzahl gut arbeitete. In der 15. Minute gingen die Pinguine in Führung. Offizieller Torschütze war Patrick Klöpper, letztlich war es aber ein Duisburger „Eigentor“. In der 18. Minute hatte Clarke Breitkreuz die Chance zum Ausgleich, scheiterte aber an Goalie Patrick Vetter.

Im zweiten Drittel deutete Füchse-Neuzugang Daniel Schmölz, der vom Füssener DNL-Team mit Kölner Förderlizenz nach Duisburg kam, was in ihm steckt. Zweimal glich er die Krefelder Führung – erst über die rechte Seite und nach dem 1:2 durch Kevin Orendorz über links – aus und arbeitete auch nach hinten. Das ließ sich sehen. Spätestens um die 30. Minute herum, wurde den Duisburgern klar, dass in diesem Testspiel „etwas geht“. So lagen die Vorteile auch im letzten Drittel aus Seiten der Gastgeber.

Nach 60 Minuten stand es 2:2. Was tun? Schluss, Verlängerung, Penaltyschießen? Darüber hatte sich vor Spielbeginn niemand Gedanken gemacht. Schiri Markus Krawinkel klärte das fix – heraus kam ein Penaltyschießen. Bei den ersten drei Schützen trafen Orendorz für Krefeld und Breitkreuz für Duisburg. Im vierten „Pärchen“ fiel die Entscheidung. Breitkreuz scheiterte mit seinem zweiten Versuch, während Marc Schaub den starken EVD-Goalie Felix Bick bezwang.

Richtig Pech hatte Elia Ostwald im ersten Drittel: Er wurde von seinem Mitspieler Patrick Klöpper mit einem Schuss am Kopf getroffen und zog sich offenbar einen Einriss an der Ohrmuschel zu.

Am Sonntag, 18.30 Uhr, hat der EVD das nächste DEL-Team zu Gast – dann geht es daheim gegen die Düsseldorfer EG.

Tore: 0:1 (14:55) Klöpper (Orendorz, Robar), 1:1 (23:04) Schmölz, 1:2 (31:24) Orendorz (Kretschmann, Klöpper), 2:2 (33:04) Schmölz (Raaf-Effertz, Marius Schmidt), 2:3 (60:00) Schaub (entscheidender Penalty). Strafen: Duisburg 10, Krefeld 8. Zuschauer: 919.

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