Eishockey - Oberliga

07.08.2012

EV Duisburg

Füchse veranstalten zweitägiges Stadtfest

von Friedhelm Thelen

Der EV Duisburg belebt eine beliebte Veranstaltung in der Duisburger City und feiert beim zweitägigen „Füchse-Duisburg-Stadtfest“ eine große Saisoneröffnung.


Die Füchse-Fans können sich auf einen zweitägige Saisoneröffnung freuen. (Foto: Roland Christ - www.rc-du.de)

Bülent Aksen liegt nicht so weit von der Wahrheit entfernt. „Das dürfte eine der größten Saisoneröffnungsfeiern eines Duisburger Sportvereins überhaupt werden“, sagte der Marketingleiter des Oberliga-Vizemeisters EV Duisburg. Und tatsächlich dürfte wohl nur Fußball-Zweitligist MSV Duisburg ähnlich „groß“ eröffnen. Gemeinsam mit Sponsoren veranstalten die Schwarz-Roten am 1. und 2. September das „Füchse-Duisburg-Stadtfest“.

„Die Idee dahinter ist“, sagt EVD-Chef Ralf Pape, „dass wir in der Stadt noch bekannter werden wollen.“ Dafür ist das Stadtfest wohl gut geeignet. Denn auf der gesamten Königstraße, der großen Einkaufsstraße mitten in der City, wird alles in EVD-Farben strahlen. „Sportlich eröffnen wir die Saison am kommenden Samstag, wenn um 16 Uhr die DNL-Mannschaft der Düsseldorfer EG zu Gast sein wird“, erklärt Aksen. Das Stadtfest sehen die EVD-Verantwortlichen daher auch nicht als reine Sportveranstaltung. „Das soll wie bei den früheren Stadtfesten ein Fest für alle Duisburger sein“, betont Pape. So wird es auf den Bühnen ein großes Showprogramm geben. Hauptacts sind Marquess am Samstag, 1. September, und Michael Wendler am Sonntag, 2. September. Dazu kommen weitere Bands wie Fools Garden oder auch Schlagermusiker Jörg Bausch. Vor den Bühnen ist Platz für rund 3000 Besucher. Die „Laufkundschaft“ in der City– das zeigen anderen Veranstaltung dieser Art in der Innenstadt – dürfte sich wohl im mittleren fünfstelligen Bereich bewegen.

Aber auch das Füchse-Programm kommt nicht zu kurz. „An beiden Tagen wird sich die erste Mannschaft präsentieren und jedes andere Team des Stammvereins. Von der Laufschule bis zur Jugend und natürlich auch die 1b-Mannschaft und das Frauen-Team“, so Pape.

Die Füchse hoffen dabei freilich auf einen großen Werbeeffekt. Sowohl bei den Zuschauern als auch bei der Wirtschaft. „Wir brauchen nach wie vor viele Unterstützer“, sagt Pape. Das Stadtfest stemmt die Pape-Gruppe daher auch gemeinsam mit Sponsoren wie der König-Brauerei, Coca-Cola, dem Autohaus Brüggemann, den Stadtwerken Duisburg und einigen mehr. Auf diesem Weg springen die Füchse mit den Sponsorpartnern für die Stadt ein. Denn das letzte Stadtfest dieser Art konnte die Kommune 2010 schultern, danach machte die Haushaltslage einen Strich durch die Rechnung. Nun kehrt diese Veranstaltung als „Füchse-Duisburg-Stadtfest“ zurück. „Das genaue Programm werden wir noch bekannt geben“, so Aksen.

Derweil fand am Montagabend das erste Eistraining der Saison statt. Noch stehen Trainer Franz Fritzmeier und sein Co-Trainer Matthias Roos mit vergleichsweise wenig Personal auf dem Wedauer Eis. Das wird sich aber voraussichtlich schon am Donnerstag ändern. Denn am Wochenende fliegen die Kölner Haie zu einem Turnier nach Russland – die Förderlizenzspieler des KEC dürften dann beim EVD dabei sein.

„Es ist natürlich eine gute Sache, dass die Jungs mit einem Doppelspielrecht entweder in Köln oder in Düsseldorf schon einige Zeit auf dem Eis trainieren“, erklärt Fritzmeier. Neben diesen Nachwuchskräften fehlten noch andere Spieler. Michael Hrstka hat seine Bauchmuskelzerrung aus der Vorsaison immer noch nicht ganz überwunden und wird wohl noch ein bis zwei Wochen brauchen. „Auch Manuel Strodel werden wir behutsam wieder aufbauen“, sagt Fritzmeier. Das Sturmtalent hatte sich eine Syndesmosebandverletzung zur Hälfte der vergangenen Saison zugezogen; beim Training in Düsseldorf spürte er wieder Schmerzen und wird daher geschont. Der erste Waliser in 41 Jahren Duisburger Eishockey, Joe Lewis, wird in einer Woche bei den Füchsen erwartet.

Dafür waren zwei andere Cracks dabei. Zum einen trainierte Daniel Huhn mit den Füchsen. Zwar hat der Stürmer den EVD in Richtung des Bayernligisten ESV Buchloe verlassen – aus beruflichen und privaten Gründen – dennoch nutzt er die Gelegenheit, mit seinem Ex-Verein aufs Eis zu gehen. Ein junges Gesicht ist Fabio Pfohl. Der 16-Jährige ist U-18-Nationalspieler von der Düsseldorfer EG „und hat eine Menge Potenzial. Natürlich muss er noch herangeführt werden. Mal sehen, wie er sich entwickelt“, so Fritzmeier.

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