Eishockey - Oberliga

05.02.2012 - 18:33

Eisbären-Pleite gegen Dortmund

Die Hammer Eisbären kommen nicht aus dem Tief heraus. Gegen den EHC Dortmund unterlag die Mannschaft von Trainer Carsten Plate deutlich mit 2:8 (1:2, 0:3, 1:3) und bleibt damit weiter ohne Punkte am Tabellenende der Endrunde in der Oberliga West.


„Ich weiß nicht, woran es derzeit liegt“, sagte ein frustrierter Hammer Coach angesichts der individuellen Fehler seiner Mannen, die meist zu unnötigen Gegentreffern führten. „Wir graben uns damit immer tiefer in das Loch. Und das betrifft sowohl die jungen als auch die „erfahrenen“ Spieler.“

Die Dortmunder nahmen von Beginn an das Heft des Handelns in die Hand und waren optisch überlegen. Schon nach 46 Sekunden traf Frank Petrozza vor 535 Zuschauern zum 0:1 aus Sicht der Hausherren. Die Hammer versuchten sich jedoch, in die Partie zu kämpfen, und nach 59 Sekunden gab Patrik Flasar einen Schuss ab, doch der war zu unplatziert und keine große Hürde für EHC-Keeper Benjamin Finkenrath.

In Überzahl der Gäste war es erneut Petrozza, der das 0:2 markierte (12.). Die Eisbären stand daraufhin in der Defensive etwas höher und ließen so weniger Chancen des Gegners zu – und kamen selbst zu der einen oder anderen. Wie Matthias Potthoff, der aus kurzer Distanz gescheitert war (16.) oder Malte Bergstermann, dessen Abschluss zu harmlos war (17.). Mehr Glück hatte Christian Gose: Der Stürmer startete nach Scheibeneroberung einen Alleingang und hämmerte die Scheibe zum 1:2 in die Maschen (18.). In den Schlussminuten des ersten Drittels wirkten die Dortmunder daraufhin etwas verunsichert, doch die Eisbären nutzten diese Phase nicht.

Nach der Pause war das Bild dann wieder das alte: Die Elche bestimmten das Spielgeschehen und erhöhten binnen 65 Sekunden durch Nils Liesegang (28.) und Petrozza (29.) auf 1:4. Die Eisbären taten sich indes besonders schwer, setzten in der Offensive nur wenig Akzente. „Uns fehlt in gewissen Situationen einfach das Selbstvertrauen“, stellte Plate fest. Oder das Durchsetzungsvermögen: Denn in der 30. Minute hatte Gose Sturmpartner Pierre Schulz mustergültig bedient, doch er bezwang Finkenrath nicht. In der 39. Minute netzte Michael Schmerda nach einem „katastrophalen Fehler“ (Plate) zum 1:5 ein. „Wir haben derzeit ein Händchen dafür, uns selbst in Probleme zu bringen“, sagte der 39-Jährige.

Hamms Goalie Benjamin Voigt hatte bis dato einen höheren Rückstand vermieden, und im Schlussabschnitt hütete dann Patrick Hoffmann das Gehäuse der Eisbären. Auch er musste hinter sich greifen – nach dem 1:6 durch Manuel Neumann (44.). Jiri Svejda hatte zwar zwischendurch auf 2:6 verkürzt (50.), doch Dortmund war weiterhin konsequenter und kam zu weiteren Treffern durch Dennis Schlicht (50.) und Niklas Clusen (60.).

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