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Halle-luja! Nathan Robinson ist da!Kanadier will mit den Saale Bulls durchstarten

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Es war ein bisschen wie eine Zeitreise. Nostalgisch. Fast schon romantisch. Eishockey in der Oberliga. Weg von den Schickimicki-Arenen der DEL. Zurück an die Basis. Da, wo die Bratwurst nach Bratwurst schmeckt, das Schnitzel noch selbst gemacht wird. Die Fans singen treu, manchmal auch gegen die glorreiche Vergangenheit an. Hockeyweb besuchte die Partie des ECC Preussen gegen die Saale Bulls Halle. Aus besonderem Grund. Beim Mitteldeutschen Eishockeyclub 04 spielt ein Mann, der für die dritte Liga ein echter Superstar ist: Nathan Robinson.

Selbst an der Saale wollte man es kaum glauben, dass es gelungen ist, den 35-Jährigen zu verpflichten. Denn der Kanadier schnürte einst in der NHL für die Detroit Red Wings und Boston Bruins die Schlittschuhe. In der Deutschen Eishockey-Liga gelangen ihm die größten Erfolge. Mit den Adlern Mannheim (2007) und dem EHC Eisbären Berlin (2008 + 2009) wurde er insgesamt drei Mal Deutscher Meister. Damals spielte er vor knapp 15 000 und mehr Fans. Bei den Preussen, bei denen die Bullen mit 6:4 gewannen, waren es am Sonntag 272 Zuschauer. Unterschiede, wie sie größer nicht sein könnten.

Mit Verlaub sei gefragt: Was bewegt einen Profi mit dieser Vita in Liga 3? „Ich bin mit Kai Schmitz befreundet (Kapitän der Bullen/die Red.). Er hat mich gefragt, ob ich dabei helfen will, in Halle etwas aufzubauen. Da habe ich zugesagt.“ Halleluja, der Eis-Messias ist da. Robinson (2 Spiele/1 Tor/4 Vorlagen) sieht sein Engagement nicht als Rückschritt. „Das Niveau der Jungs ist gut, die Fans sind fantastisch. Der Klub hat Visionen, ambitionierte Ziele, will in die DEL2. Hier soll etwas entstehen. Das hat mich überzeugt.“

Dabei strahlt er. Er will mit Halle nach oben. Und hat Spaß dabei. Man nimmt es ihm ab, auch wenn viele in ihm den abgezockten Wandervogel sehen, der nur dem Ruf des Geldes folgt. So war Robinson in Europa neben Deutschland schon in Finnland, Österreich, England, Nordirland, Weißrussland, Tschechien und der Slowakei aktiv. Einst aus Mannheim gekommen, verließ er zum Beispiel die Eisbären wieder, um erneut in der Kurpfalz anzuheuern. Lapidar erklärte er damals: „Es ist eben ein Geschäft. Es war eine Entscheidung des Geldes.“ Punkt! Für viele Eishockey-Romantiker eine unbequeme Aussage. Aber sie war wenigstens ehrlich. Keine Floskeln. Keine halbgaren Lippenbekenntnisse. Robinson sagte einfach die Wahrheit. Auch eine Tugend im oft verlogenen Sportgeschäft. Viel Kontakt nach Berlin hat er dennoch nicht mehr: „Ich habe mal mit Peter John Lee telefoniert. Das war’s aber auch.“

Vergangenheit. Jetzt zählt nur noch die Zukunft in Halle. Auch, wenn man mit 35 Jahren doch eigentlich noch nicht zu alt ist, um in der DEL zu spielen. Oder? „Ich bin ja schon fast 36“, grinst Nathan. Redet dann aber nicht um den heißen Brei herum: „Man gibt mir einfach nicht mehr die Gelegenheit dazu.“ Und ergänzt: „Mit ist es egal, in welcher Liga ich spiele. Ich will einfach, dass die Leute an mich glauben. Das ist in Halle der Fall.“ Robinson denkt aber auch schon an die Zeit nach der aktiven Karriere. „Ich habe in Halle ein Jahr Vertrag. Dann sehen wir weiter. Später möchte ich Trainer werden. Vielleicht bekomme ich in Halle die Möglichkeit dazu.“  (Autor: RT)

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