Washington Capitals starten Conference-Finalserie mit Break NHL-Play-offs: Sieg in Tampa

Die Washington Capitals bejubeln den ersten Sieg im Conference-Finale gegen Tampy Bay Lightning. (picture alliance / AP)Die Washington Capitals bejubeln den ersten Sieg im Conference-Finale gegen Tampy Bay Lightning. (picture alliance / AP)
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Tampa Bay Lightning – Washington Capitals 2:4 (0:2, 0:2, 2:0) 

Serienstand: Tampa Bay Lightning – Washington Capitals 0:1 

Die Capitals, die zuletzt 1998 im Finale standen und damals von den Detroit Red Rings mit einem „Sweep“ abgewatscht wurden, wünschen sich seit Jahrzehnten den ersten Cup-Sieg – und jetzt stehen sie zumindest kurz vor dem Einzug in das Finale, das der jeweilige Conference-Sieger bestreiten darf. Die Zeitung „US Post“ konstatierte dann auch, dass „die Capitals sich nicht mit dem Team des Vorjahres messen lassen müssen. Damals waren sie zu verspielt, nicht fokussiert und viel zu nervös. In diesem Jahr scheinen diese Untugenden in der Kabine gelassen worden zu sein.“ Und einer der Stars der Capitals, T.J. Oshie sagte nach dem Spiel: „Meine Mitspieler haben alle Wege verinnerlicht. Sie denken nicht darüber nach, sondern gehen die Wege, die sie zum Erfolg gehen müssen.“ Ziemlich hart formulierte es die Washington Post: „Ineffektivität brachte Tampa einen großen Nachteil.“ 

Tatsächlich starteten die Lightning mit viel Kraftaufwand, drückten die Capitals in deren Hälfte, aber diese wiederum antworteten mit einer schnellen Führung, die das Spiel auf den Kopf stellte. So gelang dem tschechischen Verteidiger der Capitals, Michal Kempny, die Führung, als sein Schuss von der blauen Linie im Kasten von Tampas Keeper Vasilevsky einschlug, weil dieser bei dem Hochbetrieb vor seinem Gehäuse die Scheibe viel zu spät sah. Das schockte die Gastgeber, die sich wenige Minuten später bei ihrem Keeper bedanken konnten, der mit einem halben Spagat eine Riesenchance von Eller noch abwehren konnte. Richtig dramatisch wurde das Spiel ausgerechnet in den letzten Sekunden des ersten Drittels, als vermutlich schon etliche Fans auf dem Weg zu den Bierständen waren. 14 Sekunden vor Drittelende bugsierte Tampas russischer Angreifer Nikita Kucherov die Scheibe gekonnt an Washingtons Keeper Holtby vorbei zum Ausgleich ins Netz. Weil sich aber in dem Moment zu viele Lightning-Spieler auf dem Eis befanden, wurde das Tor nicht gegeben. Im Gegenzug, jetzt waren noch vier Sekunden zu spielen und die Capitals nach einem Beinstellen von Lightning-Keeper Vasilevski in Überzahl, kam es zu einem letzten Bully vor dem Tor von Tampa. Die Scheibe wurde zu Alexander Ovechkin gespielt und der nagelte das schwarze Spielgerät in die Maschen der Bolts. Anstatt 1:1 hieß es 0:2 aus Sicht der Hausherren - ein spielentscheidender Moment dieses Eröffnungsspiels im Finale der Eastern Conference.

Torwartwechsel bringt etwas Sicherheit in Tampa Bays Spiel

Ein kleiner Schock für die anwesenden 18.000 Zuschauer - und die jetzt cool agierenden Hauptstädter schoben gleich noch einen nach. Der Kanadier Jay Beagle nutzte eine Unsicherheit in der Abwehr der Blitze in der 23. Minute zur 3:0 Führung. Jetzt waren die Lightning völlig von der Rolle, kassierten in der 32. Minute ein Unterzahlspiel und schnell auch noch das 0:4 aus ihrer Sicht. Zuvor war Oshie noch an Vasilevsky gescheitert aber Lars Eller, 29jähriger Däne, hatte dann keine Probleme, die Scheibe über die Torlinie zu drücken. Damit war knapp mehr als die Hälfte der Spielzeit gelaufen und die Gäste führten sage und schreibe mit 4:0. Damit hatten die Capitals ihrem Gegner den Zahn gezogen und den heimischen Fans die Lust für Anfeuerungsrufe genommen. Die Lust hatte auch Tampas Trainer Jon Cooper an seinem Keeper verloren und so tauschte er diesen gegen seine Nummer Zwei Louis Domingue aus.

Domingues Anwesenheit brachte vielleicht einen Schuss Sicherheit ins Spiel, denn die Lightnings forcierte noch einmal ihr Angriffsspiel und hatten schließlich auch Glück. Bei einem Powerplay in der 44. Minute erhielt Starangreifer Steven Stamkos die Scheibe und schmetterte diese mit Wucht in das Tor von Lewis Holtby. Das Tor war sicherlich verdient, kam aber zu spät. In der Folge verwalteten die Capitals, clever auf Konter spielend, das Ergebnis und hatten zwischenzeitlich sogar einmal die Chance zum 5:1, als Eller am reaktionsschnellen Domingue scheiterte. Zwar konnten sich die Lightning-Fans noch am schönen 2:4 des Tschechen Ondrej Palat erfreuen aber am Ende jubelten nur noch die Capitals.

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