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Pittsburgh zieht in die nächste Runde ein, Chicago wird in den Urlaub gefegtNHL kompakt

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Dass die Nashville Predators den Blackhawks-Fluch besiegen, mag sich noch im Rahmen des Erwartbaren bewegen, aber dass die Raubkatzen aus Tennessee das hochgehandelte Team aus Illinois mit 4:0-Siegen in den Sommerurlaub sweepen, ist schon eine faustdicke Überraschung. Nashvilles Torhüter Pekka Rinne war mit einigen spektakulären Saves erneut einer der Erfolgsgaranten. Er trug seinen Teil dazu bei, dass die Offensiv-Power der Blackhawks nahezu vollkommen neutralisiert wurde. Den beiden Superstars Jonathan Toews und Patrick Kane gelang jeweils nur ein Tor in der gesamten Serie. Effektiv dagegen die Preds: In Spiel vier traf der Schweizer Roman Josi doppelt zur Führung und zum vorentscheidenden 3:0, Teamkollege Viktor Arvidsson sorgte mit seinem Treffer ins leere Tor der Blackhawks für den Auftakt der Feierlichkeiten seiner Predators. Toews‘ erstes und einziges Play-off-Tor 2017 war lediglich ein zwischenzeitlicher Anschlusstreffer.

Gefeiert wurde auch in Pittsburgh, wo die Penguins vor eigenem Publikum den Einzug in die nächste Runde perfekt machten gegen die ebenfalls hoch eingeschätzten Columbus Blue Jackets, die Penguins-Goalie Marc-Andre Fleury zu 49 Paraden (!) zwangen an diesem Abend. Jake Guentzel – erster Neuling seit Maurice Richard anno 1944, der fünf Tore in seinen ersten vier NHL-Play-off-Spielen erzielte – blieb gestern punktlos, dafür richteten es die Kollegen: Bryan Rust traf doppelt per Rebound, Phil Kessel mit einem platzierten Handgelenkschuss und Kapitän Sidney Crosby mit einem perfekten Direktschuss aus ganz spitzem Winkel nach fünfeinhalb Minuten im Schlussdrittel. Keine Minute später machte Scott Wilson mit seinem ersten Punkt in den Play-offs überhaupt den Einzug in die nächste Runde perfekt für den Titelverteidiger, der sich in der nächsten Runde mit dem Sieger der Serie Washington gegen Toronto auseinandersetzen muss.

Verlängerung in den beiden Spielen auf kanadischem Boden

In den anderen beiden Spielen am gestrigen Abend ging es in die Verlängerung. Mika Zibanejad, schwedischer Stürmer in Diensten der New York Rangers, machte in der 75. Spielminute das entscheidende Tor gegen die Montreal Canadiens, die in den ersten beiden Dritteln vor eigenem Publikum zweimal in Führung gegangen waren, aber durch Jesper Fast und Brady Skjei jeweils den Ausgleich hinnehmen mussten. Durch den Erfolg in Montreal können die Blueshirts nun am Samstag im heimischen Madison Square Garden den entscheidenden vierten Sieg einfahren und in die nächste Runde einziehen.

Das können auch Leon Draisaitl und seine Edmonton Oilers schaffen, die in der vergangenen Nacht ihr Heimspiel ebenfalls in der Overtime gegen die Sharks gewannen. Wie die Rangers lagen auch die Oilers in Spiel fünf der Serie gegen die Kalifornier zurück: Mikkel Boedker, Veteran Patrick Marleau und David Schlemko hatten nach der 1:0-Führung durch Edmontons Patrick Maroon zwischenzeitlich auf 3:1 für die Sharks gestellt. Dann aber machte Leon Draisaitl seinen ersten Play-off-Punkt zum perfekten Zeitpunkt: 87 Sekunden vor der zweiten Sirene legte er in Überzahl Mark Letestu den wichtigen Anschlusstreffer auf. In der 58. Minute glich Oscar Klefbom mit einem extrem harten Direktschuss aus und rettete die Oilers in die Verlängerung. Dort hatte Draisaitl bereits nach rund zwei Minuten die Entscheidung auf dem Schläger, vergab aber freistehend vor Sharks-Goalie Martin Jones. In der 79. Spielminute machte er es besser: Aus der rechten Ecke spielte er einen perfekt getimten Pass in den Lauf von David Desharnais, der direkt zum viel umjubelten Siegtreffer abschloss. Spiel sechs findet am Samstag in San Jose statt.

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