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Pittsburgh mit OT-Sieg gegen Islanders Kühnhackl muss verletzt vom Eis

Tobias Rieder konnte die 1:6-Niederlage seiner Coyotes bei den Bruins nicht verhindern. (picture-alliance)Tobias Rieder konnte die 1:6-Niederlage seiner Coyotes bei den Bruins nicht verhindern. (picture-alliance)
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Vielleicht war es den Wüstenhunden einfach zu kalt im zugigen Boston. Jedenfalls kamen sie böse unter die Räder bei den Bruins. 1:6 hieß es am Ende aus Sicht des Teams von Tobias Rieder. Bereits nach 15 Sekunden lagen sie zurück durch ein schnelles Tor von Bostons Agitator Brad Marchand. Christian Dvorak konnte diesen Rückstand in der 18. Minute noch ausgleichen, danach aber übernahmen die Braunbären das Kommando. David Backes traf im vierten Spiel nach seiner Rückkehr wegen einer Operation gleich doppelt. Es waren seine ersten Tore seit Ende März 2017, saisonübergreifend eine Durststrecke von 14 Partien. David Krejci, Danton Heinen und Anders Björk machten im letzten Abschnitt dann das Debakel aus Sicht der Coyotes komplett. Tobias Rieder kam 14 Minuten zum Einsatz, konnte sich aber nicht in die Scoringliste eintragen.

Wesentlich enger und erfolgreicher war das Spiel des anderen gebürtigen Landshuters, der gestern im Einsatz war. Tom Kühnhackl gewann mit seinen Pittsburgh Penguins gegen die New York Islanders, bei denen Jaroslav Halak den Vorzug vor Thomas Greiss zwischen den Pfosten erhielt und Dennis Seidenberg erneut nicht im Kader stand. Jake Guentzel brachte die Hausherren im ersten Drittel in Überzahl in Führung. Diese glich Jordan Eberle im Mittelabschnitt aus. Nach einem Doppelschlag im Schlussdrittel – Phil Kessel traf erneut in Überzahl, nur 32 Sekunden später erhöhte Riley Sheahan auf 3:1 – sahen die Pens bereits wieder der sichere Sieger aus. Fünf Minuten vor dem Ende stellten die Gäste jedoch durch den Top-Rookie Mathew Barzal den Anschluss her, ehe Brock Nelson 70 Sekunden vor dem Ende zum Ausgleich traf. In der Verlängerung sorgte in Person von Penguins-Verteidiger Matt Hunwick ein „Unsung Hero“ für die Entscheidung zugunsten des Teams aus Pennsylvania, als er einen Abpraller von Halak nach einem Schuss von Bryan Rust verwertete. Tom Kühnhackl musste im Schlussabschnitt das Eis wegen einer Verletzung verlassen, nachdem er zuvor etwas mehr als neun Minuten zum Einsatz gekommen war. Coach Mike Sullivan sagte nach dem Spiel lediglich, dass Kühnhackl untersucht werde. Penguins-Goalie Tristan Jarry hat nach der Verletzung der etatmäßigen Nummer Eins Matt Murray bei vier Starts drei Siege eingefahren.


Die Flyers gewinnen dreimal in Folge auswärts, Stamkos wird Topscorer der Liga

Nach ihrer knappen Shootout-Niederlage gegen die Toronto Maple Leafs haben die Calgary Flames im zweiten Vergleich mit einem Original Six-Team aus Kanadas Osten doppelt gepunktet: Nach Verlängerung bezwang das Team aus Alberta die wiedererstarkten Montreal Canadiens. Nach 60 Minuten hatte es 2:2 gestanden, ehe Calgarys Sean Monahan mit seinem zweiten Tor an diesem Abend nach 74 Sekunden in der Overtime das Spiel entschied.

Tampa Bays Rekordmann Nikita Kucherov – in der mittlerweile 25jährigen Franchise-Historie der Spieler, der in einer Saison am schnellsten die 40-Punkte-Marke erreicht hat – gönnte sich beim 5:2-Sieg seines Teams gegen Colorado Avalanche ein kleines Scoring-Päuschen. Teamkollege Steven Stamkos erzielte ein Tor und bereitete zwei weitere vor. Mit nunmehr 41 Punkten ist „Stammer“  damit Topscorer der Liga – vor Kucherov.

Ein anderes Top-Duo, Blake Wheeler und Mark Scheifele von den Winnipeg Jets, kam nicht entscheidend zum Zug: Zwar traf Wheeler einmal, die 4:6-Niederlage gegen die Florida Panthers konnte er damit aber nicht verhindern. Im Duell der Könige gegen die Senatoren ging das Heimteam aus Los Angeles dreimal in Führung – und dreimal schafften die Mannen aus der kanadischen Hauptstadt binnen weniger Minuten den Ausgleich. Beim dritten Mal waren noch 10 Sekunden auf der Uhr. Nach 32 Sekunden in der Verlängerung war das Spiel aber dann entschieden, als Drew Doughty die Kings zum vierten und letzten Mal an diesem Abend in Führung brachte. Damit haben die Kalifornier sieben Spiele in Folge gewonnen.

Gegen die San Jose Sharks reichten den Carolina Hurricanes drei Tore innerhalb von fünf Minuten im ersten Drittel nicht zum Sieg. Die Sharks kämpften sich zurück, schafften durch Barclay Goodrow zur Mitte des Schlussabschnitts den Ausgleich. „Bartmann“ Brent Burns sorgte nach nur 22 Sekunden in der Overtime für die Entscheidung.

Der Westen Kanadas ist nicht nur eine sehr schöne Gegend, sondern auch ein tolles Ziel für Dienstreisen, zumindest derzeit für die Philadelphia Flyers. Nach Siegen gegen Edmonton und Calgary schafften sie mit einem 4:1 bei den Vancouver Canucks den dritten Auswärtssieg in Folge binnen weniger Tage. Helden des Abends waren Jakub Voracek mit drei Zuspielen und Schlussmann Brian Elliott, der 36 Schüsse der Canucks abwehrte und damit selbst großen Anteil an seinem 200. Sieg hatte. Ebenfalls großen Anteil am Sieg seiner St. Louis Blues gegen die Dallas Stars hatte Jake Allen: Er entschärfte alles, was von Seiten der Stars auf sein Tor kam, und feierte damit seinen ersten Shutout der Saison.