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Philadelphia gewinnt Spitzenspiel in Toronto

NHL-Playoffs: Flyers erzwingen siebtes Spiel - 5:4 gegen Tampa Bay n.V.NHL-Playoffs: Flyers erzwingen siebtes Spiel - 5:4 gegen Tampa Bay n.V.
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Das Topspiel zwischen den Toronto Maple Leafs und den Philadelphia Flyers zeigte vor allem im Endergebnis ganz deutlich, welches Team momentan die Nr.1 im Osten ist. Auch wenn die Gastgeber etwas unter Wert geschlagen wurden, ist das eben das Ex-Team von Eric Lindros, das in der ein oder anderen Situation, wie schon beim Sieg gegen Montreal, auch das nötige Glück hatte. Gerade im ersten Drittel hatten die Maple Leafs mit 14:4 Torschüssen einen klaren Vorteil für sich zu verzeichnen, aber der starke Roman Cechmanek ließ sich nicht bezwingen. Richtigen Kampfgeist zeigte einmal wieder Donald Brashear, der für die Flyers die gewünschte Verstärkung geworden ist. Im ersten Abschnitt lieferte er sich zwei Schlägereien mit Tie Domi, ehe er in der 26.Minute mit einem tollen Schuß Curtis Joseph zum 0:1 bezwang. Die Gastgeber, die in den ersten zwanzig Minuten eine 5-3 Überzahlsituation vergeben hatten, sahen sich nun einer stärkeren Mannschaft gegenüber. Im letzten Drittel sicherten Justin Williams mit seinem zehnten Saisontor und Todd Fedoruk mit einem Empty Net Goal den Flyers den 3:0 Sieg, mit dem sie ihre Führung in der Eastern Conference haben ausbauen können. Für Torhüter Roman Cechmanek bedeuteten die 31 Saves, die er verzeichnen konnte, Shutout Nr.2 in der laufenden Spielzeit. Toronto blieb bereits zum fünften Mal in Folge ohne doppelten Punktgewinn und befindet sich in einer kleinen Krise, die aber dank des Punktepolsters zu einem „Nicht-Playoffplatz“ nicht allzu besorgniserregend scheint.

In einer harten Partie mit vielen Strafzeiten siegten die Atlanta Thrashers bei den Florida Panthers dank ihrer Top-Reihe und einem hervorragenden Milan Hnilicka ( 44 Saves ) im Gehäuse mit 6:1. Im ersten Drittel waren es die Gastgeber, die mit 12:6 Torschüsse einen deutlichen Vorteil auf ihrer Seite hatten, aber nicht zum Torerfolg kamen, während die Thrashers zwischen der elften und dreizehnten Minute zweimal zuschlugen. Zuerst bereitete Illya Kovalchuk das 0:1 von Dany Heatley vor, ehe er im Powerplay den ersten Streich des Abends von Pascal Rheaume einleitete. Daraufhin zeigte Florida-Coach Mike Keenan keine Gnade und brachte im Tor Trevor Kidd für den jungen Roberto Luongo, der nur zu zwei Saves gekommen war. Im Endeffekt sollte das seiner Mannschaft dennoch wenig bringen, da nur Neuzugang Pierre Dagenais nach Assist von Valeri Bure zum zwischenzeitlichen 1:3 traf. Vorher hatte Pascal Rheaume sein zweites Powerplaytor des Abends markiert. Im Schlußdrittel feuerten die Panthers dann 20 Schüsse auf das Tor von Hnilicka, der aber alle abwehren konnte, während Kidd auf der anderen Seite dreimal hinter sich greifen mußte. Nach nur 15 Sekunden komplettierte Rheaume, der sehr gut vor dem Tor arbeitete, seinen Hattrick mit Überzahltreffer Nr.3. Nachdem Kovalchuk nach drei Assists im Powerplay seinen 24.Saisontreffer erzielte, bereitete er noch den vierten Treffer des Spiels von Rheaume zum 1:6 Endstand vor. Pascal Rheaume hatte übrigens in der kompletten bisherigen Saison genauso viel Tore erzielt, wie in dieser einen Partie. Bei den Florida Panthers, die nur drei von sieben Unterzahlsituationen unbeschadet überstanden, war Trainer Mike Keenan mehr als verärgert. „Entweder die Spieler beginnen damit, mir zuzuhören, oder sie werden getradet. So einfach ist das“, meinte er kurz, aber äußerst deutlich.

Für die New Jersey Devils könnte es dagegen bis zum Ende der regulären Saison im Kampf um einen Playoff Platz spannend zugehen. Gestern verspielten sie nach einer 3:1 Führung gegen die Carolina Hurricanes im Schlußdrittel einen von vielen Fans fast schon sicher geglaubten Sieg. Zu Beginn des Spiels waren es die Gäste, die den ersten Torschuß verzeichnen konnten, aber anschließend dominierte das Team von Larry Robinson. Mehrere gute Möglichkeiten ließen seine Spieler verstreichen, während die Hurricanes lange Zeit nur zu einer weiteren Chance kamen, die es aber in sich hatte. Rod Brind´Amour war es, der nach einem schönen Paß allein auf das Gehäuse von Martin Brodeur zulief, den Puck aber über die Latte schoß. Nachdem New Jersey weitere Chancen vergeben hatte, was auch das ein oder andere Mal am anfangs sehr starken Tom Barrasso lag, wurde Carolina zum Ende des ersten Abschnitts wieder besser. Binnen weniger Sekunden scheiterten Gelinas und Adams, bevor es beim Stand von 0:0 in die Kabinen ging. Zu Beginn des zweiten Drittels war es dann Neuzugang Bret Hedican, der die Gäste mit 0:1 in Front schoß, aber die Devils glichen nur 61 Sekunden später aus. John Madden hieß der Torschütze, der mit einem harten und platzierten Schuß das insgesamt hochverdiente 1:1 besorgte. Nach einer Strafe gegen Hedican drehte sich die Partie im anschließenden Powerplay. Einen Schuß Brian Rafalskis konnte Barrasso nur abprallen lassen und Jason Arnott, der goldrichtig postiert war, hatte keine Probleme zum 2:1 einzuschießen. Als Petr Sykora zu Beginn des Schlußabschitts mit einem ebenfalls platzierten, aber nicht besonders harten Schuß auf 3:1 erhöht hatte, schienen die Devils klar auf der Siegerstraße zu sein, aber die Hurricanes kamen doch noch zu einem Punktgewinn. Der starke Cole, dessen harter Paß den Puck vom Schlittschuh Brian Rafalskis ins Netz abprallen ließ, sorgte mit seinem zwölften Saisontor für Spannung, ehe Ward in der 58.Minute der Ausgleich gelang. Bei seinem harten Schuß, der mindestens noch einmal leicht abgefälscht wurde, hatte Brodeur keine Chance. In einer tollen Verlängerung hatten vor allem die Gastgeber bei sieben Schüssen noch die ein oder andere Möglichkeit das Spiel für sich zu entscheiden, aber letztlich blieb es beim Unentschieden.

Das Duell zwei der besten Goalies der NHL, die auch im All Star Game spielen werden, entschied gestern Jose Theodore gegen Nikolai Khabibulin klar für sich, während seine Montreal Canadiens ebenso deutlich mit 5:1 in Tampa Bay gewannen. Schon nach dreieinhalb Minuten hatte die dritte Reihe mit Joe Juneau, Andreas Dackell und Jan Bulis für eine 2:0 Führung gesorgt. Nachdem Dackell seinen zehnten Saisontreffer erzielt hatte, bereitete er den Treffer von Bulis vor. Kurz vor Ende des Drittels erhöhte Gino Odjick mit seinem zweiten Tor in aufeinanderfolgenden Spielen auf 0:3, wobei Verteidiger Stephane Robidas und auch Jose Theodore zu Assists kamen. Zu Beginn des zweiten Drittels kam dann Kevin Weekes für Khabibulin, was den Gastgebern auch nicht viel brachte.Nachdem Richard Zednik in der 28.Minute sogar das 0:4 erzielt hatte, konnte Ciger immerhin den Ehrentreffer für die Lightning besorgen. Der Schlußpunkt ging aber wieder an die “Habs“, für die Mike Ribiero mit seinem achten Saisontor den 5:1 Sieg perfekt machte.

Nachdem Evgeni Nabokov im Trikot der San Jose Sharks in dieser Saison schon zwei Shutouts gegen die Colorado Avalanche hatte feiern könnten, stand er natürlich auch gestern wieder zwischen den Pfosten. Diesmal hatte das Team aus Denver aber das bessere Ende für sich. Bereits im ersten Drittel bezwangen Roman Vrbata, der außerdem einen Assist hatte und Chris Drury den jungen Russen im Powerplay nach Vorarbeit von Rob Blake. Im zweiten Drittel fiel dann bereits die Vorentscheidung, als Martin Skoula zum 0:1 traf. In der 47.Minute konnte Patrick Marleau zwar immerhin noch auf 1:3 verkürzen, aber mehr war für die “Haie“ an diesem Tag auch nicht drin.

Einen verdienten 4:1 Heimerfolg fuhren die Ottawa Senators nach 0:1 Rückstand noch gegen die Minnesota Wild ein. Den ersten Treffer der Partie hatte Wes Walz in der 28.Minute markiert, aber Goalie Patrick Lalime blieb anschließend ohne weiteres Gegentor. Keine drei Minuten später glich Herperger für die Senators, die jetzt den Druck erhöhten, zum 1:1 aus. Noch im zweiten Abschnitt drehte Martin Havlat in Überzahl mit Saisontor Nr.17 die Partie, ehe die Hausherren im Schlußdrittel klar dominierten. Zwei ihrer 20 Torschüsse nutzten McEachern und Hossa zum 4:1.

Eine deutliche 5:1 Pleite kassierten die Washington Capitals gegen die Vancouver Canucks vor heimischer Kulisse. Nach dem die Zuschauer lange auf das erste Tor des Spiels hatten warten müssen, ging es zum Ende des zweiten Drittels ganz schnell. Jovanovski, Chubarov und Cassels bezwangen Olaf Kölzig binnen weniger als vier Minuten zum 0:3. Zu Beginn des letzten Abschnitts entschied Brendan Morrison die Begegnung, auch wenn noch zwei Tore fallen sollten. Chris Simon besorgte den Ehrentreffer für die Gastgeber und kurz darauf war es Cassels, der sein zweites Powerplaytor und das dritte seiner Canucks an diesem Abend, verbuchte.

Nur 72 Sekunden waren in Los Angeles gespielt, als Miller mit seinem ersten Saisontreffer die New York Islanders bei den Kings in Führung brachte. Die Gastgeber spielten anschließend druckvoll, konnten den starken Garth Snow aber lange Zeit nicht überwinden. Zu Beginn des zweiten Abschnitts schienen die Islanders nach zwei schnellen Treffern von Aucoin und Czerkawski klar auf der Siegerstraße, aber noch vor der zweiten Pause verkürzten Mair und Palffy auf 2:3. Da die Kings in den letzten zwanzig Minuten nicht genügend Druck auf das Tor von Snow machten, blieb es beim knappen, aber nicht unverdienten Erfolg für New York.

Ein interessantes Spiel stand auch in St.Louis auf dem Programm. Die vor allem zuhause enorm starken Blues empfingen die Boston Bruins, die ebenfalls in den letzten Wochen recht erfolgreich waren. In einer ausgeglichenen Partie sahen die Zuschauer zwar nicht gerade viele Tore, aber am Ende werden sie sicher zufrieden gewesen sein. Dank Keith Tkachuk, der zuerst das 1:0 erzielte und schließlich in der Overtime in Überzahl den goldenen Treffer zum 2:1 markierte, haben die Blues einen Vereinsrekord eingestellt. Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich durch Martin Lapointe feierten sie ihren achten Sieg in Folge.

Um Anschluß an die Playoff Ränge im Osten zu halten, benötigten die Buffalo Sabres in Phoenix unbedingt einen Sieg, den sie auch einfuhren. Dank eines starken Biron ( 32 Saves ), der nur den 1:1 Ausgleich von Daniel Briere zuließ, zwischen den Pfosten, gewannen die Gäste mit 3:1. Für die Sabres waren Barnes, McKee und schließlich Satan mit einem Empty Net Goal erfolgreich.

Das gleiche Ziel hatten die Pittsburgh Penguins und auch sie durften sich über einen doppelten Punktgewinn freuen. Insgesamt war der 1:0 Sieg in Edmonton allerdings sehr glücklich, da die Oilers alles andere als die schlechtere Mannschaft waren. Bedanken konnten sich Mario Lemieux und Teamkollegen bei Goalie Johan Hedberg, der mit 25 Saves einen Shutout einfuhr und bei Verteidiger Janne Laukkanen, der in der 28.Minute nach Vorarbeit von Kovalev sein erstes Saisontor erzielte.

Im letzten Spiel des Samstags blieb NHL Topscorer Jarome Iginla zwar ohne Punkt, aber er durfte sich trotzdem über einen knappen 2:1 Sieg seiner Calgary Flames freuen. Die Gäste aus Anaheim enttäuschten aber keineswegs und gingen im ersten Drittel durch ein Tor von Macdonald sogar mit 1:0 in Führung. Nach dem Ausgleich von Nichol aus dem zweiten Abschnitt bezwang Clark im Schlußdrittel den guten J.-S.Giguere im Gehäuse der Mighty Ducks. Roman Turek überzeugte seinerseits mit 25 Saves.