Ottawa vertagt Serienfinale und gleicht aus2:1 gegen Pittsburgh in Spiel sechs

Torhüter Craig Anderson war maßgeblich am Sieg der Ottawa Senators beteiligt. (Foto: dpa/picture alliance/AP Photo)Torhüter Craig Anderson war maßgeblich am Sieg der Ottawa Senators beteiligt. (Foto: dpa/picture alliance/AP Photo)
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Bevor das Spiel jedoch begann, wurde es emotional. Aus Gedenken an die 22 Opfer des Terror-Anschlags in Manchester wurde auf einem der überdimensionalen Bildschirme eine britische Fahne eingeblendet mit dem Ortsnamen, der dieses furchtbare Schicksal erleiden musste. In dieser Schweigeminute wurde es so still in dem Stadion, wie es still nur sein kann.

Danach ging es los mit prächtiger Stimmung. Auch wenn am Spielende konstatiert werden musste, dass Pittsburgh dominierend war, den besseren Start hatten die Kanadier. Karlsson prüfte zunächst Keeper Matt Murray, der wiederum von Pittsburghs Headcoach Mike Sullivan gegenüber Starkeeper Fleury bevorzugt worden war. Erst dann kamen die Gäste besser in Schwung und bei einer Großchance von Guentzel musste Ottawas Schlussmann Anderson sein ganzes Können beweisen.

Bereits die Anfangsphase des zweiten Drittels ließ die Fans schlimmes ahnen. Pittsburgh übernahm von Anfang an das Kommando, hatte bereits in der 22. Minute eine Topmöglichkeit, als Crosby und Hagelin das Gehäuse von Anderson belagerten und nur an der vielbeinigen Abwehr der Kanadier scheiterten. Zwei Minuten später machten sie es allerdings besser. Malkin setzte sich an der Bande durch, fuhr mangels eines anspielfähigen Mitspielers selbst in den Slot, scheiterte im ersten Versuch an Anderson, nahm den Abpraller auf und umspielte den exzellenten kanadischen Schlussmann. Zu diesem Zeitpunkt eine verdiente Führung der Penguins, die sich nun anschickten, den Vorsprung auszubauen. Crosby und noch einmal Malkin hätten problemlos ein 3:0 herausschießen können. Auf der anderen Seite passierte eigentlich nicht viel bis zu dem Zeitpunkt, als Pittsburghs Wilson seinen Gegenspieler Turris mit dem Schläger im Gesicht traf und auf die Bank musste. Im Powerplay traf Bobby Ryan gegen seine Landsleute zum Ausgleich und hauchte damit seinen Mitspielern wieder Optimismus ein. Diese wurden wieder mutiger und fast hätte kurz vor Drittelpause Zack Smith sogar noch das 2:1 erzielt, als Murray seinen Flatterschuss nicht festhalten konnte und die Scheibe gegen den Außenpfosten knallte.

Fast wie zu erwarten war, legte Ottawa im dritten Drittel noch einen nach. Keine 100 Sekunden nach Beginn zielte Mike Hoffmann bei einer 3:2-Situation exakt und Murray war geschlagen. Jetzt ließen die Kanadier Pittsburgh kommen, standen tief gestaffelt in der eigenen Abwehr und trotzdem hätte es nach 60 Minuten 2:2 heißen müssen, denn mehr als einmal stand Superstar Crosby sowie seine Mitspieler Kessel und Rust vor Anderson, aber der Zerberus der Senators stand wie eine Eins, hielt den knappen Vorsprung fest.

Am Ende wussten die 19.000 Fans im Canadian Tire Center, wem sie diesen Erfolg zu verdanken haben. Anderson schaffte am gestrigen Abend 45 Saves, kam auf sagenhafte 97,8 Prozent, während sein gegenüber Murray 93,3 Prozent schaffte.

Der Held des Tages, Craig Anderson, nach dem Spiel: „Wir wussten, was auf dem Spiel steht und wir waren perfekt fokussiert. Eine einzige Situation kann ein Spiel entscheiden und diesmal waren wir es, die diese Situation sehr gut umsetzten.“

Tore: 0:1 (4:51) Malkin (Cole, Wilson), 1:1 (33:15) Ryan (Turris, Karlsson/5-4), 2:1 (41:34) Hoffman (Claesson, MacArthur).

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